Kapitel 16

Lektion gelernt

Ennis überquerte rasch den Hof, umrundete den Truck und gelangte so an das Fenster der Fahrerseite. Er wusste nicht, was er vorfinden würde und hatte beinahe Angst, Billy in einer peinlichen Lage zu überraschen – beim Herummachen mit seinem Freund Scott aus Lubbock vielleicht oder gar bei mehr? Aber als er durch das Glas spähte, schien es, als sei Billy allein. Er war über das Lenkrad seines Trucks gesunken.

Ennis klopfte mit seinen Fingerknöcheln an das Fenster. Als Billy seinen Kopf hob, machte Ennis die Tür auf. Billy drehte sich um und sah ihn an. Ennis erkannte Blut auf seinem Gesicht, das um Mund und Nase verschmiert war. Es war dunkel und Ennis war sich nicht ganz sicher, aber es schien außerdem, als sei sein rechtes Auge blau und geschwollen.

„Billy, was ist denn passiert?", fragte Ennis und drückte ihn an den Schultern in eine gerade Sitzhaltung.

„Mein Daddy wollte wohl ein wenig boxen und nahm mein Gesicht als Sandsack.", erwiderte Billy mit dicker, schwerer Stimme.

Bei Ennis schrillten die Alarmglocken. In der Dunkelheit konnte er nicht sagen, wir schlimm Billy verletzt war oder ob seine Wunden ernst waren. Er atmete immerhin und war offensichtlich bei Bewusstsein, aber sein Kopf hing so locker auf seinen Schultern, als sei er eine Gummipuppe.

„Billy, komm, ich bring dich ins Haus.", sagte Ennis und zog ihn vorsichtig vom Vordersitz des Trucks. „Bist du okay? Kannst du stehen?"

Billy nickte und Ennis gab ihm Halt. Er legte Billys Arm um seine Schulter und legte seinen anderen Arm um seine Hüfte. „Los, lass uns gehen.", sagte er und begann, langsam zum Haus hinüber zu gehen.

Billy schien seine Füße unter Kontrolle zu haben und während sie gingen, dachte Ennis, dass seine Verletzungen wohl auf sein Gesicht beschränkt waren. Jedoch roch er eine Alkoholfahne und fragte sich, ob Billy nicht vielleicht etwas mehr als nur angetrunken war.

Jack wartete an der Tür auf sie, hinter ihm leuchteten die Lichter des Hauses. „Ennis, was ist passiert?", fragte er, als sie die Treppe hinauf kamen.

„Billy sagt, dass er einen kleinen Zusammenstoß mit seinem Vater hatte.", sagte Ennis. „Bringen wir ihn in die Küche. Wir müssen sein Gesicht reinigen und sehen, wie schlimm es ist."

Die drei Männer gingen durch das Haus zur Küche und Ennis half Billy, auf einem Stuhl Platz zu nehmen. „Los, Billy, lass mich mal dein Gesicht sehen, mal schauen, was er dir angetan hat.", sagte er und hob Billys Kinn mit den Fingern an.

„Ich hol ein paar Waschlappen und ein Handtuch.", sagte Jack und verließ den Raum. Er kam rasch zurück und hielt einen der Waschlappen unter den Wasserhahn. Dann wrang er ihn aus und reichte ihn Ennis.

Ennis wischte das Blut weg, welches von Billys Kinn auf sein Hemd getropft war. „Ich denke, es sieht schlimmer aus als es ist.", sagte er leise zu Jack. „Es hat stark geblutet aber das kommt wohl alles aus der Nase." Er wusch vorsichtig das Gesicht des jungen Mannes, dann befühlte er seine Nase. „Tut das weh, Bill?", fragte er.

Billy schüttelte den Kopf.

"Ich glaube, seine Nase ist nicht gebrochen.", sagte Ennis wieder an Jack gerichtet. Er wusch die Blutreste ab, dann hob er wieder Billys Kopf an. „Billy, mach die Augen auf, sieh mich an."

Auch wenn sein rechtes Auge angeschwollen war, tat Billy, wie ihm geheißen und Ennis sah, dass seine Pupillen auf das helle Licht der Küche reagierten. „Ich glaube, du brauchst heute Abend nicht mehr ins Krankenhaus aber Morgen hast du wohl ein Veilchen.", sagte er.

Jack ging zum Kühlfach hinüber und tat einige Eiswürfel in einen Plastikbeutel. Den wickelte er in ein Handtuch und reichte ihn Ennis, der ihn leicht auf Billys Auge drückte. „Kannst du das festhalten, Billy?", fragte er. Billy nickte. "Bist du betrunken?"

Billy schüttelte den Kopf. "Ich hab da eine Flasche im Truck und hab ein paar Schluck getrunken aber besoffen bin ich nicht.", sagte er. „Und ich bin nicht mehr gefahren danach, keine Sorge." Er grinste Ennis und Jack schwach an.

Ennis lachte leicht. „Naja, daran hab ich gar nicht gedacht aber gut zu wissen, schätze ich.", sagte er. „Also was ist passiert? Willst du darüber reden?"

Billy nickte. "Klar, ist keine lange Geschichte. Mama hatte ein Familienfest geplant – mein Vater hatte viel Arbeit, war oft weg. Und ich war meist das ganze Wochenende in Lubbock, also war ich auch nicht da. Dieses Wochenende wären alle mal da gewesen, also lud Mama alle zum Essen ein."

Er rutschte auf seinem Stuhl herum und bewegte leicht den Eisbeutel auf seinem Auge. „Alles lief gut.", sagte er. „Meiner Schwester scheint es mit ihrem Freund ernst zu meinen und sie redete ständig nur von ihm. Es hörte sich an, als würden sie darüber nachdenken, zu heiraten."

„Und dann…?", drängte Jack ihn zum Weitermachen.

„Und dann hat meine andere Schwester zu mir gesagt: „Billy, wann findest du denn mal ein nettes Mädchen und lässt dich nieder? Du bist 28, langsam wird es Zeit, über eine Familie und ein Heim nachzudenken…" Das war wohl der Punkt, an dem ich den Fehler begangen habe, aber ich hatte das Gefühl, etwas sagen zu müssen. Außerdem Ennis, hab ich Ihnen ja erzählt, dass meine Mama weiß, dass ich schwul bin und Sie sagten, dass mein Daddy es dann sicher auch weiß."

Ennis stöhnte. „Ich hab doch nur spekuliert, Bill…"

"Weiß ich, du kennst meine Familie auch nicht gut... naja… jedenfalls dachte ich, dass es Zeit wäre, mit der Wahrheit rauszurücken. Ich sagte, dass ich mich mit jemandem treffe und dass ich denke, dass es was Ernstes ist. Natürlich waren alle sehr interessiert und fragten mich aus. Und dann sagte meine Schwester: „Wie heißt sie denn?" und ich sagte: „Es ist ein Er und sein Name ist Scott.""

Diesmal stöhnten Ennis und Jack gleichzeitig auf.

Billy grinste erneut schwach aber schüttelte den Kopf. „Es war gar nicht schlimm. Alle waren sehr überrascht und sagten nichts, dann fragte Mama, ob er ein netter Kerl sei. Also hab ich etwas von ihm erzählt, nicht zu viel, nur dass er auf die Tech geht und genau wie ich aus einer Kleinstadt kommt. Wir aßen zu Ende und Daddy ging Fernsehen, mein Bruder ging auf sein Zimmer und meine Schwestern und ich halfen meiner Mutter in der Küche. Sie fragten noch etwas mehr über Scott, wann sie ihn mal treffen könnten zum Beispiel. Ich dachte: Okay, dann schlagen wir zwei Fliegen mit einer Klappe… Dann, als ich aufbrechen wollte, sagte Daddy, dass er mit mir reden wolle. Und das nächste, an das ich mich erinnere, bumm! Ein Schlag, direkt auf die Fresse."

„Hat er nichts gesagt?"

Billy sah nach unten und rieb mit dem Eisbeutel über sein Auge. „Doch, er hat was gesagt, aber ich werde es nicht wiederholen, Sie können sich vorstellen, was es war."

Ennis holte tief Luft. „Das tut mir Leid, Billy, das hast du nicht verdient."

„War es bei Ihnen auch so?", fragte er.

Ennis lächelte ihm zu. „Das hab ich dir ja letztens erzählt. Ich hatte mein eigenes schreckliches Familienfest und du deins wohl jetzt auch."

„Naja, was mich am meisten überrascht hat war, dass ich dachte, alles würde gut laufen. Er hat nichts gesagt, war wohl etwas still aber nicht böse… dann hat er mir eine reingehauen."

„Ich denke", erwiderte Jack, „dass es sehr hart für die Familien ist, aber für die Väter ist es wie ein Schlag ins Gesicht. So war es zumindest bei meinem Vater und er hat mir das nie vergeben."

„Nun, ich hoffe, dass ich meinem Vater vergeben kann… Ich meine, er ist mein Daddy…" Er hielt inne.

Jack lächelte ihm zu. „Um ehrlich zu sein, Billy, du hast nichts falsch gemacht. Er ist derjenige, der sich entschuldigen muss, er hat dich ins Gesicht geschlagen. Und warum? Weil du einen Freund hast?"

"Ja, und im Moment weiß ich nicht, wie ich ihm vergeben kann."

„Das verstehe ich… lass uns einfach hoffen, dass es mit der Zeit besser wird. Wie sagt man noch, die Zeit heilt alle Wunden?"

Billy sah ihn fragend an. „Tut sie das wirklich, Jack?"

Jack schüttelte den Kopf. „Vielleicht ja, vielleicht nein. Vielleicht ist es nur ein Sprichwort. Aber ich mag den Gedanken, dass es wahr ist."

Billy seufzte und besah sich den Eisbeutel in seiner Hand. „Ich denke, ich sollte dann in meine Wohnung zurück fahren…"

„Billy?", fragte Ennis. „Warum bist du heute Abend hergekommen?"

"Warum? Weil ich mich selbst bemitleidet habe und nicht allein sein wollte. Ich… ich wollte mit jemandem reden und dachte, dass Sie mich bestimmt verstehen."

„Nun, das tun wir. Und deshalb solltest du vielleicht heute Nacht hier bleiben. Wir haben ein Gästezimmer… ist das okay für dich, Jack?"

„Sicher, los komm.", sagte er, stand auf und führte Billy aus dem Raum. „Ich hol dir ein Handtuch und schau mal nach, ob wir eine frische Zahnbürste für dich finden." Sie gingen gemeinsam nach oben und ins Bad. Jack öffnete den Medizinschrank und wühlte darin herum. Er nahm eine Zahnbürste und ein paar Aspirin hinaus. „Vielleicht willst du ja eine davon nehmen.", sagte er und schüttelte zwei Pillen in seine Hand. „Das hilft gegen die Schwellung und gegen die Kopfschmerzen."

Er reichte sie Billy mit einem Glas Wasser. „Danke.", sagte dieser und schluckte sie. Er sah sich im Badezimmer um und bemerkte die Kerzen und die halbvolle Flasche mit Champagner neben der Wanne. „Oh, ich hab Sie wohl bei was gestört. Tut mir leid."

Jack errötete leicht, dann schüttelte er den Kopf. „Du musst dich nicht entschuldigen.", sagte er. „Wir räumten gerade auf. Ennis wollte gerade die Kerzen ausblasen, als er aus dem Fenster sah."

Billy sank auf den Stuhl, sein Gesicht zeigte große Trauer. „Das ist es, was ich will.", sagte er. „Nur ein glückliches Leben, mit einem Mann, der mich liebt… in unserem eigenen Heim."

Jack sah ihn an. „Das kam nicht einfach so, Bill. Du schaust auf dreißig Jahre harte Arbeit, bis es zu diesem Punkt kam."

„Weiß ich, aber Sie hatten Ihren Partner an Ihrer Seite."

„Ja, aber er war nicht immer da." Jack hielt inne und setzte sich auf den Badewannenrand. „Bill, wie ernst ist es mit Scott?"

Billy sah zu ihm auf. „Sehr ernst, denke ich. Ich hab mich noch nie so gefühlt."

Jack nickte und Billy fuhr fort. „Er hat mich gefragt… naja, wir haben drüber geredet… ob wir nicht zusammenziehen wollen."

„Und was hast du gesagt?"

„Zur Zeit eher nicht."

„Warum?"

„Weil alles so unsicher ist. Er geht noch zur Schule, dann müsste ich nach Lubbock ziehen… ich weiß nicht, wie es da sein würde oder ob ich Arbeit finde…" Er hielt inne.

Jack sah zu Boden und drehte den neuen Ring, den er an seinem linken Ringfinger trug. Er hielt inne und sah dann zu Billy auf. „Ich möchte dir eine kleine Geschichte erzählen, Bill. Du weißt, dass Ennis und ich uns 63 getroffen haben, dann waren wir vier Jahre getrennt, ehe wir uns wieder sahen. Das war heute vor 29 Jahren. Das haben wir auch heute Abend gefeiert."

"Oh.", erwiderte Billy leise.

"Es war ein Wiedersehen mit bitterem Beigeschmack, Bill. Da hab ich Ennis zum ersten Mal gefragt, ob er mit mir zusammenziehen möchte und er hat nein gesagt." Jack hielt kurz inne, dann fuhr er fort. „Er hat jedes Mal nein gesagt, immer wenn ich ihn in den nächsten neun Jahren danach gefragt habe. Das ging so lange, bis ich richtig am Ende war und er erkannte, dass es notwendig für uns war, dass wir zusammen sind."

Billy erwiderte nichts, er ließ Jack weiterreden.

„Ich weiß sehr wohl, dass du keine Frau und Kinder hast, so wie ich und Ennis, und ich weiß, dass sich die Zeiten in den vierzig Jahren stark verändert haben. Trotzdem, Bill, wenn du dieses Leben willst und Scott dieser jemand ist, dann musst du anfangen, dieses Leben aufzubauen."

„Aber was ist mit meinem Vater?"

„Wenn es so sein soll, dann kommt dein Vater sicher auf dich zu. Und wenn nicht, ist es ja sein Problem. Aber du musst die Weichen für dein Leben stellen."

Billy sah zu Boden, dann sah er auf und lächelte Jack zu. „Danke.", sagte er. „Und ich hab vergessen, zu sagen, dass Scott zur Party kommen wird. Also werden Sie ihn kennen lernen. Manchmal denke ich…", er hielt inne, "dass Sie meine Familie sind. Also möchte ich, dass Sie ihn treffen."

Jack lächelte. Er sagte nichts aber sein Gesicht zeigte deutlich, was er fühlte. Er stand auf und begann, die Kerzen wegzuräumen. „Ich zeig dir jetzt mal dein Zimmer am Ende des Flures.", sagte er. „Ich kann dir ein sauberes T-Shirt geben aber Schlafanzüge hab ich nicht."

„Ist schon gut, Jack, Sie tun schon viel mehr, als ich erwartet hatte."

Jack fuhr fort und ignorierte die Unterbrechung. „Und dann, wenn du mich entschuldigst, Ennis und ich haben noch was zu feiern." Auch wenn seine Stimme todernst war, sagte er dies mit einem Augenzwinkern.

„Klar.", sagte Billy und grinste. „Vergessen Sie den Champagner nicht."

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Am nächsten Morgen stand Jack in der Küche und legte Pfannkuchen auf einen Teller, als das Telefon klingelte. „Lazy L, hier ist Jack.", sagte er fröhlich.

„Jack, hier ist Bill Jarrett. Ist Billy bei Ihnen?"

Jack sah um die Ecke durch die Tür ins Esszimmer, wo Billy mit Ennis am Tisch saß und Kaffee trank. Er wies auf das Telefon und formte die Worte: „Es ist dein Vater." Billy schüttelte den Kopf.

Jack nahm wieder den Hörer. „Er ist im Moment im Stall. Ich kann ihm sagen, dass er Sie anrufen soll."

„Ja, machen Sie das bitte. Danke." Jack wollte schon auflegen, als er erneut die Stimme von Bill Senior vernahm. „Ähm, Jack, haben Sie eine Minute?"

„Ja, ich mache gerade Pfannkuchen aber die können warten."

„Ich vermute, dass Billy letzte Nacht zu Ihnen kam?"

„Ja, Bill. Wir haben ihm vorgeschlagen, er könnte über Nacht bleiben."

„Gut, ich hab mir nämlich Sorgen gemacht. Ich hab ein paar Mal in seiner Wohnung angerufen. Dann wollte ich es bei Ihnen versuchen aber es war schon nach Mitternacht." Er hielt inne. „Sagen Sie, Jack, wie geht es ihm?"

„Er hat ein nettes blaues Auge aber das war's wohl. Seine Nase ist nicht gebrochen. Es war viel Blut da aber kein wirklicher Schaden."

Bill Jarrett Senior seufzte in den Hörer. „Ich weiß nicht, was in mich gefahren ist.", sagte er. „Ich hab Billy nie zuvor geschlagen, er war immer so ein guter Junge."

„Und das ist er immer noch.", erwiderte Jack. „Obwohl er mittlerweile ein Mann geworden ist."

„Ich weiß. Ich wollte… wollte... ich meine, so wie Sie und Ennis sind... das wollte ich nicht für meinen Sohn."

Jack fühlte, wie Wut in ihm aufstieg aber er versuchte, sich zusammen zu reißen. „Es bringt nichts, wenn du wütend auf den Kerl wirst…", dachte er. „Er versucht nur, mit den Neuigkeiten klar zu kommen, wenigstens will er reden." Er holte tief Luft. „Bill, Sie sollten dankbar sein, dass er so ein guter Mensch ist. Er nimmt keine Drogen und steht nicht mit dem Gesetz in Konflikt. Schwul zu sein ist kein Verbrechen oder etwas, für das man sich schämen muss."

„Ich weiß… und ich wusste das von Billy. Seine Mutter hat es mir gesagt. Es ist nur… als ich die Worte aus seinem Mund hörte… naja, ich bin ausgerastet."

„Nun, Bill, wenn ich so frei sein darf, Sie müssen dieses Gefühl unter Kontrolle bringen. Wir Schwulen haben genug Probleme damit, dass Fremde uns zusammenschlagen wollen und uns vorgeben wollen, wie wir zu leben haben. Wenn unsere Familie dasselbe macht, haben wir nicht mehr viele Optionen, oder?

„Nein Jack…das stimmt."

„Hören Sie, meine Pfannkuchen werden kalt und ich kriege Hunger. Ich werde Billy sagen, dass Sie angerufen haben."

„Ja Jack, bitte. Sagen Sie ihm… sagen Sie ihm, dass ich mich entschuldigen möchte."

„Mach ich, Bill. Machen Sie es gut." Er legte auf und ging ins Esszimmer. Er musterte den jungen Mann, der am Tisch saß. Sein Auge, das blau und schwarz war, erinnerte deutlich an die Auseinandersetzung des vergangenen Abends. Jack dachte an seinen eigenen Vater, der ohne ein Wort der Entschuldigung gestorben war, an Ennis und seinen Bruder, die nach 25 Jahren versuchen würden, wieder miteinander ins Reine zu kommen. „Vielleicht.", dachte er. „Vielleicht wird es ja leichter werden für die Schwulen dieser Welt."

„Das war dein Vater, Billy.", sagte er. „Er will, dass du ihn zurückrufst. Ich denke, er hat dir verziehen."