Die Kapitel zeigen die zeitlichen Sprünge bzw. Abstände an. Natürlich kann man die Geschichte auch auf einem Ritt lesen.
Autumnal Equinox (Gegenwart)
Sie saß auf ihrem Felsen, nippte an ihrem Kürbissaft und erinnerte sich daran wie naiv sie gewesen war, wie jung und unschuldig. Es war so typisch, sie war die perfekte Jungfrau, nicht nur sexuell, sondern intellektuell.
Auch Ron hatte schließlich seinen Weg zurück zum Zelt gefunden, und ein Blick auf sein beschämtes Gesicht hatte genügt um ihr zu zeigen, dass auch er von den Ereignissen der Mondmagie betroffen war.
Sie lächelten sich an und lachten mit den anderen, dann als sie allein im Fuchsbau waren, klammerten sie sich aneinander und weinten.
Am nächsten Tag kauften sie ein Verhütungsmittel und verbrachten die nächsten 4 Tage damit, ihre zerbrochene Beziehung mit Sex zu kitten.
Sie hatten gelernt und wussten mehr darüber als zuvor. Aber sie merkten auch, dass es einfach nicht mehr reichte. Sie liebten einander, hatten aber ihre Unschuld verloren. Am Ende trennten sie sich unter Tränen und sagten sie Hochzeit ab.
Hermine starrte in den nächsten Wochen die Wände an und stellte fest, dass ihr Elternhaus zu klein für sie geworden war. So zog sie in ihre eigene kleine Wohnung und nahm ihr Leben wieder auf.
Schließlich suchte sie Luna auf, die ihr alles über Mondmagie erzählte was sie wusste. Danach führte sie ihr nächster Weg nach Hogwarts und mit der Erlaubnis des Schulleiters Snape konnte sie die Bibliothek ihrer alten Schule benutzen.
Es war merkwürdig wieder hier zu sein, noch merkwürdiger war die Tatsache, dass man sie nicht wie eine Schülerin behandelte.
McGonagall und Flitwick unterhielten sich gern mit Hermine. Sie bedauerten, die Trennung von Ron, über die die gesamte magische Presse berichtet hatte, und teilten bereitwillig ihr Wissen mit ihr.
Professor Sinistra beantwortete geduldig alle Fragen und wies Hermine auf einige Textbücher hin, die sich auch mit der Magie der Sonne, der Gezeiten und des Wetters beschäftigen.
Natürlich trat auch Professor Trelawney in Erscheinung, deren inneres Auge die erwachende Göttin in ihr gesehen hatte. Was auch immer damit gemeint war, dachte Hermine.
Das wichtigste Buch legte ihr allerdings der Schulleiter auf den Tisch.
Mit viel neuem Wissen ausgerüstet, ging Hermine wieder zu Luna und fragte sie, ob sie sie zur Sommersonnenwende begleiten würde.
Luna wiederum hatte die anderen gefragt, aber niemand wollte mit ihnen gehen. Ron trug am schwersten an den Erinnerungen, denn am Morgen nach Beltane erfuhr er, dass seine Gefährtin verheiratet war.
Hermine fühlte sich schlecht, weil sie mit ihrer Bitte Salz in seine Wunden gerieben hatte.
Rückblick auf die Sommersonnenwende
So waren Luna und sie waren allein gegangen und statt im Zelt, übernachteten sie in einem Bed & Breakfast.
Im Laufe des Tages machten sie sich auf den Weg zu den rituellen Plätzen, die voller waren als im Herbst. Aber die Menge schien auch entspannter als bei Hermines erstem Mal.
Luna und sie lächelten viel, tranken mehr als sonst und sahen sich nach Lunas Gefährten um, von dem die Freundin die ganze Zeit sprach.
Hermine hatte ihr nie erzählt, was sie damals erlebt hatte. Unauffällig schaute sie sich in der Menge nach einem schlanken, großen Mann um.
Wenig später wurden die Feuer entfacht und die Magie breitete sich aus.
Die beiden Freundinnen sahen sich an und staunten.
„Hermine, Deine Farben haben sich verändert. Cool. Es ist ein wunderschönes Blau mit weißen Flecken. Wie Wolken. Wunderschön."
„Du siehst auch sehr hübsch aus. Wie eine bunte Sommerwiese. Viel schöner als beim letzten Mal."
Luna lachte und verschwand in der tanzenden Menge, und Hermine merkte wie sie der Rhythmus der Musik auch sie erfasste.
Die nackten Füße bewegten sich unbewusst als sie die Menge beobachtete und nach bestimmtem Grauton Ausschau hielt.
Sie trug diesmal die traditionellen Roben und manche Zauberer sahen das als Aufforderung an, sie zu berühren. Nach einer Weile hielt sie dies nicht mehr aus und verlies den Platz am Feuer. Schnell lief sie zu dem Felsen, vom dem sie ihren Liebhaber das erste Mal gesehen hatte.
Leichtfüßig stieg sie nach oben und schaute sich um. Sofort spürte sie die vertraute Wärme und wusste, dass er nicht weit entfernt seien konnte. Und tatsächlich, da war er. Bahnte sich einen Weg durch die Menge.
Hermine bemerkte, dass auch er seine Farben verändert hatte. Sein Grau war weicher, wärmer.
Sie hielt es nicht eine Sekunde länger auf ihrem Felsen auf und lief ihm entgegen. Sofort umfasste sie die tanzende Menge und Angst machte sich breit, dass sie ihn verlieren konnte.
Die Menge lies sie nicht los und so ergab sie sich dem Schicksal in der Hoffnung, dass es sie zum ihm führen würde. Endlich, nach einer kleinen Ewigkeit, sah sie ihn. Er stand auf einem Karren und sah sich um. Als sich ihre Blicke trafen, zögerte er nicht eine Sekunde. Er flog zu ihr, nahm sie in den Arm und küsste sie.
Endlich wussten sie, dass ihre Begegnung im Frühling kein Zufall war. Sie waren miteinander verbunden und Hermines Herz drohte vor Glück zu zerspringen. Ihre Göttin war zufrieden.
Sie löste sich von ihm, nahm seine Hand und führte ihn weg vom Feuer.
Er folgte ihr bereitwillig zu einer vom Vollmond erleuchteten Lichtung.
Dort zog sie ihm seine graue Robe aus, die auf des feuchte Gras fiel und lies dann auch ihren Umhang fallen.
Alles war so klar, so natürlich.
Er legte sich zu ihr und erfreute sich an ihren Berührungen. Es war schwer normal zu atmen, als ihre Hände über seinen Körper glitten und die Spuren seines Lebens fanden. Kleine und große Narben, die ihr zeigte, dass sein Leben von Leid und Schmerz bestimmt war. Sie wollte beides lindern, und küsste die Tränen, die inzwischen über sein Gesicht liefen, fort.
Noch nie hatte er sich so angenommen, so vollkommen gefühlt.
Er lies es zu, dass sie ihn liebte. Seine Stärke und Erfahrung gestattete es, dass sie die Initiative übernahm und ihn in sich aufnahm.
Das war es, was in ihrer beiden Leben zuvor gefehlt hatte. Was sie niemals mit Ron gehabt hatte.
Er hielt sich nicht zurück und zeigte ihr welche Gefühle sie in ihm auslöste. Sie stöhnte als er an ihren Brustwarzen zog, seine Stimme versagte fast als sie ihn ritt und zum Höhepunkt brachte.
In ihr war das Wissen der Göttin und er war ihr Gegenpart, der Dunkle Gott.
Sie waren wie Ebbe und Flut, einmal war er stärker, dann wieder sie.
Im Moment war er wie Wachs in ihren Händen und ihre Macht lies die Göttin in ihr zu neuer Kraft erwachen.
Sie lächelte als er den Höhepunkt erreichte und sein Samen den Weg in sie fand.
Erschöpft nahm sie ihr fremder Liebhaber in den Arm und hüllte sie in Umhang ein. Sie fühlte sich sicher und warm und schlief ein.
Am Morgen wachte sie allein auf.
Wieder hatte er sie verlassen. Nur seine schwarzen Gewänder waren ihr geblieben.
Als sie sich auf den Weg zum Lager machte, sah sie glückliche Paare, aber auch Hexen und Zauberer, die wie sie zurückgeblieben waren.
Aber ein Trost war das nicht. Sie fühlte sich so einsam, allein mit ihrer Erinnerung an einen Liebhaber, dessen Gesicht sie nicht kannte.
