Tut uns sooo sorry, das wir erst jetzt wieder schreiben, aber es ließ sich partout kein Termin finden, an dem wir beide Zeit hatten!

Anyway, have fun reading!


Limits

Sara ging währenddessen nach Hause. Was wollte dieser Idiot eigentlich von ihr? Er war doch nur ihr verdammter Professor. Was interessierte er sich für sie? Sollte er doch nur seinen Job machen - den er im Übrigen hervorragend machte... - und sie in Ruhe lassen. Sie konnte auf sich selbst aufpassen. Wer sonst hätte jahrelang in dieser Familie überlebt?

Vielleicht ist diese Klasse auch nichts für mich. Ich bin15 und die anderen in meiner Klasse sind mindestens 17, das sind 2 Jahre Unterschied. Ach Quatsch, ich habe bessere Noten als die Besten von ihnen. Doch was schafft mich nur zurzeit so, ich fühle mich so alleine. Ich will endlich mal Geborgenheit und Liebe fühlen.

Wieder kamen ihr die Tränen, langsam war sie am Ende ihrer Kräfte.

Als sie zu Hause ankam, war ihr Vater bereits da. Sara wollte schnell die Treppe hoch gehen, doch ihr Vater hörte sie und zog sie an ihrem Handgelenk wieder herunter.

Sie versuchte schon lange nicht mehr, sich zu wehren. Es hatte einfach keinen Sinn. Lieber ließ sie es still über sich ergehen und weinte nur, wenn niemand zuhause war. Wenn niemand sie hören konnte.

So auch diesmal. Ihr Vater schlug sie bis sie ihren ganzen Körper spürte. Er schlug sie, bis es ihm zu langweilig wurde und er sie endlich in Ruhe ließ.


Später am Abend - ihr Vater saß vor dem Fernseher und betrank sich, ihre Mutter war die Woche lang mal wieder bei ihrer Schwester - klingelte es an der Tür.

„Mach die Tür auf, Sara!", schrie ihr Vater. Sara gehorchte. Sie wusste ja, was passierte, wenn sie es nicht tat.

Sara erschrak, als sie Grissom vor der Tür sah, sie schlug die Tür wieder zu. Grissom war verwirrt und schellte noch mal.

„Sara verdammt noch mal, ich habe dir kleinen Schlampe gesagt, du sollst gefälligst aufmachen!", brüllte ihr Vater. Doch Sara rührte sich nicht und Grissom klingelte noch einmal. Nun wurde es Saras Vater zu bunt, er stand auf, schubste Sara zur Seite und machte die Tür selbst auf.

„Wer sind sie und was wollen sie von uns?", fragte Saras Vater Grissom.

„Ich will zu Sara.", sagte Grissom ruhig, während er ihren Vater musterte. Er war auf jeden Fall betrunken. Das konnte man meilenweit riechen.

„Sara!", rief ihr Vater wütend. Sara war hin- und hergerissen. Entweder sie musste sich mit Grissom auseinandersetzen, oder ihr Vater würde sie wieder schlagen. Wie auch immer, sie wartete zu lange.

„Diese verdammte... Ich hole sie." Er ging nach hinten in die Wohnung und packte Sara fest am Arm.

„Du wirst da jetzt hingehen, VERSTANDEN?"

Sara ging widerwillig zu Grissom, sie hatte keine Lust auf seine Fragen, aber auch keine Lust auf noch mehr Schläge ihres Vaters. Sie zog Grissom also am Arm raus in den Wald. Es war noch hell draußen, also war es nicht so unheimlich im Wald.

Schweigend ging sie mit ihm ein Stück zu einem See, der nur ein paar Minuten vom Haus entfernt war. Der See war recht klein, doch mit den Bäumen und dem kleinen Steg sah es unwerfend aus.

Sara ließ Grissom stehen, ging zum See und setzte sich auf den Steg.

„Grissom, Sie sind mein Lehrer, was wollen sie von mir?", fragte sie.

Anfangs antwortete Grissom nicht, er ging zu Sara, setzte sich neben sie auf den Steg und sagte: „Ich möchte nur gerne wissen, was mit dir ist. Ja, ich bin dein Lehrer und deswegen will ich wissen, was mit dir los ist, damit ich dir helfen kann."

Sara kamen die Tränen, noch nie hatte jemand so was zu ihr gesagt, überhaupt seine ganze Art und seine blauen Augen brachten sie total durcheinander.

„Was meinst du? Mit mir ist gar nichts los. Alles in Ordnung.", behauptete sie wenig überzeugend.

Grissom hob eine Augenbraue und sah sie prüfend an. Er glaubte ihr nicht, und das zu Recht.

„Sara, darf ich dich etwas fragen?", wollte er plötzlich von ihr wissen. Er wollte nicht einfach mit der Tür ins Haus fallen, so würde er nie etwas aus sie heraus bekommen.

„Ja, sie dürfen mir so viele Fragen stellen wie sie wollen, doch ob ich sie ihnen beantworte, weiß ich noch nicht."

Sara war genervt von Grissoms ständigen Fragen.

„Okay, dein Vater, ist er immer so wie gerade, so aggressiv?"

Das war Sara zu viel, was miscihte sich ihr Lehrer in ihr Privatleben ein? Irgendwo gibt es auch Grenzen.

„Das, Dr. Grissom, geht sie gar nchts an. Ab und zu ist er eben etwas gereizt, aber wie sie sturmgeklingelt haben, ist das ja wohl kein Wunder."

Mit einem letzten finsteren Blick ging Sara alleine zurück nach Hause und ließ Grissom einfach dort sitzen. Geknickt blickte Grissom ins Wasser, er glaubte Sara kein Wort. Irgendetwas verheimlichte sie. Aber eins nahm er sich vor, irgendwann würde er alle Geheimnisse seiner Schülerin erfahren und ihr helfen. Ihr helfen glücklich zu werden. Mit einem mulmigen Gefühl im Magen stand Grissom auf, ging zu seinem Wagen und fuhr nach Hause.

TBC...


Revs?