Okee...das mit den Ferien hat nicht so ganz geklappt xD...es tut mir schrecklich leid, dass es so lange gedauert hat...
Schulanfang und so :(... das hier ist leider auch nicht das ganze Kapitel sondern nur die Hälfte...aber ich hab mir
gedacht, dass ich euch nicht noch länger warten lassen sollte...ich beeil mich mit dem nächsten Teil...und jetzt viel Spaß
Disclaimer: Nope...nix meins...alles J.K. Rowling und Marari :(
Und wiedermal vielen Dank an meine wundervolle Beta Steffi
Snape saß in seinen Räumen, während er mit Verachtung durch die Standardgeschichtswerke über die Hexenverbrennung blätterte. Das Feuer im Kamin brannte langsam hinunter und sandte flimmernde Schatten durch den Raum, die sein Gesicht mit einem glühenden Glanz erleuchteten. Dumbledore war am frühen Nachmittag bei ihm gewesen, um ihn über seine anhaltende Beteiligung mit Hermines Projekt zu befragen. Er war an der Oberfläche der gleiche weise, alte Zauberer, aber Snape erkannte einen Unterton der Warnung in seiner Stimme, die er nur durch sein Spiondasein entdeckte. Er würde sehr viel vorsichtiger sein müssen, wenn er auf gutem Fuß mit dem alten Einmischer bleiben wollte und gleichzeitig Hermine zu ihrem Besten fördern würde. Er hatte geplant, sie in den geheimen Raum heute Nacht erneut einzuladen, aber ein Hinweis von Draco hielt ihn davon ab, denn Dumbledore war in den Schulsprecherräumen gewesen, um nach Hermine zu fragen. Als er sie dort nicht auffand, hatte er sofort angenommen, sie wäre bei Snape in den Kerkern. An diesem Punkt bedeutete vorraussehbar zu sein eine große Gefahr. Ich sollte eine Freundschaft zwischen den beiden erreichen, dachte er, wenn die beiden Schulsprecher freundlich zu einander wären, würde das Treffen sehr vereinfachen.
Mit einem Seufzer nippte er an seinem Feuerwhisky und fühlte dessen Wärme durch ihn hindurch laufen. Es war noch schlimmer, dass sie keine Ahnung hatte, in was sie da hineingeriet und es ihr direkt zu erzählen, würde sie womöglich überwältigen und ängstigen, Gryffindor 'scher Mut hin oder her. Ein Deckprojekt war nötig, etwas, dass immer noch mit Zaubertränke zu tun hatte, sodass er ein Grund hatte, mit ihr zu arbeiten. Viel zu viel Aufmerksamkeit hatte ihr jetziges Projekt erzeugt. Er hatte eine plötzliche Idee und lächelte in die sterbenden Reste des Feuers. Perfekt, dachte er.
oooooOOOoooo
Samstagmorgen kam hell, klar und kalt. Aber die Kühle konnte die fröhlichen Geister der Schüler nicht einfrieren, als sie alle Hüte und Schäle anzogen für ihren Trip nach Hogsmeade. Hermine hatte ein kurzes Gespräch mit Ron, als er versuchte, sie zu überreden, 3 Pullover unter ihrer Jacke anzuziehen, zusammen mit dicken Wollsocken, Handschuhen, einem Hut und Schal. Ihr war angenehm warm mit nur einem Pullover und ließ den Schal und die Handschuhe weg. Ron war natürlich vollkommen eingemummt und Hermine hatte Probleme damit, ihn nicht zu ärgern.
Die Nacht davor war eine Enttäuschung für Hermine gewesen, da Ron sich glatt weigerte, irgendetwas zu tun, als er sah, was das Schicksal seiner Rosen war. Die Asche war noch in der Vase auf ihrem Nachttisch und er hatte nicht sonderlich gut darauf reagiert. Er war hinausgestürmt und kam dann eine halbe Stunde später mit zahlreichen Entschuldigungen zurück…und einem Zauberkunstaufsatz in der Hand. Den Rest des Abends hatte Hermine seine Arbeit korrigiert, während er wütende Blicke zu Malfoy warf, welcher die ganze Zeit in der Nähe herumlungerte.
Sie atmete tief ein, als sie an Filch vorbei in die kalte Luft traten. Herbst war ihre liebste Jahreszeit, aber frische Wintertage waren knapp dahinter. Ron motzte auf dem Weg nach Hogsmeade über die Kälte, seine Füße, seine Finger und die Kälte, aber Hermine war glücklich. Harry würde Neuigkeiten über den Fortschritt des Ordens haben, da er keine Informationen in Briefen schreiben durfte, und sie konnte es nicht ertragen, nicht eingeweiht zu sein, nach ihrer Beteiligung im Sommer. Sie würden ihn im „Eberkopf" treffen, denn in den „drei Besen" wäre Harry von neugierigen Schülern umgeben. So machten sie sich mit Ginny, Neville und Luna auf den Weg zum Stadtrand, während Ron den ganzen Weg über das Wetter nörgelte. Hermine wollte sich gerade umdrehen und ihm sagen, er solle die Klappe halten und aufhören, sich wie ein Baby zu benehmen, als Harry an der Ecke auftauchte.
Mit einem Aufschrei sprang Hermine vorwärts und umarmte ihn. Ginny folgte ihr etwas unsicher, aber Harry öffnete seine Arme und sie sank glücklich in seine Umarmung. Neville klopfte ihm auf den Rücken, Ron grinste ihm zu und Luna schüttelte ihm feierlich die Hand, woraufhin alle anfingen zu lachen. Sie drehten sich um, um in den Pub zu gehen, aber Harry schüttelte seinen Kopf.
„Wir bleiben nicht in Hogsmeade, ihr seid alle zu einem Ordenstreffen eingeladen. Dumbledore hat einen Portschlüssel und er müsste jede Minute hier sein."
Alle fingen an, aufgeregt durcheinander zu reden, aber Hermine begann, unruhig zu werden. Früher war Dumbledore immer ein freundliches Gesicht bei Ordenstreffen gewesen, jemand, der an ihre Fähigkeiten glaubte. Er war es gewesen, der ihr erlaubt hatte, Harrys Haus zu desillusionieren. Aber er hatte sie seit Wochen nicht mehr angeschaut, hatte ihr im Korridor nicht mehr in die Augen geschaut. Als sie Harrys Blick auf ihr fühlte, drehte sie sich zu im. Er beobachtete sie mit einem argwöhnischen Blick, aber sein Gesicht wurde sofort blank, deshalb war sie nicht sicher, ob sie es überhaupt gesehen hatte.
„Wie geht's dir, Hermine?"
„Mir geht's gut, Harry, danke, ein bisschen frustriert, weil ich nicht eingeweiht bin, aber Schule ist ziemlich interessant im Moment."
„Ja, ich habs mitgekriegt, Snape macht mit bei deinem Projekt, oder?"
Hermine war sich sicher, dass sie es in ihren mit Ron geteilten Briefen nicht erwähnt hatte und fühlte, wie ihr Herz sich zusammenzog, obwohl sie nicht wusste, warum.
„Jep, das stimmt. Keiner von den anderen Lehrern war wirklich unterstützend."
„Vielleicht solltest du etwas anderes nehmen, wenn Snape der einzige ist, der dir helfen will."
Hermine wollte grad antworten, dass ihr die anderen Lehrer ziemlich egal waren und dass die Tatsache, dass Snape den Zorn seiner Kollegen riskierte, um ihr zu helfen, zeigte, wie wichtig ihr Projekt war, als Dumbledore erschien.
„Alle hier? Gut. Haltet euch fest."
Er hielt eine zerdrückte Feder in seiner Hand, während alle sich daran festhielten.
„Drei zwei eins…", murmelte Dumbledore. Dann fühlte Hermine das vertraute Ziehen, als der Portschlüssel sich aktivierte.
Einen Moment später waren sie außerhalb des Grimmauldplatzes 12. Nur Hermine und Dumbledore standen noch, der Rest lag auf dem Boden. Hermine schenkte Dumbledore ein Lächeln, aber er schaut nur flüchtig über sie und ging ins Haus ohne ein Wort zu sagen. Niedergeschlagen folgte Hermine ihm.
Eine halbe Stunde später saßen alle um den Tisch. Manche waren erst spät gekommen und Snape war der letzte von allen. Hermine beobachtete ihn aus dem Augenwinkel. Sie hatte die letzte halbe Stunde damit verbracht, ihn ihren Schoß zu starren und den Gesprächen zuzuhören. Molly hatte sie kurz umarmt und sie steif gefragt, wie es zwischen ihr und Ron lief, aber alle anderen ignorierten sie. Falls Ron es bemerkt hatte, ließ er es sich nicht anmerken, tief in ein Gespräch mit Harry über Quidditch versunken. Er saß auf der einen Seite von ihr und sie saß am Ende des Tisches, direkt neben dem leeren Platz am gegenüberliegenden Ende des Tisches, an dem Dumbledore saß. Aber als Snape auftauchte, nickte er ihr freundlich zu und setzte sich neben sie. Bevor sie hallo sagen konnte, räusperte Dumbledore sich und begann das Treffen.
