Title: Doubts

Author: Ailendolin

Rating: T … nur um sicher zu gehen.

Disclaimer: Mir gehört Harry Potter nicht und ich verdiene hiermit kein Geld

Summary: Fred und George stehen kurz vor ihrem ersten Tag in Hogwarts. Ihre Vorfreude wird jedoch getrübt, als Percy ihnen erzählt, dass sie in unterschiedliche Häuser kommen könnten und sie sich mit einer möglichen Trennung auseinander setzen müssen.

Warning: Keine. In den Kommentaren könnten jedoch Spoiler sein.

Words: 1332

Author's Notes: Hi there! Hier ist nun endlich das dritte und letzte Kapitel von „Doubts". Ich weiß, es hat lange gedauert, aber die Kreativität wollte nicht, wie ich wollte. Ich möchte trotzdem allen Leuten danken, die diese Story gelesen haben und mir einen Review dagelassen haben. Ich hoffe euch gefällt auch das letzte Kapitel! Viel Spaß beim Lesen und über Reviews würde ich mich wie immer freuen!

Kapitel 3: A Lot More To Laugh About

Die Große Halle war festlich hergerichtet. Kerzen schwebten durch die Luft und die magische Decke zeigte einen sternenklaren Nachthimmel, der nur ab und an von vereinzelten Wolken durchzogen wurde. Schüler unterhielten sich angeregt an den vier Haustischen über das kommende Schuljahr und auch die Lehrer waren in Gespräche vertieft, die ihren Unterricht oder die bevorstehende Zuordnungszeremonie betrafen.

Doch weder Fred noch George bekamen etwas von dem ganzen Trubel um sie herum mit, als sie hinter Professor McGonagall und einer Reihe weiterer Erstklässler die Große Halle betraten. Sie waren nervös. So hatten sie sich ihren ersten Tag in Hogwarts nicht vorgestellt. Trotz Bill und Charlies beruhigenden Worten gestern Abend und ihrem Schwur, der Schule den Rücken zu kehren, sollten sie in unterschiedliche Häuser gesteckt werden, blieb doch ein ungutes Gefühl zurück. Die Zugfahrt über waren sie unruhig gewesen und die Fahrt über den See schien endlos gedauert zu haben. Einerseits wollten sie nicht, dass sie die Große Halle erreichten, aber andererseits konnte es ihnen auch nicht schnell genug gehen.

Der sprechende Hut, der Gegenstand, der über ihre Zukunft entscheiden würde, wurde in die Halle getragen und auf einen Stuhl gesetzt. Kurz darauf begann er ein Lied zu singen, das wie Bill ihnen erzählt hatte, jedes Jahr anders kling. Fred und George schenkten dem Hut jedoch keine Beachtung. Unsicher blickten sie zu ihren Brüdern, die am Gryffindortisch saßen. Charlie nickten ihnen lächelnd zu, während er beide Daumen hochhielt. Percy jedoch starrte gebannt auf den Hut und schien jedes Wort in sich aufzusaugen. Trotz ihrer Angst verdrehten die Zwillinge die Augen. Percy blieb eben Percy.

Sie bemerkten erst, dass der Hut sein Lied beendet hatte, als die ganze Halle anfing zu klatschen. Erschrocken blickten sie auf, als Professor McGonagall den ersten Namen aufrief: „Allen, Jennifer!"
Ein braunhaariges Mädchen mit strahlend blauen Augen trat nach vorne und setzte unsicher den Hut auf. Nach kurzem Warten verkündete der Hut: „Ravenclaw". Einer der Tische fing wie wild an zu klatschen und das Mädchen ging hastig zu ihrem Haustisch.
Fred und George blickten sich an. Bald würden sie da vorne sitzen. Die Große Halle erschien ihnen plötzlich gar nicht mehr so schön und warm, wie Charlie sie ihnen immer beschrieben hatte. Eher schien ein eisiger Wind an ihnen vorbeizuziehen, der sie frösteln ließ.

„Grant, Michael!", wurde nach vorne gerufen und durfte sich einen Moment später an den Gryffindortisch setzen. Zwei Schüler für Hufflepuff und eine Schülerin für Slytherin folgten. Um ihre Nervosität ein wenig zu unterdrücken, sahen sich die Zwillinge ihre zukünftigen Lehrer an.

"McGonagall sieht wirklich streng aus, meinst du nicht?", fragte George leise.
"Ja, sie sieht aus, als würde sie nicht wissen, wie man lacht. Und da oben, das muss Dumbledore sein."
"Der kann zumindest lächeln."
"Wer weiß, ob ihm nach einer Woche mit uns auf seiner Schule noch zum Lachen zumute ist.", flüsterte Fred und grinste seinen Bruder an.
"Schau mal, ganz rechts. Das kann nur Snape sein."
"Was hat Charlie doch gleich gesagt? Hakennase, ekliges schwarzes Haar und generell das Aussehen einer Krähe, die vom Auto überfahren wurde."
Die Zwillinge sahen sich einen Moment an, bevor sie grinsten: „Eindeutig Snape."

Das Aufrufen von: „Turner, Sara!", brachte Fred und George zurück in die Gegenwart. Die Nervosität, die sie für einige Minuten vergessen hatten, kehrte mit voller Macht zurück. Vor ihnen standen nur noch drei weitere Schüler, bevor sie an der Reihe sein würden. Sara Turner wurde zu einer Gryffindor und Lucas Villiers und Timothy Woyce wurden beide von dem Hut Ravenclaw zugeordnet.

"Wagner, Linda!", wurde nach vorne gerufen und plötzlich stand keiner mehr zwischen Fred und George und dem Sprechenden Hut. Die Zwillinge blickten sich an und entschlossen nahm George die Hand seines Bruders in seine und drückte sie. Sie würden das durchstehen. Für sie gab es nur zusammen oder gar nicht und gar nicht war in diesem Fall keine Alternative.

"Hufflepuff!", hörten sie den Hut rufen und kurz danach Professor McGonagall sagen: „Weasley, Fred!"
"Wir schaffen das, Fred!", flüsterte George mutiger, als er sich fühlte und drückte noch einmal die Hand seines Bruders, bevor dieser langsam und vorsichtig auf den Hut zuging, als würde dieser ihn beißen. Mit einem letzten Blick auf George setzte Fred den Hut auf und schloss die Augen.

"Nun, was haben wir denn hier? Einen Weasley. Du hast drei ältere Brüder, nicht wahr?", sagte der Hut und Fred nickte. „Alle in Gryffindor, wenn ich mich nicht irre. Wahrlich eine mutige Familie. Und auch in dir kann ich Mut und Gerechtigkeit sehen, wenn auch ein wenig List. Du wirst es weit bringen in ... GRYFFINDOR!"

Das letzte Wort hatte der Hut geschrieen und tosender Applaus erklang vom Gryffindortisch. Hastig setzte Fred den Hut ab und ging zu Charlie und Percy, die ihm sofort gratulierten. Dann erklang Professor McGonagalls Stimme wieder: „Weasley, George!"
George atmete einmal tief durch und ging dann zielstrebig auf den Hut zu. Entschlossen nahm er den Hut in seine Hände. Er blickte noch einmal zu Fred, der ihm hoffnungsvoll zunickte und lächelte zurück, bevor er den Hut aufsetzte und alles um ihn dunkel wurde.

"Oh, noch ein Weasley? Zwei Weasleys in einem Jahr, das hab ich auch noch nicht erlebt. Und du bist deinem Bruder so ähnlich. Mutig und gerecht, wie er. Und weniger listig, aber dafür loyaler. Vielleicht sollte ich dich lieber in Hufflepuff stecken?"
'Bitte steck mich nicht in Hufflepuff. Bitte steck mich nicht in Hufflepuff!', dachte George verzweifelt. Der Hut überlegte tatsächlich, ihn von Fred zu trennen. Er wollte das alte Ding schon wütend von seinem Kopf reißen, als er erneut die Stimme des Hutes vernahm: „Nicht in Hufflepuff? Na gut, dann eben in ... GRYFFINDOR!"

George sprang mit einem Freudenschrei vom Stuhl, während er den Hut abnahm und sofort zu Fred blickte. Sein Bruder war ebenfalls aufgesprungen und grinste ihn an. Auf einen strengen Blick von Professor McGonagall hin legte George den Hut hastig, aber behutsam auf dem Stuhl ab anstatt ihn einfach fallen zu lassen und lief zum Gryffindortisch. Sofort spürte er Freds Arme um sich und drückte seinen Bruder an sich.

"Wir haben es geschafft, George!", lachte Fred, als er sich von seinem Bruder löste.
"Ich hab euch doch gesagt, dass ihr euch keine Sorgen machen braucht.", lächelte Charlie und die Zwillinge grinsten ihn an.
"Fred?", fragte George.
"Ja?"
"Meinst du nicht, es ist Zeit, unseren Lehrern zu zeigen, was wir so alles können?"
"Aber natürlich. Wir haben ja einen Ruf zu wahren."

Bevor Charlie oder Percy registriert hatten, was ihre jüngeren Brüder im Schilde führten, hatten diese ihre Zauberstäbe gezückt und etwas vor sich hingemurmelt. Ein lauter Knall erklang, der mehrere Schüler aufschreien ließ. Zuerst wusste niemand, was geschehen war, doch als die ersten Schüler verängstigt zum Lehrertisch blickten, brachen sie in schallendes Gelächter aus. Andere Schüler folgten ihren Blicken und wenig später lachte die ganze Halle.

Ruhig und mit einem Lächeln auf den Lippen trat Albus Dumbledore schließlich nach vorne:
"Fred und George Weasley, nehme ich an? Vielen Dank für die Umgestaltung meines Hutes, die Farbe gefällt mir sehr gut."
Immer noch lächelnd nahm er seinen vormals grauen Hut ab und hielt in nachdenklich in den Händen.
"Aber ich finde, das Pink würde noch mehr zum Ausdruck gebracht werden, wenn es glitzern würde." Mit einem Schwung seines Zauberstabs fing sein pinker Hut an zu glitzern und zu funkeln und mit einem entschlossenen Nicken setzte er den Hut wieder auf.
"Meinen Sie nicht?"

Fred und George nickten grinsend und Dumbledore klappte anerkennend in die Hände, worauf sämtliche Schüler anfingen den Zwillingen ebenfalls zu applaudieren. Sogar Professor McGonagall entwich ein Lächeln und sie schüttelte amüsiert den Kopf.
Der Applaus wurde langsam weniger und nach einem weiteren Moment sagte Dumbledore: „Nach diesem wahrlich grandiosen Auftritt möchte ich nun alle Schüler zu einem neuen Schuljahr hier auf Hogwarts begrüßen. Ich ..."

Charlie blickte auf die Zwillinge, die mit einem identischen Grinsen auf ihren Gesichtern Dumbledore zuhörten und war sich sicher, dass Hogwarts nach einem Jahr mit Fred und George nicht mehr dasselbe sein würde. Es würde auf jeden Fall eine Menge mehr zu Lachen geben.

The End