Hey Leute,

erstmal möchte ich erklären, warum ich so lange nicht geschrieben habe. 1. C-krise, 2. Krankheit. Ich bin vor 1,5 Jahren Herzkrank geworden und musste mich einige Zeit erholen, 3. durch Punkt 1 und 2 hatte ich eine massive Schreibblockade und konnte einfach nicht mehr weiterschreiben. Es geht mir jetzt bedeutend besser, also hab ich mich wieder darin versucht. Hoffe es freut euch und es kommt wieder auch Interesse bei euch auf, Annas Geschichte weiter zuverfolgen. ;)

LG Melody

Die Kammer

Am Morgen beim Frühstück kam die Nachricht, dass Dumbledore durch das Schulkomitee suspendiert worden war. Der Aufschrei, der durch die gesamte große Halle ging, war ohrenbetäubend. „Was soll das? Sind die endgültig verrückt geworden?", fragte Stephen entsetzt. Ich sah zu Emily, die komplett verwirrt dreinblickte. Lauren drehte sich auch zu ihr um und meinte: „Wieso sollte dein Vater so etwas unterschreiben?" Emily schüttelte nur hilflos den Kopf. Mhm, mit was könnte Malfoy Lord Windsor nur bedroht haben? Er ist ein ehrlicher Mann und hat Geld und Einfluss?! Ich kann mir keinen Umstand denken, der ihn dazu zwingen könnte?

Professor McGonagall war nun vorübergehend die amtierende Schulleiterin. Terry, Anthony und Michael beugten sich zu uns und flüsterten aufgeregt: „Das ist nicht mal alles. Hagrid ist nicht mehr da!" „Wie nicht mehr da?", fragte Lisa. „Die Hütte ist leer und ich habe ein paar flüstern hören, er sei verhaftet worden!", zischte Terry leise zurück. „HA…", Lauren wurde durch einen Rippenstoß von Stephen unterbrochen. „Sch! Nicht so laut!" Ein paar der Älteren hatten sich schon zu uns umgedreht, aber ich bezweifelte, dass diese Information lange verschwiegen werden konnte. „Hagrid wurde verhaftet?! Weswegen?", fragte Lauren leiser. Anthony zuckte mit den Schultern während Lisa zögernd fragte: „Könnte es sein? Dass… Naja…" „Was?", fragte Lauren genervt. Lisa holte tief Luft und flüsterte: „Könnte er der Angreifer sein?" Alle waren kurz sprachlos, aber dann schüttelte Lauren den Kopf und meinte: „Niemals! Er würde nie einen Job hier haben, wenn…" „Warum wurde er dann verhaftet?", unterbrach sie Michael. „Können wir diese Diskussion auf den Ravenclawturm verlegen, Leute", unterbrach ich zischend. Viele Köpfe hatten sich zu uns umgedreht und die anderen nickten schweigend. Rundherum entstanden aber auch einige hitzige Diskussionen. Ich sah zum Gryffindortisch herüber und sah Neville an, der nur mit den Schultern zuckte und die Buchstaben „HQ jetzt" signalisierte. Ich nickte und beendete mein Frühstück leise. Während die anderen die Diskussion auf dem Weg zum Turm wieder aufnahmen, schlich ich mich in unser Hauptquartier.

Neville kam kurz nach mir an. „Dumbledore ist nicht mehr da! Das ist nicht gut!", sagte Neville. Ich nickte und setzte mich seufzend auf das Sofa. „Ich weiß, aber wir können nichts machen, bis wir herausfinden, wer hinter den Attacken steckt." „Du hast nicht die leiseste Idee?", fragte Neville fast verzweifelt. „Jetzt könnte es noch schlimmer werden, wo Dumbledore nicht mehr da ist!" „Es kann keine Kontrolle sein. Ich habe Monate darin geschrieben!", überlegte ich wohl zum tausendsten Mal. Neville zählte an seinen Fingern: „Es sind vier Wochen seit Traceys Versteinerung. Vielleicht reichte die Zeit doch aus. Du hast am Anfang nur ein paar Mal hineingeschrieben. Vielleicht hat die Person jeden Tag hineingeschrieben und das würde vielleicht ausreichen?", spekulierte Neville. Vielleicht hatte er Recht, vielleicht ist Tom aber auch stärker geworden durch mich! Ich stöhnte leise und legte meinen Kopf in meine Hände. Neville setzte sich neben mich und legte die Arme um meine Schulter. „Was immer du auch denkst, Anna, es ist nicht deine Schuld!", flüsterte Neville eindringlich. Ich sprang auf und rief: „Doch, Neville, das ist es! Ich habe es hierhergebracht!" „Lass uns nicht darüber weiterreden. Es hilft niemanden!", sagte Neville bestimmt. Ich sah erstaunt zu ihm und musste lächeln. „Was?", fragte er. „Du bist bestimmt. Das finde ich überraschend, aber auch toll! Ich kann es nicht besser ausdrücken!", musste ich schmunzelnd antworten. Ich zuckte mit den Schultern und setzte mich neben ihn. Neville lächelte und meinte: „Es ist inzwischen viel passiert! Sehr viel!" Ich seufzte und nickte. „Viel Gutes, Anna!", fügte er hinzu. Ich sah zu ihm und lächelte. „Ja!" „Und dem Schlechten", begann Neville, „treten wir gemeinsam gegenüber!" Gemeinsam!

Ich hatte mich zu Tracey in den Krankenflügel geschlichen und saß an ihrem Bett, als ich eine Stimme hörte, von der ich geglaubt oder eher gehofft hatte, sie nie wieder hören zu müssen. Ich drehte mich verblüfft um und sah, wie Lockhart aus dem Büro von Madame Pomfrey rausstürmte. Schnell huschte ich hinter eine der mobilen Stellwände. „Mister Lockhart, Sie haben Order hier im Krankenflügel zu bleiben und nur mit Begleitung ihr Büro aufsuchen zu dürfen!" „So ein Schwachsinn, ich kann gehen, wohin ich will Madame!", entgegnete Lockhart harsch. „Sie bleiben hier oder ich rufe augenblicklich die Auroren!" Das saß, Lockhart blieb stehen und setzte sich auf eines der leeren Betten im vorderen Bereich der Krankenstation. Madame Pomfrey sah ihn wütend an und verschwand dann wieder in ihrem Büro. Lockhart stöhnte und setzte sich bequemer auf das Bett. Ich dachte, ich sehe diesen Typen nie wieder! Was mache ich jetzt? Ich muss an ihm vorbei, um den Krankenflügel zu verlassen! Ich schlich zu Traceys Bett und setzte mich leise hin. Jetzt wünschte ich, ich könnte diesen Muffliato-Zauber! Aber der ist leider zu herausfordernd… noch! Ich sah auf Traceys erstarrtes Gesicht und nahm mein Gesicht in beide Hände. Warum? Warum hab ich das getan? Es ist meine Schuld!

„Hab ich also doch richtig gehört! Du! Du kleine…" Ich sprang auf und fuhr herum. Lockhart stand wütend vor mir. „Hallo", sagte ich und stellte mich ein wenig seitlich neben das Bett und griff unmerklich nach meinem Zauberstab. „Hallo? Hallo? Das sagst du! Du kleine Kröte! Abschaum! Du hast mein Leben ruiniert!", schrie Lockhart. „ICH hab Ihr Leben ruiniert?", fragte ich ungläubig. „Alles was passiert ist, haben Sie sich selbst zuzuschreiben!" Lockhart schnaubte wütend und ich sah ihn neugierig an. „Was?" „Sie können wieder sprechen? Schade, ich dachte es dauert etwas länger bis die einen Gegenzauber finden!", sagte ich herausfordernd. Lockhart wurde puterrot und er schnappte mehrmals nach Luft. Vielleicht sollte ich ihn nicht reizen, auch wenn er inkompetent ist, hat er die gesamte Zaubererwelt getäuscht. Einige Zauber beherrscht er besser als die anderen! Ich trat vorsichtshalber doch einen Schritt zurück und versuchte an der mobilen Stellwand vorbeizusehen, aber Madame Pomfreys Tür war zu. Also von dort kann keine Hilfe kommen!

„Du bist eine eingebildete kleine Gans! Ganz wie die Ravenclaws immer schon waren!" „Was soll das denn? Sie sind selbst ein Ravenclaw gewesen!", entgegnete ich. Auch wenn ich nicht kapiere, wie! „Ja, aber Wissen und Studieren, dauernd haben alle nur in die Bücher geschaut. Nie wollten sie Ruhm oder Anerkennung, immer wieder haben sie mich immer nur belächelt.", ereiferte sich Lockhart. Ich musste grinsen und fragte: „Und das wundert Sie? Die haben Sie schon damals durchschaut! Sie sind Show und nichts dahinter. Ein Blender! Und hätten Sie mich nicht dauernd so genervt, hätte ich sie einfach weiter ignoriert, aber nein aus irgendeinem Grund wollten Sie mich dauernd herausfordern. Tja, ist nach hinten losgegangen. Selbstschuld!" Lockhart sah an mir vorbei und sah Tracey dort liegen. „Ohh", meinte er süffisant „hat es deine Freundin etwa erwischt? Pff, eine Slytherin weniger auf der Welt, kein Verlust!" Mich überkam heiße Wut! „Halten Sie die Klappe! Sonst wird die Welt um Sie ärmer und das wäre wirklich kein Verlust und glauben Sie nicht, dass ich meinen Worten nicht Taten folgen lasse!" Ich hob meinen Zauberstab ganz offen und zielte auf seine Brust. Lockhart wurde doch ein wenig blasser und hob die Hände in abwehrender Haltung. „Schon gut, schon gut!" Wir hörten Geräusche von Madame Pomfreys Büro und Lockhart sah mich abschätzig an. „Eines Tages treffen wir uns wieder und dann werde ich mich rächen!" Er drehte sich um und ging zurück zu seinem Bett. Ich nickte und rief ihm nach: „Ja, bei Ihrer Gerichtsverhandlung, wo Sie für ein paar Jahre nach Askaban geschickt werden!" Lockhart wirbelte zu mir um und wollte auf mich zustürmen, aber in diesem Moment kam Madame Pomfrey aus dem Büro und sah mich überrascht an. „Miss Hansen, was machen Sie denn hier?" Dann sah sie zu Lockhart und schimpfte: „Setzen Sie sich endlich auf Ihre vier Buchstaben, sonst werde ich Sie dort festzaubern!" Lockhart setzte sich widerwillig hin, aber stierte mich weiterhin hasserfüllt an. „Miss Hansen, Sie sollten nicht hier sein!", rügte mich Madame Pomfrey. „Ja, ich weiß Madame Pomfrey. Es tut mir leid!", gab ich kleinlaut zurück. Madame Pomfrey seufzte, sah zu Tracey und meinte dann mitfühlend: „Ich kann Sie ja verstehen. Kommen Sie, Miss Hansen, ich bringe Sie zurück in Ihren Gemeinschaftsraum." Ich nickte und folgte ihr hinaus aus dem Krankenflügel und sah noch ein letztes Mal zu Lockhart. Wenn Blicke töten könnten… „Madame seit wann ist Lockhart wieder da?", fragte ich. „Erst wenige Stunden. Er braucht noch immer medizinische Hilfe, seitdem wir den Zauber von Ihnen rückgängig machen konnten." Ich nickte und schwieg den Rest des Weges.

Die Tage vergingen und immer wieder kam es zu Versteinerungen. Viel mehr als im Buch! Ich verstehe es nicht? Wie kann Tom jemand so schnell kontrollieren, selbst im Buch hat es bei Ginny Monate gebraucht. Es sind kaum vier Wochen rum?! Ich saß im Ravenclawturm, den niemand mehr ohne einen Professor verlassen durfte. Es herrschte Angst und Panik, vor allem bei den Muggelgeborenen, von denen es nicht mehr viele Nicht-versteinerte gab. Alle Angriffe galten Muggelgeborenen oder Halbblütern. Viele wollten nach Hause und verstanden nicht, wieso das nicht ging. Ich konnte es mir inzwischen denken. Das Ministerium! Wenn Dumbledore oder jetzt McGonagall keine Kontrolle mehr hat, dann mischt sich das Ministerium vielleicht viel früher in Hogwarts ein und das darf nicht passieren!

Emily und Lauren setzten sich zu mir und Lauren flüsterte leise: „Anna, die Alraunen sind bald fertig!" Ich sah auf und fragte erstaunt: „Woher weißt du das?" Lauren lächelte stolz und antwortete: „Ich bin doch genau wie Neville im Kräuterkunde-Club. Neville hat es mir gesagt. Er durfte Professor Sprout sogar helfen, weil er ja echt ein Talent hat für Pflanzen." Ich nickte zustimmend. Ja, das hat er wirklich und jetzt können wir Tracey und all den anderen endlich helfen! Bald ist es vorbei, aber das bedeutet auch…. Oh nein, Harry und Ron müssten die Kammer finden und öffnen. Aber das wird nur passieren, wenn Ginny entführt wird und wieso sollte das passieren? „Anna! Hey Anna!", Emily schüttelte mich an der Schulter und ich sah sie verschreckt an. „Entschuldige Anna, aber du warst irgendwie so weggetreten, das hat uns Sorgen gemacht. Alles in Ordnung?", erklärte Emily. Ich nickte und meinte schuldbewusst: „Tut mir leid, aber ich musste an Tracey denken und all die anderen." Emily nickte verstehend und Lauren meinte: „Ja, verständlich, aber hoffentlich können die alle uns bald sagen, wer für all das verantwortlich ist!" Ich nickte und wir unterhielten uns leise weiter, bis es Zeit war schlafen zu gehen. Aber der eine Gedanke lies mich den ganzen Abend und die halbe Nacht nicht los. Sie werden die Kammer öffnen!

Am nächsten Tag saß ich im Innenhof des Glockenturms und las in einem Buch. Da es die einzige Zeit war, die uns gestattet war, draußen zu sein, nutzten viele diese Gelegenheit. Professor Flitwick saß nur einige Meter entfernt und demonstrierte eine Zauberstabbewegung für einige Sechstklässler, die diese eifrig studierten und nachmachten. Der Rest der Ravenclaws standen oder saßen im gesamten Innenhof verteilt und genossen die Sonne, lasen oder schwatzten miteinander.

Plötzlich hallte eine Stimme durch alle Hallen, Räume und Höfe von Hogwarts: „Alle Schüler begeben sich augenblicklich in ihre Gemeinschaftsräume. Die Lehrer treffen sich im Lehrerzimmer!" Alle sahen verschreckt auf und fingen an, laut durcheinander zu reden. Professor Flitwick musste einen kleines magisches Feuerwerk starten, damit er die volle Aufmerksamkeit von allen hatte. „Vertrauensschüler, bringt alle in den Turm und bleibt dort!", befahl er. Er sah mich direkt an und ich nickte ihm zu, dann folgte ich meinen Klassenkameraden ins Schloss. Im Turm angekommen, zählten die Vertrauensschüler uns alle durch und meine Freunde trafen sich wieder in unserer Ecke, um zu spekulieren was wohl geschehen war und wen es diesmal erwischt hatte. Ich entschuldigte mich und lief in mein Zimmer. „Milly!" Milly ploppte neben mir auf. „Junge Miss Anna?", fragte sie verwirrt, während ich mir meinen Besen schnappte und das Fenster öffnete. „Geh zu Neville, bitte, und frage ihn, ob Harry oder Ron im Gryffindorturm sind!" Milly ploppte weg und ich drapierte mein Bett so, dass es aussah, als ob ich darin schlief. Dann stieg ich auf den Besen und flog aus dem Fenster und hinüber zum anderen Turm. An einem der Fenster im dritten Stock zauberte ich: „Alohomora!" Das Fenster ließ sich nun öffnen und ich landete im Flur, nahm den Besen und lief zum Lehrerzimmer. Ich öffnete die Tür zu einem Raum neben dem Lehrerzimmer und spähte durch einen Spalt in den Flur.

„Junge Miss, sollte in Ihrem Turm sein! Was macht junge Anna denn hier?", fragte Milly mich streng, die wieder neben mir erschienen ist. Ich drehte mich leicht zu ihr um und fragte: „Sind die beiden im Gryffindorturm?" Milly schüttelte den Kopf und sagte streng: „Nein und junge Miss Anna muss in Ihrem Turm sein." „Ja, gleich. Warte einen Moment!", versuchte ich sie abzuwimmeln. Die Tür zum Lehrerzimmer ging auf und ich sah alle Lehrer hinauslaufen. Lockhart ist nicht bei Ihnen und wird es auch nicht, also wen nehmen die zwei mit, wenn das alles passiert? Diesmal werde ich es verhindern. Wer immer da unten ist, wird garantiert nicht so gesteuert, wie ich oder Ginny. Harry und Ron kamen aus dem Lehrerzimmer und liefen den Gang in die andere Richtung weg. Schnell sprintete ich hinterher und rief: „Jungs wartet!" Harry und Ron blieben erschrocken stehen und drehten sich um. „Was machst du denn hier?", fragte Harry. „Lauschen anscheinend wie ihr, aber ihr hattet einen besseren Platz. Was ist passiert?", fragte ich ängstlich. Ron war leichenblass und sagte hastig: „Meine Schwester ist da unten… in der Kammer. Es… will …. sie umbringen. Es stand geschrieben… nur ihr Skelett wird gefunden werden." WIESO? :Weil es mir das bringt, was ich will!: Tom, verdammt noch mal lass sie alle doch in Ruhe! : Keine Chance, Kleine:

Harry und Ron waren weitergelaufen während meines kleinen inneren Monologes. „Jungs, wartet! Wo wollt ihr hin?", schnell sprintete ich hinter ihnen her. „Wir retten sie! Was denn sonst?", schrie Ron fast. „Mit welchem Plan?", fragte ich. „Wir wissen, wo der Eingang ist! Harry öffnet ihn, wir gehen runter, besiegen den Basilisken und retten Ginny!", sagte Ron ungeduldig. „Okay und wie?", fragte ich erneut. „Keine Ahnung! Wir finden es raus, wenn wir da sind!", schrie Ron mich an. „Ron, ich verstehe deine Angst! Wirklich! Aber es ist ein Basilisk und welche Zauber kennst du gegen so ein Tier? Was ist, wenn du auch stirbst? Was ist dann mit deinen Eltern und deinen Brüdern?", fragte ich erneut. Harry war stumm neben uns hergelaufen und schaltete sich jetzt ein: „Vielleicht hat sie Recht, Ron. Wir sollten einen Erwachsenen dazu holen!" Ich nickte erleichtert. „Na toll, dann macht sie das und wir gehen voraus!", willigte Ron ein und lief noch schneller. Harry sah mich an und sagte: „Der Eingang ist, denke ich, in der Mädchentoilette im 2. Stock." Ich nickte ihm zu und drehte mich um, um die nächste Treppe nach oben in Richtung Ravenclawturm zu nehmen. Milly aber stand im Weg und ich atmete einmal tief durch. „Milly, ich hole Professor Flitwick." Milly sah skeptisch und auch ein wenig ängstlich aus und ich sagte ihr: „Geh in den Gryffindorturm und sag Neville was passiert ist, sonst macht er sich wahnsinnige Sorgen!"

Milly ploppte wieder weg und ich rannte ohne Pause die Treppen hoch in den 7. Stock und in Professor Flitwicks Büro ohne anzuklopfen. „Miss Hansen, wo in Merlins Namen waren Sie!", fragte mich Professor Flitwick sehr streng. Ich versuchte Luft zu holen und antwortete: „Sie müssen mit mir kommen, Sir. ….. Die Kammer ist …. Offen…. Harry und Ron sind wahrscheinlich schon unten!" „Wie bitte?" „Was?" In dem Moment fielen mir erst die zusätzlichen Menschen im Büro auf. Professor McGonagall sah mich entsetzt an und Professor Snape wütend. Ich schluckte schnell und erklärte: „Harry hört seit einer Ewigkeit Stimmen und dachte er sei verrückt, weil niemand sonst sie hören kann. Aber es ist kein Geist, sondern eine Schlange, die er hört. Genauer ein Basilisk! Und der Eingang zur Kammer ist dort, wo alles begann, und auch endete vor 50 Jahren in der Mädchentoilette im zweiten Stock. Kommen Sie schnell!" Ohne abzuwarten, drehte ich mich um und rannte die Treppen wieder hinunter. Ich nahm einige der Abkürzungen, die ich in den letzten zwei Jahren hier in Hogwarts entdeckt hatte, die dafür sorgten, dass man vom Ravenclawturm, schneller in der großen Halle war und somit ein paar Minuten länger morgens schlafen konnte.

In der Mädchentoilette stand Neville vor dem riesigen Loch und sah mich entgeistert an. „Die sind da runter, oder?" Ich war kurz sprachlos, dass er hier war, aber dann nickte ich ergeben und blickte selbst in die Finsternis. „Ich fürchte…" „und ich fürchte etwas anderes!", sagte eine Stimme und Neville und ich wirbelten herum und standen niemand anderem als Lockhart gegenüber. „Was wollen Sie denn hier?", fragte ich entgeistert. Lockhart sagte nichts und schaute nur an uns vorbei in das tiefe Loch. Leise sagte er: „Hier also ist der Eingang und dort unten ist das Monster der Kammer!" Neville und ich sahen uns an. Neville wollte gerade etwas sagen, da hörten wir Schritte von mehreren Personen. Die Lehrer zum Glück, ich habe sie wohl bei einer der Abkürzungen verloren. Lockhart drehte sich kurz zur Tür um und knallte sie mit Magie zu. Dann drehte er sich zu uns um und grinste mit so einem fiesen Grinsen, dass ich unwillkürlich einen Schritt zurück machte und die Kante des Loches an meinen Füßen spürte. Neville zog mich wieder ein Stück nach vorne und stellte sich leicht vor mich. „Was wollen Sie?", fragte er. „Rache!" Das Fußgetrappel war fast vor der Tür. Meine Güte, wie lange brauchen die denn? „Rache? Sie haben sie angegriffen!", sagte Neville wütend und fügte hinzu: „Alles was passiert ist, haben Sie sich selbst zuzuschreiben!" Ich musste lächeln. Déjà-vu! „Was auch immer! Aber was für unartige Kinder ihr seid, einfach in die Kammer zu springen, als brav in euren Gemeinschaftsräumen zu bleiben. Selbstschuld!" Neville hatte seinen Zauberstab gezogen, aber Lockhart nutzte keinen Zauber, sondern sprang plötzlich auf uns zu und jetzt kam die natürliche menschliche Reaktion: Ein erschrockener Schritt zurück und das war ausreichend! Neville und ich stürzten in das Loch und rutschten auf den dreckigen schleimigen Rohren in die Dunkelheit.