Und dann auch wieder das nächste Kapitel :D...viel spaß...R&R
Disclaimer: Blabla...nix meins...blablabla...alles JKR und Marari...blabla
Snape nahm sich einen Moment um seinen Nasenrücken zu zwicken bevor er ihr folgte. Männliches Gespräch? Pfft. Wenn Jünglinge wie Potter und Weasley das Maß der Männer heutzutage sind, dann haben die Frauen ein Problem. Als er an Frauen dachte, gingen seine Gedanken sofort zu Hermine zurück. Sie wirkte so mutlos unter dem Missmut der anderen, aber sie hatte sich herrlich gesammelt. Lügt wie professionell. Ich frage mich, was sie mir vorlügt. Er grübelte. Er schüttelte sich, um aus seinen Tagträumen aufzuwachen und flohte zur Winkelgasse.
Auf der Anderen Seite des Feuers ging Hermine aus dem Feuer zum Fenster und schaute hinaus. Harry führte sich auf wie die Lehrer, aber er konnte sein Gesicht nicht so gut kontrollieren. Er wusste den Grund, warum die Lehrer nicht wollen, dass sie dieses Projekt macht, und sie würde ihren Eimer Knuts darauf verwetten, dass Ron es während ihrer Abwesenheit erfahren würde. Hermine seufzte und strich über ihre Haare. Vertrau darauf, dass Snape etwas geheim hält, etwas, dass Harry in zwanzig Minuten gelernt hatte. Groß, dunkel und mysteriös… oh scheiße.
Das Feuer wurde grün und Snape trat heraus. „Wir werden nur einen kurzen Besuch machen."
Er ging aus dem Zimmer auf die Straße und Hermine musste sich beeilen um mit seinen langen Schritten mithalten zu können.
„Wo gehen wir hin, Sir?"
„In die Nokturngasse. Ich vertraue darauf, dass sie sie kennen?"
Hermine zögerte kurz, aber nicht vor Angst. Sie war wirklich eifersüchtig auf Harry, als er in der Nokturngasse gewesen war, aber hatte nur einmal versucht, selbst hineinzugehen, alleine mit ihren Eltern, doch nach einem kurzen Blick darauf hatten ihre Eltern sie wieder weggebracht. „Ja, Sir"
Snape schaute die Hexe neben ihm an, er war von ihrer Einstellung beeindruckt. Sein erstes Unglück unten in der Gasse war ein Versuch, bei dem er wesentlich ängstlicher gewesen war. Sie war nicht naiv und wusste was dort gemacht wurde, da der Potter Junge mal da war. Mit Erstaunen beobachtete er, wie sie ihren Zauberstab aus ihrer Tasche in ihre Umhangtasche, die näher bei der Hand war, brachte.
„Ich bezweifle, dass Sie den heute brauchen, Granger"
Hermine schaute ihn mit einem trockenen Lächeln an. „Immer wachsam, Sir." Sagte sie in einer fast perfekten Imitation von Moody.
Snape machte nicht einmal eine Pause an der Kreuzung zur Nokturngasse, doch Hermine zögerte. So weit war alles, an was sie sich von ihrem kurzen Abstecher mit ihren Eltern erinnern konnte. Schmutzig, dunkel und armselig. Die Ladenschilder waren fast nicht zu entziffern; deutlich war zu sehen, dass alle erwarteten, dass man genau wusste, was man suchte. Hermine fühlte ein Ziehen in die Gasse hinein; sie wollte eine der Wissenden sein. Mit einem Grinsen rannte sie, um Snape einzuholen, hinter ihm her.
Snape machte eine imposante Figur unter den ganzen zwielichtigen Figuren, die die Straße überhäuften. Hermine fand es einfacher, direkt hinter Snape zu laufen. Die Landstreicher und was sie nur als Nutten vermuten konnte, versuchten gar nicht ihn anzusprechen. Als er an einem kleinen Laden anhielt schaute Hermine gerade zur Seite und lief voll gegen ihn. Sie fiel fast nach hinten, aber Snape fing sie an einer Hand auf und zog sie nach oben.
„Das ist unser Ziel, Granger, es ist ein Buchladen, der seltene Zaubertrankbücher und –texte hat. Ich habe schon ziemlich viele gekauft, also verschwenden sie nicht ihre Zeit sie anzuschauen. Wir schauen nach einem ganz speziellen. Es heißt `der Machtverlust deiner Gegner´, natürlich auf die magische Art. Es wird nicht einfach zu finden sein, es ist ziemlich klein und ramponiert."
Er hielt ihr die Tür auf. „Nach Ihnen."
Hermine nahm keinen tiefen Atemzug, sie schaute nicht nach ihrem Zauberstab, um sich zu beruhigen und sie wankte nicht. Sie lief mit hoch erhobenem Kopf hinein und sie sah Regal an Regal, in den Ecken des kleinen Raumes zogen sich Buchstapel. Sie wollte sich schon alle Büchertitel anschauen, sie schaute jedoch zuerst zurück zu Snape, bevor sie es tat.
„Ist es sicher die Bücher anzufassen, Sir?" Snape zog eine Augenbraue hoch. „Einmal gebissen, beim zweiten Mal scheu? Mit welchen dunklen Texten sind Sie denn schon in Berührung gekommen?" Hermine lächelte ihn unschuldig an. „Natürlich keine, Sir, aber man hört so die einen oder anderen Geschichten."
„Es ist absolut sicher."
Hermine drehte sich zurück zu den Büchern und strich vorsichtig über die Buchrücken. Sie verlor sich kurz in diesem wunderbaren Moment, bevor sie sich der Suche widmete. Mit einem Seufzer drehte sie ihren Kopf auf die Seite, sodass sie die Titel lesen konnte, wobei sie sich in der Suche verlor.
Als sie das Buch gefunden hatte, verrenkte sie gerade ihr Genick, was sie nicht ganz sicher machte, das richtige Buch zu haben. Die Schrift war klein und blass. Sie zog es aus dem Regal und öffnete es. Die Seiten waren braun und beschädigt, die Seiten waren gefüllt mit Zaubertrankanleitungen. Sie schnalzte mit der Zunge in Verärgerung.
„Ich habe es gefunden, Sir, aber es ist in einem bedauernswerten Zustand."
Snape streckte seine Hand aus und Hermine gab ihm das Buch. „Viele Zaubertrankmeister fanden nicht, dass saubere Notizen wichtig wären. Sie dachten nicht daran, dass ihre Nachforschungen für die Nachwelt wichtig sein könnten. Es wäre eine Lebensaufgabe, ein altes Zauberarchiv zu sortieren. Gut gemacht, Granger, das ist ein Buch, welches schwer zu finden ist."
Er drehte sich um und schlug es sachte auf den Tisch. Ein kleiner, spindeldürrer Mann, welcher Hermine stark an einen Molch erinnerte, mit dicken Gläser und einer Blässe, die man bekam, wenn man sich selten nach draußen wagt. „Meister Snape", er lächelte gekünstelt, „wie kann ich Ihnen heute behilflich sein?" Er starrte ihn kurzsichtig an. „Vielleicht wäre ihre Freundin an etwas interessiert…"
„Nein, Ghick. Ich habe, was ich gesucht habe. Und diese junge Dame ist eine Schülerin aus Hogwarts, also lass die versteckten Andeutungen."
„Entschuldigen sie bitte, Sir, mein Fehler, natürlich."
Der Mann Ghick nahm das Buch aus Snapes Hand und beugte sich unter den Tisch um eine Tasche zu holen. „Obwohl sie zu alt für einen Schüler aussieht, ja, allerdings ist Ghick sicher, dass sie Abschlussschülerin ist, wenn überhaupt." Hermine musste sich schwer kontrollieren, um nicht in Lachen auszubrechen, dieser Mann murmelte auf die gleiche Art und Weise wie der Elf am Grimmauldplatz es immer machte wenn er dachte, dass ihn niemand hören würde.
Snape drehte sich zu ihr um und verdrehte die Augen. „Die Benutzung des Zeitumkehrers im dritten Jahr lässt Sie älter aussehen, technisch gesehen sind Sie 18."
„Oh!", Hermine hatte darüber noch gar nicht nachgedacht. Also war sie älter als alle anderen in ihrem Jahrgang, was auch erklärte, warum sie viele von ihnen so kindisch fand. Snape hatte sich die Tasche mit dem Buch von Ghick genommen. „Tu es auf meine Rechnung, Ghick, und schicke sie mir am Ende des Monats zu."
„Natürlich, Sir"
Snape drehte sich um und ging, Hermine folgte ihm ohne jede Begeisterung, sie hätte gern noch länger durch die Bücher gestöbert.
„Wenn sie bereit sind werden wir jetzt nach Hogwarts zurückgehen."
„Eine Exkursion ist nicht vollkommen ohne etwas zu Essen, Sir, können wir nicht noch ein Eis essen?"
„Bei diesem Wetter? Und wir sind hier nicht auf dem Feld (A/N: Exkursion bedeutet auf Englisch field trip)."
Hermine unterdrückte ein Kichern. „Eine Exkursion ist allgemeiner Ausdruck für einen bildenden Ausflug in die Muggelwelt, von der Schule organisiert. Ich habe immer gedacht, Hogwarts würde sie anbieten, aber das hier kommt am nächsten dran. Außerdem ist Eis immer willkommen."
Snape war kurz davor sie zurechtzuweisen, mehr als bei jedem anderen Schüler. Aber dieser unerklärliche Drang, sie zu Beeindrucken kam wieder. „Sehr schön, ich war nie einer, der eine Chance zu lernen versäumt hätte. Eine Exkursion (field trip) ohne Feld und ein Essen zur Folge. Genügt der Eiscreme Salon in der Winkelgasse?"
„Es wäre Perfekt, Sir."
Snape bestellte einen Minz-Schokoladen Becher, was Hermine zum Lachen brachte. „Bestimmt ihre Rolle als Slytherinlehrer, welche Farbe ihr Essen haben muss?"
Snape schaute ihre Wahl an. „Na ja, meins ist wenigstens ein richtiger Eisbecher Granger, aber was ist das?" Er zeigte mit seinem Löffel auf ihre Wahl, Vergnügen im rauen Ton.
„Also, es ist hauptsächlich Vanille…"
Hermine hatte eines ihrer Lieblinge bestellt, nicht unbedingt Eiscreme, aber es war Eiscreme drin.
„Hauptsächlich"
„Also, es ist ein Karottenkuchenmilchshake, also ist da auch Karottenkuchen und Milch drin. Aber es hat auch Vanilleeis drin."
Snape verzog das Gesicht. „Karottenkuchen?" Aber dann fing er an zu grinsen. „Welches, wenn ich nicht falsch bin, orange ist. Und orange und Rot sind…?"
„Gryffindorfarben." Hermine hob das Glas in einem gespotteten Gruß.
„Ich glaube wir haben mehr Gemeinsamkeiten als man von einem Slytherin und einem Gryffindor erwarten könnte.", sagte Snape leise. Er konzentrierte sich auf sein Eis, als er seinen Plan verwirklichte. „Wenn wir gerade bei Häusern sind, wie verstehen sie sich mit Malfoy?"
Hermine nahm einen Schluck von ihrem Milchshake. „Es ist okay. Ich meine, wir sind keine Freunde oder so. Wir beide haben zu viel getan und gesagt um das zu vergessen. Aber wir sind höflich zueinander, was die größte Hoffnung war."
„Warum ist das so? Sie haben mehr mit Draco gemeinsam als mit Potter oder Weasley. Ihre Reife und die Verantwortung als Schulsprecher."
„Das ist wahr, aber da war zu viel in der Vergangenheit um das einfach zu begraben. Außerdem sind wir im Krieg, und mit der Loyalität seiner Familie… aber ja. Es ist eine annehmbare Situation."
„Sie wissen nicht so viel über Loyalität Granger, aber sie werden es noch." Hermine war nicht sicher was er damit meinte, also antwortete sie ausweichend.
„Ja, es ist wahr, ich bin noch nicht beim Krieg dabei, aber wir hatten keine große Wahl oder? Der Orden oder Todesser. Ich meine, wenn Sie gewusst hätten was sie jetzt wissen als sie zuerst beigetreten sind…"
Hermine hörte auf, als sie merkte auf welchem gefährlichen Gebiet sie gerade war. Zu ihrer Überraschung aß Snape nur sein Eis leer und verlangte dann nach der Rechnung.
„Ich denke wir sollten zurück nach Hogwarts, Miss Granger."
