Das Buch der Liebe – Kapitel 3

Tag 2

Masturbation

Die erste Sexuelle Handlung überhaupt ist für viele die Masturbation. Die Neugier sich selbst zu erkunden, scheint sich ganz von selbst einzustellen. Schon sehr junge Knaben spielen gerne an sich herum, nachdem sie entdeckt haben, dass sich das gut anfühlt. Wenn man älter wird sieht man in der Masturbation leider immer eine Technik, auf die man zurückgreift, wenn man keinen richtigen Sex bekommt. Das ist schade, denn die Selbstbefriedigung ist ein gutes Mittel, um die eigene Sexualität zu erforschen. Außerdem ist es die einzige wirkliche sichere Art von Sex. (1)

Ranmaru seufzte leise. Zugegeben als er klein war hatte er das wirklich Täglich gemacht. Aber seit er fest mit Enjoji zusammen war, so wirklich fest, hatte er es nicht mehr gewagt, aus jenem geschilderten Grund. Denn den richtigen Sex bekam er ja schon.

Natürlich war er immer wieder kurz davor, aber hatte sich dann mit anderen Sachen wie Hausarbeit oder für die Uni lernen, davon abgehalten.

Durch Masturbation kann man sich selbst oder den Partner manuell zu Orgasmen stimulieren. Manchmal tut man es auch einfach nur, um Spannungen abzubauen, während man andere Male sexuelle Phantasien ausleben oder Praktiken mit einem oder mehreren Partnern intensivieren möchte. (1)

/So hab ich das noch gar nicht wirklich gesehen/ gestand sich der Blonde und las neugierig weiter.

Es gibt viele Gründe, weshalb man masturbiert. Meistens, weil man keinen Partner hat und es deswegen die einzige sexuelle Aktivität ist, die einem zur Verfügung steht. Aber selbst wenn man eine Beziehung hat oder ein sexuell aktiver Singel ist, tun es viele, vielleicht weil man öfter Lust hat als der eigene Partner. (1)

Ranmaru zog eine Augenbraue hoch. /Ohweia…wie oft Enjoji das dann wohl macht…der hat ja jede Minute Lust. Ich glaub das will ich gar nicht wissen…, der Blonde musste grinsen. Wenn es danach ging, müsste Enjoji wohl oft selbst Hand angelegt haben. Aber ihm war dies noch nie aufgefallen. /Hmh ich sollte mal darauf achten…/.

Ihre Aufgabe: Dies ist doch mal etwas, was sie wirklich an sich selbst üben können, nicht wahr? Trauen sie sich, sie selbst wissen doch genau was ihnen gefällt!! Wenn sie Angst haben, dass sie erwischt werden können, dann schließen sie doch die Tür ab!!
Oder versuchen sie es unter der Dusche, berühren sie sich selbst, finden sie heraus, was sie mögen, wenn sie es bisher noch nicht wissen. Testen sie ihre Empfindungen und verschaffen sie sich Lust. Auch hier zählt wieder, wenn sie es schaffen sich selbst in Extase zu versetzten, was meinen sie wie ihr Partner dann reagiert? (2)

Ranmaru las diese Aufgabe mindestens dreimal durch bevor er überhaupt verstand, was er machen sollte. /Ohhh nein…hüten werde ich mich…/. Das Problem war nicht, dass er Angst hatte jemand könnte die Tür reinplatzen, dass einzige was ihm im Weg stand, waren seine Gedanken, seine Scheu.
Mit einem leisen Seufzen klappte er das Buch zu und legte sich hin.
/Wir sollten dringend mal die Decke streichen…., schoss es ihm durch den Kopf als er einige Zeit lang nach oben gestarrt hatte.

Wie am Abend zuvor versuchte er sich zum schlafen zu zwingen, aber erstens war es doch noch zu früh um sich in die wohligen Träume gleiten zu lassen und zweitens begann sich der Reiz dieser Aufgabe in seinem Körper auszubreiten.

/Ich geb mich geschlagen…ich war zwar duschen…aber das mach ich doch lieber unter der Dusche…., etwas grummelnd erhob sich der Blonde aus dem Bett und ging ins Bad. Er drehte das Wasser auf und zog sich seine Shorts aus.

Das warme Wasser welches nun seinem Körper sanft massierte fühlte sich gut an. Noch zögerte er ein wenig überlegt ob er es wirklich machen sollte. /Ach verdammt ich bin alleine, ich habe auch meine Wünsche und es ist doch nichts dabei…und daran das man davon blind werden könnte glaub ich schon gar nicht…/.

Er schloss die Augen und richtet sein Gesicht dem Wasserstrahl entgegen. Mit einer leicht zittrigen Hand wanderte er an sein Glied und umschloss es. Nur zögerlich und sehr langsam begann er leicht zum Pumpen. Doch diese leichten Bewegungen schossen nicht nur gleich in sein Glied, sondern auch in seinen Kopf. Er umschloss sein mittlerweile halbsteifes Glied etwas fester und bewegte seine Hand schneller. Ein leises Keuchen entwich seiner Kehle.

Der Blonde drehte sich um und lehnte sich mit dem Rücken an die kalte Wand, spürte wie der Wasserstrahl nur noch eicht seinen vorderen Körper traf. Seine Augen hatte Ranmaru immer noch geschlossen. Immer steifer wurde das Glied in seiner Hand und immer heftiger wurden die Bewegungen und Empfindungen.

Ranmaru lehnte den Kopf fest gegen die Wand, öffnete seinen Mund leicht und ließ das nun regelmäßige Keuchen ohne Hindernisse aus seinem Mund weichen. Ein leises Stöhnen mischte sich immer mehr und mehr darunter.

Er ließ seinen Phantasien freien Lauf. Stellte sich vor wie der Schwarzhaarige ihn sanft gegen die Wand gedrückt hat, mit hauchzarten küssen seinen Nacken verwöhnt und ihm liebe Worte ins Ohr haucht. Wie dessen Hand sich feste um sein Glied schloss und es in einem regelmäßigen Rhythmus massierte. Wie seine andere Hand, sanft über seinen Körper strich.

In seinem Kopf drehte sich alles, seine Beine begannen leicht zu zittern. Er fühlte sich wohl, unheimlich wohl und frei. Noch ein klein wenig verstärkte er seine Bewegung. Seinen Kopf schwang er nun immer wieder hin und her, keuchte leise den Namen des schwarzhaarigen Mannes.

/Ich….kann nicht mehr…., dachte er und kurz darauf schien alles in seinem Kopf an Realität zu verlieren. Ein Feuerwerk der Erregung explodierte in seinen Gedanken. Ein Strom aus Feuer zog quer durch seinen Körper und er gab sich diesem genüsslichen Höhepunkt voll hin.

Etwas zittrig auf den Beinen ging er in die Knie ließ von seinem Glied ab und Atmet tief durch. Das Wasser welches ihn sanft streichelte, half ihm wieder klar denken zu können.

Nur langsam öffnete er wieder seine Augen, etwas enttäuscht, dass sein Geliebter nicht wirklich da war.

Mit der letzten Kraft welcher er in den Beinen hatte schleppte er sich nachdem er sich abgetrocknet hatte und zumindest wieder in seine Short geschlüpft war ins Bett, um dort der nun starken Müdigkeit zu unterliegen.

Wie am Tag zuvor erwachte Ranmaru ziemlich früh, aber auch wieder ausgeschlafen. Nachdem er wie am gestrigen Tag mit Enjoji telefoniert hatte machte er sich auf den Weg zum Dojo. Langsam war er sich sicher, dass Enjoji nichts mit diesem Buch zu tun hatte, denn wenn Enjoji eine Sache nicht konnte, dann war es Lügen.

Am Abend erwischte sich Ranmaru zum ersten Mal, wie er es kaum noch aushielt weiter zu lesen. Das Buch hatte den Effekt erreicht, dass Ranmaru schon nur noch daran dachte weiter zu lesen und weiter zu testen. Doch der Blonde ermahnte sich erst mal ein wenig aufzuräumen und Wäsche zu machen.

Ranmaru machte drei Kreuze in seinen Gedanken als er endlich wieder im Bett lag und sich dem dritten Kapitel widmen konnte.