So, da sind wir wieder mit einem neuen Chappi.. Gute Unterhaltung wünschen wir!
Eyes to lose myself in
Der Rest des Tages verlief für Sara recht ereignislos. Sicher, der Unterricht war interessant wie immer, doch sie musste immer wieder an ihren neuen Lehrer denken. Er hatte sie behandelt wie... eine Gleichberechtigte. Das taten die anderen Lehrer nie, entweder sie dachte, sie könne nichts, weil sie noch so jung war oder sie hielten sie für ein kleines Genie, das nie einen Fehler machte. Bei ihm fühlte sie sich menschlich. Außerdem sah er auch noch verdammt gut aus... Sie schüttelte den Kopf, um den Gedanken an den Professor endlich los zu werden. Sie sollte endlich aufhören, ständig an ihn zu denken. Sie brauchte ihre Konzentration noch für andere Dinge.
Also machte sie sich an ihre Hausaufgaben, bis ihr Vater nach Hause kam musste sie fertig sein. Denn dann konnte sie sich bestimmt nicht mehr konzentrieren. Kurz nachdem sie fertig mit allem war, ging die die Treppe bei dich zu Hause runter in die Küche, wo sie das Essen vorbereiten wollte. Wenn er von seiner Arbeit kam und das Essen nicht fertig war, wurde er immer sehr wütend.
Nach diesem gelungenen Tag, dachte sie sich kocht sie mal ihr Lieblingsgericht, Gemüsenudelauflauf. Ihrem Vater war es sowieso egal was es gab, er meckerte immer rum.
Und sie hatte Recht gehabt, wie sie später feststellen musste. Es war anscheinend zu viel verlangt, dass er sich einmal nicht beschwerte. Sie wollte ja gar nicht, dass er dankbar war oder so was, er sollte nur einfach still sein und essen. Oder auch nicht essen. Dann würde er wenigstens früher oder später verhungern.
„Wieso hat Gott mich mit so einem nichtsnutzigen Kind bestraft?", fragte er mal wieder wütend.
Sara hatte sich schon an so Äußerungen gewöhnt, doch weh taten sie immer noch.
Sara war gerade dabei, die Teller weg zu räumen, zum Glück hatte sie schon etwas genascht als er noch nicht gekommen war, denn jetzt war ihr der Appetit vergangen.
Doch gerade als sie seinen Teller in die Hand nahm, packte er sie fest am Handgelenk.
Kurz stöhne Sara vor Schmerz auf, doch das gefiel ihrem Vater noch mehr.
Wie immer bevor er von der Arbeit kam, war er wohl noch in einer Kneipe, das merke sie anhand seines Mundgeruches, der nach einer Menge Wodka roch.
Sie versuchte, sich so wenig wie möglich anmerken zu lassen, doch als er ihren Arm verdrehte, musste sie die Zähne zusammenbeißen, um keinen Laut von sich zu geben. Er stand auf und zog Sara hinter sich her in sein Arbeitszimmer, das sie mittlerweile schon zur genüge kannte. Er schubste sie und sie landete vor ihm auf dem Boden. Wie so oft, begann er sie nun zu schlagen. Sara schloss die Augen und wünschte sich, es möge bald vorbei sein. Sie dachte an die eisblauen Augen ihres neuen Lehrers. Er hatte wirklich erstaunliche Augen. Was würde sie darum geben, in diesen Augen versinken zu dürfen…
Als ihr Vater keine Lust mehr hatte, ließ er sie blutend und mit schmerzverzerrtem Gesicht liegen. Tränen liefen ihr übers Gesicht. Nach einer kurzen Zeit, ging sie ins Bad und nahm eine Dusche. Beim Anziehen ihres Pyjamas sah sie die neuen blauen Flecken.
Grissom saß zuhause an seinem Schreibtisch und bereitete sich auf den nächsten Tag vor. Morgen hatte er einen langen Tag vor sich. Der heutige Tag war vom dauernden Raumsuchen nicht besonders stressig gewesen, aber morgen musste er dann auch noch die Mensa finden. Er sah auf seinen Plan. Vor der Mittagspause hatte er die Klasse, in der auch Sara war. Vielleicht würde er sie nach dem Weg fragen... Verdammt! Warum dachte er eigentlich ständig an sie? Zugegeben, sie war wirklich intelligent und einzigartig noch dazu, aber sie war dennoch nur eine Schülerin, Himmel noch mal!
TBC...
Revs?
