Titel: Maggie

Teil: 7/?

Autor: Neko (Ne-chan)

E-mail: Harry Potter

Raiting: PG-14

Warnung: darkfic, OOC

Pairing: Ron x Severus

Disclaimer: Alles nicht meins, alles J.K. Rowling. Geld bekomm ich auch nicht! sich das Ganze noch mal überleg Mist --

Maggie

Leb jeden Tag als wär's das letzte, was du tust

Ron betrat etwas zittrig mit Severus wieder den Krankenflügel und schniefte leise, als er sich auf sein Krankenbett setzte und schweigend dem Bericht des Zaubertränkemeisters zuhörte, der Madam Pomfrey seine seltsamen Erlebnisse erklärte. Bald huschte Poppy Pomfrey um ihn herum, dabei Zaubersprüche murmelnd und mehr als nur besorgt dreinschauend. Ron ließ es alles ohne einen Ton von sich zu geben über sich ergehen. Tatsächlich hätte es ihn nicht einmal gekümmert, wenn Voldemort persönlich mit einem rosa Tutu vor ihm Ballett getanzt hätte.

Er war erschöpft. Mehr als erschöpft! Er fühlte sich erschlagen und ausgelaugt und er merkte, wie ihm die Augen drohten zuzufallen. Tatsächlich musste er sich anstrengen, nicht einfach nach hinten aufs Bett zu fallen und sich ganz klein unter die Bettdecke zu verkriechen. Es war ein unnatürliches und unangenehmes Gefühl und so kämpfte er gegen seine Schläfrigkeit an.

Verräter!"

Rons halbgeschlossenen Augen sprangen auf und er schnappte laut nach Luft. „Severus… Percy?" Seine Stimme klang, wie von einem kleinen Kind, aber es kümmerte ihn nicht. Er brauchte jetzt Severus! Er brauchte Percy! Er brauchte jetzt seinen großen Bruder!

Elender VERRÄTER!"

Ron schrie auf.


Panisch stürzte Percy auf seinen kleinen Bruder zu und stieß dabei sogar den Direktor aus seinen Weg. Rons Schreie echoten durch den hohen Krankensaal und verursachten eine Gänsehaut auf dem Rücken. Was tat dieses Monster nur? Wie konnte man jemanden nur so zum Schreien bringen? Percy griff nach Rons Hand und hielt sie fest. Mehr konnte er nicht tun! Aus lauter Verzweiflung begann er wieder den Erlkönig zu flüstern. Er kämpfte sich regelrecht durch jede Strophe:

„»Ich liebe dich, mich reizt deine schöne Gestalt;
Und bist du nicht willig, so brauch ich Gewalt.«
Mein Vater, mein Vater, jetzt faßt er mich an!
Erlkönig hat mir ein Leids getan! –„

Der Schreie verstummten und Rons Kopf ruckte auf einmal in Percys Richtung. Viel zu große Augen bohrten sich in seine. „Ron? Ron, bist du's?" Ron reagierte nicht und zittrig holte Percy für die letzte Strophe Atem.

„Dem Vater grauset's, er reitet geschwind,
Er hält in den Armen das ächzende Kind,

…"

Oh nein, das wirst du nicht tun!" Rons Hand befreite sich mit Leichtigkeit aus Percys Griff und schoss pfeilschnell an die Kehle des älteren Weasleys.


Severus sah Percy ohne Erfolg nach Luft schnappen und die Hände des jungen Weasleys griffen sich an die Kehle, doch Rons Finger hatten sich kraftvoll in das empfindliche Fleisch gebohrt. Es war erstaunlich, was für eine Kraft Maggie zu haben schien, denn Ron alleine hätte dies nie alleine bewerkstelligen können.

Hastig versuchte jetzt auch der Zaubertränkemeister Percy von seinem Bruder zu befreien. Mit einem Ruck packte er das Handgelenk und zog, doch Maggie zischte nur verärgert und stieß ihn mit Rons freier Hand zur Seite. Percy sank in die Knie. Seine Hände hatten sich in die Ärmel des jüngeren Rotschopfs verkrallt und er krächzte ein leises „Ron" hervor. Doch Maggie hatte Ron scheinbar unter sich begraben.

Jetzt doch der Panik nahe zog Severus seinen Zauberstab. „Stupor!" Ron wurde rückwärts vom Bett geschleudert und zog dabei Percy mit sich. Selbst nach so einem Zauber hatte Maggie nicht losgelassen! Doch dann schlug der Kopf des besessenen Rotschopfes auf den harten Steinboden auf und er bewegte sich nicht mehr. Endlich war der Spuk zu Ende.


Percy hustete, als endlich wieder Luft in seine Lungen strömte. Er lag halb auf dem Bett von dem Ron gefallen war. Sein Umhang hatte sich umständlich um seinen Körper gewickelt und hinderte ihn daran aufzustehen. Das war sehr schlecht, denn in der Haltung, in der er sich gerade befand, bekam er immer noch nicht genug Atem, um sich wenigstens ein wenig besser zu fühlen. Also hustete er noch etwas mehr und rang immer noch gequält nach Luft, bis plötzlich zwei starke Arme ihn in eine sitzende Position hochzogen. Bald darauf sah er in die schwarzen Augen von Professor Snape. „Danke!", flüsterte er heiser, dann versagte ihm die Stimme. Doch der schwarz gewandete Mann wandte sich einfach von ihm ab und trat vorsichtig auf Ron zu. Leicht stupste er die bewusstlose Gestalt mit einer Stiefelspitze an, um sicher zu gehen, dass Ron auch wirklich niemanden mehr etwas tun konnte, dann hob er die schlaffe Gestalt ohne große Mühe in seine Arme. Madam Pomfrey wies mit zitterndem Finger auf das Bett neben Percy und Snape nickte nur. Sanft ließ er ihn die weichen Kissen sinken.

„Wie geht es dir, mein Junge?" Percy zuckte erschrocken zusammen und wandte sich dann Direktor Dumbledore zu. Er hatte den alten Mann vollkommen vergessen und beschämt erinnerte er sich daran, wie er ihn einfach so aus dem Weg geschubst hatte. Als hätte der Direktor seine Gedanken gelesen, lächelte er versöhnlich. „Vergiss es einfach, Percy. Das war eine vollkommen verständliche Reaktion. Jetzt lass Poppy erst einmal deinen Hals untersuchen." Als hätte die rustikale Krankenschwester nur auf diesen Satz gewartet, schwenkte sie ihren Zauberstab schon über ihn und murmelte einen Diagnosezauber. Ruhig ließ er es über sich ergehen, ließ dabei aber nicht eine Minute seinen kleinen Bruder und Professor Snape aus den Augen. Seltsamerweise hatte sich der Lehrer nicht einen Meter von Rons Bett fortbewegt.


Severus starrte nachdenklich auf die blasse Gestalt des Jungen und krauste die Stirn. Irgendetwas war in den letzten Minuten wichtiges passiert. Etwas sehr wichtiges sogar, aber bei der ganzen Hektik fand er einfach nicht das passende Puzzelteil. Seufzend ließ er sich auf die Bettkante nieder und strich abwesend eine rote Haarsträhne aus Rons Stirn. Wieso hatte Maggie Percy angegriffen? Er war keine Gefahr für sie gewesen und doch hätte sie ihn sogar umgebracht, daran hatte er keinen Zweifel. Aber wieso? Wieso nur?

Verärgert schnaubte er und wandte seinen Blick vom Gesicht des Jungen los. Er hatte versprochen, zu helfen! Aber schon jetzt hatte er versagt! Müde massierte er seine Nasenwurzel und schloss die Augen. Percy musste irgendetwas gemacht haben, was dieses Verhalten ausgelöst hatte. Etwas, was er nicht mitbekommen hatte! Er musste den Weasley unbedingt danach fragen, aber jetzt gerade hatte Poppy ihn in der Mangel. Das dauerte bestimmt noch.

Langsam öffnete er seine Augen wieder und sein Blick viel genau auf Rons Hand. Die Hand, die Percy an der Kehle gepackte hatte. Sanft umschloss er das feine Handgelenk mit seiner eigenen Hand und stutzte. Er konnte das Gelenk mit Leichtigkeit umschließen, tatsächlich wirkte es so zerbrechlich, wie das eines kleinen Kindes. Es bildeten sich sogar schon blaue Flecken, da wo Severus versucht hatte, Rons Hand vom Hals seines Bruders zu ziehen. Prüfend begutachtete er nun auch den Rest von Rons Körper und tatsächlich! Ron wirkte etwas kleiner und zierlicher, als er noch vor einer Stunde auf dem Astronomieturm gewesen war! „Poppy, wir haben ein Problem!"


Eilig huschte Poppy von Percy zu Rons Seite und lauschte angestrengt den Ausführungen des Tränkemeisters. „Poppy, er verändert sich! Sieh nur, wie klein er im Vergleich zu früher ist! Als hätte sich sein ganzer Knochenaufbau verändert!" Sofort waren auch Dumbledore und Percy am Bett des Jungen und starrten ihn an. „Du hast Recht, mein Junge. Er sieht wirklich anders aus. Poppy, kannst du raus finden, was das bewirkt hat oder ob es ihm Schaden zugefügt hat?" Die Hexe nickte und fing sogleich an, die entsprechenden Zaubersprüche zu murmeln. Verschiedene Lichtauren umgaben den Rotschopf und legten sich übereinander. Konzentriert studierte die Krankenschwester dieses Farbenspiel, dann zischte sie leise. „Das ist nicht gut! Scheinbar kostet diese Verbindung mit Maggie den Jungen so viel Kraft, dass sein Körper anfängt, diesen Verlust an Stärke – magische Stärke wohlgemerkt – durch körperliche Kraft zu kompensieren. Das heißt im Klartext: Rons Magie zapft die Körperkraft des Jungen an. Das bringt den Körper dazu, sich zu verändern, denn sonst könnte er das ganze nicht überstehen. Aber irgendwann werden diese Reserven aufgebraucht sein und Mr. Weasley ist dann nur noch eine ausgetrocknete Hülle." Besorgt wandte sie sich an Severus. „Wenn du einen Gegenzauber finden willst, dann tue es bald! Sonst ist es zu spät!"

Severus schluckte. „Wie lange hat er noch?" Poppy ließ ihren Zauberstab noch einmal über den bewusstlosen Jungen gleiten und die Lichter verschwanden. Stattdessen waren jetzt Zahlen zu lesen. „2 Tage? Wenn er Glück hat, noch 3."

tbc

Mein kleiner Extra-Kommentar:

Hallo allerseits!

Ich bin mir ja nicht sicher, ob das hier überhaupt noch einer liest! Schließlich bin ich einfach ein chronischer Langsamschreiber, aber es war die letzten Monate so stressig, dass ich dazu einfach keine Zeit und am Ende eines anstrengenden Tages auch meistens einfach keine Muse mehr hatte. Jetzt ist endlich wieder etwas mehr Ruhe! Das Kapitel ist zwar etwas kurz, aber wenigstens ein Anfang!

Über jeden Kommentar würde ich mich natürlich sehr freuen!!

Beste Grüße

Eure Ne-chan