So hier ist das nächste Kapitel...hoffentlich gefällts euch...leider werden wir in den nächsten zwei Wochen nicht hochladen können, da wir beide im Urlaub sind...also lest langsam xD

Disclaimer: Nix uns. Gar nix uns. Alles J.K. Rowling und Marari

Wiedermal Danke an Steffi (Helga die Offenbarung xD)



Hinter der Tür war ein kleiner, schlecht beleuchteter Raum, dessen Wände mit Büchern und Zaubertränkezutaten bedeckt waren, von denen manche so selten benutzt wurden, dass ganze Regalbretter mit zentimeterdicken Schichten von Staub bedeckt waren. Andere dagegen, die offensichtlich öfter benutzt wurden, waren sauber und glänzend.

„Das ist mein Arbeitsraum.", sagte Snape leise, „Dieser Raum ist tatsächlich das Tränkelabor von Salazar Slytherin. Die Zaubertränkelehrer von Hogwarts werden, falls sie Slytherin sind, in einem Traum hierhergeführt."

„Es ist wunderschön.", flüsterte Hermine, während sie vorwärts lief, um die Bücher zu streicheln.

„Aber warum weiß Dumbledore nichts davon?" Sie erwachte aus ihren Tagträumen und drehte sich zu Snape um. „Das ist ein Versteck der Slytherins, offensichtlich mit viel Wissen. Also müssen hier Informationen bezüglich dunkler Künste sein. Es könnte unglaublich wertvoll im Kampf gegen Den, dessen Name nicht genannt werden darf."

„Ich verspreche ihnen, Miss Granger, hier ist nichts, was dem Orden helfen würde."

Da sie mit dieser Antwort zufrieden war, setzte sich Hermine an den saubereren der beiden Tische.

„Ich bin dann bereit, Sir."

„Wie bitte?"

„In ihrer Nachricht stand, dass sie meine „unglücklichenVersuche, Informationen zu finden" beobachtet hätten und bereit wären, mir zu helfen."

„Natürlich." Snape setzte sich gegenüber Hermine und beobachtete sie. Hermine fühlte sich unter seinem Blick, als wäre sie nackt, widerstand jedoch dem Drang sich in ihrem Sitz zu winden.

„Ihr Projekt ist darüber, warum Zauberer es zugelassen haben, dass Muggel während den Hexenprozessen im 16. Jahrhundert auf dem Scheiterhaufen verbrannt wurden."

„Ja sir."

„Ich fürchte dieses Projekt enthält einen großen Fehler, welcher die ganze Arbeit daran durcheinanderbringen wird."

Hermine hob stur ihr Kinn. „Ich weiß, dass es kaum erforscht wurde, dass keiner der anderen Lehrer mir helfen wird und ich bin ihnen unglaublich dankbar, dass sie es auf sich nehmen, mir persönlich zu helfen. Ich kann diese Schwierigkeiten überwinden."

Snape lächelte ironisch. „Das sind nur kleine Hindernisse, Miss Granger. Der Fehler in ihrer Behauptung ist, dass keine Muggel verbrannt wurden, in diesen Hexenprozessen. Es waren alles Hexen, genau wie sie oder Miss Weasley."

Hermine saß für einen Moment ganz still da und Snape konnte sehen wie sich die Rädchen in ihrem Gehirn drehten. „Sie müssen sich irren Sir.", antwortete sie langsam. „Manche Hexen wurden „verbrannt", aber diejenigen wirkten einen einfachen Flammengefrierzauber und genossen das kitzlige Gefühl, während sie in falschem Schmerz schrien."

Snape stand so plötzlich auf, dass sie erschreckt hochsprang. „Wenn sie mich als Lügner bezeichnen, Miss Granger, können sie genauso gut gehen, weil ich ihnen dann nichts mehr zu sagen habe." Er ging hinüber zur Tür und riss sie auf. „Ich habe offensichtlich ihre Intelligenz und Reife überschätzt. Vielleicht würde ein weniger anstoßendes Projekt besser zu ihnen passen, wie das Zahnen von Alraunenwurzeln."

Hermine errötete. „Es tut mir leid Professor, aber jemanden so plötzlich mit so einer Theorie zu konfrontieren macht es nicht glaubwürdiger. Würden sie mit einer solchen Aussagen zufrieden sein ohne jegliche Beweise?"

Hermine stand auf und nahm ihre Tasche.

„Tut mir leid, sie belästigt zu haben, Sir."

Sie stampfte zur Tür, als er seine Hand ausstreckte und ihre Schulter packte, sodass er sie herumdrehte und an die Seite des Türeingangs drückte.

„Sir, was ist los?"

„Shhh, du dummes Mädchen."

Er fasste ihre beiden Schultern und zog sie an ihm vorbei zurück in das Zimmer, während er sich der Tür näherte. An seinem Gesicht konnte Hermine ablesen, dass er angestrengt lauschte, weshalb sie versuchte, leiser zu atmen, was sich als ziemlich schwierig erwies, denn sie war immer noch sehr nahe an ihrem Professor, der vergessen hatte, sie loszulassen. Und sie war immer noch sehr, sehr geil nach ihrer Begegnung mit Ron.

Sie hörte, wie jemand im Klassenzimmer nebenan herumlief.

„Professor, werden sie nicht die offene Tür sehen?", wisperte sie.

„Nein, ich habe stundenlang Gegenzauber gewirkt, damit sie die Tür sehen und eintreten konnten. Der alte Narr Dumbledore wird uns nicht sehen können. Aber er kann uns hören, also seien sie ruhig."

Hermine wurde still, platzte aber fast vor Fragen. Nachdem Dumbledore, was auch immer er in Snapes Klassenzimmer getan hatte, stoppte, entspannte sich Snape sichtlich. Gleichzeitig bemerkte er, dass er sie immer noch festhielt und ließ sie schnell los.

„Was hat Dumbledore getan, Sir? Ich konnte von hier nichts sehen."

Snape hob eine Augenbraue. „Immer noch interessiert, Miss Granger? Denn Dumbledores Benehmen ist hat viel mit ihrem Projekt und dem kleinen Gespräch mit Minerva zu tun."

„Ich bin immer noch interessiert, Sir, ich entschuldige mich für meinen Ausbruch."

Hermine setzte sich an die Kante ihres Tisches und zog Feder und Pergament heraus. „Ich bin bereit zu wissen, Sir."

Snape lächelte und setzte sich an den anderen Tisch. „Keine Unterbrechungen diesmal? Ich möchte eine grundsätzliche Regel aufstellen, nämlich dass ich automatisch mehr weiß als sie bei diesem Thema. Oder kann die Alleswisserin nicht stumm bleiben?"

Hermine sagte nichts.

Snape grinste selbstgefällig. „Sehr gut und hören sie gut zu. Es ist eigentlich ein ziemlich einfaches Konzept. Die Hexen, die in dieser Zeit verbrannt wurden, waren keine Muggel wie ich schon gesagt hatte. Sie waren richtige Hexen. Hexen und tatsächlich auch Zauberer, mit Vielsafttrank in Frauen verwandelt, von unserer Welt. Sie wurden zum Tode durch Muggelfanatismus verurteil, weil die Zauberer, die sie verurteilt hatten, nicht genug Rückgrat besaßen für einen schnellen und schmerzlosen Avada Kedavra. Tod durch Muggel beschmutzte ihre weiße Weste sehr viel weniger."

„Trotzdem gingen sie soweit, um einen Zaubertrank zu brauen, der die Magie der Hexen unterdrückte. Sie wurden von ihren Zauberstäben getrennt und wurden, unfähig ausgesprochener oder auch unausgesprochener Magie, übergeben. Sie starben einen unehrenhaften und schmerzhaften Tod."

Hermine war es nicht gelungen, die Feder zum Pergament zu führen. Ihre Mund stand sperrangelweit offen und ihre Augen leuchteten. „Warum wissen wir das nicht? Warum zum Teufel wird das nicht gelehrt? Ich meine, warum wird das nicht gelehrt, Sir?"

„Es wird nicht gelehrt, weil Geschichte von den Gewinnern geschrieben wird, Miss Granger. Das haben sie sicher in Geschichte der Magie gelernt. Die einzige Person, die in diesem Fach zuhört, sollte zumindest das herausgefunden haben."

„Ja schon, das ist richtig, deshalb sind so viele magische Rassen unterwürfig gegenüber uns. Aber diese Leute haben doch bestimmt nicht gewonnen?"

„Sie haben gewonnen und gewinnen weiter, Miss Granger. Und sie fragen nicht die richtigen Fragen."

Hermine ballte vor Frustration ihre Hände zu Fäusten. „Warum wurden diese Zauberer überhaupt zum Tode verurteilt, Sir?"

„Ah, das ist die Frage, die ich gesucht habe. Aber ich werde es heute Abend nicht beantworten." Er hielt eine Hand hoch, um ihre wütende Erwiderung aufzuhalten. „Nein, Miss Granger, ich möchte warten, wie sie mit dieser Eröffnung umgehen, bevor ich ihnen mehr erzähle. Ich sagte ihnen, dass dieses Thema nicht angenehm für sie wäre, und ich habe vor, es langsam angehen zu lassen, damit sie jede einzelne Nuance dieser Fakten verstehen. Das Klassenzimmer ist klar, dann sehe ich sie morgen im Unterricht."

Hermine zählte bis zehn, als sie ihre Sachen zusammensammelte und den Arbeitsraum verließ. Sie zählte bis zehn, als sie von den Kerkern wegging und sie zählte noch mehrere Male bis zehn auf dem Weg zu ihren Räumen. Sie zählte bis drei, als sie zu ihrem Schlafzimmer kam, und nur bis drei, denn bei vier hatte sie die Rosen von Ron genommen und angezündet. Frustration ist niemals schön, egal ob mental oder sexuell.