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„Albus! Was denkst du dir dabei?" Minerva rannte leichtfüßig neben dem Schulleiter her.

„Sie hierher zu bringen und auch bleiben zu lassen, ist viel zu gefährlich. Schon damals gab es immer wieder Probleme, weil sie ihre Gefühle nicht unter Kontrolle hatte." schimpfte sie mit ihm.

„Sie ist älter geworden und sie hat ihre Gefühle besser im Griff." versuchte er sie zu beschwichtigen.

„Denk an die Kinder! Wen davon die Eltern Wind bekommen. Einige waren mit ihr auf der Schule." redete sie hitzig weiter.

„Beruhige dich Minerva. Ich hab volles Vertrauen in Miranda, es wird nichts passieren." Er legte ihr eine Hand auf die Schulter und zwang sie so, ihn anzusehen.

„Trink noch einen Tee mit mir und vertrau mir." Ein leichtes Schmunzeln lag auf seinen Lippen. Minerva schnaufte nur abwertend, ging aber mit.

Ruhelos lief Severus im Kerker umher. Sortierte unsinnig Gläser und Phiolen, alles stand wie immer in Reih und Glied. Studierte seine Vorräte über die er bestens Bescheid wusste und rückte an den Kesseln herum, bis alle schief standen. Frustriert ließ er sich in seinen Sessel vor dem Schreibtisch fallen und versuchte sich in das Buch vor sich zu vertiefen. Eine besondere Ausgabe über Kräuterkunde.

Zu einem anderen Zeitpunkt hätte er sich sofort in die faszinierenden Aufzeichnungen im Buch vertieft, doch heute warf er es nach wenigen Minuten genervt auf den Tisch.

Er kam innerlich nicht zur Ruhe, ständig schweifte er mit seinen Gedanken ab und fragte sich was sie gerade tat, wo sie war, mit wem sie sprach. Ob sie an ihn dachte. Das ist ja lächerlich! schimpfte er mit sich selbst. Energisch nahm er das Buch zur Hand und schlug die Seiten auf. Erneut bemühte er sich krampfhaft etwas von dem Text aufzunehmen.

Wie traurig sie beim Essen ausgesehen hatte. Dieser unendlich wehmütige Blick.

Jede Faser in ihm schrie nach ihr. Er hatte sich entschieden, es gab für sie keine Zukunft, doch sein Herz und zu seinem Leidwesen auch sein Körper, waren ganz anderer Meinung. Mit einem wütenden Knall schlug er das Buch auf den Tisch und stemmte sich in die Höhe. Er musste hier raus! Er brauchte dringend Bewegung.

Am Besten mit ihr!

Fest biss er die Zähne aufeinander. Was er brauchte war dringend kaltes Wasser und zwar jede Menge davon!

Zielstrebig verließ er sein Klassenzimmer und eilte aus dem Schloss. Es dämmerte bereits und das war für sein Vorhaben genau richtig. Er wollte noch ein paar Runden im See schwimmen und neugierige Kinder konnte er dabei nicht brauchen. Severus suchte sich eine geschützte Stelle und entkleidete sich bis er vollkommen nackt war. Der Mond war bereits aufgegangen und schien herab auf ihn. Sein Körper war blass, ohne einen Schimmer von Bräune, aber doch muskulös und sehnig, beinahe drahtig. An ihm war kein Gramm Fett. Er achtete streng auf sich. Er musste in Form bleiben. Vorsichtig berührte er mit den Füßen das kühle Nass. Das Wasser war eiskalt.

Genau richtig für mich!

Ohne noch länger zu überlegen lief er hinein und begann in kräftigen Zügen zu schwimmen.

Miranda lief in ihrer Kammer unruhig auf und ab. Ihn so nahe zu wissen, ohne bei ihm sein zu können, machte sie rasend. Ihr Herz schlug heftig in ihrer Brust. So aufgewühlt war sie schon lange nicht mehr gewesen.

Nur schwer konnte sie den emotionalen Sturm in sich bändigen. Krampfhaft schlossen sich ihre Hände zu Fäusten und öffneten sich wieder. Sie hätte mit ihm reden sollen, sich Klarheit verschaffen sollen, dann würde sie hier nicht so herumschleichen. In ihr kochten die Gefühle und suchten verzweifelt nach einem Ventil. Da Severus nicht zur Verfügung stand, musste es eben kaltes Wasser tun.

Entschlossen streckte sie sich und verließ ihr Zimmer. Eilig rannte sie nach unten zum Tor hinaus, zum See hinab. Am Ufer hielt sie inne und atmete tief ein. Rasch entkleidete sie sich und schritt in das Wasser. Angenehm kühl umfing es sie. Sie ging bis es ihre Schultern umspülte, dann blieb sie stehen und schloss die Augen.

Wie habe ich nur 16 Jahre ohne ihn leben können?

Gleichmäßig plätscherte das Wasser rund um sie und lullte sie ein. Träge streckte sie sich lang aus und ließ sich vom Wasser treiben. Nur ihre Hände wogen mit dem Wasser auf und ab. Sie ließ ihren Kopf so weit nach hinten sinken bis ihre Haare komplett unter Wasser waren.

Beinahe hätte sie ein platschendes Geräusch, das den Strom des Wassers unterbrach überhört, aber nur beinahe. Ruckartig richtete sie sich auf und trat mit den Füßen Wasser, dabei ließ sie ihren Blick rund um sich in die Dunkelheit schweifen. Ohne auch nur das geringste Geräusch zu hören, wusste sie dennoch, dass sie nicht mehr alleine war. Lautlos schwamm sie zurück ans Ufer und merkte dabei erst wie weit sie sich davon entfernt hatte.

Plötzlich schloss sich stählern ein Arm um ihre Hüften und zog sie gnadenlos in die Tiefe. Es gelang ihr noch einmal tief Luft zu holen, ehe sie vollkommen untergetaucht wurde. Verzweifelt begann sie sich zu wehren und schlug mit den Fäusten auf die Gestalt neben sich ein, doch es schien kein Entrinnen zu geben. Aus ihren Lungen entwich der ganze Sauerstoff und sie glaubte ertrinken zu müssen.

Doch dann war sie frei. Prustend kam sie an die Oberfläche. Neben ihr tauchte eine Gestalt auf. Ängstlich versuchte sie sich von dieser zu entfernen.

„Miranda!" rief dieser jemand zornig neben ihr und ließ sie erstarren.

„Severus?" fragte sie ungläubig.

Als Antwort erhielt sie lediglich ein Knurren. Glücklich über ihr Zusammentreffen hier schien er nicht gerade zu sein. Resigniert zuckte sie mit den Schultern und begann in kräftigen Zügen ans Ufer zu schwimmen. Severus folgte ihr mit leichtem Abstand.

Endlich hatte sie wieder Grund unter den Füßen und langsam watete sie ans Ufer. Severus Blick folgte jeder ihrer Bewegungen. Heftig sog er bei ihrem Anblick die Luft ein. Sie war nackt wie er. Das Wasser perlte über ihren milchigweißen Körper und im Mondlicht erschien sie ihm fast unwirklich.

Tief atmete er ein.

Die Wirkung von kaltem Wasser wird eindeutig überbewertet! dachte er zynisch.

Schweigend folgte er ihr aus dem Wasser. Erst am Ufer drehte sie sich zu ihm um und für eine Sekunde blieb ihr die Luft weg. Er war in seiner Nacktheit vollkommen. Das Wasser lief in kleinen Rinnsalen aus seinem Haar über seine muskulöse Brust und den flachen Bauch entlang. Schnell wendete sie den Blick ab, gestattete es ihren Augen nicht dem Wasser weiter zu folgen. Schon jetzt spürte sie die Hitze in sich aufsteigen.

Ihre Wangen röteten sich sanft, was in der Dunkelheit zum Glück nicht zu sehen war, doch alles andere beschien der volle Mond am Himmel klar und hell. Hungrig wanderten seine Augen über ihren Körper. Ihre Brüste wurden schwer unter seinem Blick und eine süße Schwäche bemächtigte sich ihrer. Mühsam schluckte sie.

„Was machst du hier?" fragte sie zittrig. Sie hatte ein Gefühl als ob ihr gleich die Beine versagen würden.

Stumm sah er sie an, in seinen Augen loderte ein Feuer. Plötzlich streckte er die Arme nach ihr aus, riss sie an sich und verschloss ihren Mund mit einem Kuss. Ungewollt entfesselte er ihre Gefühle. Über den ganzen See war ein Sturm der Leidenschaft entbrannt, von einer Stärke, die meilenweit zu spüren war.

Minerva hob ihre Tasse und wollte sie gerade zu den Lippen führen, als sie sie wieder klappernd auf die Untertasse fahlen ließ. Sie sank zurück in ihren Stuhl, schloss die Augen und atmete tief ein.

„Minerva?" fragte Dumbledore erstaunt, ihm war ihr Verhalten nicht entgangen. Von plötzlicher Erregung erfasst strich sie sich über den Hals, ihr Busen hob und senkte sich dabei heftig.

„Lass uns zu Bett gehen, Albus, jetzt gleich!" hungrig sah sie ihn an. Albus war als würde sie sich gleich auf ihn stürzen, so hatte er sie schon sehr lange nicht mehr erlebt. Ehe er sich versah stand sie schon neben seinem Stuhl, ließ sich auf seinem Schoss gleiten und überschüttete sein Gesicht mit Küssen. Energisch packte er sie bei den Schultern und schob sie ein Stück zurück.

„Warte! Hier stimmt was nicht." unterbrach Albus ihr Tun.

Beleidigt schmollend wollte sie schon von seinem Schoss klettern, doch er hielt sie fest.

„Miranda und Severus! Ich hätte es wissen müssen!" wütend über sich selbst schlug er mit der flachen Hand auf den Tisch. Kurz küsste er Minerva auf den Mund und richtete sie beide wieder auf.

„Ich muss einen Schutzzauber, den ich schon sehr lange nicht mehr gebraucht habe aussprechen." murmelte er und ließ sie stehen.

Miranda schlang ihre Arme um seinen Hals und zog ihn fest an sich, vertiefte den Kuss. Dann schob er sie energisch von sich und für einen Moment fürchtete sie, er würde sich ihr entziehen. Sanft nahm er sie bei den Händen und zog sie mit sich auf den Boden. Zärtlich strich er ihr die feuchten Strähnen aus dem Gesicht und sah ihr tief in die Augen. Ein Feuer glomm in den seinen und sprang auf ihre über.

Behutsam umfasste sie sein Gesicht mit beiden Händen und zog ihn herab zu sich. Federleicht strich sie mit ihrer Zunge über seine Lippen die er unter Stöhnen öffnete und gewährte ihr so Einlass. Ihre Zunge drang tief in seinen Mund und erforschte diesen ausgiebig. Seine Hände glitten währenddessen über ihren Körper, umschlossen ihre Brüste und reizten sanft die empfindlichen Spitzen bis sie sich unter seinen Berührungen aufrichteten. Severus hob den Kopf und sah auf sie herab.

Sie war so wunderschön und vertraute ihm vollkommen. Leicht ließ er seinen Daumen über einen Nippel gleiten, dann senkte er seinen Mund darauf. Ausgiebig saugte und leckte er mit der Zunge darüber, ehe er sich der anderen widmete. Unruhig wandte sich Miranda unter ihm, ein Stöhnen entrang ihrer Kehle und brachte ihn fast um den Verstand. Seine Hand glitt ihren flachen Bauch hinab und folgte einem unsichtbaren Pfad. Begehrlich streckte sie ihm ihr Becken entgegen und machte so deutlich wo sie berührt werden wollte, wo ihr Begehren am heftigsten war.

Doch er neckte sie und ließ das leicht gelockte Dreieck aus und strich ihren Oberschenkel entlang. Von ihm angestachelt ließ sie ihre Hände auf Reisen gehen. Sanft strich sie ihrerseits über seine Brustwarzen, nahm eine davon in den Mund und biss zärtlich hinein, und machte mit der anderen dasselbe. Severus legte den Kopf in den Nacken und schloss die Augen, genoss es von ihr berührt zu werden. Ihre Hände glitten seine Hüften hinab, sachte umkreisten sie seinen Bauch, ehe sie entschlossen tiefer wanderten und fanden was sie suchten. Sanft und fest zu gleich umschloss sie ihn mit der Hand, streichelte ihn und ließ ihren Daumennagel über die Spitze seines Penis gleiten.

Nun war er es der tief und animalisch aufstöhnte. Seine Hand glitt zwischen ihre Schenkel und berührte sie endlich dort wo sie es am meisten begehrte, im Zentrum ihrer Lust. Stöhnend hob sie sich seiner Hand entgegen und er spürte dass sie bereit für ihn war. Er packte ihre Handgelenke und hielt sie ihr über den Kopf.

Sanft schob er sich zwischen ihre Beine und war mit einem Stoß tief in ihr. Keuchend nahm sie ihn in sich auf und folgte seinem Rhythmus, immer schneller, immer tiefer trieb er sie an, bis sie einen erlösenden Schrei ausstieß. Erst dann kam auch er zum Höhepunkt und ergoss sich in ihr. Ermattet sank er auf sie, zärtlich umfingen ihn ihre Arme und hielten ihn fest.

„Nangini spürst du das?" Stirnrunzeln versuchte sich Lord Voldemort aus seinem Stuhl zu erheben, doch dafür war er noch zu schwach. Seine Schlange Nangini schlängelte sich um die Stuhllehne und war so nahe bei ihren Herren.

„Ich spüre etwas Neues, Einzigartiges. Nangini ich muss wissen was das ist!" zischte Voldemort und als Zeichen ihrer Zustimmung schlängelte sie sich seine Brust herab und rollte auf seinem Schoss zusammen. Schwach hob er seinen Arm und strich über ihren Kopf.

„Wir werden Wurmschwanz bitten unseren Freund aus Hogwarts zu rufen."

So als hätte dieser seinen Namen gehört, kam er sich verbeugend in den Raum gewatschelt.

„Mein Gebieter was kann ich für euch tun?" fragte er unterwürfig.

Voldemort musterte ihn eine Zeitlang angewidert, wenn er ihn nicht so notwendig für seine Zwecke brauchen würde, er hätte sich seiner schon längst erledigt, obwohl er sich als ein sehr treuer Diener herausstellte.

„Gib mir deinen Arm!" bellte Voldemort.

„Ja mein Gebieter."

Unterwürfig streckte Wurmschwanz Voldemort diesen entgegen. Mit seinem Zauberstab berührte er die Tätowierung auf Wurmschwanz Arm. Schmerzvoll begann dieser zu winseln, wagte es aber nicht ihm den Arm zu entziehen.

Nach einer Weile rollte er auf die Seite und stützte sich auf einen Arm ab. Unergründlich sah er sie an. Sie versuchte in seiner Miene zu lesen, doch er hatte sich vor ihr verschlossen und so hatte sie keine Ahnung was in ihm vorging.

„Was denkst du?" fragte sie ihn vorsichtig.

Seufzend ließ er sich auf den Rücken fallen und sah hinauf in den Himmel, ein Arm lag auf seiner Stirn.

„Ich weiß es nicht. Einerseits denke ich immer noch, dass es ein Fehler ist…" setzte er an.

„Aber?" hackte sie nach.

„Aber" dabei verschränkte er ihre Finger mit den seinigen. „Aber es fühlt sich so gut und richtig an, wenn wir zusammen sind."

„Und wie geht's jetzt weiter? Sagst du mir morgen wieder, dass alles vorbei ist?" Miranda konnte selber hören wie biestig ihre Stimme klang, konnte es aber nicht verhindern.

„Nein! Ich sage, gib mir Zeit." flüsterte er. Sie spürte seine Verletzlichkeit und ihr Herz flog ihm entgegen.

Alle Zeit der Welt, wenn du willst.

Plötzlich zuckte er schmerzhaft zusammen und hielt sich seinen linken Arm.

„Was ist? Was hast du?" fragte sie erschrocken und voller Sorge.

Stumm zeigte er ihr seinen Arm. Seine Tätowierung leuchtete in der Dunkelheit.

„Was bedeutet das?" wisperte sie.

Eine dunkle Vorahnung machte sich in ihr breit. Selbst bis zu ihr waren die Gerüchte vorgedrungen, dass er, der nicht genannt werden darf, zurück war.

Severus erhob sich. Miranda stand ebenfalls auf.

„Ich muss gehen, er ruft mich." erwiderte er knapp.

Heftig atmend wich sie zurück. Das war ein Alptraum! Er diente tatsächlich immer noch ihm – Lord Voldemort! Diesmal verbarg sie ihre Gedanken nicht und so war es ein leichtes für ihn sie zu lesen, standen sie ihr doch förmlich ins Gesicht geschrieben.

„So ist es nicht!" stieß er hervor

„Wie dann? Erkläre es mir!" flehte Miranda.

Severus schloss kurz die Augen, er war darauf nicht vorbereitete. Er hasste Situationen die ihm zu entgleiten schienen.

„Ich bitte dich mir zu vertrauen. Ich erkläre es dir später, doch jetzt muss ich gehen!" sagte Severus bestimmt.

Missmutig presste Miranda die Lippen aufeinander.

„Wenn du gehen musst…" abweisend sah sie auf die Seite, sie wollte ihn nicht mehr ansehen.

Ihre Worte versetzten ihm einen Stich. Misstrauisch musterte er sie.

„Du wirst doch noch hier sein, wenn ich wiederkomme?" fragte er vorsichtig.

„Ja, verdammt! Ich hab's Dumbledore versprochen und ich stehe zu meinem Wort."

Ein „Pff" von ihm machte ihr deutlich, was er von ihrem Wort hielt. Wütend ließ sie ihn stehen und stapfte in Richtung ihrer Kleider davon.

Soll ihn doch der Teufel holen!

Und das wird er sicher, so wie es aussieht!

Hart schlug sie sich auf die Stirn.

„Raus aus meinem Kopf, du Scheusal!" rief sie laut.

Ein leises Lachen war weit hinter ihr zu hören, ehe es abrupt verstummte. Ohne sich umdrehen zu müssen, wusste sie, dass Severus verschwunden war. Sie machte sich große Sorgen um ihn.

Er kehrte zu seiner Kleidung zurück und zog sich rasch an. Dabei kreisten seine Gedanken nicht wie er es eigentlich müsste um Lord Voldemort, sondern um Miranda. Er war im Zwiespalt, wenn es um sie ging. Immer noch war er davon überzeugt, es wäre besser sie würde Hogwarts verlassen und nie mehr zurückkehren, aber andererseits erweckte sie in ihm alte Sehnsüchte, den Wunsch nach mehr.

Seufzend schüttelte er sich, versuchte die Gedanken los zu werden. Er musste seinen Kopf von allen Gedanken befreien. Alles was er preisgab würde der dunkle Lord gegen ihn verwenden.

„Ah Severus komm näher. Ich habe schon auf dich gewartet." schwach kam die Stimme von dem Stuhl in dem Voldemort zusammengekauert hockte.

Snape trat vor den Stuhl und sank in die Knie. Ehrfürchtig verneigte er sich vor Voldemort.

„Meister ihr habt nach mir gerufen?"

Ungeduldig winkte dieser mit der Hand und deutete Severus näher zu kommen.

„Was geht in Hogwarts vor! Ich muss es wissen."

Snape tat so als müsste er genau überlegen, doch innerlich liefen fieberhaft die Gedanken.

Worauf spielte der dunkle Lord an? Was war ihm zu Ohren gekommen? Welche Information erwartete er von ihm?

„Nun die Vorbereitungen für das Trimagische Turnier laufen auf Hochtouren. Schüler aus Durmstrang und aus Beauxbatons sind an der Schule um daran teilzunehmen. Das Auswahlverfahren läuft noch." erzählte Severus, ohne den Hauch eines Gefühles zu zeigen.

„Das ist nicht alles, Severus!" erwiderte Voldemort ungeduldig.

„Was meint ihr Meister?" fragte dieser vorsichtig nach.

Nun beugte sich Voldemort leicht nach vorne, seine Augen glitzerten irre.

„Ich fühle die Gefühle eines anderen Wesens so stark als wären es meine! Ich möchte wissen wer das verursacht! Dieser jemand hält sich in Hogwarts auf! Sag mir wer es ist!" forderte er aufgebracht.

„Meister so jemanden gibt es nicht." widersprach Snape ihm.

Innerlich erstarrte er vor Angst. Er wusste wen er forderte – Miranda! Er musste sie vor Voldemort schützen um jeden Preis.

Nun krallten sich die klauenartigen Finger Voldemorts in Severus Kleidung und zogen ihn noch näher zu sich. Genau sah er ihm in die Augen und versuchte zu ergründen ob dieser die Wahrheit gesagt hatte. Schließlich lehnte er sich ein Stück zurück.

„Das ist eine Lüge!" schrie Lord Voldemort heiser auf. „Such mir dieses Geschöpf und bring es mir. Ich muss es haben! Es könnte eine mächtige Waffe sein und ich werde sie zu nutzten wissen!"

Eiskalt lief es Severus den Rücken hinab.

Eher töte ich dich, als das ich dir Miranda bringe, du Monster! hallte es laut in seinem Kopf.

„Ich werde mein Bestes tun, Meister." brachte er unter großer Anstrengung hervor. Diesmal kostete es ihm mehr Kraft als sonst seine Gedanken abzuschirmen. Wen er nicht acht gab, würde ihn sein Gegenüber durchschauen. Er sollte machen dass er so schnell wie möglich von hier fort kam.

„Nangini hörst du! Er wird mir das Wesen bringen." Voldemort widmete seine ganze Aufmerksamkeit Nangini und schien Snape völlig vergessen zu haben, doch davon ließ sich Severus nicht täuschen.

Immer noch hielt er seine Gedanken fest verschlossen. Er würde sie nicht verraten, dafür liebte er sie zu sehr und genau da machte er einen Fehler, Liebe hatte er nie gelernt zu verbergen. Plötzlich schnellte der Kopf von Voldemort zu ihm und sah ihm tief in die Augen.

Schnell leerte er seinen Geist, verdrängte alles was mit ihr zusammen hing.

„Meister?" fragte er so unschuldig wie möglich. Snape kniete immer noch am Boden, ihm war übel.

„Nichts!" fauchte dieser unwirsch. „Bring mir was ich von dir verlange!"

Mit einer lästigen Handbewegung scheuchte er ihn fort.

Severus erhob sich und verließ mit gemessenen Schritten den Raum, ungeahnt das ihm die verschlagenen Augen Voldemorts folgten.

„Er verbirgt etwas vor mir und ich werde herausfinden was es ist." flüsterte er heiser zu seiner Schlange.