Ich sage hier nicht viel, nur dass ich totkrank war, mein Computer fast gestorben wäre, ich wieder nur zwei Reviews fürs letzte Cap bekommen habe und meine beste Freundin wieder mit ihrem Ex zusammen ist.

Danke.

Mittwoch

Tag der Zuneigung

Am nächsten Morgen war Themis mit Ruth die letzte, die aufstand. Draußen auf den Ländereien lag endlich Schnee, doch das hatten die beiden Ravenclaws noch nicht bemerkt.

In ihre Zaubertränkebücher vertieft schritten sie schweigend zum Frühstück hinunter.

„Wargroffkraut ist ein Mondschattengewächs, oder?", fragte Ruth, ohne aufzusehen, und setzte sich etwas abseits ihrer Klassenkameraden zwischen Dritt- und Siebtklässler.

Themis nickte, was ihre Leidensgenossin aber nicht sehen konnte.

„Und es wächst nur unter einsamen Fichten."

Ruth lies ihr Buch scheppernd auf ihr Besteck fallen und sah Themis gequält an.

„Was sind denn jetzt auf einmal einsame Fichten? Müssen wir das etwa auch wissen? Gehört das nicht zu Kräuterkunde? Oh mein Kopf, ich glaub ich sterbe!"

Themis legte wie unter Trance ihre Hand auf Ruths Schulter, ihre Augen weiterhin auf einen Artikel über den Einfluss von Sumpfwasser auf Schilfgras.

„Mach dir nichts draus, es ist ja nur ein Test."

„Da wäre ich mir nicht so sicher. Professor Snape hat heute ausgesprochen schlechte Laune", erkündete eine Stimme hinter ihr. Themis wandte sich von ihrem Buch ab und drehte sich um.

Vor ihr stand ein hochgewachsener Junge mit kurzem, lockigen roten Haaren und haselnussbrauenen Augen. Er lächelte sie freundlich an. Auf seiner Brust glänzte das Schulsprecherabzeichen.

„Warum denn?", fragte Ruth neugierig, die sich jetzt auch umgedreht hatte und den Jungen fasziniert anstarrte, als wäre er erleuchtet.

„Nun", fing der Junge an und senkte verschwörerisch seine Stimme, „Zufälligerweise habe ich heute morgen mitbekommen, wie sich Professor Lupin und Professor Snape stritten. Wobei unser verehrter Zaubertränkelehrer wohl eher den Hauptpart einnahm. Anscheinend hatte sich über Nacht ein Irrwicht in seinem Nachtschränkchen eingenistet und ihn nicht grade freundlich begrüßt…"

„…Snape ist wie irre rumgehüpft und hat sich büschelweise Haare rausgerissen. Man, wenn's das noch nicht gegeben hätte wäre das ne supercoole Aktion für uns gewesen, nicht wahr Lizard?"

Das war Potter gewesen, der sich angeschlichen und dem Schulsprecher kameradschaftlich einen Arm um die Schultern gelegt hatte.

Themis verkrampfte sich und griff schon hinter sich, um ihr Buch zu fassen zu kriegen, fluchtartig aufzuspringen und weg zu laufen. Mehr als deutlich sah sie vor Augen, was die letzten Male passiert war, als sie Phil gesehen hatte, und noch einmal, bei so vielen Zeugen, wäre fatal.

„Aber Hawk, wollten wir uns nicht ändern? Hm?", fragte der Schulsprecher amüsiert und dirigierte Potter munter schwatzend zum Gryffindortisch.

Themis entspannte sich langsam und sah sich um.

Die Kerzen hingen noch an der Decke, keine Möbel schwebten in der Luft und auch der Boden hatte sich nicht aufgetan.

Sie seufzte. Eigentlich hätte die Ravenclaw erleichtert sein müssen, doch wieder taten sich neue Fragen auf.

Hatten diese „Aussetzer" im Endeffekt doch nichts mir Phil zu tun…?

Kopfschüttelnd, um die verwirrenden Gedanken zu vertreiben, wandte sie sich wieder dem Frühstückstisch zu, als ihr Ruth auffiel, die mit leicht verklärtem Blick Löcher in die Luft starrte.

„Was ist denn mit dir los?", fragte sie vorsichtig.

„Billius ist mit mir los", antwortete Ruth verträumt.

„Was!"

„Billius Granger! Unser Schulsprecher! Sag mal, lebst du auf dem Mond oder bist du blind? Der ist doch ein Gott!"

„Er ist dein Gegner!", erwiderte Themis, der dieses Gesülze auf die Nerven ging, und holte Ruth so aus ihrem Dämmerzustand heraus.

„Wie meinst du das?"

„Wenn Granger wirklich Griffindors neuer Hüter oder sogar Kapitän wird, können du und deine Jäger einpacken! Nichts gegen euch, aber er hat schon in der zweiten Klasse die Bälle von Sechstklässlern gehalten!"

Ruth schwieg auf diese Aussage hin nur noch und stocherte den Rest des Frühstücks lustlos in ihrem Rührei rum. Themis nutzte die Zeit um ihren Artikel fertig zu lesen.

o-o-o-O-o-o-o

Alleine machte sich Themis auf den Weg zu den Kerkern. Ruth wollte nach Elda sehen, der wohl in Aussicht auf den Test schlecht geworden war. Die Ravenclaw ging recht langsam, da sie noch 12 Minuten Zeit hatte und darüber hinaus noch versuchte, sich ein Rezept einzuprägen. Erst als sie schnelle Schritte hörte und jemand sie rief, drehte sie sich schlagartig um.

Acyn war ihr nachgelaufen, hatte aber nicht damit rechnet, dass sie sich so schnell umdrehte und rannte Themis schlichtweg um.

„'tschuldigung", nuschelte Acyn atemlos und versuchte, sich aufzurichten.

„Au! Nein, warte, beweg dich nicht- meine Haare haben sich- AU!- ich hab gesagt beweg dich nicht!"

Themis knurrte genervt und versuchte eine Träne zu unterdrücken.

„Meine-Haare-haben-sich-in-dem-Rausverschluss-deines-Pullover-verfangen", erklärte sie durch zusammengepresste Zähne.

„Oh", war Acyn peinlich berührter Kommentar. Ziemlich still beobachtete er, wie Themis, neben ihm kniend, versuchte ihre Haare von seinem Pullover zu trennen. Irgendwann schien sie einzusehen, dass das nicht so einfach war, und griff hinter sich in ihre Tasche. Kurz darauf hielt Themis ihren Zauberstab in der Hand und deutete auf den Knoten- oder versuchte es.

„Warte", sagte Acyn vorsichtig, um die Ravenclaw nicht weiter zu reizen, „Lass mich das machen. Du könntest mir- oder dir- ein Ohr wegfluchen."

Themis nickte nur kurz und fluchte dann, da sich diese Bewegung als äußerst schmerzhaft erwies.

Langsam griff Acyn in seinem Umhang. Themis schniefte herzzerreißend. Acyn grinste verstohlen. Themis sah aus wie ein angeketteter wilder Löwe. Ihre Haare waren schrecklich zerzaust und sie sah todunglücklich aus.

„Was ist? Warum grinst du so? Machst du dich über mich lustig?", fragte Themis empört und verschränkte die Arme.

Acyn lachte auf.

„Nein, aber deine Haare- aber auch egal. Kom ein Stück näher, damit die Haare während dem Zauber nicht unter Spannung stehen."

Themis zog eine Schnute, beugte aber folgsam den Oberkörper weiter nach unten.

„Mach hinne, von der Haltung kriege ich Rückenschmerzen", brummte sie genervt.

„Ach- ich find' das eigentlich ganz bequem", sagte Acyn gut gelaunt, während er vorsichtlich die losen Strähnen beiseite schob, um den Knoten zu erreichen.

Themis antwortete nicht sondern starrte an die Wand.

Vorsichtig tippte Acyn den Reißverschluss an, der sich auch bewegte, doch dann stieß Themis einen unterdrückten Schrei aus.

„AU! Verdammter Grobian! Ein paar meiner Haare würde ich gerne behalten! Man, das glaub ich doch nicht! Lass mich das machen!"

Damit beugte sich Themis noch weiter hinunter, um mehr Spielraum zu haben, hielt sich mit einer Hand die losen Haare aus der Sicht, und die andere Richtete sie auf den Reißverschluss auf Acyns Brust.

„Oho- Moment mal! Was hast du vor, wenn ich das erfahren dürfte?"

„Ich löse mich von dir, Acyn, sieht man das nicht?", grummelte Themis, während sie versuchte, ihren Zauberstab ruhig zu halten. Acyn schluckte trocken.

„Der Pullover ist noch ganz neu-"

„Halt doch still! So, jetzt, nicht mehr wackeln, sonst rutsch ich noch aus…"

Themis schob die Tatsache beiseite, dass sie hier, in den Kerkern, halb über Acyn hing, mit dem sie eigentlich nicht mal sprechen sollte, sondern konzentrierte sich auf den Spruch- Wenn es etwas gab, mit dem sie nicht spaßte, dann waren dass ihre Haare.

Movete!"

Ihre verfangenen Haare zuckten, entwickelten ein Eigenleben und fingen an, sich die Schlangen zu bewegen. Rasend schnell entknoteten sie sich, und erschlafften dann schließlich.

„Puh, das war´s", murmelte Themis und stand auf, doch ihre Beine gaben nach.

„Was-?"

Wieder kniete sie.

„Na toll, meine Beine sind total im Eimer. Was soll das denn nun schon wieder! Scheiß-"

„Kein Wunder", unterbrach sie Acyn in ihrem Wortschwall, „Wir haben da gute zehn Minuten rumgehockt."

„WAS!"

Themis sprang auf, taumelte leicht, doch ignorierte das lähmende Gefühl in ihren Beinen.

Wenn sie zu spät kommen würde, würde Snape sie ihm Test durchfallen lassen.

„Wo willst du denn auf einmal hin?", rief Acyn ihr hinterher.

„Zum Unterricht, du Grobian! Wir schreiben einen Test, falls dir das entgangen sein sollte!"

Acyn starrte sie völlig entgeistert an, schlug sich dann mit der flachen Hand gegen die Stirn und rannte hinter ihr her.

o-o-o-O-o-o-o

Fluchend und wüste Verwünschungen vor sich hinmurmelnd erreichte Themis den Korridor durch den sie zum Klassenzimmer für Zaubertränke kommen würde. Hinter sich hörte sie wie Acyn aufholte, doch sie zwang sich nach vorne zu blicken.

Themis hatte die düstere, eisenbeschlagene Tür schon fast erreicht, als sich ein Schatten von der Wand löste und ihr den Weg versperrte- Darcy.

Themis bremste etwas ungeschickt ihren Sprint ab. Auch Acyn wurde langsamer und sag Darcy verwirrt an.

"Hallo Acyn!", rief Darcy fröhlich. Themis Gesichtszüge gefroren innerhalb des Bruchteils einer Sekunde, doch ihr Körper erhitzte sich. Dunkle Vorahnungen stapelten sich in ihrem Kopf während sie Darcy anstarrte und für einen Moment hatte sie das Gefühl, dass die Umgebung um ihre Erpresserin verschwamm.

"Hallo Darcy", grüßte Acyn verwirrt, der von der angespannten Themis zu der etwas zu- zutraulich lächelnden Darcy blickte und zurück, "Sollten wir nicht reingehen?"

Darcy machte einen Schritt auf Acyn zu und legte ihm eine Hand auf die Schulter.

"Geh nur schon vor", sagte sie und lächelte ihn an, "Ich muss noch kurz was mit Themis besprechen, und dann kommen wir nach, ja?"

Themis würde speiübel, doch sie bewegte sich nicht und zwang sich, durch Darcy hindurch zu sehen.

Acyn nickte langsam, warf noch einen unsicheren Blick auf Themis, doch da diese ihn nicht beachtete, beeilte er sich in den Klassenraum zu gelangen.

Nachdem sich die Tür geschlossen hatte herrschte Schweigen. Darcy schien vollkommen locker zu sein. Sie lehnte sich gegen eine Wand und strich mit einer Hand über die marmorne Fensterbank.

"So, meine liebe Themis, es sieht so aus, als würde ich dein kleines Geheimnis nicht mehr für mich behalten können."

Darcy sprach nicht weiter sondern beobachtete sie.

Irgendwie setzten sämtliche lebenswichtige Funktionen bei Themis aus- das Atmen, der Blutfluss, die Beweglichkeit ihres Körpers- selbst wenn ihr jemand in diesem Moment ein Messer in den Rücken gejagt hätte, wäre sie währscheinlich wie angewurzelt stehengeblieben und hätte auf grund des Energierückschlags ihrem Anmgreifer den Arm gebrochen. Doch dann sprach sie ruhig und ausdruckslos mit einer Stimme, die in ihren Ohren so ganz und garnicht ihrer eigenen entsprach.

"Ist dir das Geheimhalten zu anstrengend geworden oder bist du seit neustem undicht?"

Darcy lachte auf. Ihre Stimme war nicht länger freundlich, sondern kalt und überheblich.

"Aber, aber Themis! Du hast dich nicht an unsere Abmachung gehalten! Oder habe ich etwa die Umrenn-und-Anmach-Ausnahme-Klausel übersehen!"

Themis schwieg. Ihr Körper entspannte und ihr Blick schärfte sich, als würde sie plötzlich genau wissen was sie tun musste. Darcy jedoch nahm ihr Schweigen als ein Zeichen der Unterwerfung.

"Wie ich sehe siehst du deinen Fehler ein. Vielleicht hast du Acyn noch nicht klar genug gemacht, dass du nichts mehr mit ihm zu tun haben willst. Aber ich könnte dir dabei behilflich sein."

Darcy löste sich von der Wand und ihre Hand verschwand in ihrem Umhang. Kurz darauf stellte sie ein kleines Fläschchen mit einer milchigen Flüssigkeit auf die Fensterbank.

Dann stellte sie sich so dicht vor Themis, dass Themis jede ihrer falschen Wimpern zählen konnte, wobei Darcy noch ein ganzes Stück größer war als sie.

"Ich gebe dir eine Woche", sagte sie leise und kalt, "Dann hast du Acyn dieses Zeug untergejubelt, ansonsten werde ich persönlich dafür sorgen, dass niemand auf dieser Schule mehr mit dir redet, und zwar für den Rest deines Lebens!"

Und mit wehendem Umhang verschwandt sie im Klassenzimmer.

Themis stand völlig ruhig in der Mitte des Korridors, zur linken das Klassenzimmer, rechts den Sims mit dem Fläschchen.

Ihre rechte Hand griff in ihre Tasche und kurz darauf hielt sie ihren Zauberstab vor sich.

Darcy war bestimmt nicht die Art von Person, von der sie sich etwas vorschreiben lassen würde.

Die Flasche hob sich vom Boden ab und schwebte in die Mitte des Korridors, in Themis Blickfeld.

Niemand hatte das Recht ihr vorzuschreiben, was sie zu tun oder zu lassen hatte.

Die milchiche Flüssigkeit fing an zu kochen. Das Gebräu färbte sich tiefrot.

Jetzt würde sie ihre eigenen Regeln aufstellen.

Ein leises Bersten von Glas war zu hören. Das Fläschchen schien sich seltsam zu verzerren. Dann herrschte Stille.

Mit einer einziegen energischen Drehung dirrigierte sie das Fläschchen gegen die steinerne Mauer des Korridors.

Ein ohrenbetäubender Knall ließ das Schloss in seinen Grundfesten erzittern. Die Explosion wuchtete Themis rückwärts gegen die Wand. Ihr Hinterkopf schlug hart auf, und ein betäubender Schmerz schlich sich durch ihren Körper. Einen Moment lang verzog sie vor Schmerz ihr Gesicht. Sie versuchte ihre Augen zu öffnen, doch anscheinend war die Haut in ihrem Gesicht zu großen Teilen verbrannt. Das Pochen in ihrem Kopf wurde immer heftiger, gleich würde sie ohnmächtig werden.

Ein Spritzer kaltes Wasser brachte sie dazu, noch einmal ihre Augen aufzureißen. Nur für einen Moment sah sie klar: Das klaffende Loch in der Kerkerwand, die aufgerissenen Rohre aus denen unaufhaltsam Wasser strömte, die erschrockenen Gesichter ihrer Klassenkameraden hinter dem Vorhang von Wasser, das fledermausartige Gesicht ihres Zaubertränkelehrers, der aus der Tür gestürmt kam und anscheinend auf sie einschrie.

Doch Themis hörte nichts. Ihre Umgebung verschwamm und kurz darauf sackte sie zur Seite in das schon fast 20 cm hoch stehende Wasser.

o-o-o-O-o-o-o

Das Erste was Themis wahrnahm waren Schatten.

Ein Verband drückte auf ihre Stirn und erschwerte Themis das Öffnen ihrer Augen. Sie lag angezogen auf einer Pritsche auf der Krankenstation. Ein Vorhang trennte ihren Bereich ab. Noch leicht verzerrt hörte sie aufgebrachte Stimmen hinter dem Stoff diskutieren und sah schemenhafte Gestalten herumlaufen.

Themis sah sie um und entdeckte links von ihr ihre Tasche und ihren Zauberstab auf einem Beistelltisch und ihrem Umhang über einem Stuhl hängend.

Schwer atment verbarg sie ihr Gesicht in ihren Händen.

Es war schon wieder passiert!

Mit einem Ruck setzte Themis sich aufrecht hin und strich sich vorsichtig übers Gesicht. Die Verbrennungen waren schon vollständig verheilt. Sie hielt ihre Hände etwas weiter von ihren Gesicht entfernt und entdeckte einen lockeren Verband um ihre rechte Hand. Doch nur ihre Handfläche und das Handgelenk waren verbunden, ihre Finger wiesen keine Zeichen einer Explosion auf. Themis dankte innerlich den hervorrragenden Fähigkeiten der Krankenschwester.

Ein Weile starrte sie ihre verbundene Hand an. Die Hand, mit der sie vor nicht allzu langer Zeit ein Loch in die Kerkerwand gesprengt hatte.

Ob jemand verletzt war?

Schnell schwang sie die Beine über die Bettkante und eilte zum Vorhang. Ihre Hand griff schon danach, als sie ihren Namen hörte und innehielt.

"... ich sagte ja schon, Themis ist sehr temperamentvoll, aber sie würde nie vorsätzlich-"

"Remus, darf ich dich daran erinnern, dass sich deine Menschenkenntnis schon häufiger als nicht so ausgereift erwiesen hat wie man dir eigentlich unterstellen könnte?"

"Willst du etwa sagen, dass Themis einen Anschlag auf dich verüben wollte?"

"Deiner Meinung nach bin ich also paranoid, Minerva, wenn ein Loch in eine der Wände meines Klassenzimmer gesprengt wird!"

"Severus! Reiß dich zusammen, du-"

"Aber, aber Minerva! Wir sind doch alle Erwachsene und können uns doch zivilisiert über diesen Vorfall unterhalten, nicht wahr, Severus?"

Aus Themis Gesicht wich sämtliche Farbe. Selbst der Schulleiter war hier. Würde sie jetzt der Schule verwiesen werden?

Doch Snape meldete sich wieder zu Wort und schob ihre Befürchtungen weg...

"Es ist schließlich nicht das erste mal, dass dieses Mädchen Amok läuft!"

... auf ein neues Level der Grausamkeit.

"Ich bitte dich, Severus, dafür haben wir keinerlei Beweise! Ich meine, wir sind in Hogwarts! Wenn nicht alle fünf Minuten etwas Schwermagisches passiert müssten wir uns ernsthaft Sorgen machen!"

Doch Professoer Lupin stimme klang nich ruhig und bedacht wie immer, sondern angespannt. Das war wohl das Beunruhigenste, das Themis in den letzten Tagen erlebt hatte. Auf Snape allerdings schienen diese Worte keinerlei Wirkung zu haben, denn er schnaubte nur verächtlich.

"Sie wird noch ganz Hogwarts zu Fall bringen..."

McGonagall meldete sich wieder zu Wort, doch sie schien sich nicht an Snape zu wenden, denn ihre Stimme zitterte vor gewaltsam aufgebrachter Beherrrschung.

"Ich bitte dich Albus, sie ist noch ein Kind-"

"Sie ist ein Satansbraten, wenn Sie erlauben Herr Direktor, und man sollte sie rausschmeißen!"

"SEVERUS!"

Diese dreistimmig geschmetterte Antwort erschütterte nicht nur Themis, die unweigerlich zusammen zuckte, sondern auf Snape, denn energische Schritten und ein lautes Knallen zeigten seinen Abgang an.

Themis taumelte einige Schritte rückwärts, bis sie das Bettgestell streifte und ihre Hand sich im Laken verkrampfte.

Das war´s! Jetzt würde sie von der Schule geschmissen werden! Sicher, Beweise, dass sie bei den anderen seltsamen Vorfällen dabei war, aber Zeugen!

Als Potter fast von der Treppe gestürtz war, war das gesamte Treppenhaus voller Gemälde gewesen! Zwar hat wahrscheinlich niemand gesehen, dass sie etwas getan hatte, aber sie hatte auch nicht geholfen.

Und als der Kronleuchter runterfiel hatte Darcy sie kurz darauf entdeckt!

Und jetzt, vor einer ganzen Klasse und einem Lehrer der sie zudem hasste, hatte Themis, in einem bis auf sie selbst völlig leeren Korridor, eine Wand gesprengt!

"Psst, Themis, hier!"

Ein Zischen lies sie herumfahren. Rechts von ihrem Bett war der Vorhang leicht zur Seite gezogen, und ein blonder Schopf schob sich durch den Spalt.

"Was machst du denn hier?", fragte Themis eben so leise und eilte zu Acyn, der sie frech angrinste.

"Kann ich zu dir rüberkommen?", fragte er und lies sich dann auch nicht lange bitten, "Mad und Elda haben angefangen über Quidditsch zu reden."

"Die sind auch hier!", fragte Themis entsetzt, während Acyn hinter dem Vorhang hervortrat.

Acyn blieb stehen, betrachtete Themis kurz und packte sie dann an den Schultern. Sie hatte noch nicht mal mit ihrem Protest angefangen, als sie schon von Acyn auf dem Bett plaziert worden war. Er selbst setzte sich auf den Stuhl.

"Alle aus unserer Zaubertrankklasse sind hier", sagte er ruhig.

Themis hauschte nur noch ein "Alle!", dann ließ sie sich hintenüber in in ihre Kissen fallen.

"Oh Gott, dass kann doch alles nicht wahr sein!"

"Jetzt beruhig dich erstmal", sagte Acyn ruhig und anscheinend leicht amüsiert, "Madam Pomfrey hat darauf bestanden, dass alle herkommen, ob verletzt oder nicht, und einen Trank gegen Erkältung und Lungenentzündung und sowas bekommen. Sie ist fast ohnmächtig geworden, als man ihr gesagt hat, dass die Wasserleitung im Keller gesprengt wurde. Ich will garnicht wissen, was da alles drin sein muss, damit unsere Krankenschwester so aus dem Häuschen gerät!"

Themis fuhr hoch und starrte Acyn an.

"Es gibt Verletzte? Wieviele? Wer?"

Acyn hustete um sich bei Themis entsetztem Gesichtsausdruck ein Lachen zu verkneifen.

"Nur eine Handvoll Huffelpuffs, die direkt an der Wand gesessen hatten, aber sie hatten nur leichte Verbrennungen und Schürfwunden. Mad hat sich das Handgelenk verstaucht; Er hatte mit seinem Stuhl gekippelt und ist wegen der Druckwelle durch das halbe Klassenzimmer geflogen", Themis holte tief Luft, doch Acyn grinste, "Hat ihn nicht sonderlich gestört, er fand das eigentlich recht unterhaltsam!"

"Verdammt", hauchte Themis und drehte ihren Kopf, um Acyn nicht ansehen zu müssen.

Das Grinsen verschwandt aus Acyn Gesicht und er stand auf.

"Hey, ist doch nicht so schlimm!" Er beugte sich über das Bett und streckte seine Hand aus, um Themis umzudrehen, doch eine herrische Stimme unterbrach sein Vorhaben.

"Mr Malfoy, ich bitte Sie, Miss Brocklehurst jetzt uns zu überlassen", sagte Pr McGonagall, die den Vorhang weit geöffnet hatte und somit den Blick auf Lupin, Madam Pomfrey und Professor Dumbeldore freigab, die sich leise unterhielten.

Acyn trat einen Schritt vom Bett zurück, machte aber keine Anstalten zu verschwinden.

"Professor Flitwick ist im Moment leider auf einem Kongress, aber als stellvertretende Schulleiterin müsste Ihnen meine ausdrückliche Anweisung reichen um mir Folge zu leisten", fuhr McGonagall gereizt fort, dann räusperte sie sich und fuhr etwas ruhiger fort, "Sie können von mir aus vor der Tür warten."

"Das muss er nicht", meldete sich Themis zu Wort, die aufgestanden war und nach ihrem Mantel griff. Acyn sah sie sprachlos an, doch sie drehte ihm den Rücken zu, während sie sich dem Umhang anzog. Professor McGonagall wurde wieder ungeduldiger und winkte Acyn zu gehen. Nach kurzem Zögern und einem Blick auf Themis verschwand er schnellen Schrittes.

"Sie wollen mich sprechen, nehme ich an", sagte Themis als sie sich umdrehte, ihre Tasche ergreifend, und versuchte möglichst ruhig zu klingen.

"Richtig, richtig. Ich denke Sie sind uns eine Erklärung schuldig! Wenn Sie mir bitte folgen würden", antwortete die stellvertretende Schullleiterin und drehte sich zu ihren Kollegen um.

"Albus, Remus, wir können dann. Soll ich Miss Brockelhurst nachher nochmal vorbei schicken, Poppy?"

Themis schritt hinter der Lehrerin aus dem abgetrennten Bereich, blieb aber einige Schritte zurück. Die Krankenschwester kam jetzt auf sie zu und musterte sie kritisch.

"Sie schaffen es doch sicher, heute abend den Verband selbst abzunehmen, oder?"

Themis nickte stumm.

"Nein, ich glaube Minerva, wenn sie keine Beschwerden mehr hat habe ich meinen Teil erfüllt."

Die Krankenschwester verschwand energischen Schrittes in einem weiteren abgetrennten Bereich.

Themis lenkte ihr Augenmerk auf den Schuldirektor, der sie nun ansah.

"Ich denke, wir gehen in dein Klassenzimmer, Remus, das liegt am nächsten", sagte er dann ruhig, ohne seinen bohrenden Blick von Themis zu nehmen, der zunehmend unwohler wurde.

Hinter den drei Lehrern her zu laufen, mit dieser Ungewissheit, was man jetzt mit ihr machen würde, war eins der grauenhaftesten Erlegnis die Themis jemals hatte. Als sie das Büro erreicht hatten trat Themis als letztes ein. Zu ihrer Überraschung stand Snape am Fenster und stierte nach draußen. Er nahm aber keinerlei Notiz von den Neuankömmlingen.

"Setz dich doch, Themis", sagte Professor Lupin freundlich und deutete auf einen Stuhl in der ersten Reihe. Den dazugehörigen Stuhl hatte er mit einem Schlenker seines Zauberstabs an die Wand befördert.

Themis nickte nur zum Dank, die Kehle war ihr wie zugeschnürt.

Eine Zeit lang herrschte Schweigen. Professor McGonagall hatte sich auf einen Stuhl gesetzt, den sie aus der ersten Reihe neben das Lehrerpult befördert hatte. Dumbeldore besah sich einen Gloibus, auf dem dreimal so viele Länder eingezeichnet waren wie Themis kannte. Lupin lehnte gegen den Tisch, den er zuvor bewegt hatte.

Die Stille machte Themis fertig. Keiner der Lehrer schien ihretwegen hier zu sein. Keiner starrte sie an. Keiner ging aufgebracht auf und ab. Es war zum verrückt werden.

Genau eine Minute hielt Themis diese Stille aus, wie sie an dem Wecker sehen konnte, der neben dem seltsamen Globus stand.

"Kann mir einer von Ihnen sagen, wie ich diese Wand gesprengt habe?"

Ihre Stimme schien in dem doch eigentlich recht kleinem Raum zu hallen. Sie klang laut und unpassend, und sofort hatte Themis das Bedürfnis, mit dem Kopf vorran gegen eine Wand zu rennen, denn ausnahmslos aller Augen waren nun auf sie gerichtet. Selbst Snape schenkte ihr einen äußerst missbilligenden Blick.

"Nun, Miss Brockelhurst, dass wüssten wir auch gerne", meldete sich McGonagall zu Wort, "Wir- zumindest Professor Lupin- können lediglich eine Theorie aufstellen."

Themis versuchte krampfhaft, nicht zu verzweifeln. Stattdessen lenkte sie ihr Augenmerk aus Remus, der jetzt zum Lehrerpult trat und seine Hände auf den Tisch abstützte.

"Es ist im Grunde recht einfach", fing er an, ruhig und klar verständlich, "Gesprochene Zauber hinterlassen so eine Art Schatten, den man aufspüren kann, eine Art Rückstand. Darüber hinaus kann man bei gesprochenen Zaubern auch den Zauberstab kontrollieren und dadurch herausfinden, welcher Zauber zuletzt verwendet wurde."

"Aber ich habe nichts gasagt", schlussfolgerte Themis, die sich, wie schon einige Male zuvor, nicht genau daran erinnern konnte, was vor der Explosion passiert war.

Remus nickte und streckte sein Hand aus.

"Richtig. Könntest du mir jetzt deinen Zauberstab geben? Laut Gesetz darf ich bei leichten Vergehen nur mit deiner Einstimmung deinen Zauberstab kontrollieren, es sei denn ich habe eine Verfügung vom Ministerium. Aber ich glaube, davon können wir in diesem Fall absehen, nicht wahr?"

Themis überreichte ihrem Lehrer stocksteif ihren Zauberstab. Irgendwie nahm sie das Ganze nicht so locker wie Professor Lupin, der das Holz kurz abtastete und es dann mit seinem eigenem Zauberstab anvisierte.

"Prior Incantado!", rief er entschlossen; Themis wartete mit abgehaltenem Atem.

Nichts, absolut gar nichts passierte.

Professor McGonagall murmelte etwas vor sich hin. Dumbeldore trat näher, warf einen Blick auf den Zauberstab und trat dann wieder zurück, wo er wieder eine Landkarte einer Insel an der Wand betrachtete.

Snape jedoch eilte mit riesigen Schiritten zum Pult, während er seinen eigenen Zauberstab zog und sich sofort aus Themis stürtzte.

"Prior Incantado!", zischte er durch zusammen gepresste Lippen, doch wieder passierte nichts.

"Severus, vielleicht-", versuchte es Remus, doch Snapes deutete ihm mit einer ungehaltenen Geste zu schweigen.

Noch zwei weitere Mal probierte es der Zaubertrankmeister, bis Themis Zauberstab anfing zu qualmen.

"Severus, lassen Sie, es reicht!", fuhr McGonagall ihn dann an, woraufhin er sich wieder zu seinem Fenster zurückzog.

"Es ist unmöglich! Das hat sie auf keinen Fall getan!", rief er von seiner Position aus und fuhr fort, aus dem Fenster zu starren.

"Es sieht aber ganz so aus, Severus", sagte Lupin, und schien irgendie, auf eine sadistische Art und Weise, amüsiert.

"Moment mal", meldete sich Themis jetzt zu Wort, die es inzwischen aufgegeben hatte, nicht verzweifelt zu sein. Ihre Stimme war eigentlich fast zu scharf für eine Unterhaltung mit Lehrern, doch das merkte sie kaum.

"Ich würde jetzt gerne wissen, was unmöglich ist und was ich auf gar keinen Fall getan habe!"

Remus lachte auf und steckte seinen Zauberstab ein. Dann ging er in den hinteren Teil des Raumes zu Snape, wo die beiden anfingen, sich leise und aufgebracht zu unterhalten, anscheinend in einer anderen Speache, den Themis verstand kein Wort.

Dumbeldore schien sich endlich von seiner Karte gelöst haben zu können, denn er nahm Remus Platz ein und beugte sich leicht lächelnd zu Themis herunter.

"Höhere Magie", flüsterte er amüsiert.

"Was? Wie? ICH? Nie! Ich meine, ich bin bestimmt nicht unbegabt, aber höhere Magie, ich bitte Sie!" Themis sah sich Hilfe suchend um. Höhere Magie! Das war so ab den 16 ZAG!

Von hinten meldete sich Snape zu Wort.

"Ich sags euch doch! Die hat nie im Leben höhere Magie angewendet! Das hat keiner mehr auf dieser Schule, seit P-"

"Ich weiß, Severus, ich weiß", unterbrach ihn Dumbeldore, dann wandte sich der Schuldirektor wieder zu Themis, die völlig fertig inzwischen halb auf dem Tisch lag.

"Themis, dass ist im Grunde nicht Ungewöhnliches."

Themis erschrack beim Klag der ruhigen Stimme des Professors und richtete sich wieder auf.

"Ach?"

"Ja!", fuhr Dumbeldore fröhlich fort, "Ich kannte mal einen Jungen, der hat seine unfreundliche Tante aufquellen lassen, da wäre jeder Hefeteig neidisch geworden!"

"Toller Vergleich", murmelte Professor McGonagall völlig demotiviert.

"Auf jeden Fall ist es zwar selten, aber nicht ungewöhnlich, wenn heranwachsene Zauberer manchmal Sachen- oder in diesem speziellen Fall Wände- zerstören", setzte jetzt Remus ein, der wieder zum Pult gekommen war, einen entnervten Snape im Schlepptau.

"Ich bin sicher", sagte Dumbeldore zuversichtlich, "Dass Professor Snape Ihnen gerne einen Trank brauen wird, um diese in Ihrem Alter noch recht unangebrachten Kräfte zu unterdrücken."

Ein kurzer Blick auf Snapes hasserfülltes Gesicht unterstützte Themis in ihrer Meinung, dass sie da gar nicht so von überzeugt war.

"Es wird einige Tage dauern", knurrte Snape dann kurz angebunden.

Themis fühlte sich, als hätte jemand einen Sack Kieselsteine in ihren Gedärmen verstaut.

"Gut. Danke", krächzte sie, schluckte und stand schnell auf.

Auch Professor McGinagall stand auf.

"Da das geklärt ist, finden Sie sich bitte in ihrem Schlafraum ein. Ich befreie Sie hiermit von meinem Unterricht. Da Sie heute keinen Nachmittagsunterricht haben, bitte ich Sie die Zeit zu nutzen, um sich zu erholen."

Themis nickte nur.

"Auf Wiedersehen, Professor McGonagall. Pr Dumbeldore, Professor Snape", Themis schluckte und wich Snapes Blick aus, "Professor Lupin."

Lupin nickte ihr freundlich zu.

"Bis morgen Themis. Und erhol dich. Das Sprengen von Schlösser befreit dich nicht vom Nachsitzten!"

Themis nickte nocheinmal, und verlies so schnell sie konnte den Raum.

o-o-o-O-o-o-o

Blindlings lief sie durch die Gänge. Themis hatte keine Ahnung, was sie jetzt tuen sollte. Sie war viel zu durcheinander, um sich hinzulegen. Außerdem würde sie den Gemeinschaftsraum am liebsten nie mehr betreten, ebenso wie die Bibliothek, die Große Halle und überhaupt jeden Raum, in dem sie auch zur zufällig jemandem über den Weg laufen könnte. Einer plötzlichen Eingebung folgend schlug sie den Weg Richtung Eulerei ein.

Themis hatte noch nie sonderlich viele Briefe geschrieben. Ihre Eltern sagten immer, solange nichts kommt, ist auch nichts passiert. Manchmal bekam sie Postkarten von ihrem Vater. Er war Archiologe und reiste viel. Aber er hatte es bis jetzt immer so eingerichtet, dass er in den Sommerferien bei seiner Familie war. Themis Mutter war Autorin.

Atemlos betrat sie den hohen Turm. Themis besaß zwar keine eigene Eule, aber ab und zu benutzte sie eine Schleiereule der Schule. Sie nahm den schönen Vogel von seiner Stange und trug ihn zu dem kleinen Tisch neben der Tür.

Whärend sie der Eule namens Kirja ein Stück Kesselkuchen zuschob, das sie in ihrer Tasche befunden hatte, kramte sie Papier, Feder und Tintenfässchen hervor und began zu schreiben.

Liebe Mum,

Wie geht es dir so? Was macht dein Krimi über die gestohlene Statur des Apollo? Hast du in letzter Zeit was von Dad gehört? Die letzte Nachricht die ich von ihm bekommen habe war aus Grönland. Ist er immernoch da? Feiern wir eigentlich Weichnachten zusammen? Letztes Jahr hatte das ja leider nicht geklappt.

Gut, wie du wahrscheinlich gemerkt hast geht es mir um was ganz anderes. Im letzter Zeit habe ich viel Stress und wie du dir wahrschienlich vorstellen kannst, hat das recht wenig mit dem ganzen Schulkram zu tun.

Ich sprege Gegenstände.

Und das meine ich wörtlich. Wenn du letztes Jahr gesagt hast, dass ich -pubertierend- total anstrengend und ständig kurz vorm ausrasten bin, sollte ich dir lieber nicht sagen, dass ich ein Loch in die Kerkerwand von Snape gesprengt habe.

Ich habe keinen Plan, was mit mir los ist. Die Lehrer übrigends auch nicht. Einige seltsame und recht verwirrende Theorien, aber da scheint nicht viel dran zu sein.

Ich würde dich ja nicht damit belästigen wenn ich grade nicht mit sämtlichen meiner Leuten einen Konflict zu lösen hätte.

Wenn du nen Rat oder Tipp hättest, wäre das sehr hilfreich, ansonsten kümmer dich nicht alzu sehr drum, du weißt ja, ich pack viel :)

Deine dich liebende Tochter

P.S.: Kannst du dich an Phil Potter erinnern? Ich hab ein paar Mal über ihn... geredet. Naja, auf jeden Fall habe ich mir seinetwegen eine Woche nachsitzten eingehandelt und darf mich jetzt mit ein paar hundert agressiven, mordlustigen, blutlechzenden Irrwichten rumschlagen :( Bedauer mich.

Deine Themis

Themis lächelte bei dem Gedanken an ihre schlagfertige Mum. Ihr konnte man so leicht nichts vormachen, sie würde bestimmt einen Rad wissen. Mrs Brocklehurst wusste sogar meistens besser über etwas bescheid als ihr schrecklich belesener Mann.

Vorsichtig faltete und rollte sie das Blatt zusammen und band es an das Bein der Schleiereule. Kirja schuhute zufrieden und satt; Sie hatte den ganzen Rest Kesselkuchen aufgefressen.

Themis trug die Eule zu einer der kleinen Öffnungen und sah zu, wie der weiße Vogel am Himmel immer schwerer zu erkennen war.

Die Tatsache, dass es jemanden gab, der ihr helfen konnte, beruhigte Themis ungemein, und sie beschloss, in ihren Schlafraum zu schleichen, um McGonagalls Rat zu befolgen.

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Überraschung war´s die mich erfasst

Als tatsächlich wer machtRast

In meiner Welt und Fantasie

Geklautes Land voller Magie

Die uns verleitet viel zu schreiben

Und für Rückmeldung zu leiden

Ein paar hatten sich die Müh gemacht

Und über mein Gedicht kurz nachgedacht

So mancherwar´s, ich will nicht lügen

Dass nicht mancher nach denRügen

Leicht amüsiert sein Statement gab

Und ich nun mehr Antwort hab

Doch zum letzten Cap, so lang´s auch war

Nicht mehr als zwei Reviews in bar

Doch Red' scheint nirgends Frucht zu tragen

Will´s denn niemand auch nur wagen

Zu verfassen kurz und schnell

Den Gedanken klar und hell

Und mir damit ne Freud zu machen

Ich hoff, ihr hattet was zum Lachen.

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