Hallo ihr Lieben,

Es ist Zeit für Kap. 2 dieser Story.

Ich wünsche euch viel Spaß, bis nächste Woche. Eure Pat

sprechen

denken

Wo sind wir hier?

Als er langsam wieder zu sich kam, spürte er warme Sonnenstrahlen auf seiner Haut. Moment Sonne? Er war doch gerade in den Kerkern und hatte Zaubertränke und dieser Idiot Potter hatte es gerade wieder versaut. dachte sich Draco. Vorsichtig fing er an zu blinzeln, das Sonnenlicht war ziemlich hell und er legte eine Hand über die Augen um besser sehen zu können. Was er sah ließ ihn allerdings aufstöhnen.

Er lag im Sand und zu seine Füßen schlugen Wellen an den Strand. Was in Merlins Namen war jetzt schon wieder los. Er blickte sich weiter um und sah ein paar Meter weiter einen schwarzhaarigen Jungen sitzen. „Na Malfoy, endlich wieder wach? Kannst du mir vielleicht erklären wie wir hier her kommen und wo wir überhaupt sind?", wollte dieser von ihm wissen. „Woher soll ich denn das Wissen, Potter!", zischte der Blonde.

„Na, du hast dir das doch gewünscht, also, wo sind wir?", fragte der Gryffindor wieder. Draco setzte sich langsam auf und sah sich genauer um. Sie saßen ein einem breiten Sandstrand, hinter ihnen war grüner undurchdringlicher Dschungel und vor ihnen war ein endlos türkisfarbenes Meer. Er stöhnte auf und ließ sich wieder zurück in den Sand fallen. „Scheiße, warum ausgerechnet immer ich!", meinte er genervt.

„Warum DU? Wenn hier einer Grund zum stöhnen hat dann eindeutig ich", erklärte Harry und funkelte wütend in Richtung des Slytherins. „Potter, halt die Klappe und lass dir was einfallen wie wir hier wieder wegkommen", sagte Draco. „Warum soll ICH mir was überlegen, schließlich hast DU mich hierher gewünscht. Pech für dich, dass du mich festgehalten hast, sonst wärst du mich jetzt los.",sagte Harry und ein leichtes Grinsen machte sich breit.

„Was gibt es denn da zu grinsen?", wollte der Blonde wissen. „Ich habe mir gerade vorgestellt was die andere jetzt machen", erwiderte Harry. Jetzt stahl sich auch ein lächeln auf das Gesicht von Draco. „Snape springt wahrscheinlich im Dreieck und lässt die anderen unsere Sauerei wegmachen, oder zieht ihnen Unmengen von Punkten ab", überlegte er laut. „Und dann rennt er ins Büro von Dumbledore und unterrichtet ihn davon, dass sein Goldjunge mit dem bösen Malfoy verschwunden ist", fügte er noch hinzu.

Bei der Vorstellung fingen sie beide zu lachen an. „Steht dir wenn du mal lachst", rutschte es Harry heraus. Er hätte sich sofort dafür Ohrfeigen können, doch der Blonde grinste nur. „Und was machen wir jetzt?", fragt dieser dann. „Wir sollten uns erst mal umsehen, vielleicht wohnt ja doch jemand in der Nähe, außerdem müssen wir Wasser finden, sonst werden wir hier nicht lange überleben", erklärte er dem Slytherin. „Oder wir versuchen einfach von hier zu disapperieren", meinte Draco und suchte nach seinem Zauberstab, bis ihm einfiel, dass der in seiner Tasche im Klassenzimmer war. Da sie in Zaubertränke keinen brauchten, steckte er ihn immer weg. „Scheiße, mein Zauberstab ist in meiner Schultasche", sagte er zerknirscht und sah zu Harry.

„Dito", meinte dieser grinsend. „Hä...Dito ...was ?", fragte der Blonde verwirrt. „Dito, heißt soviel wie...ich auch", erklärte Harry. „Und was heißt das jetzt im Klartext Potter?", meinte er genervt. „Das heißt du Kombinationsgenie, dass mein Zauberstab ebenfalls in meiner Schultasche steckt", erklärte der Gryffindor.

„Merlin ich bin tot!", rief Draco theatralisch und schloss die Augen. „Wenn du weiter so in der prallen Sonne liegen bleibst, dann hast du es in ein paar Stunden zumindest schon mal bis zu einem Sonnenstich gebracht", sagte Harry lachend, er stand auf und ging zu Draco. „Komm, wir suchen erst mal Wasser und dann überlegen wir, was wir weiter unternehmen." Der Blonde öffnete seine Augen und sah auf die ausgestreckte Hand des Gryffindors.

„O.k, wenn's dich beruhigt", gab er zurück und ergriff Harrys Hand. Dieser zog ihn hoch und grinste. „Was gibt´s denn jetzt schon wieder zu grinsen", fragte er missmutig. „Du hast Sand in den Haaren", erwiderte dieser. Draco fasste sich an den Kopf und schrie hysterisch auf. „Ahhh Sand, ich brau Stunden bis ich den wieder heraußen habe." Harry fing an laut zu lachen. „WAS!", schrie ihn Draco an.

„Du ...bist..zu..komisch..wir..sitzten..hier …auf ..einer..einsamen..Insel..und..deine…größte…Sorge.. sind..deine..Haare!", brachte der Gryffindor lachend heraus. „Nur weil du immer so aussiehst, als ob du gerade aus dem Bett kommst und noch nie einen Kamm gesehen hast, heißt dass noch lange nicht, dass andere Leute genauso sein müssen", schnarrte der Blonde zurück und ging wütend davon.

Nach einigen Metern merkte er, dass der Gryffindor wieder neben ihm auftauchte, er lacht zwar nicht mehr, doch ein amüsiertes Grinsen lag immer noch auf seinem Gesicht. Draco beschloss ihn einfach zu ignorieren und stapfte wütend weiter.

Harry war nur recht, wenn der Blonde seine Klappe hielt und ging schweigend neben ihm her. Nach ca. einer halben Stunde wurde es dem Slytherin dann doch zu blöd. „Potter, wie sollen wir denn eigentlich Wasser finden, wenn wir hier nur so am Strand entlang laufen?", fragt er. „Na aus dem Grund, da Wasser bzw. Bäche oder Flüsse immer ins Meer fließen, also ist es am sinnvollsten, erst einmal am Strand weiter zu laufen. Außerdem leben die meisten Menschen auf Inseln in der Nähe vom Meer, wenn hier also jemand lebt, dann treffen wir früher oder später auf ihn", erklärte er.

„Und woher hast du diese Weißheiten?", wollte der Blonde wissen. „Aus dem Fernsehen und aus Muggelbüchern", erwiderte Harry. Draco traute sich nicht fragen was zum Geier ein Fernsehen ist. In der Beziehung war der Gryffindor ihm weit überlegen., was ihr tierisch wurmte. Sie gingen schweigend weiter. Inzwischen waren sie schon ein ganzes Stück gegangen und Harry lief der Schweiß in Strömen über den Körper. Immerhin hatte er noch seine komplette Schuluniform, samt Umhang an.

Er bleib stehen und begann sich erst mal auszuziehen. „Was soll denn das werden wenn´s fertig ist?", fragte er Slytherin, dem es auch nicht anders ging als Harry. Er wollte sich jedoch keine blöße geben.

„Ich weiß ja nicht wie es dir so geht, aber mir ist heiß und ich habe nicht vor an einem Hitzschlag zu sterben, also zeihe ich mir was aus", erwiderte er angesprochene. Nach und nach fielen der Umhang, der Pullover und die Krawatte zu Boden. Es folgten Schuhe und Strümpfe. Dann krempelte er noch die Ärmel seines Hemdes und die Hosenbeine nach oben und atmete dann erleichtert auf. „Ahh, schon viel besser", meinte er.

„Du solltest da auch machen", fügte er noch hinzu. Draco überlegte eine Weile, dann begann auch er sich auszuziehen. Harry packte derweilen die Sachen in den Umhang und knotete ihn zu einem Bündel zusammen. Draco tat das gleiche. „Du solltest dir noch was aus den Kopf setzten", empfahl Harry dem Blonden. „Warum denn?", fragte dieser zurück. „Weil du so helle Haut und Haare hast und ich dich nicht tragen werde, wenn du einen Sonnenstich bekommst2, erklärte er.

„Ach ja, und was ist mit dir, soviel ich weiß zieht Schwarz die Sonne an, du könntest also genauso gut einen Sonnenstich bekommen", gab der Blonde zurück. „O.k, ich muss dir recht geben." Mit diesen Worten riss er den Ärmel seines Hemden heraus und band ihn sich um den Kopf. „Du siehst einfach bescheuert damit aus", kicherte der Slytherin. Ohne darauf zu achten machte Harry das gleiche mit dem anderen Ärmel und band diesen einem verdutzten Draco um den Kopf. „So, jetzt siehst du genauso bescheuert aus, können wir jetzt weiter?", fragt Harry grinsend.

„Meinetwegen", antwortete dieser knapp. Die Landschaft veränderte sich langsam. Immer wieder lagen nun auch größere Felsen am Strand, an einigen Stellen, mussten sie sogar drüberklettern, aber von Wasser oder von anderen Menschen war immer noch nichts zu sehen. Harry war inzwischen ziemlich durstig und auch dem Slytherin schien es nicht besser zu gehen. „Können wir mal eine Pause machen?", fragte dieser nach weitern zwei Stunden Fußmarsch und ließ sich unter eine Palme plumpsen.

Harry nickte nur und setzte sich neben ihn in den Sand. „Was ist wenn wir kein Wasser finden?", wollte der Blonde wissen. „Dann sind wir ganz schön angeschissen", erklärte Harry und stand auf. „Ich kann noch nicht weiter, meine Füße brauch noch eine Weile", motzte der Slytherin. „Ich muss mal", erwiderte der Gryffindor und bahnte sich einen Weg durch das Dickicht. Draco zog die Knie an und legte seinen Kopf drauf, womit hatte er das verdient? Ausgerechnet mit Potter saß er auf dieser Insel fest, hatten sie überhaupt eine Chance gefunden zu werden? Es wusste ja niemand, auf welcher Insel sie gelandet waren und dann auch noch ohne Zauberstab, sie waren echt am Arsch.

Draco schaute aufs Meer und grübelte. Dann fiel ihm auf, das Potter schon viel zu lange weg war. Für´s pinkeln brauchte man doch keine 20 Minuten. „Hey Potter, hast du dich verlaufen?", rief er in die Richtung, in die der Gryffindor verschwunden war. Er bekam keine Antwort. „Hallo, das ist nicht witzig, komm raus oder ich komm rein", versuchte er es wieder, doch es kam nichts. „So ein mist, jetzt ist der Idiot auch noch verschwunden", maulte er und überlegte, ob er ihm hinterhergehen sollte.

Er war schon fast am Waldrand, als einige Meter weiter vorne Harry herausgestolpert kam. „Wo warst du den so lange!", schrie er den Gryffindor an. Der grinste nur und hielt Draco einige Früchte hin. „Was ist das ?", fragte der Blonde misstrauisch. „Mangos", erklärte Harry. Er setzte sich hin, und begann mit den Zähnen die Schale abzumachen. Draco setzte sich auch wieder und sah ihm dabei zu. Ohne etwas zu sagen reichte er dem Slytherin die geschälte Frucht. „Und das kann man wirklich Essen?", wollte dieser wissen.

„Du kannst auch gerne weiter Hunger und Durst haben2, erwiderte Harry und biss demonstrativ in die tropfende Frucht. „Hmm, lecker", schwärmte er. Der Slytherin sprang über seine Schatten, nahm die Frucht entgegen und biss hinein. Es schmeckte wirklich köstlich und er aß gierig alles auf. „Da sind noch mehr, wir können uns einige mitnehmen, wir wissen schließlich nicht, wann wir wieder was finden", meinte Harry.

Der Slytherin stimmte zu und sie machten sich zusammen auf den Weg. Sobald sie im Wald waren, herrschten andere Geräusche wie am Strand, wo man nur das Rauschen der Welle hören konnte. Draco konnte verschiedenste Vogelstimmen ausmachen und noch einige andere Schreie von Tieren, die er sich lieber nicht Vorstellen wollte. Der Mangobaum stand nicht weit weg und die hoben die reifen Früchte auf und verstauten sie in ihren Umhängen.

„Wir sollten lieber wieder an den Strand gehen, ich finde es hier drinnen unheimlich", gab der Blonde offen zu. Harry war verwundert, dass der ach so eingebildete Ich-bin-was-besseres-als-ihr-Malfoy. Angst hatte, aber ihm war selber etwas mulmig in dem unbekannten Dschungel und sie gingen wieder in Richtung Strand.

„Was lebt denn alles so auf einsamen Inseln?", wollte der Blonde von Harry wissen. „Das kommt darauf an, wo wir gelandet sind. Es gibt Inseln, da gibt es keine größeren Raubtiere, nur Schlangen und allerlei anderes Kleingetier. Auf größeren gibt es aber auch Großkatzen, wir Panther oder so was in der Richtung", erzählte Harry.

Sie waren inzwischen schon wieder ein Stück weit gelaufen und die Felsen wurden immer größer. Sie zogen ihre Schuhe wieder an und kletterten darüber. Plötzlich schrie Harry erfreut auf. „Hey Draco, das vorne ist ein kleiner Fluss!" Sie kletterten schnell über die Felsen und rannten auf den etwa 3 m breiten Wasserlauf zu. Harry kniete sich hin und probierte das Wasser. „Eindeutig Süßwasser", erklärte er und spritze Draco nass. „Hey lass das!", rief der Blonde doch seine Augen blitzten. Sie tranken beide und Harry steckte seinen ganzen Kopf unter Wasser um sich abzukühlen.

Draco machte das gleiche und es war ihm auf einmal egal, dass seine Frisur dadurch völlig zerstört wurde. Schlimmer als eh schon konnte er gar nicht aussehen. „Ich schlage vor wir folgen dem Wasserlauf ins Innere der Insel und sehen uns dort mal um, wenn wir nichts finden sollten bis es dunkel wird, dann gehen wir zurück an den Strand und bauen uns hier bei den Felsen ein kleines Nachtlager", erklärte Harry.

Der Slytherin musste zugeben, dass die Idee gut war und so folgten sie dem Flüsschen ins Inselinnere. Am Ufer konnten sie gut laufen und nach einer Stunde eröffnete sich vor ihnen eine Lichtung. Harry blieb erstaunt von dem Anblick der sich ihnen bot stehen und Draco lief direkt in ihn hinein. „Potter, was..." fing er an, doch dann verschlug es auch ihm die Sprache. Sie standen vor einem kleinen See, der von einem ca. 10 m hohen Wasserfall gespeist wurde. In Terrassenförmigen Kaskaden, bahnte sich das Wasser den weg in den See.

„Wow, das ist wunderschön", sagte Harry hingerissen und auch der Slytherin musste zugeben, dass er noch nie etwas ähnliches gesehen hatte. Sie liefen vorsichtig um den See herum, der von Felsen eingerahmt war. Harry setzte sich auf einen und ließ seinen Blick über den Wasserfall gleiten. Das kühle Wasser lud direkt zum baden ein und so fing er an sich auszuziehen. „Was machst du denn jetzt schon wieder, hier ist es doch nicht mehr so heiß wie am Strand", verlangte Draco zu erfahren.

„Ich gehe schwimmen", erklärte Harry grinsend und Draco musste bei dem Anblick dem sich ihm bot schlucken. Harry hatte sich bis auf die Unterhose ausgezogen und der Slytherin musste feststellen, das Harry wirklich heiß aussah. Er war zwar zierlich, doch er hatte Muskeln an genau den richtigen stellen, außerdem war sein Hintern wirklich nicht zu verachten. Draco erschrak als er bemerkte, dass sich bei diesem Anblick etwas in seine unteren Regionen rührte.

Scheiße, das ist Potter!, dachte er, doch er konnte einfach seine Blick nicht abwenden, was Harry natürlich auffiel. Er fing an zu grinsen und sprang dann ins Wasser. Erst jetzt wurde Draco aus seinen Gedanken gerissen und er versuchte, das Bild das sich ihm eben geboten hatte zu vergessen.

„Hey Draco, komm rein das Wasser ist einfach herrlich", rief Harry. Draco registrierte, dass der Gryffindor ihn gerade mit dem Vornahmen angesprochen hatte und grinste. Vielleicht war es ja doch nicht so schlimm, mit Harry auf dieser einsamen Insel festzusitzen. Er zog sich ebenfalls aus und nun war es der Gryffindor, der den Körper seines Erzfeindes genauer unter die Lupe nahm. Was er sah ließ ihn auch nicht gerade kalt. Der Blonde hatte einen Wahnsinnskörper. Seine Bauchmuskeln waren gut definiert und seine Haut schimmerte Elfenbeinfarben. Harry war sich sicher, noch nie etwas schöneres gesehen zu haben.

Draco stellte sich auch auf den Felsen und macht einen perfekten Kopfsprung ins Wasser. Er taucht eine Weile und kam dann genau vor dem Schwarzhaarigen wieder nach oben. „Die Idee war nicht schlecht Potter", grinste der Slytherin. „Oh, welche Ehre dies gerade aus deinem Mund zu hören, sonst lässt du kein gutes Haar an mir", erwiderte Harry und grinste ebenfalls. „Man kann seine Meinung ja auch mal ändern", meinte der Blonde.

Draco drehte sich um und schwamm eine Weile. Der Gryffindor machte es ihm nach. Als sie fast auf der anderen Seite angekommen waren, rief Draco plötzlich. „Hey Potter, siehst du das gleiche wie ich?", aufgeregt deutete er ans Ufer, wo man eindeutig einen Hügel mit einer Tür ausmachen konnte. „Ich sehe es, was ist das?", fragte Harry. „Mann woher soll ich denn das Wissen, du bist hier der Muggelexperte", antwortete Draco.

Sie waren inzwischen am Ufer angekommen und stiegen aus dem Wasser. Langsam näherten sie sich dem Hügel. Die Tür war eindeutig aus Stahl und mit einem Vorhängeschloss gesichert. Dieses war allerdings schon ziemlich verrostet. Auf der Tür standen komische Schriftzeichen. „Was steht denn da?", wollte der Blonde wissen. „Keine Ahnung, es sieht aus wie Chinesische Schriftzeichen", erwiderte Harry und sah sich das Schloss genauer an. Dan hob er einen Stein auf und schlug damit auf das Schloss. Es fiel mit einem klirren auf den Boden. Dann zog er vorsichtig die Tür auf.

Es knarrte ziemlich laut und er musste sich anstrengen sie aufzubekommen. „Malfoy, würdest du mir vielleicht mal helfen?", fragte er. „Ich überlege noch ob du da gerade das richtige machst", erwiderte der Blonde. „Was soll denn daran falsch sein, so wie das aussieht, war schon Jahrelang keiner mehr hier, außerdem bin ich neugierig, vielleicht finden wir ja was, was wir brauchen könnten", erklärte Harry. Draco überlegte eine Weile, dann packte er aber doch mit an.

Zu zweit schafften sie es, die Tür soweit aufzumachen, dass sie in Innere schauen konnten. Sie sahen allerdings nur einen dunklen Gang aus Beton. „Und was jetzt?", fragte Draco. „Wir gehen rein und sehen uns um", erwiderte der Gryffindor und machte ein paar Schritte bevor er sich umdrehte. „Angst Malfoy?", fragte er grinsend. „Nie im Leben, Potter", gab dieser zurück.

Er folgte ihm langsam. Es wurde immer dunkler und sie konnten gerade noch erkennen, das sich der Gang aufteilte. „Ohne Licht brauchen wir gar nicht weiter zu gehen", erklärte der Slytherin. Harry sah sich um, er konnte ein Stück den Gang rauf gerade noch einen Schrank erkennen. Er tastete sich an der Wand entlang dorthin und versuchte ihn zu öffnen. Er war nicht verschlossen und er öffnete ihn. „Was machst du da?", fragte Draco. „Ich habe einen Schrank gefunden, vielleicht ist ja etwas brauchbares drin", erklärte er und tastete herum.

„Na wer sagt es denn!", rief er kurze Zeit erfreut auf und leuchtete dann Draco mit einer Taschenlampe voll ins Gesicht. „Spinnst du Potter, jetzt sehe ich gar nichts mehr", fluchte dieser. „Sorry, wird gleich wieder", sagte Harry und leuchtete in den Schrank. „Komm her, da ist einiges drin was wir brauchen können", meinte er dann noch. Der Slytherin kam näher und lugte in den Schrank. Harry hatte inzwischen den Inhalt durchwühlt und hielt Draco eine Plane und zwei volle Petroleumlampen hin.

Er fand auch noch ein Beil, Streichhölzer und ein Jagdmesser. „Was willst du denn damit?", fragte Draco vorsichtig. „Na wir müssen uns doch für heute Nacht einen Unterschlupf bauen, da können wir das gebrauchen", erklärte er. „Oder willst du hier drin schlafen?", fügte er hinzu. Draco lief bei der Vorstellung ein kalter Schauer über den Rücken. „Nein, auf keinen Fall, wer weiß was noch alles hier drin ist", sagte er schnell.

Harry leuchtete den Gang rauf und runter. Es gingen mehrere Türen ab. Er ging auf die erste zu, diese war allerdings verschlossen. Auch die nächste war zu. Bei der letzten hatte er Glück. Vorsichtig machte er sie auf. In diesem Raum befanden sich vier Stockbetten, allerdings ohne irgendwelches Bettzeug oder Matratzen und acht Spindschränke. Draco, der ihm gefolgt war öffnete einen. Er war leer. Ebenso die nächsten. Im Vorletzten fanden sie dann aber mehrere Schlafsäcke. Er freut nahm Draco zwei raus und klemmte sie unter den Arm.

„Das Problem mit dem schlafen hätten wir geklärt, jetzt müssten wir nur noch was zu Essen finden", meinte er. „Auch wenn hier irgendwo was sein sollte, dann ist es bestimmt nicht mehr genießbar", erwiderte Harry. Sie gingen zusammen wieder raus und liefen nun in die andere Richtung. Auch hier waren fast alle Türen verschlossen. Bei der vorletzten hatten sie dann wieder Glück.

So wie es aussah, war dies einmal eine Küche gewesen. Sie durchsuchten sämtliche Schränke, leider ohne Erfolg. Plötzlich jubelte Harry laut. „Hey Draco, ich hab was zu Essen gefunden", rief er aus. Der Slytherin ging zu ihm hin und seine Augen blitzten erfreut auf. In einem großen Schrank standen mehrere Dosen, die anscheinend Essen enthielten, allerdings waren auch hier überall diese komischen Schriftzeichen drauf. Sie fanden auch mehrere Kartons, in denen sie eingeschweißtes Knäckebrot fanden. „Wenigstens verhungern werden wir vorerst nicht", meinte Harry. Sie packten einige Dosen und andere Sachen in die Schlafsäcke und gingen hinaus.

Draco öffnete die letzte Tür, Harry leuchtete hinein und blieb erstaunt an der Tür stehen. Der Raum war voll mit vielen Technischen Geräten und Monitoren. „Für was ist das alles?", fragte der Blonde. „Ich habe keine Ahnung, vielleicht war das mal einen Art Militärstation", sagte er. „Und was ist eine Militärstation?" „Weißt du, auch Muggel führen Kriege, dafür brauchen sie solche Sachen um z.B. den Gegner zu überwachen", versuchte er zu erklären.

Draco verstand das ganze nicht und ihm war inzwischen ziemlich kalt. Sie hatten ja nur ihre nassen Unterhosen an. „Wir sollten wieder raus gehen, mir ist kalt", sagte er deswegen auch zu Harry. „Du hast recht, wir können uns ja morgen hier noch mal umsehen", meinte er und sie machten sich auf den Rückweg.

Als sie wieder nach draußen kamen, stellten sie fest, das es schon fast dunkel war. „Draco schaute auf seine Uhr. Es war kurz nach sechs. Sie gingen schnell um den See zu ihren Sachen und zogen sich wieder an. Inzwischen war es Nacht geworden. „Warum wird es denn hier so schnell dunkel?", wollte Draco wissen. „Wir sind wahrscheinlich aus einer Insel in der Nähe des Äquators, da gibt es keine lange Dämmerung", mutmaßte Harry. Draco war erstaunt, was der Gryffindor so alles wusste.

„Und was machen wir jetzt?" „Wir sollten uns möglichst schnell einen Platz für die Nacht suchen und ein Feuer machen", meinte der Gryffindor. Er leuchtete mit der Taschenlampe die Gegend ab. Draco schaute mit und deutete auf eine kleine Höhle unter einem Felsen in der Nähe des Wasserfalles. Sie gingen hin und schauten sich die Sache mal näher an. Die Nische war gerade hoch genug, das man darin stehen konnte und war etwa 3 Meter tief. Sie legten ihre Sachen in eine Ecke.

Harry wies Draco an, Holz zu sammeln und gab ihm die Taschenlampe. Er selber zündete eine Petroleumlampe an suchte nach größeren Stämmen. Diese lehnte er an den Felsen und verschloss somit den Großteil. Zum Schluss warf er noch die Plane drüber und schon hatten sie eine einigermaßen geschützte Schlafstätte. Draco staunte nicht schlecht, als er wieder kam.

„Wo hast du denn das gelernt?", fragt er neugierig. „Ich habe als Kind und in den Ferien bei meinen Verwandten immer viel gelesen. Mein Cousin hatte viele Bücher, in die er aber nie reinschaute, also bekam sie ich. Außerdem habe ich den Sommer über viel fern gesehen", erklärte er. Draco hatte inzwischen das Holz zu einem Lagerfeuer aufgeschichtet und Harry zeigte ihm, wie man es mit einem Streichholz anzündete. Kurze Zeit später saßen sie vor einem wärmenden Feuer, denn die Nacht war ganz schön kalt geworden.

Sie öffneten ein Paket von dem Brot, es war zwar ziemlich hart, aber genießbar. Außerdem schälte Harry noch eine Mango und teilte sie mit Draco. Als sie gegessen hatten, fing Harry an zu gähnen, der Tag war anstrengend gewesen. „Ich glaub ich geh schlafen", erklärte er. „Wir müssen aber erst noch Blätter oder so was sammeln, oder willst du dich auf den Felsen legen", meinte der Blonde grinsend.

Daran hatte Harry nicht gedacht, musste aber schmunzeln. Ein Malfoy war eben etwas komfortableres gewohnt. Sie standen beide auf und suchten unter den Bäumen nach trockenen Blättern. Eine halbe Stunde später hatten sie eine weiche Unterlage, auf die Draco noch seinen Umhang legte. „So, jetzt ist es einigermaßen gemütlich", erklärte dieser.

Sie rollten die Schlafsäcke aus und krochen hinein. Das Feuer war inzwischen ziemlich herunter gebrannt und es wurde kalt. Harry versuchte sich so klein wie möglich zusammen zu rollen, doch er fror trotzdem. Dem Slytherin schien es ähnlich zu gehen, denn er drehte sich dauernd von einer Seite auf die andere. Harry nahm seine ganzen Mut zusammen.

„Draco, mir ist kalt, könnten wir vielleicht...ich meine...wenn wir zu zweit...?", fing er an. Der Slytherin drehte sich zu ihm um. Zum Glück war es dunkel den Harry war ziemlich rot geworden. „Was genau willst du, Potter", hörte er den Blonden fragen. „Ich wollte dich fragen ob wir nicht zusammen in einem Schlafsack schlafen könnten, dann wäre es wesentlich wärmer", sagte er schnell.

Draco sagte erst mal nichts und Harry wollte sich gerade wieder herumdrehen, als der hörte wie ein Reißverschluss aufgezogen wurde. „Rutsch rüber", vernahm er Dracos Stimme. Harry schälte sich aus seinem Schlafsack und kroch zu dem Slytherin. Er legte sich neben ihn und machte den Schlafsack wieder zu. Da dieser eigentlich nur für eine Person gedacht war, war es natürlich recht eng und sie mussten unweigerlich nah zusammen rutschen.

Harry legte noch seinen Schlafsack über sie und kuschelte sich dann an Dracos Rücken. „Aber weh du fummelst", knurrte der Blonde, was Harry zum grinsen brachte. „Ich versuche mein Bestes", gab er zurück. Es dauerte nicht lange und sie waren eingeschlafen.

Tbc

Na was sagt ihr, „Lost" läst grüßen lach . Doch ich kann die beiden süßen ja nicht erfrieren und verhungern lassen.

Wenn´s euch gefallen hat, freue ich mich über Reviews.

Bis nächste Woche, Pat