CSI New York: Hypnosis Part Two9
CSI New York
- Hypnosis Part Two -
Am Tag nach dem Weihnachtsball rief Destiny Don an.
„Flack?"
„Hallo, Don. Ich bin's, Destiny."
„Hallo, Kleines. Das ist ja eine Überraschung! Wieso rufst du mich denn an?"
„Ich wollte dir nur sagen, dass ich dir keine Vorwürfe mache. Ich weiß, dass ich momentan auch so distanziert dir gegenüber bin. Der Grund dafür ist, dass es mir nicht besonders gut geht. Es hat also nichts mit dir zu tun", sagte Destiny. „Wie geht's dir?"
„Momentan geht's mir ganz gut", antwortete Don. „Besser als sonst. Es tut mir leid, wenn ich dich in irgendeiner Weise verletzt habe, ohne es zu wissen. Sind wir immer noch Freunde?"
„Ja. Wir sind immer noch Freunde. Daran hat sich nichts geändert. Du bist für mich auch immer noch mein Wahlbruder. Ich wünschte nur, die ganze Sache wäre endlich vorbei. Aber es gibt wohl noch keine Entwarnung."
„Das macht mich auch ganz fertig. Ich habe Angst, dass es plötzlich Klick macht und ich nichts tun kann, um es zu verhindern."
„Ich kann deine Angst verstehen. Aber ich möchte dir auch nicht aus dem Weg gehen, weil ich denke, dass derjenige, der hinter allem steckt, garantiert noch ein As im Ärmel hat. Ich habe das Gefühl, dass er es zur Not selbst tun würde. Ich bin bereit, das Risiko einzugehen. Und ich vertraue dir. Du hättest schon öfters Gelegenheit gehabt. Aber ich weiß, dass du dagegen ankämpfst, weil du mich wie eine Schwester liebst und wir zudem noch befreundet sind. Ich habe keine Angst vor dir."
„Das ist gut zu wissen. Hättest du nicht Lust, übermorgen vorbeizukommen? Jessy hat Nachtschicht, und sie meinte, ich sollte dich fragen, ob du auf mich aufpasst. Wir könnten auf uns gegenseitig aufpassen."
„Na schön. Ich komme dann übermorgen zu dir. Bis dann."
„Bis dann."
Tatsächlich fuhr Destiny zwei Tage später zu Don, nichtsahnend, dass Don nicht er selbst war, sondern nur so tat.
„Möchtest du etwas trinken?", fragte er.
„Ja, bitte. Hast du auch Cola da?"
„Aber sicher doch. Extra für dich gekauft. Ich bin gleich wieder da."
Destiny machte es sich auf der Couch bequem.
Don ging in die Küche und holte zwei Gläser sowie eine Flasche Cola. Dann kehrte er ins Wohnzimmer zurück.
Destiny trank ein Glas Cola nach dem anderen. Don sah sie gespannt an. Er hatte eine aphrodisierende Droge namens Lovelight in der Cola aufgelöst.
Schließlich testete er die Wirkung, indem er zweideutige Andeutungen machte. Er war mehr als zufrieden, als Destiny auf diese Andeutungen einging. Es zeigte ihm, dass die Droge wirkte. Don dachte an etwas Besonderes.
„Des, was hältst du davon, wenn wir uns ins Gästezimmer zurückziehen und ein bisschen Spaß haben?"
„Und an was hast du da gedacht?", fragte Destiny herausfordernd.
„Fesselspielchen."
„Hört sich verlockend an", sagte Destiny kokett.
Tatsächlich gingen die beiden ins Gästezimmer. Sie sanken aufs Bett, und Destiny legte Don die Handschellen an. Sie küsste ihn erst auf den Mund und wanderte dann tiefer. Sie leckte über seine Brust und verwöhnte auch seine Brustwarzen. Don stöhnte auf.
Destiny ließ ihre Zunge langsam zu seinen Lenden hinab wandern.
„Meine Güte, Des!", stöhnte Don.
Doch Destiny sah ihn nur mit einem lasziven Blick an und setzte ihre Verwöhnung fort. Ihre Lippen umspielten Dons Eichel, und ihre Zunge wanderte am Schaft auf und ab. Sie ließ den Penis rhythmisch in ihren Mund hinein- und herausgleiten. Ihre langen Haare strichen über seine bis zum Zerreißen gespannte Haut. Don konnte keinen klaren Gedanken mehr fassen.
Schließlich unterstützten Destinys Hände ihren gefundenen Takt mit abwechselnd sanften und harten Streicheleinheiten.
Als sie sein Glied lustvoll zucken spürte und Don der Höhepunkt überkam, lächelte sie triumphierend. Schließlich kniete sie sich über ihn und begann ihn zu reiten, bis auch sie der Höhepunkt überkam.
Sie löste die Handschellen, zog sich wieder an und ging zurück ins Wohnzimmer. Sie brauchte unbedingt etwas zu trinken.
Auch Don zog sich an und folgte ihr ins Wohnzimmer. Während auch er Cola trank, starrte er Destiny erstaunt an.
„Ist was?", fragte sie.
„Nein, ich frage mich nur gerade, wo du das alles gelernt hast."
„Langjährige Erfahrung", sagte Destiny lächelnd.
„So so."
Wieder tranken sie, und Don starrte Destiny noch immer an. Destiny bemerkte das und sah ihn fragend an.
„Ich stelle mir gerade vor, wie du wohl gefesselt aussiehst."
„Wieso stellst du dir das nur vor?", fragte sie kokett.
„Du hast Recht."
Don stand auf, hob Destiny hoch und trug sie wieder ins Gästezimmer. Diesmal fesselte er sie mit Handschellen. Dann kniete er sich über sie, so dass sie unter ihm gefangen war und begann, ihre Brüste zu liebkosen und zu kneten. Dann ließ er seine Zunge mit ihren Brustspitzen spielen, und diese richteten sich schmerzhaft auf. Seine Hände berührten währenddessen jede Stelle ihres Körpers. Schließlich ließ Don seine Zunge weiterwandern, und Destiny hatte das Gefühl, dass Flammen auf ihrer Haut tanzten. Schließlich erreichte Don das Geheimnis ihrer Weiblichkeit und verweilte dort. Destiny stöhnte auf und wand sich unter ihm. Das spornte Don nur noch mehr an, und seine Hände folgten der Spur seiner Zunge, bis auch sie das Geheimnis ihrer Weiblichkeit erreichten. Dort verweilten sie und brachten Destiny schier um den Verstand. Sie stöhnte auf, als seine Finger in sie eindrangen. Sie drängte sich ihm entgegen. Zögernd gab er ihrem Drängen nach und senkte sich langsam auf sie herunter. Destiny spürte sein Glied, das sich gegen ihren Schenkel drängte. Don stellte fest, dass sie bereit, ihn in sich aufzunehmen. Mit dem Knie schob er ihre Schenkel auseinander und drang mit einem kräftigen Stoß in sie ein. Er begann, seine Hüften zu bewegen und mit fordernden Stößen in sie einzudringen, die ihrer beider Lust ins Unermessliche steigerten. Immer schneller und härter nahm er sie und drang mit jedem heftigen Stoß tiefer und tiefer in sie ein. Wieder und wieder drang Don in sie ein, tiefer und härter, bis er schließlich im Strudel der Leidenschaft versank und sich tief in Destiny verströmte. Ihr Körper umgab ihn heiß, samtig und feucht, während sie von ihrer eigenen Lust mitgerissen wurde.
Destiny erinnerte sich am nächsten Morgen an alle Einzelheiten der letzten Nacht. Sie stürzte sich in die Arbeit, um das Ganze zu vergessen. Sie versuchte auch, sich von ihren körperlichen Beschwerden abzulenken.
Gegen Mittag klingelte plötzlich ihr Handy.
„Castlereagh?"
„Hi, Destiny. Ich bin's, Don. Eigentlich wollte ich mich schon früher bei dir melden, aber ich bin gerade erst aufgewacht. Und die Kopfschmerzen bringen mich um. Ach, bevor ich's vergesse: Jessy will mit dir sprechen."
„Dann soll sie sich bei mir melden. Ich wollte eigentlich nicht ins Labor, weil es mir echt beschissen geht, aber Arbeit ist ja bei mir die beste Medizin."
„Dir geht's beschissen? Was hast du denn?"
„Ich weiß es nicht. Mir tut alles weh, und mein Kreislauf spinnt. Ich war heute Nacht noch im Labor. Das hätte ich vielleicht doch lieber lassen sollen, vor allem, weil mir schwindlig war. Ich sage nur erhöhte Unfallgefahr."
„Das ist beunruhigend. Du solltest dich wirklich schonen", meinte Don. „Übrigens möchte ich mich entschuldigen wegen gestern Nacht. Irgendwie habe ich das Gefühl, ich kann mich in deiner Gegenwart nicht beherrschen. Es ist besser, wenn wir uns erst einmal nicht mehr sehen."
„Wenn du meinst. Aber es bricht mir das Herz. Außerdem hat der ganze Horror bald ein Ende. Ich habe die Lösung vor Augen und zudem noch einen Plan, wie wir alle Beteiligten auf einmal enttarnen könnten. Aber ich bezweifle, dass Mac das zulassen wird."
„Ich hoffe wirklich, dass das bald ein Ende hat. Ich fühle mich, als würde ich mich selbst verlieren. Gestern Abend, da war ich nicht ich selbst. Es tut mir leid, dass ich dich ausgenutzt habe."
„Ist schon okay. Du warst wirklich nicht du selbst. Ich aber auch nicht. Ich... Lassen wir das am besten. Richte deiner - nennen wir es mal - bösen Seite aus, dass sie es fast geschafft hat, mich zu zerstören. Aber ich gebe nicht so schnell auf! Niemals!", sagte Destiny. „Ach ja, und sag Jessy, sie soll sie umgehend bei mir melden."
„Mach ich."
Destiny widmete sich wieder ihrer Arbeit. Sie ging auch zu Mac.
„Mac, kann ich mal mit dir sprechen?", fragte sie.
„Sicher", sagte er. „Über was willst du denn mit mir sprechen?"
„Ich weiß, ich sollte nicht soviel arbeiten, aber ich kann nicht nur zu Hause sitzen und abwarten, bis ihr etwas gefunden habt. Und hier bin ich sicherer als zu Hause. Ich möchte dich um Erlaubnis bitten, dass ich noch einmal sämtliche bisher gesammelten Spuren untersuche."
„Aber das kann Tage dauern, bis wir da etwas herausgefunden haben", meinte Mac. „Und ich möchte nicht, dass du dich überarbeitest. Ich kenne dich, Des. Du gibst nicht eher auf, als bis du auf irgend etwas gestoßen bist, und wenn du Doppelschichten machst. Außerdem bist du das Anschlagsziel. Ich finde es nicht gut, dass du selbst die bisherigen Spuren analysierst."
„Mac, bitte! Wenn ich nur zu Hause herumsitze, dann fühle ich mich nicht sicher, auch wenn Shawn als mein Aufpasser fungiert. Ich fühle mich hier sicherer. Und ich kann auch gleichzeitig helfen, den oder die Drahtzieher zu entlarven. Das lenkt mich von der ganzen Sache ab."
„Na schön, wenn es dir so wichtig ist, dann hast du meine Erlaubnis. Aber begeistert bin ich davon nicht."
„Das weiß ich, Mac. Und danke", sagte Destiny. „Da ist noch etwas."
„Und was?"
„Ich habe da eine Idee, wie man den oder die Drahtzieher entlarven könnte."
„Was immer es ist, ich bin dagegen. Du würdest nicht davor zurückschrecken, dich selbst in Gefahr zu begeben, um an den oder die Drahtzieher heranzukommen", sagte Mac. „Des, ich möchte nicht, dass dir und dem Baby etwas passiert. Du bist gerade erst knapp dem Tod entronnen. Ich möchte nicht, dass du dich jetzt bewusst in Gefahr begibst. Ich verstehe deine Beweggründe, glaub mir. Aber ich habe auch Angst um dich und unser Kind."
„Aber dann finden wir den oder die Schuldigen niemals!", sagte Destiny und war den Tränen nah.
Mac stand auf und ging zu ihr hin. Er legte ihr seine Hände auf die Schultern.
„Doch, wir werden ihn oder sie finden, Des. Aber es einfach zu gefährlich, wenn du irgend etwas anstellst, um ihn oder sie zu entlarven. Was hattest du denn geplant?"
„Ich wollte das Gerücht verbreiten lassen, dass ich des Rätsels Lösung gefunden habe. Der oder die Drahtzieher müssen dann zwangsläufig nervös werden. Und dann hätten wir ihn oder sie."
„Ich überlege mir etwas anderes. Sollte mir nichts einfallen, dann werde ich überall verbreiten lassen, dass ich des Rätsels Lösung gefunden hätte. Das ist mir lieber, als wenn es heißt, dass du fündig geworden bist."
„Danke, Mac. Ich gehe dann mal wieder an die Arbeit."
„Mach das. Aber denk daran, dass du auch öfters Pausen machst und dich auch mal für ein oder zwei Stunden hinlegst."
Destiny nickte und verließ Macs Büro.
Destiny untersuchte sämtliche Spuren, die es bisher zu diesem Fall gab. Plötzlich klingelte ihr Handy.
„Castlereagh?"
„Hi, ich bin's, Jessy. Ich sollte mich bei dir melden?"
„Ja. Ich habe des Rätsels Lösung dicht vor Augen. Ich denke, noch ein oder zwei Tage und der ganze Spuk hat ein Ende. Der Drahtzieher sowie seine Komplizen, soweit vorhanden, können dann verhaftet werden. Wenn du dir das, was ich bisher herausgefunden habe, ansehen willst, kannst du jederzeit zu mir ins Labor kommen. Aber ich habe von Don gehört, dass du auch mit mir sprechen wolltest?"
„Ja, das wollte ich. Ich habe noch einmal mit dem Psychologen im Krankenhaus gesprochen. Ehrlich gesagt bin ich froh, dass du des Rätsels Lösung schon fast hast. Der Psychologe hat gesagt, dass sich Dons Persönlichkeit dauerhaft negativ verändern könnte, wenn das noch länger so weitergeht."
„Bitte nicht! Hat er eine Idee, wodurch die Hypnose aufgehoben werden könnte? Wahrscheinlich nicht. Sonst hätte er uns das ja schon längst gesagt", sagte Destiny. „Also werde ich mir mal wieder Tage und Nächte um die Ohren schlagen und fieberhaft weitersuchen."
„Mach das", sagte Jessy. „Aber was sagt Mac dazu?"
„Er ist gar nicht davon begeistert, zum einen weil ich das Anschlagsziel bin, und zum anderen weil es mir nicht gut geht. Aber es geht nicht anders. Ich kann nicht nur daheim herumsitzen. Die Angstzustände machen mich fertig, vor allem, wenn ich über die Sache nachdenke, was ich daheim machen würde."
„Wenn du Hilfe brauchst, dann sag mir Bescheid", meinte Jessy. „Ach ja, der Psychologe sagte noch, dass das einzige, was helfen würde, das Codewort wäre. Hoffentlich fassen wir den Täter bald. Don ist schon seltsam genug."
„Du hast keine Ahnung, wie seltsam dein Mann eigentlich ist. Aber lassen wir das", sagte Destiny. „Jessy, ich hatte eigentlich vor, dem Drahtzieher eine Falle zu stellen, indem ich verbreiten lasse, dass ich die Lösung habe. Ich weiß, dass das lebensgefährlich ist, aber mir fehlt nur noch der allerletzte Beweis. Den hoffe ich zu bekommen, indem ich denjenigen provoziere, der hinter allem steckt. Ich will nicht, dass der Dreckskerl ungeschoren davonkommt, nicht nach dem, was er Don und mir angetan hat oder immer noch antut. Er zerstört nämlich nicht nur Don seelisch, sondern mich ebenfalls, ganz zu schweigen vom Rest des Teams, angeführt von dir und Mac. Ich persönlich habe kaum noch Kraft, das durchzustehen, aber das musst du für dich behalten."
„Ich sage nichts. Vor allem, weil ich das Gefühl habe, jeden Moment einfach umzukippen. Und glaub mir, ich weiß, wie seltsam Don sein kann."
„Das bezweifle ich. Denn ich glaube, Dons seltsames Verhalten ist bei jedem anders", meinte Destiny. „Wie seltsam ist er denn bei dir?"
„Also, ich weiß nicht, wie ich das beschreiben soll. Vielleicht ist dir das auch aufgefallen. Eigentlich ist er wie immer, aber da ist dieser seltsame Ausdruck in seinen Augen, und dann ist er plötzlich ganz anders."
„Glaub mir, das ist noch harmlos. Es gibt Schlimmeres", sagte Destiny. „Aber wahrscheinlich liegt es daran, dass du als seine Frau nicht das Ziel bist. Er ist kaum noch er selbst, und das ist einer der Gründe, weshalb er und ich uns nicht mehr treffen werden, bis die Sache beendet ist. Das habe ich gestern gemerkt. Tut mir leid, dass ich nicht mehr auf ihn aufpassen kann, wenn du arbeiten musst."
„Macht nichts. Ich glaube, ich will nicht wissen, was du meinst. Aber ich werde auf Don aufpassen."
„Es ist auch besser, wenn du es nicht weißt. Es reicht, wenn ich es weiß und damit leben muss. - Aus meinem Plan wird wohl nichts. Mac ist strikt dagegen, dass ich das mache. Er will sich erst etwas anderes überlegen und, wenn er keine Idee hat, sagen, dass er des Rätsels Lösung gefunden hätte. Auf jeden Fall hat er akzeptiert, dass ich nicht daheim bleiben möchte."
„Egal, was ihr vorhabt, ich bin dabei. Sagt mir Bescheid, wenn ich irgend etwas tun soll."
„Das ist gut. Wir brauchen deine Augen. Soll heißen, sollte Mac das Gerücht verbreiten, dann musst du beobachten, wer von deinen Kollegen nervös wird. Nicht nur in der Mordkommission, sondern auch in den anderen Abteilungen. Ach ja, kannst du herausfinden, wer von deinen Kollegen eine Tochter hat, die gerne die Modezeitschrift Trendy Teen Fashion liest oder der in der letzten Zeit eine große Menge dieser Zeitschrift gekauft hat? Die Schnipsel, mit denen die Drohbriefe erstellt wurden, stammen überwiegend von dieser Zeitschrift."
„In Ordnung. Ich melde mich bei dir, sobald ich etwas weiß."
Destiny machte sich wieder an die Arbeit.
Eigentlich wollte sich Don am Abend mit Destiny treffen, doch sie hatte ihm abgesagt, weil es ihr nicht besonders gut ging. Sie hatte sich doch ein wenig mit der Arbeit übernommen, obwohl sie zwischendurch Pausen gemacht und sich auch hingelegt hatte. Sie erzählte ihm von den neuen Beweisen und auch, dass Mac mehr als wütend wäre und die Verhaftung des Drahtziehers selbst vornehmen wollte.
Don war letztendlich froh darüber, dass Destiny abgesagt hatte, denn ihm selbst ging es auch nicht gut. Daher beschloss er, früh ins Bett zu gehen.
Doch mitten in der Nacht wurde er durchs Telefon geweckt und hob ab.
Als er auflegte, war er wie ausgewechselt. Er zog sich an und fuhr zum Crime Lab. Glücklicherweise war das Labor in dieser Nacht kaum besetzt. Alle waren wohl in der Stadt unterwegs. Doch das war Don nur recht. Er schlich sich bis zu Macs Büro. Dort blieb er stehen und zog seine Waffe. Vorsichtig entsicherte er sie. Er hoffte, dass niemand - vor allem nicht Mac - das Geräusch bemerkt hatte.
Doch er hatte sich geirrt. Mac hatte es gehört. Als ehemaliger Marine war er darauf trainiert, frühzeitig die Gefahren zu erkennen.
Bevor Don abdrücken konnte, griff Mac ihn an und verwendete dabei seine Kampfkünste. Don ging zu Boden, wo Mac ihn mit einem Fuß auf der rechten Schulter festhielt. Dann nahm er ihm die Waffe sowie seine Marke ab und zog ihn hoch. Er stieß Don in sein Büro, wo er ihn auf einen Stuhl drückte. Wütend starrte Mac Don an, sagte aber nichts. Statt dessen verständigte er zwei Officer, die Don bewachen sollten. Als diese eintrafen, verließ Mac sein Büro. Er wollte sich mit Stella und den anderen beraten.
Don verbrachte die gesamte Nacht in Macs Büro. Hin und wieder nickte er auf dem Stuhl ein.
Am nächsten Tag gegen Mittag rief Don Destiny an.
„Hallöchen! Eigentlich wollte ich mich ja eher melden, aber ich bin doch wieder eingenickt", sagte er.
„Kein Problem, solange du nicht wieder einnickst. Ich sag ja immer wieder, du bist nichts Gutes mehr gewöhnt", meinte Destiny. „Wie geht's dir denn heute?"
„Ich bin immer noch müde. Ansonsten geht's einigermaßen."
„Hast du etwa nicht schlafen können?", fragte Destiny.
„Na ja, wie man's nimmt. Ich bin mal wieder schlafgewandelt", antwortete Don.
„Bitte was? Schlafgewandelt?", fragte Destiny schockiert. „Das ist aber nicht gut."
„Ja, bis in euer Labor, wo mich Mac sehr unsanft geweckt hat."
„Oh Gott! Das bedeutet, du warst da wegen den neuen Beweisen! Verdammt! Ich hätte es dir nicht erzählen dürfen! Ähm... Wie unsanft hat Mac dich geweckt? Und wo genau bist du wach geworden?"
„Auf dem Flur vor seinem Büro. Und er hat mich sehr unsanft auf den Boden geworfen, wohl weil ich meine Waffe in der Hand hatte."
Destiny war entsetzt.
„Oh mein Gott! Ich... Es ist alles meine Schuld! Don, es tut mir leid, dass du das alles meinetwegen erleiden musst! Manche Dinge sollten besser unentdeckt bleiben. Das war's! Wer immer dahintersteckt, der hat gewonnen! Ich gebe auf!", sagte sie.
Sie war fertig mit den Nerven.
„Nein! Du darfst nicht aufgeben. Nicht meinetwegen, hörst du! Die Schmerzen sind erträglich, und meine Waffe bin ich jetzt auch los."
„Ich gebe nicht nur deinetwegen auf, Don. Ich habe keine Kraft mehr! Ich habe gestern zwar noch gesagt, dass ich niemals aufgeben würde. In Wahrheit sieht das ganz anders aus. Dein böses Ich hat versucht, Mac zu töten, nachdem ich dir erzählt habe, dass er die Festnahme selbst vornehmen will, weil er stinksauer ist. Oder es hat mit etwas anderem zu tun. Ich kann einfach nicht mehr! Die psychologische Kriegsführung in allen Varianten hat funktioniert."
„Aber du weißt, dass Mac nicht aufgibt. Jetzt erst recht nicht. Ich muss jetzt aufhören, steige aber auf SMS um. Bis gleich."
Er legte auf.
Kurze Zeit später erhielt Destiny eine SMS von Don.
„Wie gesagt, Mac wird jetzt erst recht nicht aufgeben. Momentan sitze ich in seinem Büro. Und glaub mir: wütend ist noch gar kein Ausdruck für seinen Gemütszustand. Ich selbst fühle mich irgendwie leer und lass mich hier untersuchen und piksen."
Mac hatte ihn aus seinem Büro in eines der Labore bringen lassen.
„Ich bin aber nicht Mac. Er weiß doch gar nicht, was das alles in mir auslöst, was das alles für mich bedeutet! Er hat keine Ahnung von dem genauen Ausmaß der psychologischen Kriegsführung!", schrieb Destiny zurück.
„Aber wenn die Kerle nicht geschnappt werden, wird das Ganze niemals aufhören! Und ich will, dass das aufhört!"
„Don, ich verstehe dich ja. Aber die wollen in erster Linie mich, weil ich die Nase zu tief in deren Angelegenheiten gesteckt habe. Aber mir fehlt noch der allerletzte Beweis. Wer weiß, ob wir den überhaupt finden. Und ich kann nicht mehr! Seit Tagen arbeite ich Tag und Nacht, um endlich die Lösung zu finden. Aber ich finde einfach nichts! Was mit mir passiert, ist mir mittlerweile egal, aber du bist ebenfalls Leidtragender. Dich so zu sehen, macht mich fertig. Und Mac leidet auch, er will's nur nicht zugeben. Don, ich weiß nicht, was ich noch tun soll."
„Kann ich dir irgendwie helfen? Wenn es da irgendwas gibt oder du Fragen hast, dann wende dich an mich."
„Don, es ist besser, wenn du uns nicht hilfst. Sei mir nicht böse, aber solange du nicht wieder du selbst bist, vertraue ich dir jobmäßig nicht. Privat ist das etwas anderes. Frag Mac, er wird dir das Gleiche sagen. Ich werde wohl doch gleich noch ins Labor kommen. Mir fällt hier gleich die Decke auf den Kopf", schrieb Destiny.
„Na ja, dann nicht. Aber wenn du sowieso herkommst, dann sehen wir uns ja."
„Weiß Mac schon, dass ich komme?"
„Ich glaube nicht. Soll ich es ihm sagen?"
„Ja, bevor er gleich einen Schock bekommt. Er hat zwar angeordnet, dass ich daheim bleiben soll, aber ich halte es hier einfach nicht mehr aus. Ich fühle mich einfach nicht sicher hier."
„Okay. Ich sag ihm Bescheid. Also, bis später dann. Und vielleicht kannst du mich ja retten. Ich hasse es, Versuchskaninchen zu sein."
„Wenn Mac dagegen sein sollte, dann soll er es mir bitte sagen und nicht dich anschreien. Und ich weiß nicht, ob ich dich retten kann und sollte. Mac hat es nicht gern, wenn man ihn in seiner Arbeit behindert."
„Und ich habe die Schnauze voll, mich so behandeln zu lassen!!!!! Ich gehe, jetzt!!!!"
„Bitte nicht! Das macht alles nur noch schlimmer! Wir wollen doch nur wissen, warum du diese Aktion gestartet hast. Und ich habe nicht gesagt, dass ich nicht versuchen werde, dich zu retten. Würdest du bleiben, wenn ich die Tests machen würde? Oder falls du schon gegangen bist: Wärst du geblieben und hättest die Tests über dich ergehen lassen, wenn ich sie gemacht hätte? - Verdammt! Jetzt muss ich auch noch selbst fahren, weil ich Shawn nicht erreiche!"
„Ich bin noch da. Mac hat mir gedroht, mich festzubinden, also bleibe ich freiwillig. Du kannst also die Tests machen."
Don sagte Mac, dass Destiny auf dem Weg ins Labor war, während er auf die Antwort von Destiny wartete.
„Ich hatte ihr doch gesagt, dass sie zu Hause bleiben soll. Aber na ja", sagte Mac.
„Und sie möchte ganz gerne die Tests machen", meinte Don.
„Von mir aus, solange sie nicht allein mit dir ist."
Don erhielt eine Nachricht von Des und las sie.
„Okay. Und was sagt Mac dazu, dass ich die weiteren Tests übernehme?"
„Er sagt, solange du nicht allein mit mir bist, ist das okay. Er bleibt dabei. Ehrlich, Des, ich fühle mich gar nicht gut", schrieb Don zurück.
„Inwiefern fühlst du dich nicht gut? Don, es ist wichtig, dass du mir deinen Zustand beschreibst, damit ich schnell herausfinden kann, was mit dir ist. - Ich kann nicht arbeiten, wenn Mac mir über die Schulter schaut. Aber na ja. Da muss ich wohl durch. Ich bin gleich da, und dann muss ich nur noch den Wagen parken."
„Es verschwimmt irgendwie alles. Mir ist schwindlig. Ich glaube, Mac hat das auch bemerkt. Mann, ist mir schlecht."
„Du musst durchhalten, Don! Bitte! Tu es für Jessy und für mich! Soll ich einen Arzt rufen?"
„Ich glaube, das hat Mac schon getan. Ich habe das Gefühl, mein Kopf explodiert gleich. So schlimm war es noch nie. Mist! Auch noch Nasenbluten."
„Unter diesen Umständen können die Tests warten. Ich stürze mich noch einmal auf die Proben, und ich werde nicht eher aufhören, bis ich eine Spur zum Täter oder aber die Lösung habe! - Soll ich Jessy Bescheid geben?"
„Mach das. Wahrscheinlich ist sie irgendwo unterwegs."
Destiny war besorgt über Dons Zustand. Sie hatte auf dem Weg zu ihrem Labor gesehen, dass Mac tatsächlich schon einen Arzt gerufen hatte und dass dieser sich gerade um Don kümmerte. So beschloss sie, Jessy eine Nachricht zu schicken.
„Hi Jessy, ich bin's, Destiny. Komm bitte sofort ins Labor! Es ist dringend! Don geht es schlecht! - Hast du schon etwas herausgefunden?"
Kurz darauf klingelte Destinys Handy. Es war Jessy.
„Hallo, Destiny. Ich habe deine Nachricht gerade erhalten. Ich bin auf dem Weg. Was das andere angeht: Es deutet alles auf die Abteilung für organisiertes Verbrechen hin. Aber ich habe noch keine Namen."
„Na super! Ist zwar nicht viel, aber trotzdem danke", sagte Destiny. „Dann werde ich wohl dort einmal unangenehme Fragen stellen müssen. Und ich kann sehr unangenehm werden. Mit denen habe ich sowieso noch ein Hühnchen zu rupfen! Ich nehme mir auch noch einmal die Drohbriefe vor. Vielleicht finde ich ja mal einen Fingerabdruck. Und du solltest dich um deinen Mann kümmern. Mac ist bei ihm und hat auch schon einen Arzt gerufen. Der untersucht Don gerade."
„Ich bin gleich da", sagte Jessy. „Und wenn du losgehst und unangenehme Fragen stellst, komme ich mit. Nur zur Sicherheit."
„Du, meine Liebe, solltest dich erst einmal nur um deinen Mann kümmern. Der braucht dich dringender. Ich kann ja Shawn mitnehmen", meinte Destiny. „Wo ist der eigentlich? Ich konnte ihn vorhin nicht erreichen."
„Er musste mir kurz helfen, aber ich schicke ihn jetzt zu dir. Ich halte dich auch über Don auf dem Laufenden", sagte Jessy und legte auf.
Destiny schloss daraus, dass ihre Freundin das Labor erreicht hatte und sich um Don kümmerte. Wahrscheinlich erzählte Mac ihr auch, was passiert war.
Also beschloss Destiny, sich wieder um die Spuren zu kümmern.
Eine halbe Stunde später rief Jessy sie wieder an. Destiny nahm das Gespräch an, arbeitete aber parallel weiter an den Spuren.
„So, da bin ich wieder", sagte Jessy. „Hast du schon was herausgefunden?"
„Nein, Jessy, leider nicht. Aber um ehrlich zu sein, mich verlässt gerade komplett der Mut. Das, was in den letzten Stunden passiert ist, war einfach zuviel. Hat Mac dir schon davon erzählt?"
„Ja, gerade eben. Ich habe wirklich Angst um Don. Hast du ihn heute schon gesehen? Oh Mann, Mac hat mir gesagt, als Don heute Nacht ins Labor kam, war es, als stünde ein ganz anderer Mensch vor ihm. - Destiny, ich will, dass das aufhört und ich meinen Don zurückbekomme!"
„Ich weiß, Jessy. Du bist nicht die Einzige, die will, dass alles wieder normal ist. Wir alle wollen das. Und das ist alles meine Schuld! Am besten, ich gehe allein zu dem oder den Schuldigen und opfere mich. Wenn ich nicht wiederkomme, dann wisst ihr, wo ihr hinmüsst und hättet zudem den allerletzten Beweis."
„Oh nein, das kommt gar nicht in Frage!", protestierte Jessy. „Du nimmst Shawn mit! Oder geh mit Mac! Und keine Widerrede!"
„Wir werden es ja sehen", meinte Destiny. „Wie geht's Don? - Warte mal! Was haben wir denn hier? Nein, das gibt es doch nicht! Melde mich gleich wieder bei dir."
Destiny legte auf. Sie hatte sich gerade die Drohbriefe vorgenommen und war dabei auf etwas gestoßen. Sie untersuchte ihren Fund genauer.
Wenig später betrat Mac ihr Labor. Destiny war überrascht, ihn zu sehen.
„Was machst du denn hier, Mac?"
„Ich habe gehört, dass du die Abteilung für organisiertes Verbrechen befragen willst. Mir ist auch zu Ohren gekommen, dass du das alleine machen willst."
„Ja. Aber woher weißt du das?"
„Das ist jetzt unwichtig. Du gehst auf keinen Fall allein dorthin! Shawn und ich werden mitkommen! Hast du verstanden?"
„Ja, ich habe verstanden."
„Und da ist noch etwas, Des: Ich verbiete dir, Don bis auf Weiteres zu besuchen oder zu sehen. Nach seiner Aktion von heute Nacht erscheint es mir als zu gefährlich, dich in seine Nähe zu lassen."
Destiny nickte.
„Ich werde es übrigens nicht mehr dulden, dass du meine Anordnungen missachtest! Nur weil du meine Verlobte bist, heißt das nicht, dass du dir sämtliche Freiheiten nehmen darfst! Solltest du noch einmal meine Befehle oder Anordnungen missachten, dann werde ich dich suspendieren und das zudem noch in deine Personalakte eintragen!"
Destiny nickte wieder.
Mac war damit zufrieden und verließ ihr Labor wieder.
Destiny widmete sich wieder den Drohbriefen und rief dann Jessy an.
„Da bin ich wieder", sagte sie. „Wie geht's Don?"
„Er schläft. Ich werde auf ihn aufpassen. Hast du etwas gefunden?"
„Ja, ich habe gute Neuigkeiten. Wir sind kurz vor dem Ziel! Ich habe gerade unter einem der Schnipsel etwas gefunden. Einen Blutstropfen, konserviert in Klebstoff. Ich hoffe nur, die Menge reicht. Kein Wunder, dass ich das nicht sofort gesehen habe. War gut versteckt. Mal sehen, was die DNA-Analyse sagt, falls sie etwas sagt und wann sie das sagt. Ach so, das Papier ist definitiv Polizeipapier. Ich liebe Wasserzeichen. Du hattest Recht: Abteilung für organisiertes Verbrechen. Während die Analyse läuft, werden Mac, Shawn und ich mal dorthin fahren. Du hast Mac doch nicht etwa gesagt, was ich ursprünglich vorhatte, oder?"
„Doch, habe ich. Tut mir leid, aber ich hatte Angst, dass du etwas Dummes anstellst. Deswegen hielt ich es für besser, Mac Bescheid zu sagen."
„Ist schon okay. In meinen Augen wäre es nichts Dummes gewesen, wenn ich da allein hingegangen wäre, aber das ist jetzt eh egal. Mac und ich haben uns nur gerade gestritten, nicht nur deswegen. Auch wegen meiner wiederholten Missachtung seiner Anordnungen. Ich darf Don auch nicht mehr besuchen, obwohl ich mich wegen seines Leidens schuldig fühle. Dabei hat Mac absolut keine Ahnung, wie es in mir drinnen aussieht bei dieser ganzen Sache! Niemand hat eine ungefähre Ahnung davon. Dir geht's schlecht, weil Don leidet, und mir geht's schlecht, weil es meine Schuld ist! Ich will das doch nur wieder gutmachen! Warum versteht das denn keiner?"
„Ich kann dich verstehen. Aber du musst auch Mac verstehen. Er liebt dich und möchte nicht, dass dir - und eurem Baby - etwas passiert. Vor allem nicht, nachdem er Don heute erlebt hat."
„Ja, ich bin in der 12. Woche, und er will nicht, dass ich schon wieder ein Kind verliere. Aber das gehört nicht hierher. Nicht, dass ich Mac nicht lieben würde. Im Gegenteil. Aber das alles wäre nicht passiert, wenn ich meine Nase nicht zu tief in Angelegenheiten gesteckt hätte, die mich nichts angehen. Als das herauskam, hatte ich kurz darauf meinen lebensgefährlichen Undercover-Einsatz, dann kam das Video, zur gleichen Zeit waren unschöne sowie unwahre Gerüchte über mich und Don im Umlauf, mein Auszug aus Macs Haus, der erste - fehlgeschlagene - Anschlag auf mich im Hotel, meine Flucht, mein Beinahe-Tod, wenn Don mich nicht gerettet hätte und jetzt das hier. Alles hängt miteinander zusammen, wie Mac immer so schön sagt. Aber wer garantiert uns, dass wir alle erwischen und dann für immer Ruhe haben werden? Wer garantiert uns, dass alles wieder so normal wird wie vorher? Ich habe einfach Angst, Jessy, große Angst! Meine Panikattacken, Zitteranfälle und die Alpträume des Nachts, all das wird immer schlimmer! Und Mac hat mit mir nichts als Ärger! Na ja, egal. Ich muss jetzt aufhören. Bis dann."
Destiny legte auf.
Destiny ging zu Mac.
„Mac, können wir die Befragung der Abteilung für organisiertes Verbrechen noch heute machen? Ich bin bei der Untersuchung der Drohbriefe fündig geworden. Ich kann auf jeden Fall schon einmal sagen, dass das Papier definitiv Polizeipapier ist. Und das Wasserzeichen zeigt die Abteilung für organisiertes Verbrechen. Die Buchstaben selbst stammen aus der Zeitschrift Trendy Teen Fashion. Ich habe auch einen Blutstropfen unter einem der Schnipsel gefunden, konserviert in Klebstoff. Ich lasse ihn gerade analysieren. Ich hoffe nur, dass die Menge ausreicht und das der Klebstoff das Ergebnis nicht verfälscht."
„Dann rufe ich Shawn an", sagte Mac.
„Nicht nötig. Ich bin schon hier", ertönte Shawns Stimme aus der Tür. „Jessy hat mir schon Bescheid gesagt. - Also, was gibt's?"
Mac berichtete ihm von Destinys Ergebnissen.
„Dann lasst uns mal ein paar unangenehme Fragen stellen", meinte Shawn.
Und so machten sich die drei auf den Weg zur Abteilung für organisiertes Verbrechen.
Als sie einen der Verhörräume belegten, merkte Destiny die Blicke, mit denen sie von den Männern der Abteilung bedacht wurde.
Doch es blieb nicht nur bei den Blicken. Die Männer ließen auch anzügliche Bemerkungen oder Sprüche fallen, wenn sie Destiny sahen. Sogar während der Verhöre hielten sie sich nicht zurück.
Als Destiny während eines Verhörs wieder dumme Sprüche zu hören bekam, wurde sie wütend und stürmte auf den Detective zu. Sie wollte ihm das Gesicht zerkratzen. Mac, der von draußen zugesehen hatte, beschloss einzugreifen und stürzte in den Raum. Er konnte Destiny gerade noch zurückhalten und schob sie nach draußen vor die Tür.
„Sag mal, was ist in dich gefahren?", fragte er.
„Hast du die Blicke, Bemerkungen und Sprüche nicht mitbekommen, mit denen ich schon die ganze Zeit bedacht werde?", fragte Destiny zurück und erklärte es ihm.
„Kein Wunder, dass du wütend bist. Ich kümmere mich darum", sagte er und betrat den Verhörraum, um ein paar Machtworte zu sprechen.
Auch die Männer, die Destiny vorher verhört hatte, bekamen Macs Wut zu spüren.
Schließlich hatten sie alle Männer verhört und kehrten ins Crime Lab zurück. In Macs Büro setzten sich die drei zusammen und gingen die Aussagen noch einmal durch.
ENDE PART TWO
