3. Adventswoche
Bill und Fleur waren im Fuchsbau eingeladen zum Abendessen. Ihre Töchter waren nur kurz zum Tee da und gingen dann weiter in die Winkelgasse. Laurianne half in der Gassenküche Suppe für die Armen zu verteilen und Vicky hatte ein Date mit Antoine.
„Warum war Vicky so abweisend? Sie hat nicht einmal ihre Lieblingskekse angerührt"
„Sie hat einen neuen Freund"
„Was ist den mit Teddy?"
„Das wissen wir nicht so genau"
„Antoine ist ein arroganter Schnösel"
„Richtig Vater, genau meine Worte"
„Mir ist Teddy auch lieber, Antoine mag kultiviert und gute Manieren und anscheinend genug Geld haben, aber er ist so kühl"
„Ich finde ihn äusserst charmant, er hat mir eine Rose mitgebracht"
„Naja, das ist er"
„Aber ihr habt Recht, Victoire ist nicht mehr so unbeschwert wie vorher"
„Sie lässt sich von ihm beeinflussen"
„So schlimm ist es auch nicht"
„Wie du meinst"
„Teddy mit seinen blauen Haaren und diese Umhänge…."
„Das ist halt sein Geschmack"
„Ja, Teddy hat genug Geld seid er volljährig ist"
„Warum den das?"
„Er hat von Harry das Black-Erbe erhalten, so muss seine Oma auch nicht mehr arbeiten"
„Wow"
„Harry hat noch genug, die Potters waren den Blacks wahrscheinlich in Geldangelegenheiten gleich"
„Schon die Aussteuer für Ginny war riesig, dieses Verlies ging beinahe vergessen"
„Ja, im Nachhinein bin ich doch froh, haben wir das Geld angenommen, der Fuchsbau ist jetzt noch viel schöner"
Schon wieder dachte Fleur über Teddy nach. Sie war damals auch froh, waren nicht alle gegen sie, als es offiziell wurde, dass sie eine Französin Bills neue Freundin war. Sie sollte Antoine einladen, damit die Familie ihre Vorbehalte abbauen konnte. Also wurde Antoine kurzerhand zum Adventsessen der Weasleys eingeladen. Alle waren anwesend: die Potters mit Kinder, Ron und Hermine mit den Kinder, George mit Alicia samt Sohn, Percy und Penelope mit Kinder und Charlie mit seinem Freund.
„Kommt zu Tisch das Essen ist fertig"
„Sehr schön, ich habe einen Bärenhunger"
„Es gibt Bär?"
„Nein Lily-Schatz das ist nur eine Redewendung"
„Was ist eine Redewendung?"
„Geh und frag Tante Hermine"
„Wo ist Antoine?"
„Der kommt auch?"
„Teddy bleibt doch, er kommt erst zum Kaffee"
„Passt schon Vicky"
„Guten Appetit"
„Ähm, wie läuft es auf der Arbeit Teddy?"
„Sehr gut, mein Projekt ist überaus interessant und auch die Leute die ich treffe"
„Wie schön"
„Sei nur nicht so Bescheiden Teddy. Er hat sogar ein Lobschreiben vom Minister erhalten für seine gute Arbeit, die Idee öffentliche Vortragsreihen zu halten und auch die Obdachlosenheime und Waisenhäuser abzuklappern, war hervorragend. Wir haben so viele Registrierungen wie noch nie. Die meisten schämen und verstecken sich nicht mehr so sehr und das ist alleine der Verdienst von Teddy"
„Gratuliere"
„Ja, ich gratuliere dir auch, das wusste ich gar nicht"
„Du bist ja richtig erfolgreich"
„Deine Eltern wären stolz auf dich"
„Ja danke Leute und danke Molly für das Essen, es war wie immer sehr gut, aber ich verabschiede mich jetzt"
„Vicky das ist nur deine Schuld"
„Sei still Lauri"
„Warum ist das deine Schuld"
„Das geht dich nichts an Rose, halt dich aus meinen Angelegenheiten raus"
„Du musst mich nicht anfauchen, blöde Zicke"
„Rose sowas sagt man doch nicht, entschuldige dich sofort"
„Ja Mum, sorry Vicky"
„Vicky du musst auch nicht so gemein zu deiner Cousine sein, was ist in dich gefahren?"
„Egal, ich gehe jetzt nach draussen, Antoine abholen, bis später"
Betretenes Schweigen am Tisch. Fleur mit feuerroten Wangen. Bill schüttelt wieder den Kopf. Harry wirkt sehr nachdenklich und besorgt, genau wie die anderen. Nur die Jüngsten haben davon nichts gemerkt, fröhlich plapperten Lily, Hugo und Freddy weiter.
„Wir essen Bär"
„Nein, das ist eine Redewendung"
„Wir essen Redewendung?"
„Was ist das?"
„Frag Tante Hermine"
„Redewendung schmeckt wie Hühnchen"
Darauf lachten Hermine und Ginny los, die Kleinen waren auch zu süss. Doch dann öffnete sich die Küchentüre und Vicky kam mit Antoine herein. Er sah wirklich gut aus. Dunkle Haare, edler Umhang, für jede Dame eine Rose und für den Gastgeber eine gute Flasche Brandy. Trotz anfänglicher Befangenheit wurde es ein recht vergnüglicher Abend und alle hatten Teddy gegenüber ein schlechtes Gewissen. Fleur war in ihrem Element und redete auf französisch auf Antoine ein und die beiden führten eine angeregte Unterhaltung was Vicky selig lächeln liess. Plötzlich verblüffte Lily alle mit ihrer Aussage:
„Was meinst du genau mein Schatz?"
„Teddy redet so komisch"
„Das ist nicht Teddy Lily-Maus, Tante Fleur redet mit Antoine auf französisch"
„Doch das ist Teddy"
„Mein kleiner Schatz, Teddy ist vorhin gegangen, du kennst ihn doch"
„Ja ich kenne Teddy und ich will jetzt mit ihm spielen"
„Ich will auch mit Teddy spielen"
„Freddy, Lily was ist mit euch"
„Ich glaube sie haben recht, nicht wahr?"
„Seid wann kannst du dich ganz verwandeln?"
„Wie bitte?"
Antoine grinste und verwandelte sich wieder in Teddy zurück. Zuerst wurden die Haare blau, dann die Augen und sein Gesicht veränderte sich ein wenig. Nur die Kleider blieben die Selben.
„Wie….was….ist das möglich?"
„Ich wollte dich nicht belügen Tante Fleur, aber ich dachte, wenn dein erster Eindruck von Art und Aussehen richtig ist, würdest du tiefer blicken"
„Tante Fleur?"
„Schatz was ist?"
„Es tut mir so leid…….sniff"
„Du musst doch nicht weinen"
„Ich kann so schrecklich oberflächlich sein…….tut mir leid"
„Wow Fleur gibt einen Fehler zu"
„Du bist fies Ginny"
„Aber ich habe Recht Hermine"
„Hast du"
„Warum weint Tante Fleur? Hat sie Teddy jetzt erkannt?"
„Ja das hat sie mein Schatz"
Lily schüttelte nur den Kopf, diese Erwachsenen sind manchmal aber auch zu komisch.
Ende 3. Adventswoche
