Hallo ihr da draußen^^;
Freu mich das ihr reinschaut und hoffe ihr könnt mit der Story etwas anfangen ;OP
Danke für die Reviews!!!
Tja, Fragen gab es nicht, also bleibt mir nix weiter zu sagen als:
Viel Spaß mit dem zweiten Kapitel!!!
Kapitel 2
Lagerfeuer und zweisame Nächte?
Der Leiter der Kaiba Corporation fluchte innerlich. Er schwitzte, er war müde und ihm taten, verflucht noch mal, seine Füße weh. Er wusste, dass er nicht der einzige war dem es so erging, denn seine Mitschüler hielten nichts von der Philosophie still vor sich hin zu leiden, sondern machten ihren Unmut, des Öfteren, durch lautes Herumfluchen Luft.
Sie waren seit den frühen Morgenstunden unterwegs, erst die ewig lange Busfahrt, dann der ewig andauernde Marsch. Seto glaubte zu wissen, mindestens eine Blase an seinen Füßen zu spüren. Vielleicht hätte er auf den Verkäufer hören sollen und die Wanderstiefel zumindest eine Zeit lang einlaufen sollen?
Naja, zumindest das dürfte sich am Abend erledigt haben. Was zu dem bereits aufgezählten Dingen noch erschwerend hinzu kam war, dass Seto furchtbar genervt war.
Immer wieder war vereinzelndes Aufkreischen von irgendeinem Mitschüler zu hören. Eine Schlange da, ein Insekt hier, was bitte hatten diese Idioten erwartet?
Seto sehnte schon jetzt den Tag herbei, wo er wieder an seinem Schreibtisch in seinem Büro saß und bis tief in die Nacht hinein arbeiten konnte. Nichts aus seinem Alltag konnte mit diesen Strapazen hier verglichen werden.
„Na Kaiba, machst du dir sorgen um deine manikürten Füße?" Seto zog es vor den Kommentar seines Hundes zu ignorieren und ging stur den Weg entlang.
„Muss für dich ja besonders schlimm sein mit uns hier festzusitzen. Du bist bestimmt in deinem ganzen Leben nicht soviel gelaufen wie heute!" Joeys Stimme war provozierend und Seto ärgerte sich besonders, weil der Blonde wahrscheinlich recht hatte. Er war niemals zuvor so lange an einem Stück gelaufen, warum auch, er hatte eine Limousine die ihn von A nach B kutschierte, da erübrigte sich das laufen.
„Dann musst du dich hier ja beinah wie zu Hause fühlen, nicht wahr Köter." Gab Seto sarkastisch von sich und ging ohne Joey überhaupt angeguckt zu haben weiter. Seto war beileibe nicht unsportlich, zum einen gab es den Schulsport, er machte Selbstverteidigung und Joggte mindestens einmal in der Woche, aber nichts ließ sich mit diesem Terror vergleichen.
Der Weg war uneben und hatte ständig Steigungen, die Leute nervten und Seto wusste mit seiner Zeit einfach tausend Dinge zu tun, die sinnvoller waren, als hier zu sein.
Joey war wieder ein Stück hinter Seto zurückgefallen, er war froh das sich bis auf die Tatsache, dass sie ab und zu miteinander schliefen, sich nicht wirklich etwas zwischen ihnen verändert hatte. Joey war sich sicher, das er nicht damit hätte leben können, wenn sich ihre Beziehung verändert hätte.
Er und Kaiba lagen sich schon seit ihrer ersten Begegnung in den Haaren und schon seit beinahe zwei Jahren war sich der Blonde sicher, was ihn immer wieder dazu brachte Kaibas Aufmerksamkeit mit blöden Sprüchen auf sich zu ziehen.
Dessen Wut auf sich zu projizieren war immer noch besser, als gar nichts von dem Firmenmogul zu haben. Joey hatte wirklich lange gebraucht, um zu verstehen warum er sich ihn Setos Gegenwart immer so dämlich benahm und warum er diesen immer wieder zur Weißglut trieb. Er, Joey Wheeler, hatte sich in den ewig kalten, arroganten und miesepetrigsten Menschen der Schule verliebt, Seto Kaiba. Diese Erkenntnis hatte ihn zu Anfang in eine emotionales Loch fallen lassen, weil er wusste das niemals etwas zwischen ihnen sein würde, als die alte Feindschaft, aber dann war das mit der Nacht nach der Disco geschehen und egal wie sehr Joey auch versucht hatte es zu unterdrücken, die Hoffnung das Seto irgendwann mal mehr in ihm sehen würde, als einen Tunichtgut und einen Habenichts, ließ sich einfach nicht unterdrücken.
Er hatte sich schon so oft vorgenommen Setos Ruf zu ignorieren und nicht zu ihm zu fahren, wenn dieser ihn für eine Nacht zu sich, in die Villa, bestellte. Doch jedes Mal fuhr er wieder hin. Jedes Mal ließ er ein weiteres Stück seiner Seele bei diesem Kerl und jedes Mal fühlte er sich hinterher benutzt und dreckig.
Er wusste das alles und dennoch fuhr er immer wieder zu ihm hin, schließlich war es für ihn, Joey, die einzige Möglichkeit zumindest ein wenig Nähe von Seto zu bekommen.
Das war auch der Grund warum er immer schon am Morgen verschwand, noch bevor dieser seine blauen, kalten Augen öffnete und ihm eine Beleidigung an den Kopf werfen konnte.
Joey wollte sich zumindest weiterhin selbst belügen können und so küsste er jedes Mal Setos Stirn, vorsichtig, so das er ihn nicht weckte und verschwand, bis dieser ihn wieder zu sich bestellte.
Es war Frau Kuzakabe, die ihn schließlich mit ihrer melodischen Stimme, aus seinen trüben Gedanken riss. Sie hatten endlich ihr Nachtlager erreicht! Ein erleichtertes Aufschreien ging durch die Klasse und es waren nicht wenige, die sich an Ort und Stelle zu Boden fallen ließen und sich ihrer Rucksäcke entledigten.
Joey selbst ließ ebenfalls seinen Rucksack zu Boden gleiten, atmete erleichtert aus und drückte seinen schmerzenden Rücken durch. Er war einfach völlig am Ende und egal ob Seto ihm nun geantwortet hatte oder nicht, er wusste, dass es dem Firmenmogul noch eine Ecke schlechter ging. Kaiba mochte ja ein Arbeitstier sein, aber die meiste Zeit verbrachte er eben doch im Büro.
Herr Takawa teilte die Schüler in verschiedene Gruppen, eine sollte Feuerholz sammeln, die anderen Wasser von dem nahe gelegenen Fluss holen, eine Gruppe sollte die Zelte aufstellen und die letzte Gruppe das Abendessen vorbereiten. Der Lehrer schärfte den Gruppen, welche sich vom Lager entfernten ein, nicht zuviel Zeit zu verlieren, sich nicht zu weit vom Lager zu entfernen und immer mindestens zu Dritt, besser noch zu viert zu bleiben.
Die Schüler verschwanden also nach und nach und die, die zurückblieben kümmerten sich um ihre jeweilig zugeteilten Aufgaben.
Herr Takawa schloss sich der Wasser- hol- Gruppe an, während Frau Kuzakabe das treiben im Lager im Auge behielt. Besonders bei zweien ihrer Schüler lag ein großer Anteil ihrer Aufmerksamkeit, Kaiba und Wheeler. Sie war nicht Glücklich mit der Entscheidung ihres Kollegen die beiden zusammen in die Gruppe zum Zeltaufbau zu stecken, doch konnte sie dem im Nachhinein auch nicht widersprechen, ohne dessen Autorität zu untergraben.
„Wheeler, kannst du nicht einmal die einfachste Aufgabe ausführen ohne uns wieder einmal davon zu überzeugen wie dämlich du dich anstellen kannst?" Da hatte sie es, kaum hatte die Gruppe angefangen, gingen die Beiden Streithähne auch schon aufeinander los, während sich die anderen Mitschüler diskret in den Hintergrund zurückzogen, um bloß nicht Ziel von Seto Kaibas Wut zu werden, denn diese war berüchtigt!
„Als ob du reicher Pinkel wüsstest wie man ein Zelt aufbaut!", rief Joey aufgebracht zurück.
„Ich weiß zumindest wie man eine Anleitung befolgt, aber was soll man von einem räudigen Köter auch anderes erwarten?", gab Kaiba kalt zum Besten.
„Wer braucht schon eine Anleitung um ein Zelt aufzubauen?" Brüllte der Blonde wütend zurück, er hasste es wenn Seto ihn einen räudigen Köter nannte. Er hasste es überhaupt mit einem Hund verglichen zu werden. Bevor Seto noch etwas auf Joey erwidern konnte, schob sich die Lehrerin zwischen die Beiden.
„Wie wäre es, wenn sie, Herr Kaiba, sich um diese Zelte kümmern." Damit zeigte sie auf einen Haufen, den schon zwei seiner Mitschüler in Angriff genommen hatten.
„Während Mr. Wheeler sich, um diese dort kümmert!" Sie zeigte auf einen anderen Haufen, der etwas entfernter lag. Seto und Joey die sich in ihrem leidenschaftlichen Streitgespräch unterbrochen fühlten, blinzelten die Lehrerin erst verständnislos an, ehe sie sich beide gleichzeitig wie auf Kommando in die jeweils angegebene Richtung, ohne weiteren Kommentar, abwandten.
Frau Kuzakabe seufzte erleichtert darüber, die drohende Eskalation abgewendet zu haben auf. Sie befürchtete, die schlimmste Woche ihrer Laufzeit als Lehrerin vor sich zu haben.
Die Schüler fanden sich bald darauf schon wieder alle in ihrer Lagerstadt ein und es dauerte auch nicht lange, ehe es Herrn Takawa gelang das erste von vielen weiteren, dunkel qualmenden Feuern in Gang zu bringen. Das geholte Wasser wurde aufgekocht und mit Bakterienvernichtenden Substanzen bearbeitet, während die Töpfe mit dem Abendessen vorsichtig über die Feuer gehängt wurden.
Es war erstaunlich Still, während die Jugendlichen auf ihre Malzeit warteten. Der Tag hatte allen so einiges abverlangt und die beiden Lehrer waren sich sicher, dass es nicht lange dauern würde, ehe sich die ersten in die aufgebauten Zelte zurückziehen würden.
Seto hatte sich etwas abseits an einem der kleineren Feuerstellen nieder gelassen, er verspürte nicht das Bedürfnis sich zu den anderen zu gesellen und heile Welt zu spielen. Es war später Nachmittag und so würde es noch ein wenig dauern ehe die Nacht über sie hereinbrechen würde. Seto beschloss die Zeit zu nutzen und ein wenig in dem mitgebrachten Buch zu lesen, krampfhaft bemüht, die anderen Anwesenden auszublenden.
Es dauerte jedoch nicht lange ehe er seinen Blick von den bedruckten Seiten hob, weil er das Gefühl hatte beobachtet zu werden und tatsächlich blieb sein Augenmerk kurz daran an Joeys braunen Augen hängen, die ihn wohl beobachtet hatten. Seto hob missbilligend eine Augenbraue, doch Joey schien das kalt zu lassen, denn sein Blick wendete sich nicht ab. So saßen sie also eine ganze Weile da und waren in den Augen des Anderen versunken, ehe der Moment mit einem Mal durch Téa zerstört wurde, die neben Joey saß und diesen, mit dem Ellbogen, in die Seite stieß.
Seto konnte sehen wie Joeys Augen kurz wütend aufblitzten und er sich die Rippen rieb, ehe er das braunhaarige Mädchen anfuhr. Kurz darauf schien zwischen den beiden ein kleiner Streit zu entstehen, der erst durch Yugis einschreiten geschlichtet wurde.
Seto war sich natürlich nicht sicher, doch glaubte er, dass die Gruppe über ihn gestritten hatte und zumindest der Blick den Yugi nun über die Schulter in seine Richtung warf, schien diese These zu bestätigen.
Seto hatte keine Lust sich noch länger mit dem Kindergarten zu beschäftigen, sodass er sich erneut seinem Buch zuwandte und die anderen dieses Mal erfolgreich aus seiner Aufmerksamkeit verdrängte, obwohl seine Gedanken noch einen Augenblick bei dem Gefühl der Wut verweilten, die er gegenüber der Brünetten empfand.
Joey versuchte es nicht einmal zu leugnen, er war innerlich aufgewühlt. Wieso schaffte er es in letzter Zeit immer schlechter seine Gefühle zurückzudrängen und seine Hoffnungen unter der düsteren Realität zu vergraben.
Zwischen Seto und ihm würde nie etwas anderes sein, als das was sie im Moment miteinander teilten. Joey wusste das er nicht in die Welt des Anderen passte. Dennoch fachte Seto das leichte glimmen der Hoffnung immer wieder an und wenn es nur, wie gerade eben, durch einen langen, intensiven Blickwechsel war.
Joey riss sich aus seinen Gedanken und richtete seine Konzentration wieder auf das Gespräch, welches seine Freunde führten.
„Ich finde trotzdem das Joey, Kaiba nicht immer wieder so provozieren sollte. Ich meine der Kerl ist eine ganze Woche mit uns zusammen und ich habe wirklich nicht die geringste Lust ständig Joeys Hals zu retten, wenn Kaiba kurz davor ist diesen umzudrehen." Wie kam Téa bloß darauf das Joey, Kaiba hatte provozieren wollen? Er hatte ihn doch bloß angesehen und das noch nicht einmal wirklich bewusst. Er war einfach von dem Bild gefangen gewesen, welches der Firmenchef, im Licht der untergehenden Sonne, abgegeben hatte.
„Kannst du nicht einfach aufhören?" Bat Joey, Téa schließlich, er hatte keine Lust mehr sich ihr Gemecker noch länger anzuhören.
„Ich wünschte du würdest aufhören und dich endlich deinem Alter entsprechend benehmen!" Joey seufzte auf, verdrehte seine Augen und stand schließlich auf. Wenn das Mädchen so drauf war, war es das Beste man verschwand eine Weile, damit diese sich abregen konnte und genau das hatte der Blonde jetzt vor.
Er griff sich seinen Skizzenblock und seine Mappe mit den Kohlestiften, ehe er die Gruppe verließ und kurz darauf in den Wald verschwand. Die Rufe von Tristan und Yugi die ihn daran erinnerten, dass sie das Lager nicht alleine verlassen sollten, ignorierte er.
Er brauchte jetzt einfach einen Moment für sich. Seit sein Vater im Gefängnis saß, wohnte Joey alleine und er war es einfach nicht mehr gewohnt ständig Menschen um sich herum zu haben und vor allem Téa ging ihm in letzter Zeit auf den Wecker. Er wusste, dass sie es nur gut meinte und sich Sorgen um ihn machte, aber ihre gluckenhafte Art machte ihn manches Mal einfach wahnsinnig.
Joey ließ seinen Blick eine ganze Weile über die Landschaft gleiten, ehe er sich bei einer kleinen Felsformation nieder ließ und die erste Seite seines Blocks aufschlug. Er hatte sich für diese Tour extra ein neues mitgenommen, weil er hoffte viele einprägsame Szenen zu Papier zu bringen.
Er konnte sich nicht erinnern wann er mit dem Zeichnen begonnen hatte, doch seit er gemerkt hatte wie viel es ihn bedeutete, hatte er praktisch immer etwas zum Zeichnen dabei.
Joey wartete noch einen Moment, um sich zu beruhigen, erst dann setzte er die Kohle an und begann die ersten Striche zu ziehen.
Er war schließlich so versunken in seine Tätigkeit, dass ihn erst das Knacken eines Astes, ganz in seiner Nähe, aus seiner Versunkenheit holte. Erschrocken blieb sein Blick an der Kohleskizze hängen und sofort als er realisierte, dass er nicht die Landschaft gezeichnet hatte, schlug er den Block zu und sah sich hektisch um.
Wie hatte denn das passieren können? Wieso hatte er ausgerechnet die Gesichtszüge von Seto Kaiba zu Papier gebracht? Wieder ein Knacken, dieses Mal noch näher und nun wurde dem Schüler auch wieder bewusst, dass er ganz alleine inmitten der Wildnis steckte, zu weit von der Gruppe entfernt, um schnelle Hilfe zu bekommen. Was war, wenn das Knacken von einem wilden Tier stammte?
Joey ließ das Skizzenmaterial zu Boden fallen und sprang auf die Beine, fieberhaft überlegte er, ob er eine Waffe bei sich trug, doch sein Taschenmesser befand sich im Rucksack und sonst hatte er nichts. Nicht einmal einen dicken Ast sah er auf Anhieb. Joeys Körper spannte sich an, als ein erneutes Geräusch seine Nerven zum flattern brachte.
In dem Moment, in dem er allerdings den Grund für seine Angst erkannte, musste er sich anstrengen nicht über sich selbst zu lachen. Da stand er, ebenso grimmig wie ein Bär, so gefährlich wie eine Schlange und mit so leuchtend blauen Augen, das der ‚Weiße Drache mit eiskaltem Blick' neidisch wäre, Seto Kaiba.
Obwohl sich seine Angst gelegt hatte, raste sein Herz noch immer in abnormaler Geschwindigkeit.
„Ich weiß ja das du dumm bist, aber zumindest die Anweisungen der Lehrer solltest du doch wohl befolgen können oder Köter?" Joey kniff bloß seine Augen zusammen und brachte ein höhnisches Lächeln auf seine Mundwinkel.
„Solltest du dir nicht besser an die eigene Nase packen Moneybags? Zumindest sehe ich auch dich nicht in Begleitung." Seto zog es vor darauf nichts zu erwidern, sondern trat einfach auf den Blondhaarigen zu und griff ihn an den Aufschlägen seiner Jacke.
„Was denn, sind dir etwa die schlauen Sprüche ausgegangen?", fragte Joey leicht atemlos. Tief in sich spürte er, wie leichte Erwartung in ihm hoch kroch und auch ein Gefühl von Leidenschaft konnte er, in sich emporsteigen fühlen. Dieses Gefühl schien sich noch zu steigern, als Seto sein Gesicht noch näher an das von Joey heran brachte.
„Ich glaube es ist wieder einmal Zeit das dir dein Herrschen zeigt, wo dein Platz ist, nicht wahr?", fragte Seto mit einer erotischen Stimme. ganz nahe mit seinen Lippen an denen von Joey.
„Ich bin nicht dein Hündchen!", brachte Joey noch hervor, ehe sich ihre Lippen zu einem verzehrenden Kuss trafen.
Joey hätte es nie für möglich gehalten das sie beide sich hier, auf diesem Klassenausflug so nahe kommen würden. Er hätte nie zu hoffen gewagt das Seto trotz der Möglichkeit, dass die anderen nicht weit von ihnen waren, eine solche Gefahr der Entdeckung auf sich nehmen würde.
Der Kuss wurde fordernder, die Hände griffen fester zu und zogen, zerrten an der störenden Kleidung. Joey spürte, wie Seto ihm auf die Lippen biss und kurz darauf schmeckte er den metallischen Geschmack von Blut in seinem Mund. Es störte ihn nicht, im Gegenteil es machte ihn sogar noch um eine ganze Ecke wilder. Ein Stöhnen erklang und Joey wusste nicht ob er es gewesen war oder ob dieser Laut Seto entkommen war.
Joey wusste einfach, dass es falsch war was er gerade tat, doch wie immer war es ihm egal. All seine Bedenken wurden von der Leidenschaft die Seto in ihm entfachte fortgespült, bis sie Beide durch ein lautes Rufen gestört wurden.
„Joey, wo bist du? Antworte doch!" Joey und Seto fuhren auseinander als hätten sie sich verbrannt. Beide atmeten schwer und ihre Blicke hielten sich für einen langen Moment, ehe Kaiba sich abwandte und wieder in das Dickicht verschwand, aus dem er kurz zuvor erschienen war.
„Joey! Komm schon Alter, wir machen uns Sorgen!" Niemals zuvor hatte Joey seine Freunde so wenig sehen wollen, wie in diesem Moment und er wartete auch noch einen weiteren, ehe er seufzte, sich mit der rechten Hand durch die Haare fuhr und seinen Zeichenblock schnappte.
„Ich bin hier!" Gab er laut genug von sich, um die Suchenden auf sich aufmerksam zu machen und tatsächlich traten kurz darauf Téa, Yugi und Tristan auf die Lichtung.
„Mensch Joey, wieso hast du uns nicht geantwortet?", fragte Yugi ihn mit vorwurfsvoller Stimme. „Du weißt doch, dass wir das Lager nicht alleine verlassen sollen!", führte Téa die Ausführungen weiter und Joey nickte nur.
„Sorry Leute, ich bin eingepennt!", log Joey ohne rot zu werden, zumindest dafür konnte er die unterschwellige Wut über das auftauchen der drei umwandeln.
„Ahrg… Joey, das ist mal wieder so typisch!", gab dieses mal Tristan seinen Senf dazu. War es das wirklich, fragte sich Joey? War er wirklich so unselbstständig das er seinen Freunden ständig Sorgen bereitete und sie ihn wie ein Kleinkind behandeln mussten? Joey setzte eine gute Miene zum bösen Spiel auf und schlug Tristan auf die Schultern.
„Ja, ja schon klar! Lasst uns zurück gehen, vielleicht gibt es ja endlich etwas zu beißen! Mein Magen hängt mir schon in den Kniekehlen!" Seine Freunde tauschten nur einen seltsamen Blick miteinander und kamen gleich darauf Joeys Vorschlag nach und so gingen sie also zum Zeltplatz zurück.
Joey der das Schlusslicht bildete, warf noch einen bedauernden Blick zurück, ehe er sich endgültig abwandte.
Tja^^, keine Liebesszene, aber was nicht ist kann ja noch werden *lach*
Würde mich über Feedback freuen!!!
LG
Zauberlehrling
