Vielen Dank
pirat - hab das Häkchen entfernt, aber die Reviews werden weniger! Bin allerdings froh dass dir die FF gefällt! -
und Trovia - zu Mimas (was denn sonst) und Andromeda werdet ihr noch einiges lesen können. Der Wechselerinnert an Sirius und Peter, aber nein, Remus ist kein Todesser gggg Soviel kann ich denk ich verraten ohne zuviel zu verraten, wenn du weiß was ich meine. Und wegen Perspektive. Wenn Harry in einer Szene dabei ist, schreib ich die auch aus seiner Perspektive, getreu dem Buch. Manchmal kann er aber nicht anwesend sein, da muss dann wer andres herhalten. Untersteh dich dich wegen MAI zu schämen! -
für die Reviews!
Viel Spaß nun mit Kapitel 03 und dem großen Auftritt von Draco und seinen Freunden, Quidditch und dem großen Tag von entweder Draco oder Ron ...
Und bitte reviewt, bin sonst ganz deprimiert und könnte meinen Laptop aus dem Fenster werfen - und somit nicht weiterhochladen!
Eine wunde Stelle
„Relaschio!"
Harry duckte sich gerade noch rechtzeitig unter einem Strom Funken hinweg, der plötzlich aus dem Nichts erschienen war. Er sah sich um, wer ihn wohl abgefeuert hatte. Malfoy! Und daneben Crabbe und Goyle.
„Sieh an, sieh an, Potty allein unterwegs ohne seine Babysitter", höhnte Draco, „Wo hast du denn den Muggel-Freund und das Schlammblut gelassen?" Seine beiden Begleiter glucksten.
„Hast du nichts besseres zu tun, als hier große Töne zu spucken, Malfoy?" warf Harry sarkastisch zurück, „Zum Beispiel könntest du deine Hausaufgaben in Verteidigung gegen die dunklen Künste machen, ich hab gehört, mit ‚Enervate' hast du ziemliche Probleme." – „Wie kannst du es wagen, in diesem Ton mit mir zu sprechen!" Malfoy schäumte vor Wut, „Du denkst wohl, du wärst was besseres als ich, weil du mit einem abscheulichen Werwolf befreundet bist? Jetzt kannst du was erleben, Impedimenta!"
Wieder schaffte Harry es gerade noch, dem Fluch um Haaresbreite zu entgehen. Er rief „Expelliarmus!", es gelang ihm jedoch nicht, Draco zu entwaffnen, weil dieser sofort mit „Protego!" konterte. Goyle wollte Harry ebenfalls einen Fluch auf den Hals hetzen, da er aber ‚Obliviate' mit ‚Orchideus' verwechselte, brach als einziges Ergebnis ein Strauß Orchideen aus seinem Zauberstab hervor, woraufhin Draco ihm den Ellbogen in den Magen rammte und Harry in Deckung gehen konnte. ‚Na schön', dachte er sich, ‚Wenn Malfoy Ärger will, kann er den gerne bekommen!'
Das Geschrei der Jungen hatte Ron, Ginny, Neville und Hermine angelockt, auch einige Slytherins wollten nachsehen, was denn geschehen sei, und so platzten sie in dem Augenblick in die Eingangshalle, in dem Harry seine Deckung verließ und mit „Lacanum Inflamare!" Dracos Allerwertesten in Brand setzte. Dieser heulte vor Wut und Schmerz und lief so schnell er konnte Pansy Parkinson entgegen, die einen Eimer Wasser über ihm ausleerte und so den Brand löschte.
„Das Maß ist voll, Potter!" schnaubte er dann, „Tarantellagra!" Während Harry nun widerwillig eine Tarantella tanzen musste, rächte Ron seinen Freund und schoss „Rictusempra!" auf Malfoy, den Kitzelfluch, der jeden sofort unkontrolliert lachen lässt. Pansy, Crabbe, Goyle und andere Slytherins mischten sich ebenso ein wie Hermine, Neville, Ginny und einige Gryffindors, die dazugekommen waren, und so war die Eingangshalle von Hogwarts binnen kürzester Zeit voll von Verwünschungen, es flogen sogar einige Fäuste!
„Seid ihr von allen guten Geistern verlassen! Schluss damit, aus-ei-nan-der!" Professor Flitwick stürmte in die Halle und zückte seinen Zauberstab. Ihm folgten die Professoren McGonagall und Lupin, und mit vereinten Kräften gelang es den dreien schließlich, die Streithähne zu trennen.
„Möchte mir jemand erklären, was hier vorgefallen ist?" fragte McGonagall wütend in die Runde, woraufhin auch sofort Malfoy das Wort ergriff und unter seinen elefantengroßen Schneidezähnen etwas murmelte, das sich wie „Hälli Poddä had mich angegliffn" klang. Harry wiederum brachte gerade noch ein „Stimmt nicht, es war genau andersherum" heraus, bevor er eine weitere Schnecke spuckte.
„Offensichtlich kommen wir nicht weiter!" dröhnte die Stimme der stellvertretenden Schulleiterin durch die Halle, „Wenn kein Außenstehender gesehen hat, wer den Streit anfing, müssen eben alle bestraft werden, Nachsitzen und außerdem fünf Punkte Abzug für jeden, der beteiligt war! Vorher melden Sie sich allerdings noch auf der Krankenstation, Madam Pomfrey wird sich sicher nicht über einen Mangel an Arbeit beklagen können!"
Harry hatte seine Lehrerin in Verwandlung selten so aufgebracht gesehen. Sie, Flitwick und Lupin hoben noch schnell wo nötig einen Fluch auf – so brachten sie zum Beispiel die geschrumpfte Hermine mit ‚Engorgio' wieder auf die richtige Größe oder nahmen Pansy ihre Fesseln ab – und verließen dann das Schlachtfeld.
Draußen wurde es schon dunkel, und die Gryffindors saßen immer noch über ihren Strafarbeiten. Professor McGonagall hatte ihnen nicht zu viel versprochen! Im Raum nebenan beaufsichtigte Flitwick die Slytherins, offenbar wollten die Lehrer keinen weiteren Streit riskieren. Es war unfair, Malfoy und seine Hauskollegen fingen in letzter Zeit immer öfter mit Kämpfen an, die auch zunehmend ausarteten, wobei dieser vorhin bisher allerdings der Extremste war. Da man ihnen aber nie nachweisen konnte, dass sie die Angreifer waren, wurden ihre Gegner stets mitbestraft. So ein Jahr hatten sie bisher noch nie, auch wenn es schon immer Reibereien mit den Slytherins gegeben hatte.
Dieses Schuljahr war sowieso von Anfang an sehr ärgerlich verlaufen. Von den beinahe täglichen Kämpfen und der enormen Menge an Hausaufgaben – Harry hatte nach der sechsten Klasse nicht geglaubt, dass sich dies noch steigern ließe – einmal abgesehen, hatte auch Trelawney's Prophezeiung am ersten Abend ziemlichen Wirbel verursacht.
Die anderen fanden das einfach nur spannend und sehr beunruhigend, aber niemand wusste, wer eigentlich ‚der Eine mit der Macht den Dunklen Lord zu besiegen' war, dessen Tod Trelawney vorausgesagt hatte, nur Ron, Hermine, Remus und Dumbledore. Harry war jetzt froh, dass er seinen Freunden damals von der Prophezeiung erzählt hatte, die die Lehrerin in Wahrsagen bei ihrem Einstellungstest gemacht hatte, denn sie hatten ihm nach dieser Szene in der Großen Halle zur Seite gestanden, hatten mit ihm geredet oder nur zugehört, wann immer er sie brauchte und hatten ihn vor unbedachten Bemerkungen seiner Mitschüler beschützt, wenn die Harry mit Kommentaren wie „Klingt ja gruselig, ich möchte nicht in der Haut von dem Kerl stecken" unbeabsichtigt zusetzten. Aber selbst Ron und Hermine konnten nicht verhindern, dass Harry zunehmend schlecht gelaunt war, außerdem in der Schule absackte und sich isolierte.
„Ich nehme an, ihr habt eure Lektion gelernt", unterbrach McGonagall seine Erinnerungen, „Macht in Zukunft einen Bogen um die Slytherins! So etwas wie heute darf nicht mehr vorkommen!"
Immer noch in Gedanken versunken verließ Harry mit den anderen das Klassenzimmer. Vor der Tür stieß er mit Lupin zusammen, der dort auf ihn gewartet hatte. Er wollte wohl mit Harry sprechen, und so gingen Hermine und Ron voraus zum Gemeinschaftsraum der Gryffindors.
Kaum waren sie allein, sollte Harry auch schon bis ins Detail beschreiben, was nachmittags in der Eingangshalle vorgefallen war. „Es ist nicht fair, Remus! Immer wenn sich jemand gegen diese Slytherins wehrt, wenn sie angreifen – egal ob Gryffindor, Ravenclaw oder Hufflepuff – werden wir mitbestraft!" endete er schließlich.
– „Du hast recht", gab Lupin zu, „Allerdings, was sollen Professor Dumbledore oder McGonagall anderes tun? Wir können nicht beweisen, dass die Slytherins Schuld sind, auch wenn wir das im Grunde alle wissen. Das ist auch der eigentliche Grund, weshalb McGonagall so wütend ist, sie würde die Slytherins zu gern als Angreifer überführen, nur geht das nicht so leicht. Aber eure Strafen fallen im allgemeinen niedriger aus als ihre, sie sitzen immer noch nach", lächelte er dann schadenfroh.
– „Wenigstens etwas", stellte Harry mit einiger Genugtuung fest, und die beiden machten sich auf den Weg zum Gryffindorturm.
„Raus mit der Sprache!" forderte Lupin den Jungen auf, als sie die Hälfte des Wegs hinter sich hatten, „Dich bedrückt doch irgendetwas." Einen Moment sah Harry ziemlich verblüfft aus, er hatte gedacht, niemand würde ihm anmerken, wie aufgewühlt er im Moment war, und wollte zuerst alles abstreiten. Aber dann spürte er, dass Remus ihm nicht glauben würde, und so fing er an zu erzählen, was ihm beim Nachsitzen bezüglich der Prophezeiung durch den Kopf gegangen war.
„ ... Weißt du, es erscheint mir alles so sinnlos. Wenn Voldemort mich sicher tötet, wieso soll ich dann noch für die Schule lernen, oder etwas mit meinen Freunden machen? Nachdem Sirius damals ... verschwunden ist, hab ich versucht, den Schmerz und die Schuldgefühle zu verdrängen, und um das zu erreichen, hab ich mich ganz auf die Schularbeit gestürzt ..."
Harry hielt einen Moment inne, als wüsste er nicht recht, wie er fortfahren sollte. Lupin war sich sicher, dass er immer noch nicht über Tatzes Tod hinweg war – genau wie Remus. Er wollte den Jungen wie schon so oft darauf hinweisen, dass Sirius nicht mehr mit sich im Reinen gewesen wäre, wenn er Harry nicht geholfen hätte, dass es nicht seine Schuld war, dass Sirius für sein Patenkind jede Hürde nehmen und jedes Opfer bringen würde, und dass ihn gerade diese Treue zu Harry und zu seinen Freunden auszeichnete.
Gerade als er den Mund aufmachte, fuhr der Junge mit brüchiger Stimme fort zu erzählen: „Wenn ich daran denke, dass meine Eltern und Sirius für mich ... Und wenn Voldemort mich umbringt, waren ihre Opfer ... vollkommen sinnlos."
– „Lass den Kopf nicht hängen, Harry. Es besteht immer noch Hoffnung!" Lupin wusste nicht, wie Harry es schaffen sollte, seinem Schicksal zu entgehen, aber er wollte daran glauben, und er wollte auch, dass Harry daran glaubte, „Und hör bitte auf, dich zurückzuziehen. Als du vor zwei Jahren so viel gegrübelt hast, hab ich mich mit Sirius darüber unterhalten, er ist der Meinung, dass du das nicht tun solltest, da Freundschaft mit das Wichtigste im Leben ist. Und James dachte ebenso."
Remus und Harry hatten das Portrait der fetten Dame erreicht. „Denk darüber nach", verabschiedete Lupin sich und machte sich auf den Weg in sein Büro, um die morgige Stunde fertig zu planen. Harry stand noch eine Weile wie angewurzelt da und ließ sich deprimiert das eben erlebte Gespräch durch den Kopf gehen. Eigentlich hatte Lupin ja Recht. Er sollte zumindest versuchen, wieder offener zu werden.
„ ... Aber den besten Fluch hat Harry losgelassen, das war ein Anblick, Malfoys Hintern in Flammen!" Ron kringelte sich immer noch vor Lachen, als er Parvati Patil am nächsten Tag vom Kampf erzählte. Die beiden saßen zusammen mit Harry, Hermine und Neville im Klassenzimmer für Verteidigung gegen die dunklen Künste und warteten auf Professor Lupin, der sich – zum ersten Mal in diesem Jahr – verspätete.
Lupins Fach war das einzige, welches nach dem ZAG-Jahr noch für alle Pflicht war – allerdings auch erst, seit Voldemort zurück war. Für die Leute, die in diesem Fach einen UTZ machen wollten, gab es zwei Nachmittage die Woche Extra-Stunden, aber Dumbledore meinte, auch die anderen müssten lernen, sich zu verteidigen. Gryffindor wurde zusammen mit Ravenclaw unterrichtet, während Hufflepuff und Slytherin eine Klasse bildeten.
„Guten Morgen!" Professor Lupin hatte gerade das Klassenzimmer betreten und Rons Schilderung unterbrochen, „Entschuldigt die Verspätung, aber einige Slytherins der fünften Klasse hielten es für notwendig, den gleichaltrigen Hufflepuffs ein paar besonders üble Flüche aufzulegen, sodass Professor Flitwick und ich eingreifen mussten."
Wie erwartet ging ein empörtes Murmeln durch die Klasse. „Ich verstehe, dass ihr euch darüber aufregt, aber lasst uns bitte gleich zum Unterricht kommen, wir haben durch diese Aktion schon weit über zehn Minuten verloren", fuhr Lupin fort, „Nachdem ihr nun alle den Zauber ‚Enervate' beherrscht, unterbrechen wir die Gegenflüche für eine gewisse Zeit. Statt dessen werdet ihr lernen, einige der gängigen Flüche, die im Duell verwendet werden, abzulenken, sodass sie euch nicht treffen. Zu Beginn werde ich euch vormachen, wie das aussehen soll, wenn wir fertig sind. Harry, komm doch bitte nach vorne und beschieß mich mit einem Fluch", Lupin hob nun die Brauen, „Ich habe heute schon mehrmals gehört, dass du den Flammen-Zauber ziemlich effektiv einsetzen kannst."
Brüllendes Gelächter ging durch die Klasse, offensichtlich hatten sich die Einzelheiten des Kampfes vom Vortag bereits herumgesprochen. „Ok Harry, leg los!" – „Ja, Professor!" Harry und Remus hatten sich darauf geeinigt, sich im Unterricht so zu verhalten, wie es zwischen Lehrer und Schüler üblich war. Dumbledore hatte dies auch gewünscht, deshalb nannte Harry Remus in den Stunden ‚Professor Lupin' und siezte ihn.
„Lacanum Inflamare!" rief Harry und zielte auf Lupins linken Arm. Dieser hob seinen Zauberstab und lenkte den Strahl geschickt ab, sodass er anstelle seines Umhangs ein Banner mit den Hausfarben Slytherins in Flammen setzte, es folgte erneut schallendes Gelächter.
Nachdem die Klasse sich wieder beruhigt hatte, lächelte Lupin und fuhr mit dem Unterricht fort: „Natürlich ist ‚Lacanum Inflamare' nicht unbedingt der Fluch, der beim Duell am häufigsten Verwendung findet. Könnt ihr mir einige der üblichen Flüche nennen?" Wie erwartet, war Hermine die erste, die ihre Hand in die Höhe schnellen ließ ...
Nach der Stunde verließen die Schüler das Klassenzimmer und machten sich auf den Weg in die Große Halle, zum Mittagessen. Da Lupins Unterricht heute sehr anstrengend gewesen war, hatten sie auch dementsprechend Hunger und die Gryffindors überlegten bereits, was es wohl zu Essen gab, als sie – nicht schon wieder – den Slytherins über den Weg liefen.
„Potty, Wieselkönig!" rief Malfoy, kaum dass er sie gesehen hatte, „Wie war der Unterricht bei eurem Lieblingswerwolf? Bring ihn doch mal zu deiner Mutter, Wiesel, vielleicht beißt er ihr ein paar Kilos runter, das hätte die Alte dringend nötig!"
Harry hielt Ron am Arm fest, man konnte deutlich sehen, dass er kurz davor war, sich auf Malfoy zu stürzen. Dieser höhnte weiter, angestachelt vom lauten Lachen seiner Hauskameraden: „Vielleicht kann er ja auch deinen Vater tot trampeln? Würde ihm Askaban ersparen, ich hab gehört, nachdem er als Mitglied des Phönixordens enttarnt wurde, hat das Ministerium ein Kopfgeld auf ihn ausgesetzt. Muss ja ein egoistischer alter Dreckskerl sein, dein Dad, sonst hätte er sich von einem von euch ausliefern lassen, damit ihr euch mal was anderes leisten könntet als altmodische hässliche Rüschenumhänge, du hast damals so lächerlich ausgesehen in dem Fetzen!"
Jetzt konnte auch Harry Ron nicht mehr aufhalten, er zückte seinen Zauberstab und hielt ihn Malfoy unter die Nase. „Hör – sofort – auf – meine – Eltern – zu – beleidigen!" wies er Draco vor Wut schäumend an und betonte dabei jedes Wort. „Wird das kleine Wiesel langsam unruhig?" fuhr der Slytherin unbeeindruckt fort, „Wär doch nicht schlimm, wenn dein Alter in Askaban wäre, oder? Ich meine, ihr wüsstet ja immerhin, wo er ist, anders als bei deinem Bruder Percy ‚Schleimbolzen' Weatherby, der ..."
KLATSCH! Ron war so aufgebracht, dass er nicht einmal mehr seinen Zauberstab benutzen wollte, sondern Malfoy einen Kinnhaken verpasste, dass es im ganzen Treppenhaus widerhallte. Draco verlor das Gleichgewicht und stürzte die Treppen hinunter, seine Lippen waren aufgeplatzt und Blut tropfte ihm auf den Umhang.
Harry und die anderen hatten Mühe, Ron davon abzuhalten, sich erneut auf Malfoy zu stürzen, während dieser sich mit blitzenden Augen aufraffte und sofort weiter auf Ron herumhackte: „Hab ich eine wunde Stelle getroffen, Wieselkönig? Magst es wohl nicht besonders, wenn man deiner Familie schmeichelt!"
– „Lasst mich los, ich reiß ihn in Stücke, diesen aufgeblasenen, arroganten, großmäuligen ..."
– „Hast du ein Problem mit mir, Wiesel?" Draco lachte schallend, als er Ron verzweifelt gegen den Klammergriff seiner Mitschüler ankämpfen sah, „Ich mach dir einen Vorschlag: Verlegen wir unsere Differenzen doch auf das Quidditchfeld! Dein Team gegen meines. Ich werd den Schulleiter ... (Jetzt rümpfte Draco die Nase, die Slytherins machten, seitdem das Ministerium die Rückkehr Voldemorts offiziell zugegeben hatte, keinen Hehl aus ihrer Abneigung zu Dumbledore) ... schon überzeugen, uns spielen zu lassen."
– „Einverstanden, Malfoy!" erwiderte Ron immer noch fuchsteufelswild, „Ich werd's dir schon zeigen! Meine Familie hast du lange genug beleidigt!" – „Nun, dann bereite dich und dein lahmes Team schon mal auf das Match vor. Samstag in einer Woche, wir werden euch in eure Einzelteile zerlegen!" Draco grinste. – „Es wird sich noch zeigen, wer hier wen zerlegt", gab Ron grimmig zurück.
Am nächsten Nachmittag begann das Quidditch-Team der Gryffindors mit dem Training. Mittlerweile wusste selbst der letzte Schüler in Hogwarts, wie es zu diesem kurzfristigen Match gekommen war, und alle Spieler hatten Ron versichert, dass sie voll und ganz hinter ihrem Kapitän stehen und ihr bestes geben würden. „Danke, Leute, dass ihr das für mich durchzieht!" empfing Ron seine Kameraden im Umkleideraum. Es goss wie aus Eimern, aber die Mannschaft in weniger als zwei Wochen zu einer perfekt aufeinander abgestimmten Einheit zusammen zu schweißen, würde ein hartes Stück Arbeit für ihn werden, und sie konnten es sich nicht leisten, auch nur einen Tag zu versäumen!
In diesem Jahr waren drei neue Spieler dazu gekommen: Paul Apple, Ellen Volgonttomb und Tora Hyre.
Paul, ein Viertklässler, war groß und schlacksig und eine ziemliche Sportskanone, wenn er doch nur endlich die Regeln begreifen würde! Beim letzten Training hatte er versehentlich einen Klatscher gefangen – an und für sich eine erstaunliche Leistung – und doch glatt ein Tor erzielt, welches aber leider ungültig war, da er den Quaffel hätte werfen müssen. Wie er den Ring getroffen hatte, trotz seiner langen blonden Haare, die ihm bei jedem Windstoß die Sicht versperrten, blieb allen ein Rätsel. Paul spielte als Jäger im Team, ebenso wie Rons Schwester Ginny und Ellen Volgonttomb, der einzige Neuzugang, mit dem Ron wirklich zufrieden war.
Sie ging zusammen mit ihrer Zwillingsschwester Nellie – beide ebenfalls strohblond – in die fünfte Klasse, und es war ihr gelungen, schon einige schwierige Trainingstore zu werfen. Blieb noch die brünette Zweitklässlerin Tora Hyre, der erste weibliche Treiber in der Geschichte Gryffindors. Dieser Posten war perfekt auf sie zugeschnitten, so angriffslustig und energiegeladen wie sie war passte der Schläger hervorragend zu ihr, man konnte sie sich schwer auf einer anderen Position vorstellen. Allerdings war sie auch ein wenig ... naja, sie ‚brutal' zu nennen wäre zu hart, wenn sie sich in einem Spiel jedoch ebenso verhielt wie im Training, würde der Gegner wohl alle fünf Minuten einen Strafstoß erhalten.
Den zweiten Treiber stellte ihr Klassenkamerad Dean Thomas dar. Er war das zweite Jahr im Team, und wenn er Quidditch auch nicht so sehr mochte wie Fußball, machte es ihm doch riesigen Spaß.
Mit Harry als Sucher und Ron als Hüter und Kapitän stellten sie ein gar nicht mal so übles Team dar, das allerdings auch besser sein könnte. An die Mannschaft aus Harrys drittem Schuljahr, als Wood noch Kapitän war, ragten sie jedenfalls nicht heran, man merkte deutlich die Lücke, die Fred und George hinterlassen hatten, auch die jetzigen Jäger – von Ginny einmal abgesehen – konnten mit den damaligen nicht mithalten. Einzig für den Hüter hatten sie einen ausgezeichneten Ersatz gefunden.
„Ich hab gestern beim Training der Slytherins zugesehen", eröffnete Ron ihre Trainingsstunde – welche sich zweifellos über mehrere Stunden erstrecken würde,
„Wie Malfoy als Sucher ist, wisst ihr. Harry hat ihn bisher immer geschlagen. Sie haben einen neuen Hüter, Sean Rowley, er geht in die sechste Klasse. Seine Fähigkeiten werden wohl alle Gryffindors zu würdigen wissen ... (bei diesem Satz grinste er bis über beide Ohren) ... er spielt noch miserabler als ich am Anfang. Crabbe und Goyle sind nach wie vor ihre Treiber, also passt auf, wo ihr hinfliegt, die sind brutaler denn eh und je. Ihre Jäger Ashley Nigey, aus der Fünften, und Gene Orly, aus der Sechsten, sind perfekt aufeinander eingespielt und kommen als Duett ganz groß raus, die müssen wir unbedingt aus dem Konzept bringen. Am besten, ein Treiber und ein Jäger schirmen die beiden voneinander ab. Ich würde ja gern beide Treiber dafür einsetzen, aber der andere muss Crabbe und Goyle im Auge behalten. Ihr dritter Jäger, Laura Dorcafool, aus der vierten Klasse, spielt katastrophal, das kann man nicht anders beschreiben. Selbst wenn sie nicht damit beschäftigt ist, Malfoy anzuschmachten, wirft sie meilenweit daneben. Ihre einzige Stärke – deswegen ist sie vermutlich in der Mannschaft – ist, dass sie durch ihren chaotischen Flug den Gegner immer wieder aus dem Konzept bringt, darauf müssen wir Acht geben.
Fangen wir an, auf uns wartet noch ein hartes Stück Arbeit!" Das Team hatte nur auf den Startschuss gewartet und schwang sich in die Luft.
„Hallo liebe Lehrer, hallo liebe Ravenclaws, liebe Gryffindors, liebe Hufflepuffs, und hallo Slytherins! Willkommen zum ersten Freundschaftspiel in diesem Jahr. Wobei man hier allerdings weniger von einem Freundschaftsspiel reden kann, wenn man den Gerüchten Glauben schenkt", verkündete Fabienne Jordan, eine Sechstklässlerin aus Ravenclaw, durch das magische Megaphon. Nachdem ihr älterer Bruder Lee die Schule beendet hatte, übernahm sie die Stelle des Kommentators.
„Gerade eben erscheinen die beiden Teams, es spielen für Gryffindor: Hüter und Kapitän Weasley, Jäger Weasley, Apple und Vob ... Volgom ... Volgonttomb – entschuldigt die Versprecher, schwieriger Name –, Treiber Thomas und Hyre und Sucher Potter. Bei den Slytherins (hier und da waren deutliche Buh-Rufe zu hören) spielen Sucher und Kapitän Malfoy, Hüter Rowley, Jäger Nigey, Orly und Dorcafool und Treiber Crabbe und Goyle, diese beiden brutalen ..."
– „Jordan! Nicht parteiisch werden!"
– „Verzeihung, Professor Flitwick, das hab ich von meinem Vorgänger übernommen. Immerhin mach ich noch keine Schleichwerbung für Feuerblitze! Aber wenn wir schon beim Thema sind, Lee war ein ganz ausgezeichneter und bewundernswerter Kommentator, er ist mein großes Vorbild und ich hoffe, irgendwann genauso gut zu sein wie ..."
– „Bleiben Sie beim Thema!"
– „Verstanden Professor! Soeben reichen sich die Kapitäne Weasley und Malfoy die Hand, wobei beide den Eindruck machen, als würden sie stattdessen lieber die Nacht eingesperrt mit einem Werwolf verbringen – Verzeihung, Professor Lupin, sie wissen doch, dass außer den Slytherins keiner hier etwas gegen Sie hat und wir Sie ..."
– „JORDAN!"
– „Zurück zum Spiel, die Teams besteigen ihre Besen und heben ab ..."
Harry zog seine Runden über das Spielfeld, während die anderen um den Quaffel kämpften, und suchte nach dem Schnatz. Zwar war es bewölkt, jedoch regnete es nicht – noch nicht, fernes Donnergrollen ließ vermuten, dass sich ein Gewitter näherte. Aus diesem Grund wollte Harry das Spiel schnell beenden – erfolgreich natürlich. Er hatte Ron versprochen, entschlossen hinter ihm zu stehen, und dieses Versprechen wollte er einlösen, Malfoy sollte merken, dass er nicht mit allem durchkam!
Gerade erspähte Harry den Schnatz, als in der Ferne ein Blitz den Himmel erleuchtete und zeitgleich ein Mädchen hinter ihm aufschrie, dass es ihm durch Mark und Bein ging, und er musste seine Augen einfach vom Schnatz wenden und sich umdrehen. Crabbe und Goyle hatten beide Schläger gleichzeitig mit voller Wucht auf Ginny Weasley geschmissen und sie damit vom Besen geworfen! Ron – kreidebleich – hatte seine Ringe im Stich gelassen und raste auf seine Schwester zu, er wollte sie auffangen, bevor sie aufschlug. Orly nutzte diese Gelegenheit, warf den Quaffel Nigey zu und diese erzielte das erste Tor für Slytherin.
