Teil 10 – Wahrheiten

Es war zum Verrückt werden. Egal was Hermine auch anstellte, es gelang ihr einfach nicht, ohne Aufmerksamkeit zu erregen mit ihm zu reden. Es erschien ihr, als würde er ihr regelrecht aus dem Weg gehen, also entschied sie sich, es noch einmal zu der üblichen Uhrzeit in der Nacht zu versuchen. Irgendwann musste es doch eine Gelegenheit geben. Sie hatte nur noch diese Möglichkeit, denn morgen schon war der große Abschlussball.

Sie half Ginny noch beim Ändern ihres Kleides und vermied es weitgehend, allein mit Ron zu sein. Doch immer wieder wanderten ihre Gedanken im Kreis. Wenn er es denn wusste, warum war er so abweisend und im nächsten Moment so völlig anders?

„Hermine? Du bist gar nicht bei der Sache, jetzt ist es zu kurz!" Erschrocken blinzelte sie auf und sah, dass sie aus Versehen den Stoff bis auf Höhe der Knie gekürzt hatte.

Erneut hob sie ihren Stab und verlängerte es wieder, so dass es fast bis auf den Boden reichte.

„Fein, das dürfte reichen. Was meinst du, ist es in der Mitte ein wenig zu eng?"

Hermine seufzte und nickte ohne zu wissen, was ihre Freundin sie überhaupt gefragt hatte.

Ginny, die auf einem Stuhl direkt vor ihr stand, ging in die Hocke und stupste sie kurz mit dem Finger an, worauf sie endlich die Aufmerksamkeit bekam.

„Du hörst mir gar nicht zu, oder?"

Noch einmal registrierte sie das Seufzen von Hermine und gab auf. Das Kleid war ihr egal geworden und sie stieg von dem Stuhl herunter.

„Willst du darüber reden?" So konnte es einfach nicht weitergehen. Harry hatte ihr erzählt, was sie in der Nacht besprochen hatten und auch, dass etwas Seltsames vor sich gegangen sein musste, bevor er sie aus dem Tränkelabor geholt hatte. Allerdings konnte er sich, im Gegensatz zu Ginny, keinen Reim darauf machen.

„Ich kann nicht."

Es tat ihr weh, die beste Freundin so verzweifelt zu sehen und sie legte vorsichtig ihren Arm auf Hermines Schulter.

„Ich wünschte, ich könnte dir helfen – irgendetwas für dich tun. Du weißt doch, dass du mir alles sagen kannst."

Hermine drückte die Hand ihrer Freundin und Tränen schwammen ihr in den Augen. Nein, alles konnte sie ihr einfach nicht sagen.

„Ist es wegen Ron? Mach dir keinen Kopf wegen ihm, er wird es überstehen. Mir war schon immer klar, dass es auf Dauer nicht gut gehen konnte."

„Es ist nicht nur wegen ihm. Ginny, ich kann einfach nicht darüber reden, ihr würdet es nicht verstehen."

Die junge rothaarige Frau nickte und legte den Kopf schräg. Sie verstand es wirklich nicht, denn sie hatte durchaus einen Verdacht, der sich immer mehr erhärtete.

„Gibt es da jemanden?" Sie brauchte die Antwort ihrer Freundin nicht, doch sie sah die Traurigkeit in ihren Augen und das leichte Nicken.

„Erwidert er deine Gefühle?"

Hermine verriet ihr auch ohne viele Worte genug. Sie wirkte dermaßen verwirrt, dass es einem Wunder gleich kam, dass es nicht schon die beiden Jungs durchschaut hatten.

„Ich weiß es nicht. Manchmal denke ich, es gibt da solche Momente und dann wiederum... Nein, ich mach mir nur etwas vor. Es ist völlig absurd."

Tröstend lehnte Ginny ihren Kopf an Hermines und schwieg dazu. Es war wirklich absurd, egal von welcher Seite man es auch betrachtete.

Am nächsten Morgen fuhr Hermine aus ihrem Bett hoch und war völlig perplex. Sie war sich sicher, dass sie sich hatte fortschleichen wollen, aber die Natur hatte ihr Recht gefordert und der lange Schlafmangel hatte sie einfach wegschlummern lassen. Trotzdem sah sie misstrauisch zu Ginny herüber, die bereits aufgestanden war und aus dem Fenster sah.

Wie begründet ihr Misstrauen war, wusste sie nicht einmal. Ginny hatte tatsächlich ein Schlafmittel in ihr abendliches Getränk gemixt, aber nicht wirklich, um sie von ihrem Vorhaben abzubringen. Es war mehr die Sorge gewesen, denn Hermine hatte furchtbar schlecht ausgesehen.

Es war praktisch der letzte Tag in Hogwarts. Am Abend würde der große Ball stattfinden und am nächsten Tag war schon am Vormittag die Verabschiedung der Siebtklässler. Es blieb ihr nicht mehr viel Zeit, um mit ihm zu sprechen.

Aber der nötige Schlaf hatte ihr auch gut getan. An diesem sonnigen Morgen waren alle dummen Zweifel und Ängste ein wenig in weitere Ferne gerückt und schwebten nicht mehr wie ein Damoklesschwert über ihr. Sie würde dieses Schloss nicht verlassen, bevor sie ihm nicht alles gesagt hatte, egal was es sie kosten würde.

Es gab noch viel zu erledigen. Die letzten Sachen wurden eingepackt, die letzten Mitschüler verabschiedet. Hermine dachte sogar an die Hauselfen, doch die waren nicht begeistert sie zu sehen aus Angst, sie könnte wieder irgendwelche Befreiungsversuche starten.

Sie fand jedoch keine Gelegenheit, mit Snape allein zu reden. Zunächst hatte sie versucht, ihn bei den Mahlzeiten abzufangen, aber er hatte es ständig so eingerichtet, dass er nicht allein kam. Auch in seinem Büro war er nicht anzutreffen und diesmal hatte er es zusätzlich dermaßen gesichert, dass Hermine es nicht aufbekam, egal weichen Zauberspruch sie auch anwendete.

Sie wusste, dass er ihr bewusst aus dem Weg ging und es ärgerte sie. Am Mittag war sie es dann Leid gewesen und hatte ihn einfach im Beisein von Trelawney, mit der er in ein anscheinend wichtiges Gespräch verstrickt war, unterbrochen und um ein privates Gespräch gebeten.

„Wie Sie sehen, Miss Granger, bin ich ein schwer beschäftigter Mann. Wenn Sie etwas Dringendes zu sagen haben, dann sagen Sie es doch."

Seine Augen glitzerten böse in dem Wissen, dass Hermine ganz sicher nicht etwas in Gegenwart der Wahrsagerin sagen würde. Stattdessen machte sie auf dem Absatz kehrt und schien ebenso wütend zu sein wie er.

„Wo waren wir stehen geblieben, Sibyll?", wendete er sich wieder der Lehrerin mit dem seltsamen Aussehen zu, doch die starrte mit ihren überdimensional vergrößerten Augen der jungen Frau hinterher.

„Severus, da fällt mir ein, dass ich dir noch etwas ganz anderes erzählen wollte. Letztens kamen doch diese Granger und der junge Weasley zu mir und fragten mich nach der Zukunft."

„Na und?" Seine Kollegin war mitunter wirklich sehr schräg drauf und das war die netteste Umschreibung, die ihm dazu einfiel.

„Wusstest du, dass die kleine Granger in jemand anderes verliebt ist?" Sibyll blinzelte ihn erwartungsvoll an und erntete nur ein unwilliges Schnauben.

„Und wenn schon? Ich kann mir denken in wen und es ist mir egal. Wie kommst du auf die Idee, es könnte mich interessieren?" Entrüstet starrte er auf sie herab und verbot sich, etwas Unflätiges zu sagen. Hatte Sibyll durch einen unglaublichen Zufallstreffer in einer ihrer Kugeln mal wieder mehr gesehen als nötig?

„Du weißt es? Aber dann..."

„Entschuldige mich bitte, Sibyll, wir können ein andermal darüber sprechen. Ich muss dringend mit Minerva noch etwas klären."

Er hatte lediglich abgewartet, bis Hermine aus seinem Sichtfeld verschwunden war und würgte die Kollegin rüde ab, bevor er sie einfach stehen ließ.

Alles woran Hermine denken konnte war, dass sie nur noch wenige Stunden hatte. Snape ging ihr aus dem Weg, wo er nur konnte, und die Tatsache machte sie ganz konfus. Natürlich erklärte sie sich sein abweisendes Verhalten damit, dass er vermutlich ahnte, was in ihr vorging. Trotzdem wollte sie nicht gehen, bevor sie nicht alles gesagt hatte. Die Wahrscheinlichkeit war hoch, dass er sie nur auslachte, aber das Risiko würde sie eingehen.

Der Abend kam und alles stand im Zeichen des ersten großen Festes nach Dumbledores Tod. Schuhe wurden von den Hauselfen auf Hochglanz poliert, Umhänge gebürstet und die Gemeinschaftsbäder waren voll mit kichernden jungen Frauen, die sich um die Spiegel drängten.

Hermine war es ganz schwer ums Herz. Sie hatte noch so viel anderes zu tun. Es war feige von ihr, immer noch nicht mit Ron gesprochen zu haben, der immer wieder mit alten Anekdoten anfing und sie an ihren ersten Ball im vierten Schuljahr erinnerte. Dieser hier war lediglich für die Abschlussklassen und einige ausgewählte Schüler der unteren Jahrgänge, also bei weitem nicht so pompös wie jener vor Jahren. Ihr kam es vielmehr vor wie ein Traum aus einer weit entfernten Vergangenheit.

Ganz bewusst hatte sie sich diesmal für ein schlichtes Kleid entschieden und es am letzten Tag noch einmal umgefärbt. Nun umschmeichelte die schwarze, glatte und glänzende Seide ihren Körper fast bis zum Boden, gehalten durch ein Paar hauchdünne Träger, die sich auf ihrem Rücken kreuzten.

„Wow, du siehst toll aus, Hermine", flüsterte Ginny ergriffen. „So unglaublich erwachsen."

Hermine hatte ihre Haare lediglich durch zwei Kämme ein wenig zur Seite gesteckt und trug es ansonsten offen. Das Kompliment ihrer Freundin tat ihrem Selbstbewusstsein gut, so konnte sie ihren neuen Plan wenigstens ausführen, ohne sich hässlich und klein zu fühlen.

Der Ball begann mit einer gähnend langweiligen Rede der Schulleiterin, bevor diese begann, die verdienten Schüler mit Orden und Pokalen auszuzeichnen. Es wurde applaudiert und gejubelt, bei Harry besonders laut, als dieser sich seine Auszeichnung von McGonagall abholte, bis endlich Hermine als Letztes an der Reihe war.

Langsam schritt sie die Stufen bis zu dem Podium hinauf und hörte der älteren Frau zu, die ihre ganzen Fächer aufzählte, die Hermine mit Auszeichnung bestandene hatte. Ihre Augen waren jedoch nur auf die Menge gerichtet, die weiter unten stand, bis sie fand, was sie suchte.

„Herzlichen Glückwunsch, Miss Granger. Wir wünschen Ihnen allen viel Erfolg für Ihren weiteren Lebensweg. Und nun darf ich Sie bitten, mit einem Partner Ihrer Wahl den diesjährigen Ball zu eröffnen."

Hermine bedankte sich und nickte McGonagall zu, die sie mit unverhohlenem Stolz ansah. Dann drehte sie sich um und die ersten Takte des Walzers erklangen im Festsaal.

Die Abschlussklassen hatten sich aufgestellt und applaudierten ihr. Einige laut und begeistert, andere eher verhalten mit gut erkennbarem neidischen Ausdruck im Gesicht, doch sie sah es gar nicht. Ihre Augen suchten und fanden ihre Freunde, die lächelnd und voller Stolz zu ihr herauf sahen. Langsam und bedacht schritt sie die Treppe herunter und sonnte sich für einen Moment in dem Gefühl, von allen beachtet zu werden. Wer hätte das einst von dem ehrgeizigen und altklugen Mädchen gedacht, was nicht wenige für schlechter gehalten hatten, weil ihre Eltern reine Muggel waren.

Lächelnd schwebte sie förmlich auf ihre Freunde zu, die ganz vorne standen, bis ihr Blick auf die wie immer ganz in schwarz gehaltene Gestalt ihres ehemaligen Zaubertränkelehrers fiel. Er stand ein Stück weiter hinter ihren Freunden, zusammen mit dem Kollegium und sah nicht einmal zu ihr hin.

Ron fingerte sich nervös an seinem Kragen, hob ihr seine Hand entgegen, als sie sich näherte und grinste schief, doch sein Lächeln entgleiste ihm, als Hermine einfach an ihm vorbei ging und ihn nicht einmal ansah.

Fragend sah er zu Harry, der blass geworden seiner Freundin hinterher sah und ahnte, was sie vorhatte.

Ein Raunen ging durch die Schüler, denn niemand hatte erwartet, dass Hermine mit jemand anderem als Ronald Weasley den Ball eröffnen würde, aber Hermine ging einfach stur weiter und ließ sich nicht von dem anschwellenden Flüstern beirren.

Zunächst bemerkte Severus Snape nichts, aber als er das erstaunte Wispern mitbekam, ruckte sein Kopf in die Höhe und er sah Hermine auf sich zukommen. Sie lächelte, als sie seinen warnenden Blick bemerkte und er spürte förmlich die entsetzten Blicke der Abschlussklassen und der Kollegen.

Das würde sie nicht wagen!

Aber sie tat es. Stellte sich frech vor ihn hin und deutete eine Art Knicks an, bevor sie auffordernd eine Hand nach ihm ausstreckte. Nun hörte man nichts mehr als atemlose Stille und die Klänge der Musik.

Alle erschienen irgendetwas von ihm zu erwarten. Es war ihm unangenehm, dermaßen im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit zu stehen. Normalerweise verstummte man in seiner Nähe und war darauf erpicht, ihm möglichst aus dem Weg zu gehen. Jetzt starrten ihn alle mit unverhohlener Neugierde und bar jeglichen Respekts an.

Leider gab es keinen Zauber, der es zuließ, diese Meute von idiotischen Gaffern erblinden zu lassen. Na ja, eigentlich gab es den doch, aber er war verboten, was er zutiefst bedauerte.

Dieses Biest! Weil ihm kaum etwas anderes übrig blieb, ergriff er ihre Hand und quetschte sie förmlich zusammen. Es sollte wehtun und mit etwas Genugtuung erkannte er, wie sie kurz zusammen zuckte.

Das einzige, wofür sich dieses Theater lohnte, waren die Blicke von Weasley und Potter. Der eine sah aus, als würde er gleich Schnecken spucken, der andere, als würde er halluzinieren.

Ohne mit der Wimper zu zucken, legte er eine Hand auf ihre Hüfte und zog sie gerade so fest an sich heran, dass man es noch als schicklich bezeichnen konnte, bevor sie die ersten Schritte im Klang des Taktes vollzogen.

Es dauerte viel länger als gewöhnlich, bis die ersten aus ihrer Starre fielen und ebenfalls die Tanzfläche betraten. Erst als sich noch andere um sie herum den Walzenklängen hingaben und sie nicht mehr allein sämtliche Aufmerksamkeit auf sich zogen, beugte er sich ein wenig zu ihr herab.

„Was hast du dir bitte dabei gedacht?", zischte er ihr ins Ohr und drehte sie weiter über das Parkett. Nahm dieses Lied denn gar kein Ende?

Neben ihnen tauchte McGonagall mit ihrem Tanzpartner auf und Hermine sah, wie die Schulleiterin misstrauisch zu Ihnen herüber sah.

„Ich wusste gar nicht, was Sie für ein hervorragender Tänzer sind, Professor Snape", meinte Hermine so laut, dass Minerva es auch sicher mitbekam.

„Und ich wusste gar nicht, was du für ein hinterhältiges Miststück bist", raunte er ihr zu.

„Oh, ich hatte einen hervorragenden Lehrer." Hermine erntete ein unwilliges Schnauben.

Neben ihnen kreiselten Harry und Ginny vorbei, doch beide vermieden es zu dem ungleichen Paar zu sehen, wie Hermine dankbar bemerkte.

„Ich habe nicht die geringste Ahnung, was du damit bezwecken willst. Willst du deinen kleinen Freund eifersüchtig machen? Offensichtlich ist es dir nicht gelungen, er sieht dich ja nicht einmal an."

Hermine dreht nur leicht den Kopf hin und her, um seine Frage zu verneinen.

„Nein, ich habe lediglich das getan, was McGonagall gesagt hat."

Für einen Augenblick gerieten sie aus dem Takt, aber für einen unbeteiligten Zuschauer war es kaum zu sehen.

„Minerva hat gesagt, dass du mit mir tanzen sollst?" Er hörte sich so an, als würde er kein Wort davon glauben und Hermine lachte auf.

„Gewissermaßen ja."

Der Walzer war zu Ende und die meisten Tänzer wechselten ihre Partner, doch Hermine und ihr ehemaliger Lehrer standen sich gegenüber und sie dachte nicht einmal daran wegzugehen.

„Ich glaube dir kein Wort. Hast du wieder getrunken?" Seine Nasenflügel blähten sich auf, aber Hermine schüttelte nur erneut ihren Kopf.

„Ich trinke nicht. Es sei denn, die Situation verlangt es." Sie hatte die Anspielung schon verstanden, was ihr erstes nächtliches Treffen betraf. Irgendwie gefiel es ihr sogar, ihn ein wenig ratlos zu sehen.

Die nächsten Klänge wurden angespielt und automatisch tanzten sie weiter zusammen.

„McGonagall sagte nur, dass ich mit dem Partner MEINER Wahl den Ball eröffnen soll."

Abrupt hatte er sie losgelassen und um sie herum entstand gespanntes Schweigen. Nicht wenige Tanzpaare hatten ihre Bewegungen verlangsamt um herauszubekommen, was da ablief, doch er schien es überhaupt nicht zu bemerken.

„Was für ein Spiel ist das, Hermine?", zischte er ihr so leise zu, dass einige Anwesende enttäuschte Gesichter zogen, weil sie nichts verstanden.

„Ich weiß nicht, wovon du sprichst. Alles was ich wollte, war mit dir tanzen." Ihre Stimme war ebenfalls leise, aber sie bemerkte aus dem Augenwinkel heraus die Aufmerksamkeit der anderen.

„Und entschuldigen Sie, dass ich Ihnen auf den Fuß getreten bin", fügte sie so laut hinzu, dass es auch wirklich jeder mitbekam.

Für Sekundenbruchteile schien er verwirrt, doch dann sah er sich um, griff wütend nach ihr und wirbelte weiter über das Parkett der Großen Halle.

Neben ihnen erschien Professor Trelawney mit dem Vertrauensschüler von Hufflepuff. Seinem Gesicht nach zu urteilen, war es eine einzige Qual für ihn, aber die Lehrerin mit der Glasbausteinbrille starrte unverhohlen zu ihnen hinüber und flüsterte ständig. „Ich wusste es. Ich wusste es."

„Zu welchem Zweck, Hermine? Du willst mir doch nicht allen ernstes erzählen, dass kein Plan hinter diesem Auftritt steckt? Wolltest du noch mehr Aufmerksamkeit, als du ohnehin schon hast? Herzlichen Glückwunsch, das ist dir gelungen. Die Massen werden sich die Mäuler zerreißen."

„Das ist mir völlig egal. Ich wollte mit dir sprechen und es erschien mir die einzige Möglichkeit, bei der du mir nicht weglaufen, oder mich..."

„Oder was?"

„Mich ablenken kannst", gab sie kleinlaut zu.

Seine Hand spannte sich um ihre und allmählich hatte Hermine das Gefühl, ihre Finger würden gleich absterben.

„Ich laufe niemals weg, das solltest du doch wissen", flüsterte er böse und anzüglich, „und was die 'Ablenkung' angeht, sah es für mich so aus, als wäre es dir recht gewesen. Ich vermeide ab jetzt lediglich, dass du mich weiter in dein kleines, dummes Katz und Maus Spiel hinein ziehst."

„Verdammt, wovon redest du da ständig? Hältst du mich für so oberflächlich, dass du annimmst, das alles wäre nur ein Spiel für mich? Ist es das?"

„Ja, denn ich bin hinter dein kleines, süßes Geheimnis gekommen und es ist lächerlich. Hast du wirklich geglaubt, ich würde dein albernes Getue nicht durchschauen?"

Er wusste es! Hermine zuckte beinahe zusammen unter den harschen Worten. Sie bekämpfte tapfer gegen ihre Tränen und biss sich auf die Unterlippe, um das verräterische Zucken zu unterdrücken.

Ihre Gefühle für ihn waren also lächerlich? Das war alles, was er dazu zu sagen hatte?

Der Schmerz saß so tief, dass sie kaum noch atmen konnte. Natürlich hatte sie nicht erwartet, dass er ihre Gefühle erwidern würde, aber nicht, dass er sich derartig darüber lustig machte. Endlich war auch dieser Tanz vorbei und ohne ein weiteres Wort rannte sie förmlich vor ihm weg.

Sie war geflohen, einfach gelaufen, einige Treppen hinauf, bis sie eines der Badezimmer erreichte und die Tür mit einem Knallen ins Schloss warf.

Endlich konnte sie ihrer Enttäuschung freien Lauf lassen, aber nur wenige Augenblicke später hörte sie Schritte und die Tür wurde vorsichtig geöffnet.

„Hermine?"

Auch das noch! Ron war ihr gefolgt und sah völlig verstört aus. Sie konnte jetzt unmöglich mit ihm sprechen.

„Hermine – was ist los?"

Sie wischte sich energisch eine Träne aus dem Augenwinkel und sah ihren Freund an. Sie wollte ihn nicht enttäuschen, das hatte sie nie gewollt, doch sie konnte nicht mehr so weitermachen. Nicht nach den letzten Tagen. Vielleicht hätte es davor noch eine gemeinsame Zukunft geben können und vielleicht hätte es sogar funktioniert, aus dem einfachen, guten Gefühl von Vertrauen und tiefer Freundschaft heraus. Und wenn sie es genau betrachtete, liebte sie ihn ja auch. Auf eine brüderliche Weise. Doch nun war es zu spät. Sie hatte alles verdorben.

„Das da mit Snape. Ich verstehe dich nicht, Hermine. Hat er dir wehgetan? Dich verletzt? Ich bring den Mistkerl um." Mit gespieltem Todesmut hatte er seinen Zauberstab gezückt und wedelte damit in der Luft herum.

Das war so typisch für Ron, dass Hermine gequält lächeln musste und den Kopf schüttelte.

Mutig darüber, dass er sie ein wenig zum Lachen gebracht hatte, ging er auf sie zu und nahm ihre Hand.

„Vielleicht sagst du mir bitte mal, was hier los ist? Ihr alle verheimlicht mir doch etwas? Harry und Ginny benehmen sich, als hätte ich eine unheilbare Krankheit, die sie vor mir verschweigen und du bist so furchtbar unglücklich, dass sogar die Blumen auf den Bildern anfangen zu welken, wenn du daran vorbei gehst."

Sie war nicht in der Verfassung, es ihm jetzt zu sagen, aber sie wollte ihn auch nicht belügen. Das hatte er einfach nicht verdient. Eine Weile standen sie einfach nur da, schwiegen sich an und gingen ihren Gedanken nach. Erst nach einer kleinen Ewigkeit hatte Hermine genügend Mut gesammelt, um die Wahrheit zu sagen.

„Ron, du weißt, dass ich dich liebe, aber..."

„...Aber nicht genug, um den Rest deines Lebens mit mir zu verbringen, das weiß ich doch schon lange."

Überrascht zwinkerte Hermine und wollte etwas sagen, aber es kam nur ein Krächzen über ihre Lippen.

„Hermine, ich weiß, dass du das alles nur für mich getan hast. Diese Stelle im Ministerium, die ganzen Pläne, die wir hatten. Ich liebe dich, mehr als ich in Worte fassen kann, aber ich weiß, dass das alles kein Leben für dich wäre. Es war schön, diesen Traum zu gehabt haben, doch ich bin nicht so dumm wie du denkst. Was du empfindest ähnelt dem, was meine Mom für mich fühlt. Was ich ganz sicher nicht brauche ist eine zweite Mutter."

Es war konfus, wie konnte sie sich so erleichtert und glücklich und gleichzeitig auch wieder traurig und schlecht fühlen?

„Alles wieder gut?" Sein treuherziger Blick brachte sie wieder zum Lächeln und sie konnte nicht anders, als ihn zu umarmen.

„Hey, schon gut, ich bin ein tapferer, großer Junge. Wissen es Harry und Ginny? Sind sie deshalb so komisch zu mir?"

Hermine schluckte. Ohje, es war noch nicht vorbei. Sie musste es ihm endlich sagen.

„Sie...sie ahnen, dass es da jemanden gibt."

Enttäuscht zog Ron einen Flunsch, aber er nickte tapfer.

„Okeyyyyyy", meinte er gedehnt, doch sie sah ihm den Stich an. „Will ich wissen, wer es ist?"

Energisch schüttelte Hermine ihren Kopf. „Nein, willst du ganz sicher nicht und er erwidert meine Gefühle sowieso nicht, von daher vergiss es einfach, damit muss ich allein fertig werden."

„Wer immer das auch ist, er ist ein großer Schwachkopf. Also gut, los komm. Da unten ist das letzte Fest, was wir hier erleben werden und du willst es doch nicht verpassen, oder?"

„Ich komme nach." Ron nickte und wollte hinausgehen, doch er drehte sich wieder um.

„Hermine?"

„Ja?"

„Bleiben wir trotzdem Freunde?"

Sie lächelte schief und schniefte leise.

„Natürlich."

Ron riss die Tür auf und war auch schon fast heraus, als er sich ein letztes Mal zu ihr umdrehte.

„Hey! Deshalb hättest du wirklich nicht mit der alten Fledermaus tanzen müssen! Bis später." Er winkte, verschwand und ließ Hermine mit einem noch schlechteren Gewissen zurück, doch nur eine Minute später folgte sie ihm.

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Natürlich hatten alle gesehen, was sich da auf der Tanzfläche abgespielt hatte und für Sekunden herrschte eisiges Schweigen. Hermine war regelrecht vor Professor Snape geflüchtet und Ronald Weasley wie ein Verrückter hinter ihr her.

Ein jeder hatte seine eigene Version von dem, was vorgefallen sein musste. Niemand konnte verstehen, wie Hermine Granger freiwillig mit dem ständig übel gelaunten Lehrer überhaupt tanzen konnte. Es war zumindest eindeutig, dass er vermutlich wieder einmal etwas gesagt hatte, was das Mädchen so verletzt hatte, dass sie weggerannt war. Raum für Spekulationen gab es nun genug.

„Was?", blaffte die dunkle Stimme laut und er starrte wütend in die gaffenden Gesichter und innerhalb des Bruchteils einer Sekunde wagte es niemand mehr, ihn anzusehen und jeder machte eilig mit dem weiter, was er zuvor getan hatte. Bis auf Harry.

Ginny wollte ihn zurückhalten, aber sie wusste schon nach einem einzigen Blick, dass sie ihren Freund nicht aufhalten konnte. Pure Wut schimmerte in seinen Augen und ängstlich beobachtete sie, wie sich Harry durch die Menge schob, um zu dem Professor zu kommen.

Energisch klopfte er ihm auf die Schulter und wartete ab, bis sein ehemaliger Lehrer sich ganz zu ihm umgedreht hatte. Sekundenlang fochten ihre Blicke ein seltsames Duell aus, aber dann riss sich der Jüngere zusammen.

„Ich muss Sie sprechen. Allein."

Zunächst sah er nichts, was darauf hindeutete, dass Snape gewillt war, ihm nachzugeben.

„Ich wüsste nicht warum, Mister Potter." Seine Stimme war so akzentuiert, als würde es ihm Mühe bereiten, beherrscht zu bleiben.

„Ich bestehe darauf." Harry gab nicht nach. Er wollte keinen Eklat vor den Festgästen, aber notfalls war er auch dazu bereit.

Snape machte eine ausladende Geste, die andeute, dass Harry voraus gehen sollte, was dieser auch sofort tat. Allerdings vergewisserte er sich mehrmals, dass der Zauberer ihm auch folgte.

Erst als sie draußen an der kühlen Abendluft waren, drehte sich der junge Mann um und starrte den Älteren böse an.

„Was haben Sie mit Hermine gemacht?"

Abschätzig zog sein Gegenüber eine Braue in die Höhe und starrte höhnisch auf den Sohn seines Erzrivalen herunter.

„Ich wüsste nicht, was Sie das angeht."

„Es geht mich etwas an. Hermine ist meine Freundin und Sie haben irgendetwas getan, was sie verletzt hat."

„So besorgt? Man könnte fast annehmen, dass da mehr zwischen Ihnen ist." Snapes Stimme tropfte vor gespielter Freundlichkeit. „Weiß Ihre kleine Ginevra davon? Ich wäre untröstlich, wenn gleich zwei Weasley Herzen an einem Abend brechen müssten."

Unwillig warf Harry den Kopf in den Nacken und hätte am liebsten den Zauberstab gezückt.

„Aber ich kann Sie beruhigen, Mister Potter, Ihr Geheimnis ist bei mir gut aufgehoben. Außerdem kann ich Ihnen versichern, dass ich nichts getan habe, was Miss Granger nicht von sich aus wollte."

Harry wurde die Anzüglichkeit dieser Worte bewusst und er ahnte nun instinktiv, was zwischen Hermine und diesem Mistkerl vorgefallen sein musste. Diese Ungeheuerlichkeit traf ihn wie ein Schlag. Snape war derjenige, von dem sie gesprochen hatte. Deshalb die heimlichen Treffen in der Nacht. Wie blöd konnte man nur sein, um das nicht zu erkennen? Es ärgerte ihn, dass er so unbedarft gewesen war. Was hatte dieses Schwein nur mit ihr angestellt? Und jetzt verhöhnt er sie auch noch dafür.

Die Wut machte ihn unbeherrscht und er zückte seinen Stab, doch Snape schien damit gerechnet zu haben und war schneller.

„Expelliarmus." Harrys Stab verschwand im Dunkel der Nacht und er musste hilflos mit ansehen, wie sein Gegner auf ihn zu kam und ihm seinen Zauberstab direkt vor das Gesicht hielt.

„Für wie dumm halten Sie mich, Potter? Tröstet es Sie, wenn ich Ihnen sage, dass sie vermutlich dabei nur an Sie gedacht hat?"

Harry verstand seine Worte nicht und er konnte auch nicht darüber nachdenken, denn der Stab wedelte gefährlich nah an seiner Nase herum.

„Glauben Sie mir, es wäre mir eine Genugtuung, Ihnen einige nette Flüche zu verpassen, aber das werde ich nicht tun. Sie sollen es nicht vergessen. Jedes Mal, wenn Sie sie anfassen, sollen Sie dabei an mich denken."

Sein von Hass verzerrtes Gesicht starrte auf den dunkelhaarigen jungen Mann herunter.

„Ich weiß nicht, wovon Sie reden", knurrte Harry und widerstand der Versuchung, von ihm abzurücken. Er würde keine Angst zeigen, egal was es ihn kostete.

„Hören Sie sofort auf!", schrie eine helle Stimme hinter ihnen und beide starrten in das Gesicht von Ginny Weasley, die mit gezücktem Zauberstab den Professor in Schach hielt.

Unbeeindruckt davon, dachte Severus nicht daran, seine Hand zu senken.

„Tut mir Leid, Miss Weasley, dass Sie das mit anhören mussten. Ich hoffe, Sie sind nicht zu enttäuscht von ihrem Helden."

„Sie sind ein Idiot, Professor Snape."

Jetzt ließ er seine Hand doch herunter und drehte sich zu der kleinen Person um, die ihn beleidigt hatte und ihm mutig ihren Stab entgegenstreckte.

„Ich würde an Ihre Stelle aufhören, sich etwas vorzumachen, kleines Fräulein. Nicht ich bin derjenige, auf den Sie wütend sein sollen." Er holte mit seiner Hand aus und machte eine Geste in Richtung Harry, der seine Freundin entsetzt ansah.

„Ginny, nicht." Er hatte wirklich Angst um sie, dieser Zauberer war ihr mit Sicherheit überlegen.

„Angst vor der Wahrheit, Potter? Es wäre interessant für mich zuzusehen, wie Sie das alles Ihrer Freundin hier erklären, aber ich bin vermutlich nicht dabei erwünscht."

„Halten Sie endlich Ihren Mund. Sie machen doch alles nur noch schlimmer", befahl Ginny und ärgerlich zog Snape seine Brauen zusammen. So langsam aber sicher war er nicht mehr bereit, sich diese Farce noch weiter anzutun, doch die Rothaarige dachte nicht daran, ihn gehen zu lassen.

„Sie sind derjenige, der sich etwas vormacht, Professor. Ich weiß nicht, wie Sie auf den abwegigen Gedanken kommen, dass da etwas zwischen Hermine und Harry sein könnte, aber so ist es nicht."

„Nun, ich achte Ihren verzweifelten Versuch, sich so etwas einzureden, aber ich habe gesehen, was ich gesehen habe. Fragen Sie ihn doch mal, wie oft er Hermine in letzter Zeit in den Arm genommen hat, wie oft sie sich geküsst und miteinander getuschelt haben. Streiten Sie das etwa ab?" Beim letzten Teil hatte sich der Tränkemeister kurz seinem Kontrahenten zugewandt, bevor er weiter das Mädchen im Auge behielt, welches ihn weiterhin mit dem Stab bedrohte.

„Warum sollte ich? Wir sind FREUNDE. Ein Wort, was Sie vielleicht nicht kennen. Unter Freuden tut man das gelegentlich, vor allem, wenn es dem anderen schlecht geht und Hermine ging es schlecht. Ich habe sie getröstet, weil sie sich in eine Sache verrannt hatte, aus der sie, wie sie sagte, nicht mehr herauskommt. Sie hat nicht einmal mir gesagt, was genau passiert ist, aber das kann ich mir nun denken. Wie konnten Sie das zugelassen? Wollten Sie mich damit treffen, weil ich der Sohn meines Vaters bin? Ich kenne Ihre Erinnerungen, schon vergessen? Sie haben Hermine benutzt, um sich auf diese Weise an ihm zu rächen, aber ich bin nicht James. Ich weiß nicht, was meine Mutter jemals in Ihnen gesehen hat. Sie sind so ein mieses Schwein, Snape."

„Harry hat völlig Recht", warf Ginny ein, so dass sie seine Aufmerksamkeit von ihrem Freund ablenkte und auf sich zog, bevor er die Wut über die Beleidigung zu spüren bekam. „Sie sind derjenige, der verzweifelt versucht, sich etwas einzureden. Wie blind vor Hass muss man sein, um die Wahrheit nicht zu sehen?" Ginny hatte ihren Stab gesenkt, da sie sich nun sicher war, dass keine Gefahr mehr drohte. Harry hatte inzwischen seinen Zauberstab geholt, war an ihre Seite geeilt und hatte sie in den Arm genommen und wollte sie mit sich fort ziehen, aber sie war noch nicht fertig mit Snape.

„Sie tun mir Leid", sagte sie traurig und meinte es ehrlich. „Hermine ist eine der aufrichtigsten Hexen, die ich kenne. Was immer Sie ihr angetan haben, oder über sie denken, sie hat es nicht verdient. Und ich kann nur Mitleid für jemanden empfinden, der so dumm ist und es nicht erkennt. Versuchen Sie einmal darüber nachzudenken, warum Sie wirklich so wütend auf Harry sind, vielleicht werden Sie ja auf die Antwort kommen, sofern Sie so etwas wie ein Herz besitzen."

Sie warteten keine Antwort ab, sondern gingen und ließen den erstarrten Zauberer einfach stehen.

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Mit geschlossen Augenlidern stand Severus Snape etwas abseits des großen Eingangsportals und musste die ganzen Dinge, die auf ihn eingestürzt waren, sortieren. Die Demütigung dieser jungen Leute hatte ihn getroffen und er war nah dran gewesen, seinen Stab zu erheben, um ihnen einen Fluch hinterher zu schicken, aber dann war so etwas wie Erkenntnis in sein scheinbar totes Inneres gekrochen.

Es störte ihn nicht, dass sie dachten, es wäre alles auch Rache geschehen, dass es nicht so war, wusste nur er allein und es ging niemanden etwas an. Selbst wenn ihm anfangs der Gedanke gekommen war, es war vorbei. Was ihn vielmehr beschäftigte, war das, was die Kleine zu ihm gesagt hatte. 'Versuchen Sie einmal darüber nachzudenken, warum Sie wirklich so wütend auf Harry sind...'

Er hatte geglaubt, es würde sich alles wiederholen. Schon einmal hatte er mit ansehen müssen, wie die, die er liebte, sich einem anderen zugewandt hatte. Doch die logische Schlussfolgerung aus seinem letzten Gedanken war etwas, was er sich verweigerte. Es konnte nicht sein. Es durfte nicht sein. Es war völlig unmöglich, undenkbar, absurd.

Kleine blaue Blitze schossen knisternd aus seinem Zauberstab und umkreisten dessen Spitze, als könnte er fühlen, was sein Besitzer durchmachte.

Wieder einmal hatte er sich durch fehlgeleiteten Hass hinreißen lassen, Dinge zu tun, die er sein Leben lang bereuen würde.

So, nur noch ein Teil und ein kleiner Epilog – Wer möchte ein Happy End? ggg