In dir verlaufen
Disclaimer: Alle Personen und Orte des Harry Potter – Universums gehören J.K. Rowling. Ich verfolge keine kommerziellen Absichten mit dieser Fanfiction.
Summary: Drei Jahre nach Voldemorts Ende geschehen immer noch Angriffe und die Zaubererwelt wird von Zeit zu Zeit nur allzu schmerzhaft daran erinnert, dass der Kampf gegen die dunklen Mächte nie enden wird. Als Hermine bei einem Angriff zu Schaden kommt, gibt es nur einen, der ihr vielleicht noch helfen kann.
Anmerkung: Vielen lieben Dank an alle, die reviewt haben. Ihr seid so toll, ich hoffe der weitere Verlauf der FF wird euch gefallen. Am Anfang steht heute zwar auch ein Wir sind Helden-Lied, aber der Vollständigkeit halber, sollte ich erwähnen, dass es vom Album „Von hier an blind" ist.
Falls ihr euch fragt, wieviele Kapitel noch kommen, kann ich euch noch keine genaue Zahl nennen, ich denke aber nicht, dass es mehr als 15 werden.
Kapitel 10: So wie du warst, so wie du bist
Ich seh dein Herz - Dein Echolot
Schlägt
Wellen in die See
Ich seh dein Herz - Das bisschen rot
Tut
nicht lange weh
Ich seh dein Herz - Bleib noch nicht stehen
Ich
häng an deinem Mund
Ich seh dein Herz - Ich weiß wir
gehen
Tiefer auf den Grund
'Hermine, alles wird gut' ...das war sonst nicht seine Wortwahl, aber Snape fiel nichts besseres ein. 'Die werden dir nichts mehr tun. Du musst dich nicht mehr verstecken.' Snape konzentrierte sich auf diesen Gedanken, das Wissen, dass die Leute, die ihr das angetan hatten, dafür zur Rechenschaft gezogen werden würden. Es erfüllte ihn mit einer gewissen Ruhe und er ließ diese Ruhe seinen Geist durchfluten.
Da ist etwas Warmes, das ist schön. Wo kommt das her? Soll ich mich bewegen? Aber wohin.
'Hermine'
Hat da jemand meinen Namen geflüstert? Wer war das?
'Hermine, es gibt nichts mehr, wovor du Angst haben musst.'
Schon wieder, mein Name. Aber wer ist das? Es klingt so schön.
'Hermine, ich tue dir nichts.' Erneut glaubte Snape eine Reaktion zu spüren, wie ein sanftes Kribbeln in den Fingerspitzen.
Ich bin hier, bitte komm her, ich bin so allein.
'Hermine, bitte komm heraus. Ich will dir helfen.'
Ich kann nicht, ich kann mich nicht mehr bewegen. Ich habe keine Kraft mehr...
Severus Snape tauchte im gleichen Moment aus Hermines Geist aus, indem Martha Cole aufgesprungen war. Snape blickte zu Hermine und sah, dass Martha Coles Hand auf der Stirn der jungen Frau lag. Eine leichte Röte lag auf Hermines Wangen, die sie gesünder aussehen ließ als in den letzten Tagen, aber er wusste sofort, dass der Schein trug.
Martha blickte Snape nicht an, als sie sprach.
„Sie hat Fieber, noch nicht sehr hoch, aber ich bin mir nicht sicher, was es zu bedeuten hat."
„Ihr Körper beginnt ihren Geist zu bekämpfen", sagte Snape auf eine Weise, die keinen Widerspruch zuließ. Martha seufze und widersprach dann doch.
„Es könnte auch eine weitere Reaktion auf die Legilimentik sein."
„Nein, ihr Körper beginnt sich selbst zu zerstören. Er erkennt den Geist nicht mehr und beginnt ihn zu bekämpfen."
„Wenn Sie wollen, dass wir weiterhin versuchen können ihr zu helfen, sollten Sie diese Gedanken aber für sich behalten."
Snape schaute Martha mit fragendem Blick an.
„Haben Sie nicht zugehört? Wir können ihr nicht mehr helfen."
Martha stemmte die Hände in die Hüften, aber es war nicht so eindrucksvoll wie sie beabsichtigt hatte.
„Von Ihnen hätte ich mehr erwartet, Professor."
Ein weiterer fragender Blick von Snape.
„Wir müssen ihr Fieber senken und zufälligerweise gibt es dafür Zauber und Tränke und zufälligerweise sind wir hier in einem Hospital, dem genug Mittel zur Verfügung stehen, um ein Fieber zu senken."
„Ihr Fieber zu senken, wird ihr nicht helfen, dann sucht sich ihr Körper einen anderen Weg."
„Nicht, wenn wir ihren Geist vorher retten können."
„Weil uns das bisher ja so gut gelungen ist." Snape Sarkasmus überdeckte seine Unsicherheit.
Marthas Blick wurde weich, fast traurig.
„Kommen Sie, wir dürfen jetzt nicht aufgeben. Ich weiß, dass Sie Miss Granger helfen können."
„Ach ja, und wie?"
„Na ja, vielleicht sollten wir den Aufheiterungstrank nochmal in Betracht ziehen."
ooo
Martha hatte sich durchgesetzt und Hermine einen fiebersenkenden Trank gegeben, kein sehr starkes Mittel, aber es tat was es tun sollte. In Hermines Zimmer standen jetzt wieder drei Leute, denn Martha hatte die Hospitalleiterin über die Entwicklung informieren müssen und außerdem würde sie unter Umständen die Einwilligung in eine gefährliche Bahandlung geben müssen.
„Ich habe ein Deja-vù, standen wir nicht schon einmal hier und haben über die Verabreichung von einem solchen Trank diskutiert?"
„Die Situation hat sich geändert, Ma'am. Miss Granger hat Reaktion auf die Legilimentik gezeigt."
Snape warf ihr, fast unbemerkt, einen erstaunten Blick zu. Er hätte nicht gedacht, dass Martha Cole dazu neigte die Wahrheit so zu dehnen.
„Und inwiefern ändert das etwas an den Risiken der Behandlung?", wollte die Hospitalchefin wissen.
„Wir können ihren Geist wahrscheinlich nach dem Aufwachen ohne Nebenwirkungen lenken."
Und außerdem wird sie eh bald menschliches Gemüse sein, dachte sich Snape.
„Professor Snape, ich würde gerne Ihre Meinung hören."
Snape hatte nicht damit gerechnet.
„Nun", begann er ruhig „ich denke Miss Granger hat nicht die Zeit, die wir hier mit Diskussionen verschwenden. Die Wirkung des Fiebertrankes wird ungefähr in sechs Stunden nachlassen und bis dahin sollte etwas geschehen."
„Sehen Sie Miss Cole, das ist eine Antwort, mit der ich etwas anfangen kann. Informieren Sie die Eltern, wir brauchen Ihre Zustimmung für die Behandlung", sagte die Chefin schließlich.
„Die befinden sich in einem Schutzprogramm und dürfen Miss Granger vorerst nicht kontaktieren."
„Dann suchen Sie jemand anderen, der für Miss Granger entscheiden kann, ich will hinterher keine Klagen am Hals haben. Sie werden ja eh keine Ruhe geben, wie ich Sie kenne, Cole."
Es war nicht zu erkennen, ob die Hospitalchefin genervt, uninteressiert oder verunsichert war.
ooo
„Mister Potter, wie schön, dass Sie so schnell hier sein konnten."
„Sie sagten, es sei dringend, MrsCole."
„Mister Potter, laut Miss Grangers Akten sind Sie derjenige, der medizinische Entscheidungen treffen kann. Und nun ja, wir brauchen Ihre Einwilligung für...die Fortsetzung unserer Behandlung."
„Was bedeutet das?"
Martha atmete tief durch.
„Miss Grangers Körper beginnt langsam ihren Geist anzugreifen, deswegen wollen wir versuchen, sie mit einem speziellen Trank aufzuwecken."
„Das verstehe ich nicht, wenn Sie sie aufwecken können, warum haben Sie ihr diesen Trank nicht gegeben?"
„Nun, bisher haben wir das Risiko für zu hoch gehalten."
„Was meinen Sie mit Risiko?"
„Mister Potter, wir können nicht genau voraussehen, wie Miss Grangers Geist nach dem Aufwachen reagieren wird."
„Was wollen Sie ihr denn geben?"
„Nun, es wäre eine Art Aufheiterungstrank. Etwas, das ihren Geist stimuliert, um es einfach auszudrücken. Wir können jedoch nicht sagen, inwieweit sich Miss Grangers Geist regenerieren wird. Es könnte sein, dass ihr Geist nach dem Aufwachen überfordert ist..."
Harry versuchte die Informationen zu verarbeiten. Er musste eine Entscheidung treffen.
„Ich will Snape sprechen. Ich will wissen, was er denkt und ich will ihm dabei in die Augen sehen."
Martha nickte nur knapp.
„Ich werde sehen, was sich machen lässt, Mister Potter. Aber wir brauchen schnell eine Entscheidung."
Auch Harry nickte, ließ sich aber nicht beirren.
„Holen Sie Snape her."
Das war sein letztes Wort und Martha wusste das. Sie verließ ihr Büro, um Snape aus seinem Zimmer zu holen.
