Kapitel 21

Fotografien

Ennis öffnete den Badezimmerschrank und nahm einen Stapel Handtücher heraus. Er wies mit dem Kopf auf das hintere Schlafzimmer. „Du kannst das Zimmer haben.", sagte er und legte die Handtücher an den Fuß des Bettes. „Es ist klein, aber gemütlich. Hier weht oft eine frische Brise rein, gut zum Schlafen."

KE musterte seinen Bruder. "Schläfst du hier? Ist es das, was du tust, wenn du dich mit ihm streitest?"

„Wir streiten uns nicht.", sagte Ennis mit ruhiger Stimme.

„Ihr streitet euch nicht?", fragte KE herausfordernd. „Der Ennis, den ich kannte, der war angriffslustig. Er stritt gerne mal."

„Vielleicht ist der Ennis, den du kanntest, erwachsen geworden."

„Ja, erwachsen und schwul ist er geworden."

Ennis fixierte seinen Bruder mit einem harten Blick. Seine Lippen waren zu einem schmalen Strich zusammen gepresst. KE erwiderte seinen Blick, forderte ihn heraus, etwas zu sagen oder zu tun. Lange Sekunden vergingen zwischen den beiden, dann erhob Ennis das Wort. „Das Bad ist am Ende des Flures.", sagte er und drehte sich auf dem Absatz herum. „Ich gehe nach unten."

KE sah zu, wie sein Bruder verschwand, dann öffnete er seine kleine Tasche und nahm ein Döschen mit Pillen heraus. Er ging den Korridor hinab, um ins Bad zu gelangen, doch dann blieb er stehen, um sich die Fotos anzusehen, die an der Wand hingen. „Verdammte Bilder.", dachte er bei sich. „Die sind ja überall im Haus." Aber trotz seiner negativen Gedanken sah er die Fotos weiterhin an und merkte, dass er kaum einen der Leute darauf kannte. Da waren Bilder von Männern und Frauen, grinsenden Kindern und kleinen Babys. Eines zeigte einen gutaussehenden jungen Mann mit seinem Abschluss-Hut und Robe. Neben ihm stand Jack. Ein anderes zeigte eine Familie, die aus fünf Personen bestand. KE sah es sich genauer an. „Das ist wohl Alma Junior.", dachte er. "Das müssen ihr Mann und ihre Kinder sein." Ein weiters zeigte Ennis und Jack, Ennis schien sich ziemlich unwohl zu fühlen, in dem Anzug den er darauf trug. Sie standen neben zwei Frauen, die beide einen Blumenstrauß hielten. KE starrte es an. „Das ist wohl die Lesbe – Jenny. Die mit dem frechen Mundwerk an Thanksgiving damals." Er fragte sich, welchen Anlass das Bild zeigte. „Ich weiß ja, dass Ennis von sich glaubt, dass er verheiratet ist. Ich schätze, er hat die Kleine mit dem Gedanken angesteckt, sodass auch sie denkt, sie kann heiraten."

Er ging weiter den Flur hinab und trat in einen Türrahmen. Er erkannte ein paar Sekunden zu spät, dass es das große Schlafzimmer war und nicht das Badezimmer. Seine Augen glitten durch den Raum, musterten das Bett aus Kirchholz, welches mit einer feinen rot-braunen Politur zum glänzen gebracht worden war, die Kleidertruhe, den Nachttisch, die Lampe, den Wecker – die Vorhänge am Fenster, welche im Wind wehten. Auf einem Schränkchen standen noch mehr Bilder. KE schlich leise durch den Raum, er hatte das Gefühl, als spionierte er in etwas, was nicht für seine Augen bestimmt war.

Diese Fotos schienen etwas persönlicher zu sein, als die im Flur. Ennis auf einem schwarzen Pferd, Jack, der auf einem Felsen mit Wasser im Hintergrund saß. Eines zeigte sie beide, deutlich jünger, wie sie auf den Treppen eines Hauses saßen – dieses Hauses, wie KE erkannte. Sie sahen einander an, Ennis hatte seinen Arm um Jacks Schultern gelegt und Jack lächelte ihm zu. KE starrte das Bild lange an und versuchte, dass Gefühl von Abneigung in sich hinauf zu beschwören, das ihn hätte überkommen müssen, wo er doch ein Foto von seinem Bruder betrachtete, der einen anderen Mann umarmte, aber es blieb aus. Die Freude, die das Bild ausstrahlte schien ein Gegenmittel zu sein – wenigstens ein schwaches – das die Verbitterung und den Hass in KE bekämpfte.

KE hörte Schritte und jemanden atmen. Er wandte sich um und sah, dass Jack im Türrahmen stand. Er fühlte sich, wie ein Kind, das man mit der Hand im Keksglas erwischt hatte. „Oh, Entschuldigung.", stammelte er. „Ich wollte nicht herumschnüffeln."

Jack lächelte ihm zu. "Siehst du dir Bilder an? Das sind einige meiner Liebsten." Er ging hinüber und stellte sich neben KE, dann wies er auf das Foto, welches Ennis auf dem Pferd zeigte. „Dieses Pferd hat er nach mir benannt.", erklärte er freundlich. „Der gute alte Twister. Wir haben ihn noch immer, aber er ist alt. Ennis kann ihn so nicht mehr reiten."

KE sah Jack an, dann zeigte er auf das Bild mit dem Felsen. „Wo bist du denn da?"

„Das war in Maine.", erwiderte Jack. „Wir haben da vor ein paar Jahren eine Hütte gemietet. Ein schöner Ort, warst du mal da?"

KE schüttelte den Kopf. „Ich war noch nie östlich vom Mississippi und nun sind die Tage, in denen ich reisen konnte, wohl vorbei."

Jack nickte leicht, er erinnerte sich an seine Krankheit. Dann wies er auf den mit Glas geschützten Schnappschuss von den beiden auf den Treppen vor dem Haus. „Das ist das erste Bild, was wir von uns beiden gemeinsam hatten.", sagte er. „Eines der ersten Fotos, die ich überhaupt von Ennis hatte. „Wir kannten uns 13 Jahre aber hatten nie etwas, das wir ansehen konnten."

„Wir haben in unserer Familie nie viele Fotos gemacht. Cecilia sagt, sie will eins von uns dreien zusammen… wir haben keins, nicht mal von früher."

„Nun, ich denke, es wird genug Kameras auf der Party geben. Es scheint so, als wenn jeder heutzutage eine Digitalkamera hat oder sogar ein Fotohandy… es ist nicht so wie damals, wo man noch einen Film zur Drogerie bringen musste. Jetzt lädst du sie auf den Computer und mailst sie alle deinen Freunden."

KE hielt kurz inne, dann wies er auf eine gerahmte Wachsmalzeichnung von zwei Männern, die einander umarmten. „Was ist das denn?"

„Das? Jenny hat das gemalt. Ich fand es schon immer süß."

„Habt ihr das getan? Euch vor ihr geküsst?"

Jack schüttelte den Kopf. "Nein, du kennst ja Ennis, er ist eher der private Typ, er steht nicht so darauf, sich in der Öffentlichkeit zu küssen oder Gefühle zu zeigen."

„Und wie konnte sie das dann malen?"

„Sie war noch ein kleines Kind und hatte Fantasie. Hat sie noch immer – sie ist Künstlerin, weißt du."

„Aber", bohrte KE nach, „wie wusste sie es denn? Wie alt war sie? Acht? Neun?"

"Eigentlich zehn."

"Ihr redet mit einer Zehnjährigen über das Sexleben von Schwulen?"

Jack musterte KE, alles, seine Tonlage, seine Worte, waren gewählt. „Nein, natürlich nicht. Wir haben mir ihr darüber geredet, dass wir zusammen sind, und warum wir das so wollten."

„Und was hat sie gesagt?"

„Nicht viel. Aber ich hab ihr Bild als ein Zeichen dafür genommen, dass sie es verstanden hat. Deshalb hab ich es eingerahmt."

„Wie meinst du das, sie hat es verstanden?"

Erneut nahm Jack KE in den Blick. „Wenn man schwul ist, und den Leuten sagt, dass man schwul ist… dann geht man jedes Mal ein Risiko ein. Du weißt nie, ob sie dich akzeptieren oder hassen werden. Dieses Bild", er nickte in Richtung der gerahmten Zeichnung auf dem Schrank, „zeigt mir, dass Jenny uns akzeptiert hat, schon von Anfang an."

KE musterte Jack und suchte nach Worten, dann sagte er: „Damit willst du sagen, dass ich euch gehasst habe."

„Leugnest du das? Du hast doch ziemlich klar gesagt, was du über uns denkst. Und du hast dafür gesorgt, dass die ganze Familie es erfährt."

Sie standen eine Weile schweigend da, die Spannung zwischen ihnen war beinahe greifbar. Dann aber lächelte Jack ihm schwach zu und sagte sanft: „Weißt du, du könntest dich von deinem Hass trennen. Du musst nicht ewig daran festhalten."

KE holte tief Luft, dann sah er zu Boden. „Alte Gewohnheiten vergisst man nicht so schnell." Seine Stimme war nicht mehr als ein Flüstern.

„Sicher nicht.", sagte Jack. „Wie wahr."

KE schüttelte den Kopf, dann sagte er abrupt: „Ich muss das Klo benutzen. Ich wollte eigentlich nie hier rein kommen und eure persönlichen Sachen durchwühlen."

„Kein Problem.", erwiderte Jack. „Das Bad ist rechts.", sagte er und wies darauf.

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Ennis kam ins Schlafzimmer, er trug einen Bademantel und trocknete sein Haar mit einem Handtuch. Er lächelte Jack zu, der auf dem Bett saß, dann ging er zum Schrank, um seinen Kamm zu holen. Ein kleines Glas Whiskey stand auf der Ecke. „Ist das für mich?", fragte er.

Jack nickte. "Ich dachte, du magst vielleicht einen kleinen Drink."

Ennis lächelte und nahm einen Schluck. „Danke, es war ein langer Tag."

„Sicher.", sagte Jack und nippte an seinem eigenen Drink.

Ennis legte seinen Bademantel ab. Er legte ihn auf die Kleidertruhe und setzte sich im Schneidersitz auf das Bett, um Jack ansehen zu können. „Also…"

„Also, die Dinge entwickeln sich doch in Richtung einer tollen Party."

Ennis nickte. „Wir haben den Tag ohne Ärger hinter uns gebracht."

"Keinen Ärger, aber wir haben da ein kleines Energiebündel. Dieser Evan, ist er nicht anstrengend?"

Ennis kicherte. „Das ist er wohl. Aber er ist trotzdem süß... er trägt Cowboystiefel und einen Hut. Dieses Kind ist so verwöhnt."

„Und Chrissie hat Bobby in der Scheune schöne Augen gemacht."

„Was?"

„Hast du's nicht gemerkt? Ich glaube, vor unserer Nase fängt eine kleine Romanze an."

"Oje... und sie bleibt zwei Wochen hier?"

„Oh ja.", sagte Jack. „Und ich hörte, wie sie zu ihrer Mutter sagte, dass die zwei Wochen eine tolle Idee sind."

„Heilige Scheiße, Jack, ich weiß nicht, ob ich bereit dafür bin. Ich bin zu alt für sowas."

Jack stellte seinen Drink ab und fuhr mit seinen Fingern über Ennis' Arm. „Keine Panik, Cowboy, ich denke, das geht schon in Ordnung. Vielleicht tauschen sie ein paar verstohlene Küsse im Mondschein. Das kriegen wir wohl hin."

Ennis lächelte Jack zu und genoss seine Berührung. Er beobachtete, wie seine Hand seinen Arm hinab strich und dann über seine Brust streichelte. Jack fuhr über Ennis' linke Brustwarze, zwickte sie kurz und drehte dann vorsichtig den Ring, der darin steckte. „Oh!", sagte Ennis und sog leicht überrascht die Luft ein.

„Tut das weh?", fragte Jack.

Ennis schüttelte den Kopf. „Nein, es tut nicht weh, es ist nur empfindlicher als vorher. Es fühlt sich eigentlich sogar gut an, wenn du damit spielst."

Jack grinste ihn an und fuhr damit fort, seinen Nippel zu massieren. „Weißt du, En, ich hoffe du bist nicht allzu enttäuscht, aber ich denke nicht, dass ich meins machen lasse."

„Dein was?", fragte Ennis, der Jack nicht folgen konnte.

„Mein Nippelpiercing… ich glaube, ich lass mir keins machen."

Ennis hob fragend eine Augenbraue.

„Ich hab darüber nachgedacht und den Artikel gelesen, den du mir gegeben hast. Ich hab ein paar Mal vor dem Laden gestanden aber bin nie rein gegangen. Ich glaube einfach nicht, dass das was für mich ist. Aber deins mag ich trotzdem… ich finde es heiß, weißt du."

Ennis musterte Jack, dann fuhr er mit seinen Fingern am Kiefer seines Lovers entlang. „Naja, dann bleibt das hier wohl unser Geheimnis, oder?"

„Nicht wirklich, du sagtest doch, dass Billy es weiß."

„Stimmt." Er hielt inne, dann kicherte er leise. "Vielleicht sollte ich mein Hemd ausziehen und es meinem Bruder zeigen. Das würde seinem alten schwulenverachtenden Herzen einen Kick geben."

„Ach komm schon, dein Bruder macht sich gar nicht so schlecht."

„Er hat ein paar blöde Spitzen losgelassen, als keiner in der Nähe war."

„Wie zum Beispiel?"

„Naja, erst machte er einen Kommentar darüber, dass ich zu einem Schwulen herangewachsen wäre, dann noch einen über die Badewanne… er fragte, ob wir es schön fänden, uns gegenseitig in unserer tollen großen Wanne zu ficken." Bei den letzten Worten klang seine Stimme anklagend.

„Und hast du gesagt, dass das stimmt?"

„Scheiße, Jack, nein, natürlich nicht. Ich wollte schon sagen: Das geht dich einen Scheißdreck an, aber dann hab ich's gelassen."

„Und was hast du stattdessen gesagt?"

„Ich sagte, dass du einen schlimmen Rücken hast, der von deinen alten Rodeotagen kommt und dass dir die Whirlpooldüsen helfen, dass du dich besser fühlst."

Jack nickte. „So muss man mit ihm umgehen. Wir hatten auch ein interessantes Gespräch."

„Hattet ihr? Wann? Wo?"

"Genau hier in diesem Raum."

Ennis schnaubte. „Scheiße, was hat er denn hier gemacht? Herumgeschnüffelt? Unser Bett inspiziert oder was?"

„Er hat sich die Fotos auf dem Schrank da angesehen.", sagte Jack und nickte hinüber zur anderen Seite des Raumes. „Er hat nach Jennys Zeichnung gefragt."

Ennis sagte nichts, er wartete darauf, dass Jack fortfuhr.

„Ich hab mit ihm darüber geredet, dass man Leute akzeptieren oder hassen kann… Ennis, weißt du was, ich denke, dass dein Bruder mit seinen Gefühlen kämpft."

„Wie meinst du das denn?"

„Er hat sein ganzes Leben lang Schwule gehasst… und besonders dich, du warst immer der schwule Bruder. Aber… ich glaube, er weiß, dass er stirbt. Hass verbraucht viel Energie, Energie, die er für etwas anderes aufwenden könnte."

„Ich kann dir nicht folgen, Jack. Was willst du damit sagen?"

„Ich denke, dass er sich ändern will. Vergeben und vergessen vielleicht, oder wenigstens aufhören uns zu hassen. Aber er weiß nicht wie. Veränderungen sind hart, besonders, wenn du dein Leben lang auf eine ganz bestimmte Weise gelebt hast."

Ennis nickte. „Das ist wahr."

"Naja, ich will nur sagen, lass ihn dir nicht zu nahe treten, sei einfach nett... so muss man mit KE umgehen."

„Glaubst du, dass er am Ende des Besuchs ein anderer Mensch sein wird?"

Jack hob die Schultern. „Vielleicht, aber wahrscheinlich nicht. Aber vielleicht legt er sich ohne den Hass auf seinen Bruder ins Grab."

„Glaubst du wirklich, dass er so schwer krank ist?"

„Sieh ihn dir doch an, Ennis, er sieht aus wie der Tod persönlich."

„Ja, es ist schlimm. Ich fühle mich, als hätte ich lange Zeit lang überhaupt keinen Bruder gehabt. Und jetzt ist er wieder da… nur um mich wieder zu verlassen… vielleicht, Jack…" Ennis nahm einen weiteren Schluck von seinem Drink und dachte gründlich nach, ehe er weiter sprach. Seine Stimme war deutlich weicher geworden. „Vielleicht tu ich einfach nicht genug, um ihm zu vergeben."

Jack griff nach Ennis' linker Hand und drehte den silbernen Ring, den er trug. „Komm, Babe, sei nicht so hart zu dir. Er ist hier in unserem Zuhause und schläft unter unserem Dach. Viele Menschen hätten das nicht einmal zugelassen."

Ennis trank seinen Drink aus und stellte das Glas auf den Nachttisch. Dann legte er sich neben Jack und nahm ihn in die Arme. Er lächelte ihm zu. „Hab ich dir heute schon gesagt, dass ich dich liebe, Cowboy?", fragte er.

Jack grinste. „Ein paar Mal, aber nicht so oft wie sonst. Ich denke, es waren zu viele Leute da."

„Verarschst du mich grade?"

„Nur weil ich dich liebe."

Ennis sah Jack tief in die Augen, strich seine Seiten entlang zu seiner Hüfte, dann nach vorne, um seinen Penis in die Hand zu nehmen. „Ich finde, der Tag hat mit einem netten Fick begonnen. Willst du ihn ebenso beenden?"

Jack lehnte sich in die Kissen und genoss Ennis' Berührung. „Hab ich jemals nein gesagt?", fragte er mit sanfter Stimme.

„Nur einmal, aber davon will ich jetzt nicht anfangen.", sagte Ennis, rollte sich auf Jack und drückte mit seinen Knien seine Beine auseinander. „Willst du es langsam und sanft oder hart und schnell?"

„Ich will es so, wie du es mir geben willst, Cowboy.", sagte Jack mit belegter Stimme und rotem Kopf.

„Ich denke hart und schnell.", sagte Ennis. Mit einer Hand griff er nach dem Gleitgel, während er mit der anderen Jack Glied bearbeitete. „Ich will, dass du um Gnade schreist.", sagte er mit heiserer Stimme.

„Schreien?", fragte Jack. „Wir sind aber nicht allein… wir haben ein Haus voller Gesellschaft."

„Ja.", sagte Ennis. „Und was sind wir hier? Wir sind der Kopf dieser Familie, wie nennt man das noch?"

„Die Patriarchen?", fragte Jack. Seine Hüften schnellten ruckartig nach oben, als Ennis' sein Glied fester rieb.

„Ja, das war's… wir sind die Patriarchen. Und wenn uns jemand hören sollte, dann wird er wissen, dass meine Liebe zu dir der einzige Grund ist, warum ich auf dieser Erde wandele."

„Ach Ennis.", sagte Jack, während er sich entspannte und fühlte, wie Ennis' Glied ihn rasch und tief penetrierte.

„Und dich zu lieben, jeden Morgen und jede Nacht, ist die Art, wie ich es zeige… und zwischendurch sage ich es dir mit Worten…" Er begann, rhythmischer zuzustoßen, stieß sein Glied so weit es ging hinein, wobei er bei jedem Stoß die Kontraktion von Jacks Muskeln spüren konnte.

„Oh Jesus… Ennis…", sagte Jack. Seine Stimme zitterte plötzlich. "Oh Fuck..."

"Mein einziger Grund... mein einziger Grund..." Plötzlich rezitierte Ennis diese Worte, als wären sie ein Mantra. Er hatte seine Augen geschlossen, seine Hand hob Jacks Hintern an, sodass sein Penis noch tiefer eindringen konnte. Jack hingegen konnte lediglich ein „oh fuck, oh fuck" herausbringen. Dann plötzlich kamen sie beide gleichzeitig, ihre Worte waren nicht mehr zu verstehen. Ennis ließ sich auf Jack sinken und drehte ihn dann auf die Seite, wobei er sein Gesicht und seinen Hals mit bittersüßen Küssen bedeckte.

Ennis atmete flatternd ein. „Oh fuck… oh fuck..." Dann plötzlich flüsterte er mit einem verschlagen grinsenden Ausdruck: "Glaubst du, wir haben jemanden geweckt?"

„Naja, wenn das so ist, brauchst du jetzt nicht mehr flüstern." Doch Jacks Stimme war ebenfalls leise, als er dies sagte. „Glaubst du, unten im Camper haben die uns gehört?"

Ennis grinste und küsste erneut Jacks Hals, seine Kehle und seine Brust hinab. „Weiß ich nicht, Babe, und es ist mir scheißegal. Ich will nur, dass die Welt weiß, wie sehr ich dich liebe, und dass ich ohne dich nicht leben könnte. Du bist mein Leben, meine Luft zum atmen, mein ein und alles… oh Gott, oh Gott…"

Jack lehnte sich plötzlich zurück und nahm Ennis' Gesicht in seine Hände. „Babe, in einem Wettbewerb der Liebe wäre das wohl ein unentschieden… ich liebe dich auch, Ennis. Ich liebe dich mehr, als du je wissen wirst."

„Ich denke, dass weiß ich sehr wohl.", erwiderte Ennis und fuhr mit dem Daumen über Jacks Stirn, um die silbrigen Haare weg zu streichen. „Und deshalb haben wir ja auch diese Party."

„Was meinst du?"

„Damit jeder weiß, was eine Leben voller Liebe schaffen kann."

Jack nickte. „Ja.", sagte er sanft. "Ein Leben voller Liebe." Er hielt inne. "Ich liebe dich, Cowboy."

„Ich liebe DICH, Cowboy.", antwortete Ennis.

„Ich hab's zuerst gesagt."

Ennis zwinkerte. „Aber ich meinte es ernster."

Jack lachte. "Wie gesagt, im Liebesspiel wäre das wohl unentschieden."

„Ja, aber trotzdem gewinne ich."