Als Castle die Tür zu seinem Loft öffnete und Kate hinein bat, kam ihnen Martha und Alexis entgegen gelaufen. „Richard, Junge! Ich hatte einen wunderbaren Abend." Plauderte seine Mutter direkt darauf los. Rick sah etwas verwirrt drein, daher war es an Alexis ihn aufzuklären.

„Großmutter hat heute einen wundervollen Abend mit einem alten Verehrer verbracht. Sie liegt mit schon den ganzen Abend damit im Ohr." Gestand Sie und verdrehte ihre Augen.
„Pah, da spricht nur der Neid aus meiner Enkeltochter!" Hielt Martha dagegen. Kate hatte sich an Rick vorbei geschoben und er schloss die Tür.

„Na das sind doch tolle Nachrichten." Freute sie sich. „Das ist Mutter wie sie Leib und lebt. Wer war es? John Miller? Andrew Summers?" Martha winkte ab. „Viel besser, David King." Rick überlegte und runzelte seine Stirn.

„King? War das nicht der vom Theater der dich hat Sitzen lassen?" Martha verzog ihr Gesicht. „Das ist doch Schnee von gestern! Wir trafen uns vor einem Monat wieder und, naja, wir haben da angeknüpft wo es vor zwanzig Jahren aufgehört hatte." Sie zuckte mit der Schulter.

„Eine späte Einsicht, aber besser zu spät als nie." Castle grinste. „Du bist unverbesserlich."
Sie lächelte. „Sprechen wir nicht mehr über mich, wie ich sehe hast du Damenbesuch mitgebracht."
Kate gab ihr die Hand. „Hallo Martha." Diese nahm Kate ohne Vorwarnung in den Arm. „Willkommen in der Familie!" Castle viel fast alles aus dem Gesicht.

„Mutter!" Entrüstete er sich.
„Ich glaube, soweit sind wir noch nicht." Stimmte Beckett mit ein. „Ach was. Wann ist die Hochzeit?" Fragte Alexis. „Jetzt reicht es!" Rick ging dazwischen und trennte Kate und seine Mutter. Dann deutete er auf seine Tochter. „Es ist schon spät, ab mit dir ins Bett!" Befahl er. Alexis salutierte. „Jawohl Herr Hauptmann!" Sie gab Rick einen Kuss auf die Wange und macht sich tatsächlich auf in ihr Zimmer. Martha seufzte.

„Du bist ein Spielverderber Junge. Aber du hast zumindest in dem Punkt Recht das es spät ist, ich leg mich auch hin", sie musterte ihren Sohn und Kate, „aber treibt es nicht zu bunt!" Martha zwinkerte den zwei zu und zog sich in ihr Schlafzimmer zurück.

Nach einem kleinen Snack, duschte Kate das erste mal in Ricks Wohnung. Und wie alles in seiner Wohnung, war auch das Bad viel größer und besser eingerichtet, als ihres. Gut, das Loft kostete auch ein wenig mehr, da konnte man das erwarten. Als sie fertig war, ließ sie Rick duschen. Mit einem großen, weichen Handtuch das sie sich um ihren Körper geschlungen hatte suchte sie dann das Schlafzimmer auf. Kate musste sich eingestehen das sie etwas aufgeregt war. Es fühlte sich an, wie damals als sie ihren ersten Freund hatte und bei ihm, zugegebener maßen, heimlich übernachtet hatte. Ihr Herz klopfte wild, als sie das große Doppelbett sah.

Mit wie vielen Frauen er wohl schon hier geschlafen hatte? Diese Frage dämpfte etwas das Gesamtbild, aber sie konnte ihm schlecht daraus einen Vorwurf machen. Kate verscheuchte diesen unschönen Gedanken. Dafür kam ihr ein anderer. Sie lächelte, entledigte sich ihres Handtuches und warf sich nackt wie Gott sie schuf auf das Bett. Kate legte sich auf die Seite und stützte ihren Kopf auf ihrer Handfläche ab. Ob ihm gefallen würde, was er zu sehen bekommen wird? Alleine der Gedanken daran erregte sie und sie fühlte sich wie ein junges Mädchen.

Das ganze Szenario war irgend wie lächerlich. Ein erwachsene Frau, dazu Polizistin des NYPD, nackt im Bett eines Bestsellerautors. Aber sie konnte nicht anderes. Wie auf Bestellung ging die Tür auf und Rick kam ins Schlafzimmer, mit einem Tuch um seine Hüfte gebunden. „Was mir gerade eingefallen ist..." Er stockte als er Kate auf dem Bett erspähte. Sein Mund ging auf und zu, wie bei einem Fisch, kein Wort wollte über seine Lippen kommen.

Es war ein Bild für die Götter und Beckett kam nicht umher zu lachen. Castle grinste. „Du Luder! Das also war dein schändlicher Plan!" Er warf sich ebenfalls aufs Bett und kroch zu ihr, bis er auf Augenhöhe mit der jungen Frau war. „Du wolltest mich sprachlos machen!" Sie zuckte mit der Schulter.

„Vielleicht?"

Sie legte sich auf den Rücken, er beugte sich über sie. Er spürte ihren warmen Körper, roch die Seife, mit der sie sich gerade geduscht hatte. Und Kate roch einfach verführerisch. Er schluckte und strich Kate einige Strähnen aus dem Gesicht.

„Glaubst du an den einen, perfekten Moment?" Fragte er leise. „Den, wo alles andere keine Rolle Spielt, außer dieser, eine, kleine Moment? Den man am liebsten nicht mehr aufgeben möchte?" Er nickte. „So in etwa. Die Geburt eines neuen, perfekten Momentes kommt der Schaffung eines Universums gleich. Unsere Universums. Wie würde dir das gefallen?"

„Ein ganzes Universum? Wäre ich darin eine Königin?" Er beugte sich weiter zu ihr hinab. „Du wärst meine Königin!" Sie sah ihn an und musste lachen. „Was?" Fragte er verdattert.

„Ich hab gerade daran denken müssen, das du ein guten Hofnarren abgeben würdest!" Auch er lachte. Nach einer kleinen weile fingen sich die beiden. Kate wurde ernst und streckte ihre Hand nach seinem Gesicht aus. „Die Geburt unseres Universums würde mir gefallen. Etwas, das nur du und ich teilen. Das keinem anderen gehört. Ein Universum aus liebe und Glück, in dem es keine Angst geben würde, oder?"

Castle streichelte mit seiner Hand über ihre Wange, streifte ihren Hals hinab und glitt zu ihrer Brust, bis er ihre Narbe erreichte, direkt neben ihrem Herz. Die Haut schimmerte noch in einem frischen rosa, die Narbe würde Kate ein Leben lang daran erinnern, wie knapp sie dem Tod entronnen war. Sie ließ es zu, er hörte sie atmen.

„Ja, in dieser Welt gäbe es keine Angst. Nur liebe und Frieden." Rick sah eine ganze Weile auf ihre Narbe und ihm wurde schwer ums Herz. Kate schien zu ahnen, was er dachte. „Denk nicht darüber nach." Bat sie.
„Hätte ich früher reagiert..."

Sie legte ihm ihren Finger auf den Mund. „Es ist egal. Es ist passiert und ich bin hier, bei dir. Das zählt.
Bei dir, wir haben eine zweite Chance bekommen und nutzen sie. Was will man mehr?" Er nickte und sah Kate tief in die Augen.
„Ich liebe Sie, Detektiv Kate Beckett." Sie lächelte wieder. „Ich Sie auch, Mr. Richard Alexander Castle." Er hielt inne.

„Ich heiße jetzt aber Richard Edgar Castle, Ma´am." Stellte er richtig. „Mir egal, Alexander klingt schöner und jetzt küss mich, oder soll ich darum betteln?" Castle grinste spitzbübisch. „Das würde mir gefallen."
„Das glaube ich, aber das wird nie passieren." Er gab ihrer bitte nach und die zwei küssten sich innig...