16
„Severus!" gurrte Girisha und sofort eilte dieser an ihre Seite, bemüht seiner Göttin jeden Wunsch von den Augen abzulesen.
„Was kann ich für dich tun, Liebste?" fragte er unterwürfig.
Wer hätte geahnt, dass ihr das Elixier im kleinen Tiegel eines Tages von so wirksamem Nutzen sein würde? Sie hatte helle Freude an ihrem neuen Spielzeug. Niemals wieder würde sie sich davon trennen.
Nicht nur das Snape gut aussah, seine düstere Aura war, trotz des Mittels das sie ihm verabreicht hatte, spürbar und auch sonst sprach sie sein ganzes düsteres Äußeres an. Er mochte es vielleicht nicht mehr wissen, aber er war wie sie. Er gehörte nicht zu den Guten.
„Bring mir meinen Schal! Mir ist kalt." klagte sie würdevoll und sah dabei aus wie das personifizierte Häufchen Elend.
Ehe sie den Satz ganz beendet hatte eilte Severus schon pflichtbewusst los, und kam in weniger als einer Minute später mit ihrem Schal in den Händen zurück und legte ihr diesen liebevoll um die Schultern.
Besorgt sah er sie an. Er machte sich ständig Sorgen um sie und seine Liebe für sie war das einzige woran er noch dachte, nur an sie. Peter betrachtete das Spiel einerseits mit Freude, denn seinen ehemaligen Erzrivalen so dumm dastehen zu sehen, war für ihn Balsam, anderseits gefiel es ihm gar nicht das Girisha soviel Zeit mit ihm verbrachte.
Ihn beachtete sie kaum noch. Er fristete sein Dasein fast ausschließlich in der Küche und er war doch kein elender Hauself!
Miranda eilte in großen Schritten über die Wiese auf den verbotenen Wald zu. An ihrer Seite liefen Harry, Hermine und Ron her und lauschten dabei ungläubig ihrer abenteuerlichen Geschichte.
„Sie hat ihn irgendwie vergiftet, diese böse Hexe und ich weiß nicht einmal wo er ist!" endete Miranda. Sie waren bei den Sphinxen angekommen.
„Ich werde sie losschicken um Girisha zu suchen. Sie werden sie aufspüren und dann rette ich Severus!" sagte sie bestimmt.
„Was das Gift betrifft, so kann ich helfen." bot sich Hermine an, sie war die klügste und schlaueste Schülerin die Hogwarts seit langem gesehen hatte.
„Ich werde mich gleich in die Bibliothek begeben. Irgendwo wird so ein Mittel schon einmal verwendet worden sein und ich finde es ganz bestimmt." meinte sie zuversichtlich.
„Wir helfen auch!" sagten Harry und Ron fast wie aus einem Munde. Gerührt sah Miranda die drei an.
„Das ist so lieb von euch und ich kann eure Hilfe wirklich gut gebrauchen." Die drei liefen zurück ins Schloss und machten sich an die Arbeit.
Unbemerkt war Barty ihnen gefolgt und hatte versucht sie zu belauschen, aber das war dank der Sphinx unmöglich. Er war schon sehr nahe gewesen, doch dann wurden diese verfluchten Tiere unruhig und so zog er sich hastig zurück. Er würde auf anderem Weg zu seinen Informationen kommen müssen.
Miranda streichelte über das samtene Fell der Sphinx und flüsterte jedem etwas ins Ohr. Wie auf ein Zeichen erhoben sich alle drei Tiere beinahe gleichzeitig in die Lüfte und entschwanden in die Ferne.
Sie würden erst zurückkommen, wenn sie Girisha gefunden hatten. Miranda blickte ihnen noch einen Augenblick nach und schlenderte dann hinab zum See. Automatisch leiteten sie ihre Schritte zu ihrem und Severus Platz.
Sie hatte so große Angst um ihn und konnte ihm nicht helfen. Dieses Wissen fraß unerbittlich an ihr. Innerlich aufgewühlt setzte sie sich auf den großen Stein und sah über den See. Ihre Gedanken begannen zu schweifen und glitten viele Jahre zurück.
Severus hatte sie aus dem Schloss gelockt und ihr die Augen verbunden. Blind wie sie jetzt war, musste sie sich ganz seiner Führung überlassen. Sanft zog er sie mit sich. Sie hatte so eine wage Ahnung wohin er sie bringen würde.
Immer wieder zog sie an seinem Arm und flehte ihn an ihr zu verraten was er vorhatte, doch er weigerte sich standhaft. Es war ihr letzter Sommer in Hogwarts. Die Prüfungen waren schon alle abgeschlossen und sie beide hatten bestanden.
„Severus!" lachte sie, sie vertraute ihm vollkommen und hatte auch keine Angst ihm blind zu folgen.
„Sag doch endlich, was du vor hast. Bitte!" flehte sie erneut, gespielt verängstigt.
Aber er ließ sich nicht erweichen, sondern speiste sie mit einem Kuss ab, den sie freudig erwiderte. Plötzlich blieb er stehen und trat leise hinter sie. Er flüsterte ihr ins Ohr die Augen zu schließen, was sie gehorsam tat, dann zog er ihr die Binde ab.
Er schlang ihr beide Arme um die Taille, beugte sich herab und brachte seinen Kopf auf gleiche Höhe wie den ihren.
„Du kannst jetzt deine Augen wieder öffnen." flüsterte er ihr zärtlich ins Ohr.
Vorsichtig schlug sie sie auf und war überwältigt. Es war eine laue Sommernacht, die letzte die sie in diesem Schuljahr in Hogwarts verbringen würden. Es war bereits dunkel, doch vor ihr erschloss sich ein Lichtermeer.
Unzählige Kerzen warfen ihr sanftes Licht über die Lichtung am See. Mit einem Zauber ließ er sie in der Luft tanzen und so schwebten sie knapp über den Boden und gaben dem Ganzen beinahe etwas unwirklich, überirdisch Schönes.
In Mitten dieses Lichtermeeres lag einladend eine große Decke. Sie setzten sich nebeneinander und sahen hinauf zu den Sternen. Mirandas Handflächen wurden feucht. Sie und Severus hatten schon öfters darüber gesprochen miteinander zu schlafen und heute war es so weit.
Sie wollte, oh ja und wie sie wollte, aber sie hatte noch nie und er auch nicht. Plötzlich nervös und schüchtern senkte er den Kopf. Mit der Zunge strich er über seine trockenen Lippen, sein Hals fühlte sich wie ausgedörrt an. Eine schreckliche Anspannung befiel ihn. Mühsam räusperte er sich.
„Miranda…" krächzte er, ehe er abbrach, sich erneut räusperte
„Miranda ich…..du weißt warum ich dich hierher gebracht habe?" fragte er leise.
Stumm nickte diese mit dem Kopf, sie konnte ihn dabei gar nicht ansehen. Starr sah sie auf den dunklen See hinaus.
„Ich meine du musst nicht. Wenn du nicht willst. Ich…." hier brach er erneut ab.
Er wünschte sich ganz weit weg. Lieber kämpfte er mit 10 Dementoren als das hier. Unsicher fasste sie nach seiner Hand und drückte sie sanft.
„Ich will, Severus." antwortete sie ihm mit heiserer Stimme. Sie fühlte sich als würde sie innerlich vibrieren. Misstrauisch warf ihr Severus einen Blick zu.
„Ganz ehrlich Severus, ich wünsch mir das schon so lange." versicherte sie ihm und es war die Wahrheit.
Severus sah ihr lange in die Augen, wollte ihr so noch die Möglichkeit für einen Rückzug lassen, doch Miranda sah ihn ihrerseits entschlossen an. Sie liebte ihn, nur er sollte ihr erster Liebhaber werden.
Bedächtig näherten sich seine Lippen ihrem Mund. Automatisch schloss sie die Augen und wartete auf den ersehnten Kuss. Als sein Mund auf ihren traf, fingen ihre Lippen an zu prickeln.
Behutsam strich er drüber, spielerisch, neckend, bis sie ihre Lippen leicht öffnete, und sofort umspielte seine Zunge die ihre und ließ ihr die Hitze in die Wangen steigen.
Miranda schlang beide Arme um ihn und ließ sich zurück auf die Decke sinken, Severus mit sich ziehend. Er lag halb auf ihr und sie fand es schön sein Gewicht auf sich zu spüren, ihm so nahe zu sein.
Andächtig strich er ihr die Haare aus dem Gesicht. Sie war so schön und es kam ihm noch immer einem Wunder gleich, dass sie ihn liebte und nun machte sie ihm ein noch größeres Geschenk.
Dafür würde er sie ewig lieben, dass wusste er. Mit zitternden Fingern begann er die Knöpfe an ihrer Bluse zu öffnen.
Tausendmal hatte er sich in seiner Fantasie schon vorgestellt genau das zu tun, aber als nun der ersehnte Augenblick gekommen war, zitterten seine sonst so ruhigen Hände so sehr, dass er es fast nicht schaffte.
Unwillkürlich brach Miranda in Gelächter aus, auch sie war schrecklich nervös genau wie er. Ungläubig schlug sie sich mit einer Hand auf dem Mund. Er hielt sie jetzt sicher für eine alberne dumme Gans. Warum hatte sie nur gelacht?
Unsicher ließ sich Severus neben sie fallen. So hatte er sich das nicht vorgestellt, in seinen Träumen hatte sie ihn mit großen Augen erwartungsvoll angesehen und nicht ausgelacht.
„Es tut mir leid, Severus, aber ich bin so schrecklich nervös." begann sie zaghaft.
Severus brummte nur. Halb erhob er sich.
„Wir sollten gehen und das hier vergessen." meinte er.
Für ihn war die Stimmung kaputt, er wollte nur mehr weg. Ohne ihr einen Blick zu zuwerfen, versuchte er aufzustehen, aber Miranda umfasste fest seinen Arm.
„Nein! Bleib!" bat sie. „Die Nacht ist so schön."
Sanft aber bestimmt drückte sie ihn zurück, bis er auf dem Rücken lag.
„Sie hinauf! Wie schön die Sterne leuchten!" flüsterte sie verführerisch und verteilte dabei kleine Küsse auf seinem Gesicht und Hals.
Er trug heute nur einen dunkles Hemd und eine dunkle Hose, auf den Umhang hatte er verzichtet. Severus schloss die Augen und genoss ihre Zärtlichkeiten. Einen Augenblick zögerte sie, doch dann öffnete sie entschlossen die Knöpfe an seinem Hemd.
Darunter trug er nichts und so sah sie zum ersten Mal seine entblößte Brust. Neugierig betrachtete sie seinen Oberkörper, zeichnete mit den Fingerspitzen jede Kontur, jeden Muskelstrang nach.
Ganz versunken strich sie über seine feste warme Haut, er fühlte sich so gut an. Dabei entging ihr fast sein leises Stöhnen. Es erregte ihn wie sie ihn berührte, so als wäre er kostbar und zerbrechlich und zugleich trat ein hungriger Ausdruck in ihre Augen, der ihm zeigte wie sehr ihr gefiel was sie sah.
Sie fand ihn schön. Für Miranda war Severus Körper perfekt. Es drängte sie ihm das Hemd über die Schultern zu streifen. Sie wollte mehr von ihm sehen, mehr von seiner wunderbaren Haut berühren und ihn an sich spüren.
Halb zog sie ihn in die Höhe, halb kam er ihr entgegen und wie auf ein unsichtbares Zeichen trafen sich in der Mitte ihre Lippen zu einem feurigen Kuss. Keine Unsicherheit war mehr zu spüren, nur mehr Hände die einander suchten, Lippen die einander erforschten und ungeduldiges, erregtes Stöhnen.
Severus riss sich sein Hemd von den Schultern und warf es achtlos weg. Sogleich macht er sich daran auch Miranda aus ihrer Bluse zu helfen. Ein weißer, mit dünnen Spitzen besetzter BH kam zum Vorschein. Heftig hob und senkte sich Mirandas Brust und zog Severus Blick um so mehr auf ihren weichen Busen.
Umständlich versuchte er den Verschluss zu öffnen, bis er wütend kapitulierte. Grimmig befahl er ihr sich umzudrehen und willig gehorchte sie. Entschlossen zückte er seinen Zauberstab und im Bruchteil einer Sekunde war das Ding offen.
Zufrieden mit sich legte er den Zauberstab beiseite. Miranda wandte sich wieder um zu ihm, auf den Lippen ein Lächeln. Das war ihr Severus, er hatte für alles eine Lösung. Er bemerkte ihr Lächeln gar nicht, sein Blick war von ihren entblößten Brüsten gefangen genommen.
Plötzlich befangen, wollte sie sich mit ihren Händen bedecken, aber das ließ er nicht zu. Er umfasste ihre Handgelenke und hielt sie fest.
„Verbirg dich nicht vor mir. Du bist so schön." sagte er ernst und senkte den Kopf auf eine ihrer Brustspitzen.
Sanft nahm er sie in den Mund und küsste sie. Zärtlich umkreiste er die Spitze mit der Zunge. Zufrieden spürte er wie sie sich unter seinen Berührungen hart wurde. Ein Stöhnen drang über Mirandas Lippen.
Er ließ ihre Hände los um damit beide Brüste umschließen zu können. Mirandas Hände glitten seinen Rücken hinab und streichelten seine Haut. Sie genoss es von ihm berührt und gestreichelt zu werden.
Sie wollte seine Hände auf jeden Zentimeter ihres Körpers spüren. In ihrem Schoß begann es zu pochen, von hier breitete sich die Hitze über ihren ganzen Körper aus. Severus strich andächtig über ihre Brüste und knetete sie mit den Händen, was ihr, wie er ihrem verzückten Gesichtsausdruck entnahm, gefiel.
Ungeduldig nestelte sie am Bund seiner Hose rum, sie wollte ihn ganz sehen und konnte es kaum noch erwarten. Severus drückte Miranda sanft nach hinten bis sie wieder auf dem Rücken lag.
Schnell öffnete er seine Hose und schob sie sich mit samt seiner Unterwäsche über die Hüften. Verlegen betrachtete Miranda seine Körpermitte. Noch nie zuvor hatte sie einen erigierten Penis gesehen.
Fasziniert und befangen zugleich betrachtete sie ihn. Er erinnerte so wie er dastand an ein vollblütiges Pferd, anmutig, schön, graziös, temperamentvoll, so war er. Seine Unruhe war spürbar, greifbar.
Rasch kam er zu ihr und begann auch ihr die restliche Kleidung abzustreifen. Zuerst öffnete er ihren Rock und zog in ihr über die Hüften. Nun trug sie außer einem weißen Baumwollslip nichts mehr.
Zart küsste er ihre Lippen, erforschte aufs Neue ihren Mund, dabei streichelte und liebkoste er mit den Händen ihren Körper. Sie ließ auch ihre Hände über ihn gleiten. Vor seinem Penis hielt sie kurz inne.
Auch er hielt unbewusst die Luft an, er wollte ihre Hände genau da spüren. Sanft umschloss sie ihn und streichelte ihn zärtlich. Severus wurden die Knie weich unter ihren Berührungen.
Lange würde er diesem Ansturm auf seine Sinne nicht mehr standhalten, er musste ihr Einhalt gebieten, sonst würde es vorbei sein, ehe es begonnen hatte. Entschlossen packte er ihre Hand und zog sie weg. Verwundert sah sie ihn an.
„Mein Liebling, wenn du da weitermachst ist es vorbei, bevor ich in dir bin." meinte er neckend.
„Oh!" hauchte sie und errötete tief.
Vorsichtig streifte er ihr nun auch noch das letzte Kleidungsstück ab. Nun war sie wie er nackt. Ehrfürchtig betrachtete er sie. Er konnte sich nicht genug statt sehen an ihr. Sie war perfekt.
Alles an ihr war einfach nur schön. Zögernd strich er mit der Hand über ihren Oberschenkel bis er am Zentrum ihrer Lust angekommen war. Sanft begann er sie dort zu stimulieren.
Immer wieder streichelte er zärtlich über ihre Scham und fühlte die Feuchtigkeit an seinen Fingern, sie war bereit für ihn. Behutsam schob er sich über sie und begann langsam in sie einzudringen.
Miranda schlang ihre Arme um ihn, hieß ihn willkommen, wollte ihn in sich spüren. Ihr konnte es nicht schnell genug gehen.
Schweißperlen standen auf seiner Stirn, er hatte gelesen, dass das erste Mal für eine Frau sehr schmerzhaft sein konnte und so versuchte er sich so lange wie möglich zurück zu halten, aber Mirandas war so ungestüm, machte es ihm schier unmöglich und so glitt er mit einem festen Stoß ganz in sie.
Heftig sog Miranda aufgrund des plötzlichen Schmerzes die Luft ein und wollte Severus von sich stoßen. Beruhigend sprach er auf sie ein.
„Schsch. Der Schmerz ist gleich vorbei, ich verspreche es." versicherte er ihr keuchend.
Tief atmete sie ein. Der Schmerz begann tatsächlich nach zu lassen, was blieb war ein Gefühl von Lebendigkeit wie sie es nie zuvor gespürt hatte. Severus war in ihr, auf ihr und füllte sie und ihr Denken vollständig aus.
Genau das war es. Genau in diesem Augenblick fühlte sie sich zum ersten Mal vollkommen, durch ihn. Miranda umfasste mit beiden Händen seinen Kopf und sah ihm tief in die Augen.
„Liebe mich!" flüsterte sie an seinen Lippen und hob ihm ihre Hüften entgegen.
Stöhnend begann er sich zu bewegen und fand schnell ihren gemeinsamen Rhythmus. Zusammen erklommen sie zum ersten Mal den Gipfel der Lust. Erschöpft sank er auf sie und vergrub sein Gesicht an ihrer Schulter.
Zu bewegt um zu sprechen lag er einfach nur da und atmete tief den ihr so eigenen Duft ein. Zum ersten Mal in seinem Leben war er wirklich und wahrhaftig glücklich. Sie machte ihn glücklich.
Seufzend wand Miranda sich ab, zu erdrückt von dieser Erinnerung. Es schmerzte ihn in Gefahr zu wissen und nichts tun zu können. Sie hätte mit den Sphinxen mitfliegen sollen.
Hoch in der Luft konnte sie klarer denken, auch wenn ihre Augen nicht so scharf waren wie die der Sphinx, so hätte sie doch Ausschau halten können nach ihm. Alles wäre besser als dieses ungewisse Warten.
Was er wohl gerade erleiden musste, wie die Fremde ihn quälte? Gegen dieses Gift war er machtlos. Sorgen umschatten ihr Gesicht und ließen sie älter aussehen. Von hinten näherte sich Barty.
Schon eine ganze Weile hatte er sie beobachtet. Geschmeidig wie eine Schlange trat er an ihre Seite. Miranda schrak aus ihren Gedanken hoch, sie hatte ihn gar nicht kommen hören.
„Mad-Eye? Ich hab dich gar nicht gehört. Was treibt dich hierher?" fragte sie ihn freundlich und versuchte dabei ihre Angespanntheit zu verbergen. Aus einem unbestimmten Grund wollte sie nicht, dass er von ihrem Kummer erfuhr.
„Ich hab dich zum See gehen sehen und du sahst so traurig aus, da dachte ich mir ich leiste dir Gesellschaft." erwiderte er und beobachtete sie aus halbgeschlossenen Augen verschlagen.
Miranda wich unwillkürlich einen Schritt zurück. Heute wirkte er so bedrohlich auf sie. Er war so anders, aber sie konnte es nicht näher definieren.
„Keine Sorge mir geht's gut. Ich hab nur ein bisschen nachgedacht, das ist alles." meinte sie wegwerfend.
Er glaubte ihr nicht, das erkannte sie sofort, aber da war noch etwas. Er sah sie so böse an, so als würde er ihr gleich Gewalt antun. Immer weiter wich sie vor ihm zurück, versuchte soviel Distanz wie möglich zwischen sich und ihn zu bringen.
„Ich sollte jetzt auch zurück zum Schloss gehen. Dumbledore erwartet mich bereits." lügte sie ihn an.
Sie wollte nur mehr fort von hier, aus seiner Nähe entfliehen. Er war ihr mit einmal unheimlich, fremd, so als wäre er jemand ganz anderes. Barty ließ sie ziehen, noch wagte er nicht Hand an sie zu legen. Er wollte seinen Status hier in Hogwarts nicht aufs Spiel setzten.
„Schon gut, wenn du gehen musst." rief er ihr noch freundlich zu, aber selbst das klang falsch in ihren Ohren.
Hastig eilte sie vom See fort auf das Schloss zu und trat schnell ein. Drinnen war sie von Schülern umgeben, es war Sonntag und viele drängten nach draußen, wollten sich an der frischen Luft bewegen.
Es verging ein Woche, ohne ein Zeichen von Severus oder Girisha oder den Sphinxen. Miranda war dem Wahnsinn nahe, kaum noch ertrug sie das Nichtstun zu dem sie sich hier in Hogwarts verdammt fühlte.
Auch hatte noch niemand herausgefunden, um was für ein Gift es sich handeln konnte. Dumbeldore hatte sich allerdings an ein Rezept erinnert, das Severus ihm gegeben hatte, bevor er Miranda suchen gegangen war. Es war ein allgemeines Gegengift, und könnte auch bei Severus wirken, allerdings war es nicht einfach herzustellen.
„Es gibt da vielleicht eine Möglichkeit." begann Dumbledore. „Hermine Granger ist in diesem Fach die begabteste Schülerin. Sie könnte es mit unserer Hilfe schaffen." schlug er vor.
Hermine war sofort damit einverstanden, und stürzte sich in die Arbeit, die alles andere als einfach war. Die nervös auf und ab laufende Miranda machte es ihr nicht leichter und war ihr keine sehr große Hilfe.
Den ersten Sud den sie aufsetzte musste sie wegschütten, doch beim zweiten Anlauf klappte es. Nun musste dieser Trank nur noch zwei Wochen stehen, erst dann würde er fertig sein.
Dankbar fiel Miranda Hermine um den Hals. Den Trank selbst hütete sie wie ihren Augapfel, denn vielleicht war er der Schlüssel zu ihrem Severus.
Am späten Nachmittag kehrte eine der Sphinxen zurück und brachte aufregende Neuigkeiten. Sie hatte etwas gefunden, es war nur nicht ganz klar, was. Miranda beschloss am kommenden Morgen aufzubrechen und sich zeigen zu lassen, was die Sphinx entdeckt hatte.
Dumbledore deckte sie mit unzähligen Ratschlägen ein und wollte am liebsten mitkommen. Er wusste, dass sie keine außergewöhnlich begabte Hexe war und gegen eine böse Macht, wie es sich offensichtlich bei dieser Girisha handelte, sicher nicht gewachsen.
Nichts hatten sie über sie herausgefunden. Die wagen Informationen die sie hatten, hatten nicht gereicht. Sie war wie ein unbeschriebenes Blatt. Scheinbar aus dem Nichts war sie aufgetaucht, so als hätte es sie vorher gar nicht gegeben. Er hatte an alle Freunde und Bekannte die ihm einfielen eine Eule geschickt, doch niemand wusste etwas. Sie war ein Phantom.
Am anbrechenden Morgen traf sie sich noch einmal mit Dumbledore in seinem Büro. Er gab ihr ein paar Heilkräuter mit und sie packte sie in ihren Beutel. Außerdem schärfte er ihr ein, bei der kleinsten Unsicherheit oder Gefahr auf der Stelle umzukehren und zurückzukommen.
Auf keinem Fall sollte sie im Alleingang ihr Leben riskieren. Miranda versprach es Halbherzig, nicht gewillt umzukehren, sollte sie tatsächlich Severus finden. Sie zog sich ihren Umhang fest um die Schultern und verabschiedete sich von Albus.
Ernst sah er ihr nach, als sie die Stufen hinab lief, die Halle durchquerte und das Schloss verließ. Sie eilte über die feuchte Wiese zu der Sphinx. In der Nacht waren auch die anderen beiden zurückkehrt. Sie schienen bereits auf sie zu warten. Sanft strich sie ihnen über ihr Fell.
Sie wusste nicht ob es richtig war, sie solch großer Gefahr auszusetzen, aber sie brauchte sie, ohne sie würde sie es nicht schaffen. Die Sphinx schubst sie beruhigend an und Miranda schwang sich auf ihren Rücken.
Sie gebot den anderen beiden hier zu bleiben. Harry, Ron und Hermine waren unterdessen auch gekommen. Sie wollten sich von Miranda verabschieden und ihr Glück wünschen.
Gerührt winkte sie ihnen zu ehe sich der Sphinx mit ihr in die Lüfte schwang. Für sie begann eine Reise ins Ungewisse. Eine Reise von der sie hoffte mit Severus zurück zu kehren.
