So... hier das Update und somit das erste Kapitel von Fred's Lament, das ich seit 2005 geschrieben habe! Ich muss euch leider enttäuschen... Beim Schreiben musste ich feststellen, dass sich bei mir inzwischen doch das Alter bemerkbar macht: Ich werde dieses Jahr immerhin schon 22 und bin nicht mehr der Kindskopf von früher und mein Humor hat die Jahre über auch gelitten... Ich werde das ganze hier von jetzt an etwas erwachsener angehen.
VERARSCHT!
7. Verschlimmerung der Lage
(aka Das Kapitel voller (Klammern) o.O)
Pansy.
Pansy-lein.
Pans.
Panny.
Panpan.
PeeWee.
Pansy Weasley.
HAHAHAHAHAHAHAHAHA... Heilige Scheiße.
Hätten sie es nicht wahrscheinlich sowieso schon getan, würden meine Eltern mich wohl enterben. Ich kann zwar natürlich nichts dafür, dass sie meine neue „Frau" ist, aber mal ehrlich... Was erwartet ihr von Eltern, die ihre Söhne trotz einer saucoolen Flucht zurück zur Schule schicken? Richtig, nicht viel. Gut, dass wir uns da einig sind.
Hach ja. Eigentlich wäre doch aber genau das die beste Rache an meiner Mutter... Ich meine, mal angenommen, ich würde Pansy wirklich heiraten... Tiefer könnte ich sie wohl nicht treffen. Bleibt nur leider noch der Teil meines Plans, mir eine Freundin zu angeln, die Angelina aussehen lässt wie einen ranzigen Müllsack. Und obwohl Pansy Parkinson bei weitem nicht so hässlich ist, wie ihr furchtbarer Charakter und der muffige Gesichtsausdruck auf den ersten Blick vermuten lassen würden, sieht Angelina leider etwas besser aus als sie. Wir sprechen hier aber wirklich von einem Foto-Finish. Als würde man ... Angelina Johnson und Pansy Parkinson miteinander vergleichen. Ihr versteht, was ich meine.
Nein. Ich brauche etwas Besseres! Etwas Schöneres! Und vor allem etwas Menschliches.
Was uns zurück zu Bethany Cube bringt. Die, leider, kopfüber aus der Bibliothek floh, als mein zauberhaftes Eheweib uns in flagranti erwischte. Wenn man das, was da abging denn „in flagranti" nennen kann. Mal nebenbei:
Was zum Teufel ging in der Bibliothek ab, als Pansy reinplatzte?
Ich fühlte mich fast ein wenig missbraucht.
Ich glaube, ich bin verliebt.
Was das Problem, Pansy Parkinson für das nächste Jahr als meine Frau hinter mir her zu schleifen nicht gerade verkleinerte. Verdammter Plan mit den guten Noten!
„Pansy... Hi." Sagte ich schließlich, nachdem Bethany davon gestürmt war und ich es geschafft hatte, wieder auf die Füße zu kommen.
Sie sah mich finster an. „Weasley."
Jetzt bloß nicht lachen.
„Du darfst mich Fred nennen, Weib." Bot ich ihr, großzügig wie ich bin, an.
„Weasley." Wiederholte sie. „Dass das gleich klar ist: Wenn du mich während dieses Projekts auch nur einmal falsch anschaust oder mich mit deinen dreckigen Händen berührst-"
Oh Gott. Nicht lachen, nicht lachen!
„- dann bist du tot! Pass bloß auf oder ich hetz dir Draco auf den Hals!"
Ach, verdammt.
„Hahahahahahahahahahahahaha!"
Während ich mir noch lachend den Bauch hielt, zog Pansy ihren Zauberstab hervor und richtete ihn auf mich. Was mich nur noch mehr zum lachen brachte. Also wirklich. Erst soll ich vor Malfoy Angst haben und jetzt auch noch vor ihr. Was dachte sie eigentlich, wer sie war? Hermine? Die kann mit ihrem Zauberstab wenigstens wirklich Schaden anrichten. Wenn ich so darüber nachdenke, kann sie das allerdings auch ohne Zauberstab...
Nun, ob Pansy es doch noch geschafft hätte, mich in einen Frosch zu verwandeln, werden wir leider nie erfahren, denn in dem Moment tauchte George auf und das so schwungvoll, dass er ihr fast den Zauberstab aus der Hand fegte.
„Rette mich!" Flehte mein Zwilling mich an.
„Wa ... ha... wovor?" Stieß ich hervor und versuchte, mich zu beruhigen. Meine Frage wurde prompt durch das Auftauchen von Lavender Brown beantwortet.
„George Weasley!" Rief sie aus. „Ich bin dir die letzten 500 Meter durchs Schloss hinterher gelaufen und habe dir x Mal hinterher gerufen!"
George wandte sich ihr zu. „Oh.. Das habe ich gar nicht bemerkt. Tut mir furchtbar leid." Dann drehte er sich wieder zu mir und sah mich dringlich an.
Als sein Zwilling verstand ich natürlich sofort, in was für einer Misere er steckte. Obwohl - das hätte wohl jeder verstanden, der Lavender Brown kannte. Und normalerweise hätte ich ihm auch geholfen, aber nach der ganzen Dinah-Sache... und wenn man bedenkt, dass ich mit Pansy Parkinson als Frau da stand... Mal ehrlich, wer musste hier gerettet werden?
„Ihr seid doch alle bescheuert." Schnaufte Pansy und stapfte davon.
Super. Da ging mein Vorwand, mich nur um mich selbst zu kümmern.
Ich seufzte. „Super, George. Du hast meine Frau wütend gemacht. Jetzt muss ich bestimmt auf dem Sofa schlafen."
„Seid ihr betrunken?" Fragte Lavender misstrauisch und sah uns mit zusammen gekniffenen Augen an. „Naja... Wie auch immer. Was ich dir nur sagen wollte, George, ist, dass dieses Projekt wichtig für mich ist. Ich brauche die gute Note. Und wenn die Gerüchte stimmen, du auch."
Nun ja... Recht hat sie.
„Also sollten wir uns anstrengen. Und bau bloß keine Scheiße, so wie mit Dinah. Wobei mir einfällt: Klär das endlich. Wir beide müssen wegen des Projekts wohl mehr Zeit miteinander verbringen, als sonst-"
Also mehr als... gar keine?
„... also wär es für mich extrem störend, dauernd wütende Mädchen um mich herum zu haben, die dich schlagen wollen. Mir reichen schon die neidischen Hühner, die mich hassen, weil ich so gut aussehe, da brauche ich nicht noch diese negativen Schwingungen." Mit einem dramatischen Schwenker ihres blonden Zopfes von einer Schulter auf die andere drehte sie sich um und schritt würdevoll von dannen.
Pansy Parkinson und Lavender Brown...
Jetzt stellt euch mal unsere Kinder vor...
... Igitt.
2 Tage später saßen George und ich abends im Gemeinschaftsraum in einer Ecke und heckten einige Pläne für unsere große Rückkehr als Unruhestifter aus. Bis jetzt waren wir uns allerdings nur darüber einig, dass es etwas Großes sein musste. Hey, wir sind immerhin die Weasley-Zwillinge. Der Knall, mit dem wir uns zurückmelden würden, musste mindestens so groß sein, wie der, mit dem wir uns verabschiedet haben (bevor wir auf grausame Weise von unseren Eltern... Ok, langsam nervt's sogar mich). Jedenfalls - wir saßen im Gemeinschaftsraum.
Um uns herum waren die meisten der Gryffindors der Jahre 4, 5, 6 und 7 damit beschäftigt, sich über ihre Ehepartner und/oder das Projekt an sich zu beschweren. Dumbledore war so gnädig gewesen, die Schüler der Jahrgangsstufen 1- 3 von dem Projekt auszuschließen, was besonders im Falle der Erstklässler ratsam schien... Jedenfalls meiner Studie nach zu schließen, die ich hier seit mehreren Jahren über Erstklässler durchführte (irgendwie muss man sich ja beschäftigen).
Der typische Neuankömmling in Hogwarts ist (unabhängig davon, in welchem Haus er oder sie landet):
- 11 oder 12 und somit verdammt jung.
- viel zu gutgläubig (besonders, wenn es um George, mich und unsere neuesten Erfindungen geht).
- dauernd zu spät, weil er/sie nie auf Anhieb den richtigen Weg findet.
- verdammt schreckhaft (Nur eine kleine Explosion unter ihrem Stuhl und sie drehen komplett am Rad!).
- weinerlich (Es war nur eine klitzekleine Explosion, mehr nicht! Ehrlich!).
So jemand sollte ja wohl kaum verheiratet sein.
Allerdings... George und ich wohl eher auch nicht.
Diejenigen von uns, die alt genug waren, um an diesem lustigen hust Projekt teilzunehmen, hatten gestern unsere ersten Aufgaben erhalten, die wir bis zum nächsten Tag erledigt haben sollten. Eigentlich waren sie gar nicht mal so schwer: Wir sollten uns Identitäten für uns und unsere Partner einfallen lassen. Also Berufe, Alter und so ein Kram, sowie unsere „Geschichte" aufschreiben (wie haben wir uns kennen gelernt, etc.). Dazu kam noch die Aufstellung eines Haushaltsplans... was sehr eng mit der Frage verbunden war, wie viele Kinder die Partner miteinander hatten (natürlich nur imaginär... Gott sei Dank.). Je mehr Kinder, umso mehr Arbeit beim Haushaltsplan und umso größer die Chance, bei guter Leistung eine sehr gute Note zu erhalten. Wäre ich nicht mit einem giftspritzenden Drachen aus Slytherin verheiratet worden, hätten wir diese Aufgaben wahrscheinlich schon längst zusammen erledigt gehabt. So allerdings hatten Pansy und ich uns darauf geeinigt, die Aufgaben aufzuteilen und unsere Ergebnisse am Ende einfach zusammen zu werfen. Ich war also dafür zuständig, mir eine Identität zu zulegen (Darf ich mich vorstellen? Frederick Weasley, 35 Jahre alt, Betreiber eines Scherzartikelladens - einfallsreich, oder?) und den Haushaltsplan für uns und unsere 2 Kinder (zu mehr konnten wir uns einfach vor lauter Ekel nicht durchringen) aufzustellen.
Pansy war für ihre Identität (Pansy Parkinson-Weasley, 33 Jahre alt, „arbeitet als irgendwas, wo man viel Geld verdient und oft Freizeit hat" (O-Ton Pansy)) und „unsere Geschichte" zuständig.
Ich war wirklich gespannt, wie sie die Geschichte unserer leidenschaftlichen, nicht enden wollenden Liebe schildern wollte, die schließlich zur Geburt von Elmira und Bartholomew Parkinson-Weasley führte.
Liegt das an mir oder klingt das alles einfach wider der Natur?
Und das Schlimmste an der ganzen Geschichte ist, dass ich am Tag davor erfahren musste, mit wem Bethany Cube das Projekt bearbeiten würde... Draco Malfoy. Damit ist es offiziell: Gott hasst mich.
Was George anging, der hatte so ziemlich jede Verantwortung für das Projekt an Lavender abgetreten, die gerade ihr Leben im Reichtum zusammen mit dem kleinen Edison Weasley plante - mehr als ein Kind war laut ihr nicht drin. Immerhin wollte sie sich ja nicht ihre Figur verderben. ... Kein Kommentar.
Alles in allem hätte es ihn aber schlimmer treffen können. Stellt euch mal vor, Dinah wäre seine Projektpartnerin. Der Arme hatte es inzwischen zwar geschafft, den Schriftzug von seiner Stirn zu entfernen, sodass jetzt auch ich wieder in akuter Ohrfeigen-Gefahr war, allerdings hatte er bis dahin so viele Schläge einstecken müssen, dass sein linkes Augen seit Stunden permanent zuckte. Allzu viel Mitleid konnte ich aber trotzdem nicht haben - immerhin verschwieg er mir immer noch den wichtigsten Teil der Dinah-Geschichte, da war ich mir sicher.
„Ich glaube, wir müssten schon den Astronomie-Turm wegsprengen, um unseren Abgang vom letzten Jahr zu toppen." Seufzte George nach fast einer Stunde ergebnisloser Beratung.
„Das wollten wir uns doch für die Abschlussfeier aufbewahren." Erwiderte ich und schielte auf meine Schultasche, die neben meinem Sessel stand. Wir hatten morgen unsere erste Prüfung in Verwandlung und obwohl ich schon gelernt hatte und Verwandlung eigentlich immer mein bestes Fach gewesen war, wollte ich unbedingt noch etwas lernen. Außer einer 1 kam wirklich nichts für mich in Frage. Außerdem stand zwei Tage später eine Prüfung in Geschichte der Zauberei und das erste Quidditch-Training an. Ich sollte also...
George erriet sofort meine Gedanken und seufzte frustriert. „Kannst du endlich damit aufhören, dich wie ein Streber aufzuführen? Unsere Noten waren mit ein oder zwei Ausnahmen immer durchschnittlich. Das hat uns doch sonst auch immer gereicht! Außerdem sind wir mit Sicherheit die Besten in Verwandlung, wie letztes Jahr auch. Die Sachen, die wir jetzt durchnehmen, haben wir schon in unserem 5. Jahr für unsere Erfindungen angewandt."
„Schon, aber-"
In dem Moment wurde das Portrait der Fetten Dame mit viel Gepolter aufgestoßen und Hermine stürmte, gefolgt von ihrem Projektpater/Gatten in den Gemeinschaftsraum.
„Zum hundertsten Mal, Regis: Wir haben die Aufgaben so gut gelöst, wie möglich und geben die auch morgen so ab. Es reicht jetzt. Du bist ja noch neurotischer als ich."
Ha! Sie gibt es also zu!
„Ich weiß, ich will nur sicher gehen, dass wir auch wirklich nichts vergessen haben." Antwortete Regis Philbin, ein Sechstklässler, der jetzt eigentlich in meinem und Georges Jahrgang hätte sein sollen, der allerdings im letzten Jahr die Schule für ein halbes Jahr hatte unterbrechen müssen, nachdem er einen seiner eigenen, falsch gebrauten, Zaubertränke getrunken und sich selbst in eine Art menschlichen Wackelpudding verwandelt hatte.
Das wäre wohl bedauernswert gewesen, wenn Regis Philbin nicht so ziemlich der schleimigste und nervigste Kerl aller Zeiten gewesen wäre.
„Nerv sie nicht, Philbin."
Oh oh oh. Das versprach lustig zu werden:
Mein kleiner Bruder Ron-Dummbeutel hatte sich von seinem Platz am Feuer, wo er mit Harry Schach spielte, erhoben und ging auf Philbin und Hermine zu, die nahe des Tisches, an dem George und ich saßen, stehen geblieben waren.
Dass es ihm überhaupt nicht schmeckte, dass Hermine nun als Hermine Philbin dieses Projekt bearbeiten musste, während er selbst Hannah Abbot als Frau an der Hacke hatte, muss ich ja wohl nicht extra erwähnen. Sein sonst normales Maß an Verachtung für Philbin war in den letzten Tagen auf ein beachtliches Maximum angestiegen.
Hermine verdrehte die Augen. Anscheinend herrschte immer noch dicke Luft zwischen ihr und Ron.
„Ich kann das auch alleine regeln, Ron."
„Ich will dir nur helfen!" War Rons schlaue Antwort, ehe er sich wieder an Philbin wandte. „Hau ab."
„Hau doch selber ab."
Hm. Endlich mal jemand, der genauso schlagfertig ist wie Ron.
„Philbin ..." Ron zückte seinen Zauberstab. Jetzt war ich doch leicht beunruhigt: Ron ist zwar nicht gerade der schlechteste Zauberer überhaupt, aber übermäßig geschickt ist er auch nicht gerade. Besonders beim duellieren.
„Ok, das reicht jetzt." Hermine stellte sich zwischen beide und sah Ron eindringlich an. „Hör auf damit. Es ist doch überhaupt nichts los!"
Doch es war zu spät: Philbin hatte schon reagiert und seinerseits seinen Zauberstab gezogen.
Dann ging alles ziemlich schnell: Ich sah, wie Philbin seinen Zauberstab schwenkte und zu irgendeinem Zauber ansetzte, der Ron treffen sollte. Allerdings stand Hermine noch zwischen den beiden und hatte keine Zeit mehr, ihren eigenen Zauberstab aus ihrem Umhang zu ziehen und weil ich so nett (blöd) bin, handelte ich ohne nachzudenken, stand auf und zog Hermine zwischen den beiden weg. Allerdings war ich in meiner Eile etwas zu enthusiastisch; Hermine stieß gegen Philbin und anschließend gegen mich - genau in dem Moment, in dem Philbin, der sein Gleichgewicht verloren hatte, wild mit seinem Zauberstab herumfuchtelte und uns mit einem grellweißen Lichtstrahl traf.
In dem Moment, in dem Hermine und ich in helles Licht getaucht wurden, wusste ich, dass ich ein neues Problem haben würde.
Ich ahnte nur nicht, was für eins.
Muahahaha... schlechter Cliffhanger, okay, I know XD
Soooo... noch kurz zu meinen Reviewern:
Simsly: Jaha, Fred ist in der Tat °sabber° :D Und seine Ehe, das kann ich schon mal verraten, wird er leider mit Pansy verbringen müssen, jep. Hab seine Partnerin in letzter Minute von Hermine in Pansy geändert... Ich fand, das wär lustiger, bzw würde mir mehr Möglichkeiten für unangenehme Situationen geben :D Ich hoffe, du liest meine Geschichte weiterhin und sie gefällt dir auch!
Moi: Danke für deine Review... und ja: Fragen über Fragen... die erst beantwortet werden, wenn es noch viele weitere Fragen gibt :D
Puma Padfoot: Du hast die Kapitel "nochmal", also mehr als einmal gelesen? Find ich stark X) Und joa, manchmal muss ich mich leider bei "typischen" Ideen bedienen und sie für mich zurecht stutzen... is ja aber alles in good fun :D Und danke für den Tipp! Werd das gleich mal umändern °abmaschier°
Bis denne,
Ganjazuka
