Nach 100 Jahren meldet sich Ganjazuka aus dem Land der Toten zurück... -schwitz- Meine alten Leser habe ich wohl inzwischen leider verloren (nach fast 3 Jahren kein Wunder...) u.u, aber ich hoffe mal auf Neue.
Nach ca. 2 ½ Jahren Pause, aufgrund einer riesigen Blockade (ich glaub, ich hab ne Zeit lang einfach viel zu viele HP-FFs geschrieben), habe ich wieder angefangen, mich mit dieser Geschichte auseinanderzusetzen und habe gemerkt, dass ich in einer kleeeeeinen Sackgasse sitze...
Darum habe ich mir für dieses Kapitel eine etwas idiotische Wendung einfallen lassen, um alles weiter in Schwung zu halten. Der geneigte Leser wird gemerkt haben, dass hier sowieso viel Out Of Character Action und Dämlichkeit herrsch (wie in fast allen meinen FFs)t, also werdet ihr mir sicherlich auch einen etwas wunderlichen Dumbledore-Greis verzeihen :D FFs sind immerhin vor allem zum Spaß da! (Jedenfalls für mich...)
(Btw: Da diese FF lange vor dem letzten HP-Band angefangen hat und ich ein Hard Core Fred Weasley Fan bin, ignoriere ich die Bücher 6 und 7 einfach rotzfrech )
6. Hochzeitsglocken
Ich weiss nicht genau, wie lange ich wie ein kompletter Volltrottel da gestanden und stumm geglotzt habe, bevor Hermine mich von hinten in den Rücken stupste. Erst da kam ich wieder zu mir. Ich bin manchmal echt so ein kompletter Volltrottel.
Andererseits schrie diese Situation auch geradezu nach dummen Geglotze:
Bethany Cube stand direkt vor mir. Und sie wollte was von mir! Tjaha, am Ende war der Knochen doch zum Hund gekommen. Jetzt bloß keinen Mist bauen. Cool und relaxt sein. Überlegene Selbstsicherheit ist angesagt.
„W... Was... Eh, ja?"
Oh ja Fred. Das hätte Humphrey Bogart nicht besser sagen können. ... Moment mal, woher kenn ich den? Argh! Nicht ablenken lassen!
Wenn mich nicht alles täuschte, schaute Bethany tatsächlich verschüchtert. Das arme Mädchen. Ich hatte sie mit meiner Dämlichkeit verunsichert.
„Ich wollte fragen..." Sie hielt kurz inne und sah an mir vorbei. Ihr Augenmerk hatte sich aber so schnell wieder auf mich gerichtet, dass ich nur erahnen konnte, wo sie hingesehen hatte: Hermine. Manche Leute wissen wirklich nicht, wann sie fehl am Platz sind. Wär es wohl zu spät gewesen, sie die Treppe runter zu stoßen?
„Wir haben doch Verwandlung zusammen und, uhm ..." Wurde sie etwa rot? „Ich hab da einige Probleme und da du das alles schon hattest... könntest du mir Nachhilfe geben?"
Halten wir einen Moment lang inne, meine Freunde. Das hier ist ein historischer Moment in meinem Leben. Gedenken wir ihm und erinnern wir uns auf ewig daran:
Ich wurde gefragt, ob ich Nachhilfe geben will.
Es handelte sich zwar um ein Fach, in dem ich Gott sei Dank recht gut war. Aber in dem Moment hätte es auch Geschichte der Zauberei sein können, wo ich mit Pauken und Trompeten drin versagte. Es war egal. Das hier war meine Chance!
„Natürlich." Antwortete ich und stellte erleichtert fest, dass ich schon um einiges cooler klang. Na ja, OK, vielleicht nicht cool. Aber selbstsicher. ... Na gut! Nicht wie ein verängstigtes Mädchen. Aber mindestens.
Bethany lächelte erleichtert. „Danke. Ist Mittwoch nach dem Abendessen OK? In der Bibliothek?"
Ich nickte; wer nichts sagt, kann auch nichts falsches sagen. Weasley-Logik.
„Gut. Oh und... wegen deinem Zwillingsbruder..." Ihr Gesicht verfinsterte sich fast unmerklich. „Sag ihm, er sollte sich besser bei Dinah entschuldigen. Ansonsten könnte es ungemütlich werden... Uhm, für dich vielleicht auch, weil euch keiner auseinander halten kann."
Ach wirklich? Sag bloß. Das erklärt einiges.
Derartiger Sarkasmus war hier jetzt aber wohl nicht angebracht.
„Ich sags ihm." Erwiderte ich also.
„In Ordnung. Bis Mittwoch dann." Sie hob eine Hand zum Abschied, drehte sich um und verschwand in einen Seitengang.
Bevor ich mein plötzliches Glück überhaupt richtig verarbeiten konnte, hörte ich hinter mir ein Lachen.
„Was ist jetzt schon wieder?" Fragte ich unwirsch und drehte mich um.
Hermine winkte immer noch lachend ab. „Ach nichts. Das ist nur einfach unglaublich."
DA! Sie tat es schon wieder! Was zum Teufel wusste sie?!
Sie holte tief Luft, um sich wieder zu beruhigen und klemmte sich ihr Buch unter den Arm. „Vergiss es einfach." Dann wollte sie an mir vorbei gehen. Ich hatte allerdings andere Pläne und hielt sie an der Schulter fest, ehe auch sie in einem anderen Korridor verschwinden konnte.
„Du weisst doch irgendwas. Jetzt spuck's endlich aus."
Sie verdrehte genervt die Augen. Oh, wenn mir in den letzten Jahren eine nervige Sache an ihr aufgefallen ist, dann dieses verdammte Augen-ding.
„Was ich weiss, ist nichts anderes als das Offensichtliche. Wenn du zur Abwechslung mal aufpassen würdest, hättest du es schon lange selbst raus."
Spätestens jetzt war ich auch wieder genervt. „Und wenn du an Stelle von besserwisserischen Sprüchen mal das Wesentliche loswerden würdest, müsste ich hier nicht meine Zeit mit dir verschwenden."
„Wie auch immer." Schnappte sie und schüttelte meine Hand ab. Als sie herumwirbelte und sich daran machte, den Rückzug anzutreten, ließ ich mich dadurch jedoch nicht vom Thema abbringen. Ich blieb dicht hinter ihr.
„Was zum Henker weisst du?!" Fragte ich etwas zu laut... Ok, vielleicht schrie ich auch... ganz leise. Aber hey, wer kann's mir verübeln? Fünf Minuten mit Hermine können einen wirklich fertig machen. Gott vergib mir, dass ich meinen kleinen Bruder jemals dafür gescholten habe, immer mit ihr zu streiten.
Sie fuhr erneut herum und sah mich wütend an. Nebenbei bewies sie ihre Multitask-Fähigkeit indem sie, rückwärts, im Laufschritt weiterging.
„Wenn du zu blind bist, um zu sehen, dass-"
Wofür ich zu blind war, erfuhr ich nie, da in dem Moment ein sehr laut lachender Peeves um die Ecke schoss und Hermine in den Rücken stieß. Was die logische Folge hatte, dass sie genau in mich reinfiel.
„Stürmisch, stürmisch!" Gackerte Peeves, als er über unsere Köpfe hinweg flog und verschwand. Wäre das hier eine Liebesschnulze, wäre diese Situation wohl in sonst was ausgeartet. Da das aber keine herzerweichende Geschichte, sondern mein Leben ist, passierte Folgendes: Ich hatte es zwar geschafft, Hermine festzuhalten, doch das Buch unter ihrem Arm war verrutscht und während sie noch versuchte, den Wälzer wieder richtig zu greifen, fiel er mir auf den rechten Fuß. Alle fünftausend Seiten.
„Pass halt auf!" Schnauzte Hermine, als ich aufjaulte und zurück sprang. Ich war zwar damit beschäftigt, auf einem Bein im Kreis zu hüpfen. Aber das hielt mich nicht davon ab, auch sofort wieder das Kriegsbeil auszugraben.
„Ich soll aufpassen?! Hast du sie noch alle?"
Als Antwort bekam ich nur ein 'Blöder Idiot', als sie sich hinkniete, um ihr Buch aufzuheben. Ich hielt in meiner Springerei inne - breitete kurz die Arme aus, da mir doch etwas schwindelig war - und sah sie sprichwörtlich von oben herab an.
„Weißt du, ich bin zwar als lustiger, netter Kerl bekannt, aber irgendwann reicht's auch mir. Entweder, du fängst endlich mal an, dich zu entspannen, oder du musst dich echt nicht wundern, wenn du bald wieder so alleine bist, wie in deinem ersten Jahr hier." Ich gab ihr gar nicht erst die Chance, zu antworten und setzte humpelnd meinen Weg zum Gemeinschaftsraum fort.
Blöde Kuh.
Ist doch wahr.
Mittwoch. Wednesday. Miércoles. Welch magisches Wort!
Als ich zum Frühstück in die Große Halle kam und so tat, als würde ich Seek dabei zuhören, wie er über Außerirdische - was auch immer das sein soll - redete, zählte ich im Kopf schon die Stunden. Bald schon konnte ich mit Plan B in Sachen Bethany beginnen. Für mich zu interessieren schien sie sich ja schon. Nun ja, zumindest wusste sie, dass ich lebte. Wir setzten uns zu Katie, David und George an unseren üblichen Platz und ich stellte zufrieden fest, dass George immer noch an einer kleinen Erfindung zu knabbern hatte, die ich ihm noch am letzten Abend angehängt hatte: Auf seiner Stirn stand in roten Buchstaben: GEORGE. Das sollte weiteren Verwechslungen von der Dinah-Front erstmal vorbeugen. Ich kann wirklich von Glück reden, dass ich bei uns beiden der begabtere in solchen kleinen Tricks bin, sonst hätte er meinen Zauber sicher sehr bald geknackt.
„Was ist denn hier los?" Fragte Seek in seiner üblich gelangweilten Tonlage. Erst jetzt fiel mir auf, dass etwas anders war als sonst: Das Essen fehlte. Die Halle war voll, aber das Essen fehlte? Mein Albtraum schien war geworden zu sein: Die Hauselfen hatten Hermines hässliche, selbstgehäkelte Mützen aufgesetzt und waren auf große Wanderschaft gegangen.
„Das haben wir uns auch schon gefragt." Sagte Katie. „Wir sind schon seit einer Viertelstunde hier und seitdem sind die Tische leer."
„Wahrscheinlich-au." George rieb sich den Kopf an der Stelle, wo ihn soeben ein Stift vom Hufflepuff-Tisch her getroffen hatte.
In diesem Moment betrat Dumbledore die Große Halle - wie üblich als Letzter, er liebt anscheinend große Auftritte - und wendete sich ohne große Umschweife an uns Schüler.
„Darf ich um Ihre Aufmerksamkeit bitten? Ich weiß, Sie fragen sich sicher, wo das Essen bleibt. Keine Bange, es geht gleich los. Selbstverständlich wird ihnen die bereits verloren gegangene Zeit geschenkt und der Unterricht fängt etwas später an... Nun. Ich habe eine kleine Überraschung für Sie alle."
Gemurmel brach in der Halle aus. Allerdings nicht aus Vorfreude: Dumbledore hatte zwar auch schon eine Menge gute Überraschungen gebracht aber seit dem Trimagischen Tournier genossen wir seine Einfälle lieber mit Vorsicht. Der arme Kerl wird ja auch nicht jünger und klarer im Kopf.
„Ich kann Ihnen die Neuigkeiten leider erst jetzt mitteilen, da zu Anfang des Jahres noch Unstimmigkeit über den Sinn der Überraschung bestand." Schmollender Seitenblick zu Snape. „Aber jetzt sind wir Lehrer uns endlich einig." Schmollender Blick VON Snape. „Wir werden Sie hier in Hogwarts von heute an für den Rest des Jahres nicht nur auf Ihr berufliches Leben vorbereiten, sondern auch auf das zwischenmenschliche."
Oh oh.
„Ab heute..." Unser Schulleiter zwinkerte uns freudig zu. „Seid ihr alle verheiratet."
Jetzt erwies es sich als gut, dass noch kein Essen da war, sonst wär bestimmt der ein oder andere an seinem Toast erstickt. Was sollte das denn heißen?! Verheiratet! War Dumbledore unter die Menschenhändler gegangen?!
„Bitte, bitte, Beruhigung. Das ist alles halb so schlimm. Sie werden gleich alle kleine, gefaltete Zettel vor Ihnen finden. Dort wird ein Name draufstehen. Der Name der Person, mit der Sie an diesem Projekt arbeiten sollen. Natürlich sind Sie nicht wirklich verheiratet."
Ein erleichtertes Seufzen ging durch die Massen. Einige der Mädchen hatten sich augenscheinlich schon ihre Zukunft im Harem von irgendeinem fetten Sack ausgemalt.
„Sehen Sie es als eine Art Rollenspiel. Sie werden durch Ihre Hauslehrer über den genauen Ablauf des Projekts - das übrigens auch versetzungs-, bzw. abschlussrelevant ist - informiert werden. Das wird eine tolle Übung für Sie alle sein. Sie trainieren so nicht nur Ihre Teamfähigkeit, sondern lernen auch schon einmal den Vorhof der Ehehölle kennen. Hahahahaha."
An dem Kopfschütteln der Lehrer hinter Dumbledore war deutlich zu erkennen, dass nicht nur Snape an der Zweckmäßigkeit von der ganzen Sache zweifelte. Das ganze würde wohl eher zur Belustigung von Dumbledore ablaufen, als uns für das Leben trainieren. Verdammt. Warum haben die den Müll nicht letztes Jahr gemacht, als ich abgehauen bin? Jetzt muss ich den Mist mitmachen.
„Wenn ich jemanden kriege, der jünger ist als ich, aus Slytherin oder Hufflepuff, einen schlechten Haarschnitt hat oder nichts von Quidditch versteht, Avada Kedavra ich mich." Verkündete Katie weinerlich.
„Seit wann sind wir denn so oberflächlich?" Fragte George lachend.
„Stell dir mal vor, du wirst mit Millicent Bulstrode 'verheiratet'." Schoss Katie zurück und George wurde sichtlich blass. Ich muss zugeben, dass sich auch bei mir einiges umdrehte bei dem bloßen Gedanken daran.
„Sind Sie bereit?" Ertönte Dumbledores Stimme noch einmal. „Sie werden jetzt erfahren, wer Ihr Partner ist." Er schnippste mit den Fingern und vor jedem Schüler erschien ein Zettel. Als ich meinen hochhob, atmete ich tief durch. Ich hatte in letzter Zeit so viel Glück gehabt, sicher würde Bethany's Name auf dem Zettel stehen.
Ich faltete das Blatt auseinander und sah zögernd rauf...
HÄ?
Der Tag ging ziemlich schnell vorbei. Die meisten waren viel zu sehr damit beschäftigt, über ihre neuen Ehepartner zu jammern, oder selbige erst einmal ausfindig zu machen und kennen zu lernen. Immerhin sollten wir morgen schon unsere erste Aufgabe als Paar bekommen, die auch gleich benotet werden würde, wie McGonagall uns gesagt hatte.
Katie hatte es letztendlich nicht ganz so schlimm getroffen, wie sie gefürchtet hatte: Sie war mit Seek aufgeteilt worden. Ein Scheintoter als Ehemann ist wohl immer noch besser als ein Slytherin oder Hufflepuff, nehme ich an. David war an irgendeine Fünftklässlerin aus Ravenclaw geraten, die sich fast nur in Zitaten ausdrückte und war den Tag über damit beschäftigt gewesen, herauszufinden, welche Filme er noch sehen musste, um sie zu verstehen. George... nun... HAHAHAHAHAHAHA!
Lavender Brown. Der arme Tropf. Sie wird ihn einparfümieren und und mit rosa Plüsch überziehen.
Aber was soll's. Ich hatte Wichtigeres zu tun, als mich über meine Freunde uns ihre Ehepartner lustig zu machen: Ich hatte in Date! Zur Nachhilfe zwar, aber ein Date! Als ich in der Bibliothek ankam, musste ich erst etwas suchen, fand Bethany dann aber schließlich in einer der hinteren Ecken.
„Oh, da bist du ja." Begrüßte sie mich und lächelte mich an. „Danke fürs Kommen."
„Kein Problem." Ich ließ mich in dem Stuhl neben ihr nieder, was zwar lerntechnisch nicht wirklich schlau ist. Aber hier ging es ja schließlich auch nicht ums Lernen.
„Dann lass uns mal anfan-"
Oh mein Gott. Ich bin wirklich gut. Ich saß nicht mal richtig und schon sprang Bethany mich an und riss mich vom Stuhl. Nein. Ernsthaft. Sie riss mich zu Boden und küsste mich.
Ich sollte an dieser Stelle vielleicht erwähnen, dass ich schon lange wieder damit aufgehört habe, Drachenkraut zu rauchen. Ich hab herausgefunden, dass die Realität oft lustiger ist als alles, was man sich einbilden kann. So wie jetzt z.B. Obwohl lustig vielleicht nicht das richtige Wort ist. Ich meine, ich lag zwischen dem Tisch und einem hohen Bücherregal auf dem Rücken, Bethany auf mir und sie hatte ganz klar vor, unanständige Sachen mit mir zu machen.
Nein, das war nicht lustig. Das war beängstigend! Was dachte sie, was ich bin? Ein leichter Junge für zwischendurch? Ich muss doch sehr bitten. Ein Weasley sollte genossen, nicht runtergeschlungen werden.
Also drückte ich sie etwas von mir weg und sah sie leicht verwirrt (sprich superdämlich) an.
„W... Wa ... Wie ..."
Oh super. Ich stammelte wie eine verschüchterte Jungfrau. Wahrscheinlich wurde ich auch noch rot. Wie gut, dass nur sie mich so sah.
„Ahem..."
Oh Gott. Nein. Nein. NEIN!
„Wie erbärmlich." Ertönte Pansy Parkinsons Stimme erneut und bestätigte meine größten Befürchtungen. „Und mit so was bin ich verheiratet."
Soooo ... Please review Und das nächste Update wird sicher keine 3 Jahre dauern XP
(Und nochmal: Ich habe am Anfang gesagt, es wartet ne dämliche Wendung und ein etwas wunderlicher Dumbledore auf euch! XD Ich hoffe, ihr versteht den Spaß und habt vielleicht auch etwas Mitleid mit Fred... das wäre nämlich angebracht g)
Regards,
Ganjazuka
