Hallo ihr Lieben!

Erstmal Danke an alle, die reviewt haben!

Ich habe zu meinem ziemlichen Entsetzen festgestellt, dass das hier Kapitel vierzehn ist – das heißt, es folgen nur noch zwei. Meine Güte, das ging jetzt doch relativ schnell...

Dann möchte ich meiner Betaleserin Vampyre danken. Irgendwie bekommt sie es jedes Mal auf die Reihe, dass ich es immer schaffe, das Kapitel rechtzeitig zu posten – selbst wenn diverse Mails in den unendlichen Weiten des Internets verloren gehen...

Kapitel Nr. 14:

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"Wir haben Besuch!", schrie Anna

"Lizzy, versteck dich", knurrte Will leise und bugsierte mich zum Nebenraum.

"William Black, ich werde dich nicht verlassen, nicht nachdem du die ganzen Jahre auf mich aufgepasst hast. Ich werde nicht zulassen, dass sie dich wegen mir töten", erwiderte ich. Ich würde nicht so einfach zulassen, dass diese Monster namens Cullens meine Liebe, meinen Retter, meinen Engel verletzten.Wenn dieser Verräter Adam bei ihnen war, würde ich ihm persönlich die Augen ausstechen dafür, dass er Will betrogen hatte. Will hatte ihm vertraut, ihn für einen Freund gehalten. Es gab nichts Schlimmeres, als von jemandem betrogen zu werden, dem man sein Leben anvertraut hatte, oder das Leben von jemandem, den man liebte.

"Lizzy, bitte sei nicht so stur. Ich bekomme das besser hin, wenn sie dich nicht sehen." Der letzte Teil klang gedämpft, weil er mich in den nächsten Raum gedrückt hatte und die Tür vor mir geschlossen hatte. Er würde mich nicht so leicht loswerden. Er hatte recht; ich war stur. Ich war es immer gewesen und ich würde es immer sein.

"Was hast du mir ihr gemacht, Will?", hörte ich eine fremde Stimme vom Hauseingang her rufen.

"Collin hat mich angerufen, Adam. Er hat mir gesagt, was du getan hast. Wie du uns in die Irre geleitet hast", schrie Will. Ich hatte William selten schreien hören. Er war immer so heiter. Er lachte und lächelte immer. Jeder liebte ihn für seine froheNatur. Er schrie nur, wenn er Angst hatte. Ich nahm das als schlechtes Zeichen für das, was kommen würde.

"Wo ist sie?", donnerte eine andere Stimme, „Ich weiß, dass sie hier ist, und ich schwöre, ich reiße dich in Stücke, wenn du mir nicht sagst, wo sie ist", sprach die Stimme weiter, die so einschüchternd klang. „Wenn du sie irgendwie verletzt hast, dann helfe dir Gott." Die Stimme wurde von einem gewaltigen Knall unterbrochen, das von einem Knurren gefolgt wurde, das von einem Löwen hätte kommen können, aber ich wusste, dass es von einem der Fremden im Haus stammte. Diese Vampire standen für Effektivität und wenn sie wirklich für die Volturi arbeiteten, gab es keine Möglichkeit für Will und Anna gegen sie zu kämpfen und dabei zu siegen. Die Volturi stellten nur Vampire mit besonderen Fähigkeiten ein und weder Anna noch Will hatten welche, die nützlich sein konnten, um sich selbst zu verteidigen.

Ich wusste eines: Ich musste etwas unternehmen. Ich konnte nicht zusammengekauert in diesem Raum bleiben. Ich musste diesen Edward dazu bringen zu verstehen, dass ich nicht bei ihm sein wollte. Ich weigerte mich zu akzeptieren, dass ich keine andere Wahl hatte, als mit ihm zu gehen. Ich wäre glücklich mich zu opfern, um Will das Leben zu retten.

Ich huschte leise zur Tür, weil ich nicht wollte, dass jemand auf mich aufmerksam wurde, aber etwas blockierte den Ausgang. Ich drückte stärker und die Tür glitt leicht auf. Es gab wirklich nichts, was der Stärke eines Vampirs widerstehen konnte. Ich merkte schnell, was die Tür beim ersten Mal davon abgehalten hatte, sich zu bewegen. Will hatte den Kühlschrank vor die Tür geschoben, vermutlich um sie zu verstecken.

Ich schlich leise den Flur entlang und betete, dass ich dieses eine Mal nicht stolpern würde. Ich wollte die Cullens überraschen. Ich wollte Edward zeigen, dass ich kein hilfloser Mensch mehr war, den er herumscheuchen konnte.

Ich trat mit aller Anmut und Haltung, die ich aufbringen konnte, in den langen Flur. Ich musste die Situation unter Kontrolle bringen. Er und seine Familie würden nicht sehen, dass ich schwach war. Vielleicht würden sie uns endlich in Ruhe lassen, wenn sie sahen, dass ich wirklich nicht bei ihnen sein wollte, dass ich William liebte. Aber ganz sicher doch, spottete mein dummes Gewissen.

"Bella, dem Himmel sei dank, dir geht es gut", sagte ein Mann mit rostbraunem Haar, als ich um die Ecke kam. Seine Makellosigkeit nahm mir den Atem

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Ich konnte ihre Anwesenheit spüren, bevor ich sie sah.Ich riss meine schwarzen Augen von dem Teufel, der sich William nannte, los und sah zu meinen Engel Bella. „Bella, dem Himmel sei dank, dir geht es gut." Ich hörte, wie ihr Atem in ihrer Kehle stecken blieb. Ich wurde panisch, als ich den Ausdruck auf ihrem Gesich sah. Sie sah mich genauso an, wie am ersten Tag in der Schule in Forks vor all den Jahren, aber der Ausdruck wurde schnell von einem Blick voller Angst und Hass ersetzt. Waren diese Gefühle an mich gerichtet? Hatte sie mich wirklich wegen William verlassen? Vielleicht hatte Will sie nicht gezwungen, mit ihm zu gehen. Alice hatte nicht recht gehabt; sie war aus eigenem Willen gegangen.

„Bella, was tust du hier?", hörte ich Adam sie fragen.

"Adam halt dich da raus." Annas beinahe schon kommandierende Stimme kam um die Ecke. Ich hatte sie sofort vergessen, nachdem ich William gesehen hatte.

"Verräter" Bella sah Adam verächtlich an. Es hörte sich so unglaublich unnatürlich an, sie in diesem Ton sprechen zu hören. „Du solltest eigentlich ein Freund sein, aber du hast sie direkt zu uns geführt." Sie wollte mich wirklich verlassen. Sie betrachtete Adam als ihren Freund, genauso wie als ihren Bruder, aber trotzdem sie hatte ihn gerade Verräter genannt; einen Verräter, weil er uns zu ihr geführt hatte.

"Lizzy, Süße, lass mich das regeln", sagte Will zu Bella und schritt vor sie. Ich spürte die Angst in seiner Stimme und seinen Gedanken. Ich verstand, weshalb er Angst hatte; es gab nur ihn und seine Schwester, um gegen uns zu kämpfen. Als ich die Tür aufgebrochen hatte, war ich ganz darauf konzentriert gewesen, meinen Engel zu retten und Will in kleine Stückchen zu reißen und dann die Freude daran ihn zu verbrennen zu genießen, aber nun wusste ich nicht, was ich tun sollte. Ich würde Bella nicht zwingen mit mir zu kommen, und ich würde Will nichts vorwerfen, wenn es ihre freie Entscheidung gewesen war.

"Nein Will, ich werde diese Monster nicht dich oder Anna wegen mir verletzten lassen. Wenn sie nicht akzeptiere, dass ich bei dir sein will, dass wir verheiratet und glücklich sind, dann gehe ich mit ihnen. Ich würde lieber die Ewigkeit mit ihnen aushalten und wissen, dass du lebst, als der Grund für deine Zerstörung zu sein." Sie hielt uns für Monster. Sie hasste mich ganz offensichtlich. Vielleicht hasste sie mich dafür, dass ich sie vor all diesen Jahren nicht beschützt hatte. Dafür, dass ich damals, in dieser verfluchten Allee nicht bei ihr gewesen war.

"Bella, von was redest du? Was meinst du mit 'verheiratet'? Du und Will, ihr seid nicht verheiratet", sagte Adam verwirrt. Adam hatte einen exzellenten Punkt angesprochen. Mein Hirn hatte aufgehört zuzuhören, als sie mich ein Monster genannt hatte und ich hatte den letzten Teil nicht registriert.

Wie konnten sie und Will verheiratet sein? Hatten sie in der kurzen Zeit geheiratet, in der wir getrennt gewesen waren? Ich suchte in Wills Gedanken nach Antworten, aber seine Gedanken waren seltsam leer, beinahe schon hohl. Ich bemerkte, dass er mich anstarrte, mit der Spur eines kleinen Lächelns, das um seine Lippen spielte.

"Will und ich sind verheiratet", sagte Bella und legte besonderes Betonung auf das sind, „Warum solltest du nicht wissen, dass wir es sind? Und mein Name ist Lizzy, nicht Bella. Ich bin nicht mehr Bella, seitdem Edward mich zerstört hat."

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"Ah Bella, ich denke, ich würde es wissen, wenn du und Will geheiratet hätten, weil ich dein bester Freund bin", sagte der Verräter. Er nannte mich seinen besten Freund. Das verwirrte mich. Ich hatte ihn nie zuvor in meinem Leben gesehen. Vielleicht sah er mich als einen Freund, weil er so viele Jahre damit verbracht hatte, Will zu helfen, mich zu schützen, bevor er zum Verräter wurde.

"Lizzy und ich haben vor ein paar Wochen in New York geheiratet. Nicht mal mehr Anna war da, also konntest du es ganz offensichtlich nicht wissen."

Ich bemerkte die verwirrten Blicke der Cullens und Adams. Es war das erste Mal, dass ich den Rest der Vampire, die in meinem Haus standen, wirklich ansah. Da war eine blonde Frau, die unglaublich schön war, sogar für einen Vampir. Neben ihr stand ein großer Vampir, der so aussah, als würde er sich so einfach überwältigen lassen, sollte das hier gewalttätig enden.Hinter ihnen stand eine Frau, die mich so liebevoll und beunruhigt ansah, dass ich nicht glauben konnte, dass sie gefährlich war. Vor ihr stand schützend ein Mann, von dem die Intelligenz regelrecht auszustrahlen schien. Zu meiner Rechten stand ein Mädchen mit kurzem, schwarzem Haar, das wie eine kleine Elfe aussah. Sie wirkte völlig verwirrt und erdolchte Will und Anna förmlich mit ihren Blicken. Neben ihr stand ein blonder Mann, er hatte seine Augen geschlossen und atmete tief. Es schien, als versuchte er sich zu entspannen. Es war seltsam, dass keiner von ihnen rote Augen hatte. Ich hatte gedacht, die Volturi seien keine Vegetarier, aber es waren schon seltsamere Dinge passiert.

Als ich zu dem Letztender Cullens kam, wusste ich sofort, dass es Edward sein musste. Sein Gesicht war voller Unentschlossenheit und ich stand stark in Versuchung, meine Hand nach ihm auszustrecken und sein wunderschönes, gequältes Gesicht zu berühren. Erinnere dich daran, was er dir angetan hat, Lizzy, bläute ich mir ein. Die Erinnerung daran, was Will gesagt hatte, was er mit mir getan hatte, zog mich zurück, brachte mich dazu, aufzuhören, mir Sorgen um das Monster zu machen, das mich als Menschen gequält hatte und nun vorhatte, meine Sicherheit und mein Glück als Vampir zu zerstören.

"Das ist lächerlich", sagte die Frau, die einer Elfe ähnelte. „Bella hätte es uns erzählt, wenn sie geheiratet hätte" Das verwirrte mich. Warum bei Gott hätte ich ihnen erzählen sollen, dass ich geheiratet hatte? Ich hatte sie vor heute nicht mal gekannt. Etwas stimmte hier überhaupt nicht.

„Alice, nicht", sagte Edward. Er klang niedergeschlagen.

"Von was redest du, Edward? Wage es nicht, so leicht aufzugeben. Bella war wirklich glücklich mit dir. Sie hat niemals etwas vorgegeben, das sie nicht gefühlt hat. Irgendwas ist passiert, also hör auf damit", schimpfte Alice Edward. War sie verrückt zu denken, ich wäre je glücklich mit ihm gewesen? War sie denn blind?

"Ich war niemals glücklich mit ihm", stieß ich hervor. Ich hatte nicht vorgehabt, das zu sagen, aber es schien auf einmal, als könnte ich nicht ruhig sein. „Du warst besessen von mir!", sagte ich und drehte das Gesicht zu Edward. Die Traurigkeit in seinen Augen brach mir beinahe das Herz, aber ich erinnerte mich daran, was Will mir gesagt hatte. „Du hast mein Herz unzählige Male gebrochen. Du hast mich wie ein Haustier behandelt. Ich war für dich nichts als ein Spielzeug, und als ich versuchte zu fliehen, hast du versucht mich zu töten. Ich kann niemals dankbar genug dafür sein, dass Will mich gerettet hat. Es ist mir gleich, ob du für die Volturi arbeitest oder nicht. Du kannst mich nehmen, wenn es dich glücklich macht, aber ich werde Will immer lieben."

Ich hatte eine Reaktion von Edward erwartet, aber nicht die, die ich bekam. Die Traurigkeit in seinem Gesicht verschwand als ich sprach und wurde von völliger Verwirrung und schließlich von tiefer Wut Will gegenüber ersetzt.

"Was für Lügen hast du ihr erzählt? Und wie hast du sie dazu gebracht, sie zu glauben?", knurrte Edward furchteinflößend und schritt auf Will zu. Er hielt nur an, weil ich instinktiv vor ihn getreten war.

William lachte nur sein natürliches Lachen und sah zu Anna, die nur nachlässig mit den Schultern zuckte. „Ich könnte es dir eigentlich sagen, Himmel, ich könnte dir alles sagen und du würdest dich danach an kein einziges Wort erinnern. Also warum zur Hölle nicht? Du willst mein kleines Geheimnis wissen, Edward? Du bekommst es", sagte Will zu Edward, als spräche er mit seinem bester Freund über sein gut gehütetes Geheimnis. Jedoch – was auch immer das war, ich hatte nicht die geringste Ahnung davon gehabt.