Der nächste Morgen kam und nur mit Mühe schafften es die vier Jungs aus ihren Betten zu kommen. Der einzige in dem Zimmer, der keinerlei Probleme mit früh aufstehen hatte, war Alexander.
„Bronow! Mach hinne unter der Dusche, sonst kommen wir alle noch zu spät zu Frühstück und zum Unterricht wegen dir!", schrie Kenneth gegen die Badezimmertür und Lee neben ihm klopfte mit beiden Fäusten dagegen. Der Krach vor der Tür schied Alexander jedoch nicht zu stören, denn erst nach zehn Minuten trat er summend und mit einem Handtuch um die Hüften gebunden aus dem Bad, direkt zu seinem Koffer.
„Alexander, du kannst froh sein, dass wir keinerlei Erfahrung mit Zaubersprüchen haben!", presste Fred zwischen den Zähnen hervor, wobei die anderen ihm böse Blicke zu warfen.
Doch dieser kramte weiter in seinem Koffer nach frischen Sachen, ohne sich auch nur umzudrehen.
„Alex"
„Was bitte!", kam es perplex zurück.
Mit frischen Sachen in der Hand drehte er sich von seinem Koffer um und grinste seine neuen Freunde an. Er sah tatsächlich so aus, als ob er grade eben seinen ersten Lolly bekommen hätte.
„Alex, lasst das –ander weg, das klingt immer so spießig. Meine Großmutter ist die einzige, die mich so nennt, weil sie mich immer mit Alexander dem Großen vergleicht, doch mein Großvater schüttelt darüber nur den Kopf und nennt mich wie alle anderen auch Alex.", erklärte er, nachdem er sich auf sein Bett niedergelassen hatte.
„Nur so neben bei, aber wer ist Alexander der Große? Mich nennt man doch auch nicht Lee, der Mittlere", fragte Lee ein wenig verwirrt und die anderen sahen ihn genau so durcheinander an wie Lee, wobei Alex nur schmunzeln oknnte.
„Meine Mum und mein Dad sind Muggel müsst ihr wissen, genauso wie meine Großeltern. Die einzigen in meiner Familie, die mit Magie was zu tun haben, sind meine Tante, die Schwester meiner Mutter und ihr Mann, mein Onkel. Ihr könnt euch nicht vorstellen, wie stolz die beiden auf mich waren. Meine Mum wusste von Zauberern und Hexen bescheid, aber mein Dad nicht. Der ist erstmal Ohnmächtig geworden als Dumbledore an einem Nachmittag vor unserer Tür stand.", erzählte er und alle mussten grinsen, denn das muss wirklich lustig ausgesehen haben, wenn Dumbledore auf einmal vor einer Tür steht und jemand kippt ohnmächtig vor ihm um.
Nachdem dann alle fertig mit duschen waren, schafften sie es sogar noch zum Frühstück und setzten sich auf die Bänke. Alex erzählte noch weitere Geschichten über seine Tante und seinen Onkel und alle hörten interessiert zu.
„Morgen Fred.", hörte dieser und drehte sich mit seinem Marmeladenbrot in Mund um, um zu erfahren, wer ihn eben begrüßt hatte.
„Omodenagelia", quetschte er mit dem Brot im Mund heraus und schluckte es dann mit einem mal runter.
„Wie ich sehe lässt dus dir schmecken", grinste ihn Angelina an und setzte sich mit Katie und Samantha neben ihn.
„Was denkst du denn, wer weiß was mich heute erwartet und wann ich das nächste Mal wieder was zwischen die Zähne bekomme. An deiner Stelle würde ich auch alles in mich reinstopfen, ist besser so.", probierte er ihr vollkommen ernst zu erklären, doch er konnte nicht anders und fing an dabei zu grinsen.
Auch sie probierte ernst zu bleiben, was ihr auch nicht gelang, da sie auch grinsen musste und antwortete ihm:
„Du hast vollkommen recht. Wer weiß wann das Mittagessen hier ist und was für Unterricht wir heute alles haben." Und damit wandte sie sich an Lee, der gegenüber von Fred saß. „Lee-Hasi- Mausi, könntest du mir bitte mal den Kaffee geben, der neben dir steht!"
„Natürlich Angi-Schatzi-Pupsi", sagte er ohne aufzublicken und gab ihr den Kaffee. Sie beide waren vollkommen ernst dabei geblieben und verzogen keine Miene dabei, so als wäre es normal zwischen den beiden und als ob sie sich ein Leben lang kennen würden.
Den andern Jungs fiel glatt die Kinnlade runter, nur Katie und Samantha grinsten sich wissend an.
„Ehm, Angelina, Lee? Wissen wir da etwas nicht, was ihr uns aber sich gleich erzählen wollt?", fragte Kenneth, der der einzige war, der es geschafft hatte seinen Mund wieder zu schließen und seine Sprache wieder fand.
Augenblicklich guckten ihn beide an und grinsten, doch bevor einer der beiden was darauf erwidern konnte, kam Professor McGonagall und verteilte ihnen ihre Stundenpläne.
„Oh ersten zwei Stunden gleich Zaubertränke, doch zum Glück nicht mit den Slytherin, sondern mit den Ravenclaws. Wenn Snape auch nur ein bisschen so ist, wie Bill es mir erzählt hat, dann haben wir echt harte zwei Stunden vor uns Leute", meinte George, doch bevor jemand was sagen konnte, kamen eindutzend Eulen in die Halle geflogen und suchten alle ihre Besitzer.
Fred und George bekamen eine gemeinsam von ihrer Mum. Sie schrieb einen zweiseitigen Brief in dem stand, wie stolz sie auf die beiden war und sie sich benehmen sollten in der Schule. Beide schmunzelten und falteten den Brief und Fred packte ihn ein.
Lee, Alex und die Mädchen bekamen auch Briefe von ihren Eltern, wo so gut wie das gleiche drin stand, der einzige der seinen Brief nicht öffnete war Kenneth. Er saß vor einem dunkelroten Brief und wurde von mal zu mal bleicher im Gesicht. Die anderen (außer Alex natürlich, er stammt von Muggeln ab) begriffen, dass das ein Heuler war und Fred und George packten Kenneth samt Brief und liefen mit ihm zum nächsten Jungenklo (wobei sie sich fragten, wie sie es dorthin geschafft hatten, da sie sich nicht auskannten in Hogwarts)
Kein Moment zu früh schloss Fred die Tür hinter sich, da begann der Brief auch schon los zu schreien.
„KENNETH BLAISE KLEAPER! WIE IN MERLINS NAMEN KONNTE ES PASSIEREN, DASS DU NACH GRYFFINDOR GEKOMMEN BIST! WAS HAST DU SCHON WIEDER FÜR EINEN MIST ANGESTELLT? DEIN VATER UND ICH SIND MEHR ALS NUR SAUER UND WARTE BIS WIR KOMMEN UND DICH MIT NACH HAUSE NEHMEN. DU BIST EINE SCHANDE FÜR UNSERE GANZE FAMILIE. DAS WIRD ALLES NOCH FOLGEN HABEN, MACH DICH DARAUF GEFASST!"
Nach diesem Wutausbruch verbrannte sich der Heuler selbst und übrig blieben einige Fetzen auf dem Boden. Keiner der dreien sagte auch nur ein Wort. Sie gingen wieder in Richtung Große Halle um mit den andern zum Unterricht zu gehen.
„Wars schlimm?", fragte Alex Kenneth, als sie wieder auf die anderen stießen.
Mit einem fetten grinsen winkte er ab und sie suchten den Weg in die Kerker um ihre Erste Unterrichtsstunde hinter sich zu bringen.
„Oh Sam guck mal da ist deine Schwester Marie!", zeigte Katie auf eine Gruppe von Mädchen, die vor einer eisernen Tür standen. Freudestrahlend ging Sam zu ihnen und umarmte ihre Zwillingsschwester, als hätten sie sich Jahre nicht mehr gesehen.
Als George die beiden so sah, bekam er einen großen Kloß in seinen Hals und probierte krampfhaft ihn runter zu schlucken, doch es gelang ihm nicht. Ihm wurde wieder klar, dass das gleiche auch mit ihm und Fred hätte passieren können, dass beide sich auch zufällig auf Gängen oder vor gemeinsamen Unterrichtsstunden treffen würden und sich so umarmen würden. Er konnte sich nicht vorstellen, wie es ist von Fred getrennt zu sein. Sie waren schon seit ihrer Geburt immer gemeinsam überall, sei es in der Krabbelgruppe für junge Zauberer und Hexen oder der selben Jugendquiddichmannschaft, wo sie beide die Treiber waren und sich in und auswendig kannten und wussten wo der andere den Klatscher hin schießen würde.
Es wäre eine Leere in ihm, ohne seinen Bruder in einem Haus zu sein.
Doch bevor er noch weiter darüber nachdenken konnte, öffnete sich die schwere Kerkertür und ein Mittelgroßer Mann mit einer krummen Nase, Schulterlangen schwarzen Haaren und genauso schwarzen leeren Augen ließ sie in seinen Klassenraum. Okay Klassenräume stellte man sich anders vor als den, den sie vor sich sahen. Der Raum war verdreckt bis in die Ecken. Überall standen Reagenzgläser mit Flüssigkeiten oder irgendwelchen lebenden Viechern, bei denen sich die gesamten Mädchen schüttelten und die Jungs grinsend sich anstarrten.
„Der hat auch noch nie was von Shampoo für fettiges Haar gehört oder?", fragte Alex die anderen in einem Flüsterton, worauf alle anfingen zu grinsen und sich schnell Plätze in den hinteren Reihen suchten. Fred, Alex und Lee saßen mit Angelina an einem Tisch und direkt dahinter saßen Katie, Kenneth und George. Samantha wollte bei ihrer Schwester und ihren Freunden sitzen, was ihr niemand übel nahm.
„Nun, mein Name ist Professor Snape, ich bin Ihr Lehrer für Zaubertränke und sie werden mich mit Professor oder Sir anreden, haben wir uns verstanden!", sagte er in einem eisigen monotonem Ton, als die Klasse sich gesetzt hatte und alle sich ihm zugewandt hatten. Es war keine Bitte oder gar ein Befehl von ihm, nein es war mehr eine Drohung, die er aussprach und alle wussten, dass sie mit ihm nicht gut Kirschen essen konnten und es noch eine lange Schulzeit mit ihm werden würde. Als Antwort auf seine Drohung murmelte die Klasse durcheinander, was sich nach einem ´ja´ anhörte, doch diese Antwort genügte ihm anscheinend nicht, denn er Blickte eiskalt in der Klasse umher und schnaubte verächtlich.
„Wie war das eben!", schrie er schon fast.
„Ja Professor Snape, Sir", kam es nun von der ganzen Klasse im Chor und Snape ging auf den Tisch von George, Kenneth und Katie zu und alle drei schluckten hart als er vor ihnen stehen blieb und alle nacheinander anstarrte.
„Nun, da ich weiß, wie fleißig unsere Erstklässler alle sind können Sie mir sicher verraten was ich bekommen, wenn ich einem Wemutaufguss geriebene Affodillwurzel hinzufüge, richtig Mister Kleaper?", wandte sich Snape nun an Kenneth, der ihn nur ausdruckslos anguckte.
„Sie ergeben einen Schlaftrank, der so stark ist, dass er als Trank der Lebenden Toten bekannt ist.", leierte Kenneth runter ohne zu blinzeln.
Viele meinten gehört zu haben, wie er Besserwisser und ´Anfängerglück´ murmelte, bevor er ihm die nächste Frage stellte.
„Wo würden Sie suchen, wenn sie einen Bezoar suchen müssten?"
„Ein Bezoar ist ein Stein aus dem Magen einer Ziege, also würde ich wohl da suchen."
„Wozu wird der Stein gebraucht?"
„Er rettet einen vor den meisten Giften, nicht allen, aber den meisten."
„Der Unterschied zwischen Eisenhut und Wolfswurz?"
„Keiner, ein uns die selbe Pflanze, auch bekannt unter dem Namen Aconitum"
„Gut, gut. Das reicht. 10 Punkte Abzug für Gryffindor, wegen ihrer angeberischen Art und ich will keine Widerrede, haben wir uns verstanden!", schrie Snape nun und keiner wagte es auch nur etwas zu sagen. Der Einzige, der zufrieden blickte, war Kenneth. Niemand hätte auch nur annähernd eine Frage beantworten können, denn ganz ehrlich, wer schaut sicht schon freiwillig etwas für die Schule an.
Die Stunde verging länger als sie eigentlich war und jeder konnte mit hundertprozentiger Sicherheit sagen: Ich hasse Snape.
„Man Kenneth woher wusste als diese Antworten auf die Fragen von dem?", fragte Lee voller staunen, als sie nach der Doppelstunde auf den Weg zu Zauberergeschichte waren.
„Ach, ich hab das zu Hause gelernt, hatte Privatunterricht. Meine Eltern legten viel Wert drauf, dass ich eine gute Vorbildung habe bevor ich nach Hogwarts gehe. Hab auch das dumpfe Gefühl meine Eltern haben mit ihm gesprochen. Ihr müsst wissen, dass meine Eltern ihn schon ein wenig kennen, das heißt ich kenn ihn auch schon länger, aber er hat sich immer mit meinen Eltern prächtig verstanden und jetzt wo ich nicht nach Slytherin gekommen bin wollen er mich auf Befehl meiner Eltern, aus Hogwarts graulen, weil sie wissen ich würde niemals freiwillig mitgehen.", lachte er, doch die anderen blickten ihn bloß schockiert an.
„Hey, macht euch keine Sorgen, ich wehre mich schon ein Leben lang gegen diese Familie, ein Wunder, dass ich mich noch mit meinem Bruder verstehe, weil er die Ansichten meiner Eltern teilt, aber Zwillinge kann man halt nicht auseinander bringen, nicht war Jungs?", sprach er weiter und schaute nun Fred und George an, die sich jeweils einen Arm um die Schulter gelegt hatten und ihn grinsend zustimmten.
Ja er hatte Recht, Zwillinge bekommt man nicht auseinander, egal was passiert.
Sluggy: hab mich über dein Review gefreut und hoffe es war gut, dass George doch zu den andern nach Gryffindor kam, aber mit Huffepuff wird er noch viel zu tun bekommen, nur so nebenbei.
So , ich hoffe doch mal ich bekomm nun endlich ein paar Reviews, würde mich echt riesig freuen. Ach die Fragen von Snape an Kenneth, die hab ich aus dem Buch geklaut. In Harrys erstem Schuljahr hatte Snape ihm die gleichen Fragen gestellt.
