24. Dezember: Familienfeste
Es lief alles sehr gut zwischen Henry und ihr, deshalb fiel Lily aus allen Wolken, als er sie eines Abends fragte, ob sie in zwei Wochen Zeit hatte, zur Geburtstagsfeier seiner Großmutter zu kommen.
„Ich meine, wenn du keine Zeit hast, ist das okay", beeilte er sich zu sagen, als Lily ihn nur sprachlos anschaute und langsam die Spaghetti von ihrer Gabel fielen. „Ich dachte nur, Grandma würde mich umbringen, wenn ich dich nicht wenigstens einlade. Du weißt doch, was für ein Fan sie von dir ist."
Lily nickte langsam. „Jaah schon, aber … ist das so eine richtig große Geburtstagsfeier oder ist das nur deine Familie?"
„Eigentlich nur Familie. Grandma mag diesen ganzen Trubel nicht mehr, nur einmal im Jahr wegen der Goldenen Feder betreibt sie so viel Aufwand, aber ich meine, du bist meine Freundin, das ist schon in Ordnung. Meine große Schwester bringt auch ihren Freund mit und die sind noch kürzer zusammen als wir und … Lily?" Er schaute sie prüfend an und wurde blass. „Du bist doch meine Freundin, oder?"
„Ich … wir …", stotterte Lily hilflos. Sie hatten noch nie darüber gesprochen. Anfangs waren das immer nur zufällige Begegnungen zwischen ihnen gewesen, die dann zu Sex geführt hatten, aber mittlerweile … Natürlich verhielten sie sich wie ein Paar, auch wenn die meisten ihrer Verabredungen in ihren Wohnungen oder der Muggelwelt stattfanden, aber sie hatte angenommen, dass es nicht offiziell zwischen ihnen war. Von ihrer Familie wusste nur Hugo Bescheid über Henry und das auch nur, weil er einmal unangemeldet bei ihr vorbeigeschaut und Henry und sie dabei erwischt hatte, wie sie auf ihrem Sofa herumknutschten. Aber Hugo war ein wahrer Freund, denn er hatte dichtgehalten. „Ich meine, du hast nie gefragt, oder?"
Henry zuckte gespielt unbeschwert mit den Schultern, aber sie konnte sehen, wie die Knöchel an seiner Hand, mit der er die Gabel fest umklammerte, weiß hervortraten. „Wir sind keine zwölf mehr, ich dachte nicht, dass das notwendig ist. Dann hast du die letzten vier Monate also gedacht, dass wir nicht zusammen sind?", fragte er ungläubig. „Auch wenn wir mindestens drei Nächte die Woche zusammen verbringen und essen gehen und ich eine Zahnbürste bei dir hab und du eine Schublade voller Unterwäsche bei mir und … was hast du denn gedacht?" Er schaute sie alarmiert an. „Hast du dich auch noch mit anderen getroffen?"
Lily schüttelte energisch den Kopf. „Merlin, nein!" Sie hatte schon Probleme, einen vernünftigen Mann zu finden, da würde sie das Schicksal doch nicht so herausfordern. „Ich weiß auch nicht!", sagte sie und stand auf. Sie fuhr sich durch die Haare und fing an, auf und ab zu gehen. „Ich hab gar nicht drüber nachgedacht. Ich hatte noch nicht viele Freunde in meinem Leben, das meiste hat aufgehört, sobald es angefangen hat, wegen meiner Brüder oder weil er ein Arschloch war oder weil wir beide zu unterschiedliche Sachen wollten … und mit Howard war das alles so langsam und offiziell und du … du kannst nicht behaupten, dass du nach dem Sex im Garten, eine halbe Stunde nachdem ich den Antrag von einem anderen abgelehnt habe, an eine Beziehung mit mir gedacht hast, oder?"
„Natürlich nicht", lachte Henry humorlos. „Auch nicht nach dem Tag im Zoo, auch wenn sich das im Nachhinein schon wie ein Date angefühlt hat, oder nicht?" Lily zuckte mit den Schultern. Sie nahm zu ersten Verabredungen eigentlich keine kleinen Kinder mit, aber ganz Unrecht hatte er auch nicht. „Aber nach Brasilien, als wir immer öfter essen gegangen sind und die Nacht zusammen verbracht haben und wir fast jeden Tag miteinander sprechen, was soll das denn sonst sein? Ich dachte, du hast deiner Familie nur noch nichts erzählt und in der Zauberwelt wenig Zeit mit mir verbracht, aus Rücksicht zu Howard, damit sich der arme Kerl nicht noch mehr in die Eier getreten fühlt als so schon, wenn die Zeitschriften plötzlich voll von uns wären. Lily?" Er schaute sie prüfend an, als sie plötzlich stehen blieb.
„Also hast du die letzten vier Monate wirklich gedacht, dass wir zusammen sind?" Wenn sie so darüber nachdachte, konnte sie sich nicht erklären, warum sie sich unbedingt etwas anderes hatte einreden wollen. Sie verbrachte gerne Zeit mit ihm, der Sex war fantastisch, die Unterhaltungen ebenfalls. Manchmal, wenn er über Nacht in der Apotheke an seinen Tränken arbeitete, verbrachte sie ein paar Stunden bei ihm und las Dokumente oder schrieb an einem Artikel, während er in den Kesseln rührte und Zutaten abwog und präparierte. Seit dem ersten Abend hatten sie nie wieder dort miteinander geschlafen und auch nicht viel geredet, aber Lily war auch einfach so gerne in seiner Nähe. Sie hatte Sachen in seiner Wohnung, er hatte Sachen in ihrer Wohnung und natürlich klang das alles nach einer Beziehung.
Nur … nach der Sache mit Howard hatte sie erstmal ihre Ruhe gewollt. Mit Howard hatte sie alles richtig gemacht, so wie es klassischer Weise laufen sollte und sie hatte sich so lange davon zu überzeugen versucht, dass er der Richtige war. Und dann war plötzlich alles um sie herum zusammengebrochen und es war doch keine gute Idee, sofort von einer Beziehung in eine andere zu stolpern, oder? Also hatte sie die Zeit mit Henry einfach so genossen, wie sie war, ohne sich irgendwelchen Druck zu machen oder zu überlegen, ob das alles nicht zu schnell oder zu langsam zwischen ihnen lief. Und dieses Kartenhaus hatte er jetzt einfach so zum Einsturz gebracht.
Henry war mittlerweile aufgestanden und hatte ihre Hände in seine genommen, ohne dass sie es bemerkt hatte. „Okay, Lily, damit wir beide ganz genau wissen, wo wir stehen: Ich mag dich. Ich mag dich sehr. Und ich würde mich geehrt fühlen, wenn du meine Freundin wärst. Und zur Geburtstagsfeier meiner Großmutter kommst. Okay?"
Lily schluckte. Er schaute sie erwartungsvoll an. Ihre Knie wurden weich und sie nickte.
Sein Mund verzog sich zu diesem wunderschönen Lächeln, das Lily schon in der ersten Sekunde, in der sie es gesehen hatte, den Atem geraubt hatte. „Es tut mir leid, aber ich muss schon eine verbale Bestätigung hören", sagte er neckend.
Lily verdrehte die Augen und zog ihn zu sich. Sie küsste ihn stürmisch. „Ja, okay? Ich bin deine Freundin."
Er hob sie hoch und sie schlang ihre Beine um seine Hüften. „Gut", sagte er zufrieden und trug sie ins Schlafzimmer, während ihr Abendessen vergessen auf seinem Esstisch stehen blieb. Er setzte sie auf dem Bett ab und sie zog ihm sofort sein T-Shirt über den Kopf. „Aber ich weiß nicht", sagte er lachend, als sie ihn zu sich zog. „Wir sind doch gerade erst zusammengekommen, ist es da nicht noch ein bisschen früh für Sex?"
Sie verdrehte die Augen. „Idiot", murmelte sie und warf dann ihr eigenes Shirt in eine Ecke.
Seine Augen wanderten langsam über ihren Oberkörper. „Okay, du hast mich überzeugt", sagte er schließlich, bevor sie in einem weiteren Kuss versanken.
/-/
Und so kam Lily zwei Wochen später zur Geburtstagsfeier von Pauline Mitchell. Sie war offensichtlich vorgewarnt gewesen, denn kaum war Lily durch die Tür, zog Mrs Mitchell sie überglücklich in ihre Arme. „Herzlich Willkommen in der Familie, Schätzchen! Endlich hat Henry mal eine vernünftige Freundin gefunden!" Auch Henrys Eltern freuten sich offensichtlich, sie kennen zu lernen, nur Henrys großer Bruder und seine große Schwester hatten anscheinend keine Ahnung gehabt, dass sie kommen würde und lachten sich geschlagene fünf Minuten darüber kaputt, dass Henry jetzt mit dem „Inbegriff alles Bösen in der Zauberwelt", einer Potter, zusammen war.
„So hab ich das nie gesagt", murmelte Henry mit hochrotem Kopf beleidigt. „Natürlich hab ich die Potters nie mit Voldemort und seinen Anhängern gleichgesetzt", versicherte er Lily, die die Arme vor der Brust verschränkt hatte und ihn nur amüsiert musterte. „Ich hab nur gemeint, dass-"
„James Potter unmöglich und ein riesiges Arschloch ist und die ganze Aufmerksamkeit nicht verdient hat, nur weil sein Vater vor zwanzig Jahren Kopf und Kragen riskiert hat, um einen der bösesten Zauberer zu vernichten, der je existiert hat", nickte Henrys Schwester Nancy.
„Ja, aber nur weil die Eltern etwas geleistet haben, haben die Kinder noch lange keinen Grund, das auszunutzen und sollten sich was schämen, alle anderen unschuldigen Zuschauer mitreinzuziehen", fügte Henrys großer Bruder Jonathan grinsend hinzu. „Überleg dir das lieber nochmal, Lily."
Lily lachte und tätschelte Henrys Wange. „Oh, ich glaube, ich hab ihn mittlerweile ausreichend vom Gegenteil überzeugt."
Seine Geschwister lachten, während Henry weiterhin unzufrieden vor sich hinmurmelte, dass man ihm die Worte im Mund umdrehte und er das alles gar nicht so gemeint hatte und dass alles nicht so einfach war, wie er gedacht hatte. Schließlich rettete er sich vor seinen Geschwistern zu seiner Großmutter, die ihm sehr viel wohlgesonnener war, weil er Lily mitgebracht hatte.
„Er muss wirklich in dich verliebt sein", sagte Jonathan nachdenklich. Lily schaute ihn überrascht an. „Seit er in Hogwarts war, hat er gegen James gewettert, dass der die ganze Aufmerksamkeit der Schule schluckt und alle Weasleys und Potters gleich sind … und als James mit Henrys Freundin geschlafen hat, war das der Nagel zu seinem Sarg, dabei kann ich mich gar nicht mehr erinnern, wie oft Nance und ich ihm gesagt haben, dass er schrecklich übertreibt. Ich war mit Molly in einer Klasse und die hat sich immer zurückgehalten, gute Noten gehabt, anderen bei den Hausaufgaben geholfen … wäre sie nicht schon immer so offensichtlich in Justin verliebt gewesen, ich hätte sie gerne gefragt, ob sie mit mir ausgeht."
Nancy nickte. „Ich meine, ich kann's verstehen, ich war im gleichen Jahr wie Dominique und Louis und die zwei …" Sie seufzte verträumt, so wie fast jede Frau, die Louis einmal begegnet war. Sein Veela-Gen war wirklich unübersehbar gewesen. „Nicht zu vergessen Victoire. Es war schon unheimlich, wie gut sie ausgesehen haben, auch wenn Dominique sich nie darum geschert hat. Aber sie und Steven Davies haben sich wirklich andauernd gestritten, kaum waren sie zwei Minuten in Reichweite, das war schon sehr anstrengend, auch wenn es manchmal gewirkt hat, als wäre das ihr Vorspiel gewesen."
Jonathan erschauderte. „Sag sowas nicht, Nance! Ugh, das will ich mir gar nicht vorstellen."
„Naja, jedenfalls wart ihr schon was Besonderes und am Anfang auch ein bisschen eine Attraktion, aber mit der Zeit hat sich das gelegt. Man kann ja nicht ständig vor Ehrfurcht erstarren, weißt du?"
Lily nickte. Sie war kein Fan gewesen von der Zeit, in der kaum jemand sich getraut hatte, sie anzusprechen. Das war ein Grund dafür, dass die Weasleys nicht so viele Freunde hatten und mehr unter sich geblieben waren.
„Wahrscheinlich war das ein bisschen anders, wenn man mit dem James Potter in einem Jahrgang war, obwohl Henry eigentlich nur mit deiner Cousine Lucy Unterricht hatte, mit den Gryffindors hatten wir ja kaum jemals gemeinsame Stunden, und gegen Lucy hat er, soweit ich mich erinnern kann, nie was gesagt. Aber Molly und Lucy waren schon immer die etwas weniger beachteten Mitglieder, oder?"
„Die Glücklichen", seufzte Lily. Manchmal musste es Molly und Lucy schon gestört haben, dass sie „nur" die Kinder von Onkel Percy waren, aber im Großen und Ganzen war es ihnen wahrscheinlich ganz recht gewesen, dass die Aufmerksamkeit nicht ständig auf ihnen gelegen hatte.
„Aber es ist wirklich schön, dass Henry offensichtlich endlich drüber weggekommen ist", sagte Nancy erfreut und umarmte Lily plötzlich. Lily war so überrascht, dass sie gar nicht reagieren konnte. „Hätte ich meinem kleinen Bruder gar nicht zugetraut, dass er so über sich hinauswachsen kann."
Jonathan wischte sich theatralisch eine Träne aus dem Augenwinkel. „Ja, sieht so aus, als ob unser kleiner Bruder endlich erwachsen wird, was?"
Nancy lachte und boxte Jonathan gleichzeitig in den Arm. „Jedenfalls erklärt das endlich, warum er in den letzten Monaten so glücklich war."
„Ach ja?", fragte Lily erfreut und schaute lächelnd zu Henry, der seiner Großmutter gerade ein Stück Kuchen reichte. Sie war wirklich froh, dass er sie eingeladen hatte.
Jonathan seufzte. „Merlin, seid ihr zwei süß. Da kann einem ja schlecht werden!"
Nancy verdrehte die Augen. „Jetzt lass sie doch! Oder soll ich dich an Melissa erinnern? Oder Andrea, oder Cassandra, oder Gwen, oder …"
Jonathan hielt Nancy schnell die Hand vor den Mund und schob sie dann zum Kuchenbuffet. „Hat uns jedenfalls sehr gefreut, dich kennen zu lernen, Lily", sagte er zu einer grinsenden Lily, die die zwei sofort ins Herz geschlossen hatte. Es war doch schön zu sehen, dass andere Geschwister genauso waren wie sie und ihre Brüder. Hoffentlich würde Henry sich nach all seinen Vorurteilen gegen James und Al trotzdem gut mit ihnen verstehen.
Die Gelegenheit, das zu testen, kam eine Woche später, als Lily sich dazu entschloss, Henry zum nächsten Potter-Familienessen einzuladen. Bisher war sie immer alleine gegangen, da sie nach Henrys Geständnis damals im Brauraum, dass er ihre Familie nicht mochte, nicht davon ausgegangen war, dass er Interesse daran hatte, die anderen kennenzulernen. Aber nachdem sie jetzt offiziell zusammen waren und sie seine Familie kennen gelernt hatte, erschien es ihr unfair, ihm nicht wenigstens die Möglichkeit zu geben. Sie wollte nicht, dass er dachte, dass sie nicht wollte, dass er sie kennen lernte.
„Wenn du meinst", sagte er unsicher, als sie ihm den Vorschlag unterbreitete.
„Du musst nicht. Ich dachte nur, weil wir jetzt schon eine Weile zusammen sind und ich bei euch war … meine Familie wird sich sicher freuen, meinen neuen Freund kennen zu lernen. Solange du dich benimmst, natürlich."
Henry schaute sie entrüstet an. „Mich benehmen? Natürlich kann ich mich benehmen! Ich hab mich doch auch benommen, als wir damals mit Ted und Victoire gegessen haben, oder?"
„Ja, aber du mochtest Ted. Außerdem waren wir noch nicht zusammen und du hegst nicht seit fünfzehn Jahren diese Wut auf Ted", widersprach Lily.
„Also fünfzehn Jahre sind schon etwas übertrieben …", protestierte er.
Lily küsste ihn lächelnd auf die Nase. „Da hast du Recht. Es sind sechzehn Jahre." Er verdrehte die Augen. „Soll ich etwa zitieren, was deine Geschwister erzählt haben?"
Henry schüttelte den Kopf. „Nein, nein, schon gut. Ich komm gerne mit. Und ich verspreche, dass ich mich benehmen werde, okay? Selbst wenn dein Bruder ein Arschloch ist."
Lily gab sich damit zufrieden. Schlimmer als Onkel Ron und Scorpius in den ersten Jahren konnte es auch nicht sein und die waren mittlerweile ein Herz und eine Seele und gingen zusammen zu Spielen von den Chudley Cannons. Und Henry war wirklich sehr zivilisiert, als sie zu ihren Eltern gingen. Beide waren erst überrascht gewesen, dass Lily ihren neuen Freund zum Essen mitbringen wollte, denn sie hatte Henry ihnen gegenüber noch nie erwähnt, aber ihre Eltern hatten sich dann nur darüber gefreut, dass sie glücklich war. Und es amüsierte Lily schon etwas, dass Henry ihrem Vater so ehrfürchtig die Hand schüttelte. Der große Harry Potter war eben doch nicht nur Schall und Rauch. Aber gegen ihren Vater hatte sich seine Wut auch nie gerichtet, denn keiner konnte behaupten, dass er sich seine Berühmtheit nicht verdient hätte (auch wenn ihr Vater gut darauf hätte verzichten können).
Auch mit Al und Tia verstand Henry sich sehr gut und Al fragte ihn zehn Minuten darüber aus, was Henry über ägyptische Zaubertränke wusste, weil sein Team bei der neuesten Runenübersetzung feststeckte und sie vermuteten, dass es um achthundert Jahre alte Tränke ging, über die bisher aber niemand wirklich viel herausfinden konnte. Leider kannte Henry sich enttäuschend wenig im alten Ägypten aus.
James ließ eine ganze Weile auf sich warten, sodass Lily sich schon langsam wunderte, ob er überhaupt kam. Sie setzten sich gerade zum Essen hin, als die Flammen im Kamin plötzlich grün aufleuchteten und ein erschöpfter James aus dem Kamin kletterte.
„'tschuldigung, dass ich so spät bin, ein Klatscher hat mir vorhin beim Training die Hand gebrochen und der Heiler hat etwas länger gebraucht, bis er das wieder hingekriegt hat." Er hielt seine linke Hand hoch, die feuerrot war. Sie alle waren seine Verletzungen schon gewohnt, deshalb machten sie deshalb kein Theater, auch wenn Al das Gesicht verzog und ihre Mutter ihn besorgt musterte. James nickte nur in die Runde und ließ sich dann auf seinen Stuhl am Esstisch sinken. Er schaute überrascht zu Henry, den er erst jetzt zu bemerken schien. „Du musst Henry sein", sagte er schließlich. „Lily hat gesagt, dass du kommst." Henry nickte nur und schüttelte dann vorsichtig James' frischgeheilte Hand, die der ihm hinhielt. „Freut mich."
„Ja, mich auch", sagte er und klang wenigstens halbwegs ehrlich. Lily konnte seinen gezwungenen Tonfall zwar heraushören, aber sonst keiner.
„Du siehst müde aus, James", sagte ihre Mutter dann besorgt.
James zuckte mit den Schultern. „Das Training in der Nationalmannschaft ist nochmal ein ganz anderes Kaliber als in der Liga", erklärte er und verkniff sich ein Gähnen. „Als ich damals Profi geworden bin, dachte ich schon, dass das was ganz anderes ist als in Hogwarts, aber jetzt, wo ich gegen internationale Spieler spiele … es ist schon Wahnsinn, wie viel höher das Niveau da ist. Und die Aufmerksamkeit erst!" Er verdrehte die Augen und trank einen großen Schluck von seinem Kürbissaft. „Ich dachte, in der Quidditchliga ist das schon viel, aber da sind es ja meistens nur die Fans aus deinem eigenen Verein. Jetzt sind das alle Fans von der englischen Mannschaft und die Leute scheuen wirklich nicht davor zurück, einem die Meinung zu sagen. Mein armer Manager ist schon ganz taub von den vielen Heulern, die die Leute schicken. Letzte Woche wollte mir sogar jemand einen Unverzeihlichen Fluch schicken."
„Was?" Ihre Eltern schauten sich alarmiert an und Tia schnappte schockiert nach Luft. Selbst Henry war überrascht.
„Keine Sorge, ich hab den Umschlag natürlich nicht aufgemacht. Lucy hat mir schon vor Jahren einen Fluchdetektor geschenkt. Den haben wohl noch Onkel George und Onkel Fred erfunden, als sie damals im Krieg Produkte gegen schwarze Magie entwickelt haben. Und den Umschlag hat mein Manager schon an die magische Strafverfolgung weitergeleitet, auch wenn die mir nicht viel Hoffnung machen können." Er zuckte mit den Schultern. „So ist das eben."
„Passiert das häufig?", fragte Henry überrascht.
James seufzte. „Im Quidditch schon, ja. Kommt natürlich drauf an, wie gut oder schlecht man spielt. Meistens kommen diese Sachen auch aus dem Ausland, weil Fans ihrer eigenen Mannschaft helfen wollen. Bei mir kommt natürlich noch dazu, dass Dad so berühmt ist, deshalb bin ich eine viel größere Zielscheibe als üblich, aber keine Sorge, damit kommt die Mannschaft schon zurecht. Ich mach mir da keine Sorgen."
„Wirklich?" Henry schaute entsetzt zu Lily. „Wenn dir Leute nach dem Leben trachten?!"
„Das ist leider viel normaler als man vielleicht denkt, Henry", erklärte ihr Vater ruhig. „Direkt nach dem Krieg war es viel schlimmer, als so viele Todesser noch frei herumliefen und sich rächen wollten. Aber Voldemort war tot und es hatte einen Grund, dass nach seinem Verschwinden beim ersten Mal kein anderer an seine Stelle getreten war. Aber wir haben gute Sicherheitsvorkehrungen, keine Sorge. Die Wohnungen der Kinder haben alle umfangreiche Schutzzauber und für dieses Haus bin ich der Geheimniswahrer. Man kann natürlich nicht immer sicher sein, aber wir tun alles, was wir können, und bisher hat es gut geklappt."
Henry schaute besorgt zu Lily. „Bekommst du auch solche Drohbriefe?"
Lily zuckte mit den Schultern. „Ich weiß es ehrlich gesagt nicht. Keiner, dem ich sie nicht explizit gesagt habe, kennt meine Adresse und Eulen können nicht einfach so zu mir kommen, deshalb bin ich zuhause sehr sicher. Das hast du ja mitgekriegt." Ein Heuler wäre ihm sicher aufgefallen, wenn er bei ihr war. „Und wenn irgendwelche Drohbriefe an die Redaktion geschickt werden … ich sehe die Post nicht durch, jemand anders macht die auf und leitet nur relevante Sachen an mich weiter. Und der Tagesprophet hatte schon immer robuste Sicherheitsvorkehrungen." Sie strich ihm über die Wange, als er sie weiterhin besorgt anschaute. „Jetzt mach dir keine Sorgen, bisher ist noch nie was passiert."
Er nickte zögernd und dann wechselte James das Thema und fragte Henry, ob er Fan von Quidditch war. Henry war zwar nicht so obsessiv wie James oder Al, aber er wusste ganz gut Bescheid und bald gab es eine wilde Diskussion darüber, ob Dominiques Mannschaft es wohl im nächsten Jahr wieder schaffen würde, die Liga zu gewinnen. Tia und Lily ignorierten die anderen nach einer Weile und Lily erzählte ihr von der letzten Konferenz in Wien, an der sie teilgenommen hatte.
Alles in allem war der Abend ein voller Erfolg.
„Das lief doch sehr gut", sagte Lily zufrieden zu Henry, als sie später vor ihrem großen Spiegel im Bad standen. Er putzte sich die Zähne, während Lily ihre Haare bürstete. Sie hatte Angst gehabt, dass er und James sich überhaupt nicht verstehen würden, aber James war nicht so übertrieben gewesen, wie er manchmal sein konnte, sondern hatte sehr erschöpft gewirkt, und Henry hatte sich wirklich bemüht, sich mit James zu verstehen. Niemand außer ihr hatte überhaupt bemerkt, dass Henry James trotz allem nicht sonderlich mochte. Aber er war zivilisiert gewesen und hatte sich mit dem Rest ihrer Familie verstanden und damit konnte sie gut leben. Man konnte schließlich nicht alles haben.
Henry spukte die Zahnpasta ins Waschbecken und trocknete sich den Mund ab. „Ja, find ich auch. Deine Mum kocht wirklich super."
Lily lächelte stolz. „Ja, sie hat einen ganzen Haufen Rezepte von Grandma, die schmecken immer fantastisch. Und danke, dass du dich mit James verstanden hast."
Er zuckte mit den Schultern. „Er war kein Arschloch, dann war ich es auch nicht", sagte er leichthin, aber Lily wusste, dass es ihm schwergefallen sein musste. Sie küsste ihn auf die Wange. „Und ihr werdet wirklich so oft bedroht?", fragte er dann besorgt.
„Das klingt schlimmer, als es ist, wirklich", versicherte sie ihm. „Wir haben sehr gute Sicherheitsvorkehrungen. James ist nur die einfachste Zielscheibe, weil er immer so sichtbar ist und den Leuten durch Quidditch ständig neuen Anlass gibt, sich aufzuregen. Und du weißt doch, wie Sportfans sind, die drehen gerne mal durch. Ich hab seit Hogwarts keinen Drohbrief mehr gelesen, weil ich wirklich gut abgeschirmt bin. Und wenn, dann werden die meistens gleich aussortiert. Die wenigsten regen sich über meine Artikel oder meine Meinung zur Außenpolitik auf, das meiste kommt am ehesten rein, wenn die Hexenwoche wieder irgendwelchen Scheiß über mich schreibt."
„Das ist nicht fair", sagte er und legte die Arme von hinten um sie. Lily lehnte sich an ihn und schloss die Augen.
„Nein, ist es nicht. Aber das hat auch keiner behauptet. Und man gewöhnt sich dran."
„Daran solltet ihr euch aber nicht gewöhnen müssen."
Lily legte ihre Bürste weg, drehte sich in seinen Armen um und schlang ihre dann um seine Brust. „Tja, so ist es aber. Und jetzt mach dir keine Sorgen, wir haben alles im Griff." Er nickte widerwillig, schien aber nicht überzeugt zu sein. Nun ja, Howard und Tia waren am Anfang ähnlich besorgt gewesen, als sie verstanden hatten, was das Leben eines Potters alles beinhalten konnte, aber mit der Zeit hatten sie sich daran gewöhnt und das würde Henry auch tun. Da war sie sich sicher.
/-/
Zu Weihnachten nahm Lily Henry zur alljährlichen Weihnachtsfeier im Fuchsbau mit, wo er den Rest der Weasleys kennenlernen konnte. Molly und Lucy konnten sich beide an Henry und seine Geschwister erinnern und Molly erkundigte sich zehn Minuten, wie es Nancy und Jonathan ging. Lucy hatte gerade ein Problem mit einem ihrer Zaubertränke und fragte Henry, ob er eine Lösung wusste, weil Ted noch nicht da war, um seinen Rat einzuholen. Als der dann endlich mit Victoire und den Kindern auftauchte, nahm Dora Henry sofort komplett in Beschlag, um ihm ihr Weihnachtsgeschenk von Hugo, Lucy und Roxanne zu zeigen: ein Chamäleonplüschtier, das die Farbe wechseln konnte. Lily brachte Henry einen Becher Punsch, wie immer mit einem Schuss Feuerwhiskey von Onkel George und verzog sich dann wieder, als sie sah, dass Henry mittlerweile in ein Fachgespräch mit Ted verwickelt war, wo sie die neuesten Forschungsergebnisse aus Norwegen diskutierten.
„Lils, hi, heute ohne deinen Angebeteten hier?", begrüßte James sie ein paar Minuten später. Lily hatte sich neben den großen Weihnachtsbaum gestellt, wo es ein bisschen ruhiger war, und hatte ein wenig wehmütig die Ornamente betrachtet, die ihre Mutter als kleines Mädchen gebastelt hatte. Sie war schon immer von dem Weihnachtsbaum ihrer Großeltern fasziniert gewesen, der über und über mit selbstgebasteltem Schmuck behängt war, den ihre Mutter und ihre Brüder all die Jahre gebastelt hatten.
Lily sah auf und lächelte James an, der aus irgendeinem Grund Aiden, Roses Sohn, auf dem Arm hatte, der auf einem Lakritzzauberstab herumkaute. „Doch, Henry ist auch hier, der fachsimpelt nur gerade mit Ted", erklärte sie und deutete mit dem Kopf in seine Richtung.
James schaute die beiden kopfschüttelnd an. „Wie man so viel Spaß an Zaubertränke haben kann, werde ich nie verstehen."
Sie lachte und kitzelte Aiden unter dem Kinn. „Eines der großen Mysterien, ja. Und was machst du mit Aiden?"
„Keine Ahnung", erwiderte James. „Ich bin grade durch die Tür und hab meinen Umhang ausgezogen, da ist Rose plötzlich aufgetaucht und hat mir Aiden auf den Arm gedrückt, weil sie sich um Diana kümmern muss, die sich an einer Kerze verbrannt hat und ich war der erste, der ihr über den Weg gelaufen ist. Ich wollte den kleinen Knirps eigentlich an Scorpius weiterreichen, aber ich kann ihn nicht finden. Ist er überhaupt da?"
Lily runzelte die Stirn und ließ ihren Blick über die Menge schweifen, aber nirgends konnte sie Scorpius' blonden Haarschopf entdecken. „Ich glaube er ist mit Al im Garten. Die zwei haben sich wohl schon recht lange nicht gesehen." Sie lehnte sich zu Aiden und küsste ihn auf seine rote Pausbacke. „Unglaublich, wie groß er schon wieder geworden ist! Als ich ihn das letzte Mal gesehen hab, war er noch viel kleiner." Seit sie mit Henry zusammen und in der Arbeit mehr eingespannt war, hatte sie kaum Zeit gehabt, Rose zu sehen. Da hatte sie, als sie mit Howard zusammen gewesen war, mehr Zeit gefunden für ihre Familie, aber die Beziehung war auch nicht so frisch gewesen.
„Ja schon. Ich hab ihn kaum erkannt, als Rose ihn mir gegeben hat. Aber ich hab ihn auch schon seit ein paar Monaten nicht gesehen. Nicht wahr, kleiner Mann?" Er grinste Aiden an, der sofort zurückgrinste und James seinen Lakritzzauberstab hinhielt. James lehnte dankend ab, denn er konnte Lakritze nicht ausstehen. Lily auch nicht. Sie wunderte sich, dass Aiden sie mochte, aber der schien den Zauberstab mehr als Kauknochen zu benutzen als als Süßigkeit.
„Tja, wenn man auch so ein großer Quidditchstar ist wie du", neckte Lily ihn. Im Moment war James sogar viel beliebter als sie in der Hexenwoche. Aber da Lily sich in der Öffentlichkeit immer noch sehr bedeckt hielt und mit Henry ausschließlich in der Muggelwelt traf, hatte sie kaum neue Bilder geliefert, während James als Mitglied der Nationalmannschaft andauernd in der Öffentlichkeit stand. Sie strich ihm seine zerzausten Haare aus der Stirn und musterte ihn besorgt. „Du siehst müde aus." Er hatte dunkle Ringe unter den Augen und auch seine Körperhaltung wirkte erschöpft.
„Du klingst genau wie Mum", wehrte James ab und verdrehte die Augen.
„Dann hat Mum Recht."
„Ich trainier im Moment einfach viel, Lils, mehr nicht."
„Du hast doch schon immer viel trainiert und nie so müde ausgesehen."
Er seufzte. „Ich werde auch nicht jünger und ich hab doch schon mal gesagt, im internationalen Vergleich ist das alles noch eine ganze Nummer schwerer. Und der Druck ist auch nicht einfacher."
„Du hast doch den Druck immer geliebt. Zumindest im Quidditch." Bei seinen Noten hatte er den Druck gehasst, aber im Sport war er erst dann zur Höchstform aufgelaufen.
„Ja, schon, aber in der Schule hab nur ich mir den Druck gemacht. Und Gryffindor. Jetzt enttäusche ich ganz England, wenn ich scheiße spiele. Und das kriegen auch alle mit, selbst diejenigen, die sich sonst überhaupt nicht für Quidditch interessieren. Selbst Tante Hermine geht immer zu Weltmeisterschaftsspielen, und der geht Quidditch sonst am Arsch vorbei."
So hatte Lily das noch gar nicht gesehen, aber es stimmte natürlich. Die Hoffnungen auf einen Sieg waren ungemein größer, die Enttäuschung über eine Niederlage auch, und wenn man richtig versagte, dann würde noch in Jahrzehnten davon gesprochen werden.
„Du machst das schon", sagte sie schließlich zuversichtlich. „Schließlich wurdest du nicht ohne Grund ins Team geholt."
„Böse Zungen behaupten, dass ich da nur bin, weil mein Nachname Potter ist", gab James zu bedenken.
Lily verdrehte die Augen. „Dann sind diese Zungen blind und haben dich noch nie spielen sehen. Und das sag ich nicht nur, weil ich deine Schwester bin. Das sage ich, weil du mich schon mit fünf mit Quidditch zu Tode genervt hast."
James lachte und küsste sie auf die Wange. „Danke. Sowas will man hören."
„Immer wieder gern", sagte Lily zufrieden. „Aber ernsthaft, wenn du reden willst, ich bin für dich da. Du warst damals auch für mich da, als Howard mir den Antrag gemacht hat, du weißt gar nicht, wie mir das geholfen hat."
James lief leicht rosa an. „Das war aber auch eine beschissene Situation." Er schaute zu Henry, der immer noch wild gestikulierend mit Ted sprach. Mittlerweile hatte Lucy sich zu den beiden gesellt und Lily vermutete, dass sie jetzt zu dritt ihr Problem mit dem Zaubertrank erörterten. „Ich bin froh, dass das letzten Endes so gut für dich gelaufen ist. Ich mag ihn."
„Ach ja?", sagte Lily überrascht. Henry war zwar bei allen Begegnungen zivilisiert zu James gewesen, aber niemals so charmant, wie er sein konnte. Da hatte sie den Eindruck gehabt, dass James sich mit Howard besser verstanden hatte.
„Ich mag, dass du glücklicher bist, seit du mit ihm zusammen bist. Und weniger angespannt, auch wenn du mehr Stress bei der Arbeit hast. Mir ist das gar nicht aufgefallen, als du mit Howard zusammen warst, aber jetzt … es ist schon ein Unterschied", erklärte James ihr ernsthaft. „Und das ist doch viel wichtiger als wie gut ich mich mit ihm verstehe. Er ist ja nicht mit mir zusammen." Also hatte er doch bemerkt, dass Henry ihm nicht so wohlgesonnen war. Aber das … Sie umarmte ihn und James stolperte überrascht nach hinten.
„Ich hab dich lieb", flüsterte sie ihm zu.
Er lächelte geschmeichelt. „Ich dich auch, Lils." Er schaute sie ein paar Sekunden nachdenklich an, bevor er eine Entscheidung zu treffen schien und tief Luft holte. „Lily, ich-"
„Da ist ja mein Lieblingsenkelsohn!", wurden sie von Onkel Ron unterbrochen, der plötzlich vor ihnen auftauchte und die Arme nach Aiden ausstreckte, der sofort zu ihm wollte. James ließ ihn beinahe fallen, weil Aiden es so eilig hatte, zu seinem Großvater zu kommen.
„Verräter!", zischte er ihm zu. Lily verkniff sich ein Lachen.
„Rosie hat gesagt, dass sie Aiden dir überlassen hat und mich gebeten, dich zu erlösen", erklärte Onkel Ron und drückte Aiden einen Kuss auf die Backe. „Seiner großen Schwester geht's wieder besser und du wolltest doch noch ein paar Kekse von Grandma Molly, nicht wahr?" Aiden nickte begeistert und winkte Lily und James zum Abschied zu. Er war schon ein niedlicher kleiner Kerl. Der würde in Hogwarts bestimmt einen Haufen gebrochener Herzen hinterlassen.
In der Zwischenzeit hatte sich Dominique zu ihnen gesellt, die mit James über sein letztes Quidditchspiel sprechen wollte und Victoire wollte mit Lily ihren letzten Artikel diskutieren und Onkel George verteilte eine neue Runde Punsch an alle Umstehenden. Dann verteilte Grandma Molly ihre Pullover an alle Familienmitglieder, die die meisten auch brav anzogen und dann wollte sie einen Haufen Fotos schießen von allen. Ihr Großvater brachte neue Plätzchen ins Wohnzimmer und dann war Henry wieder an ihrer Seite, in seinem neuen Pullover, den er überrascht von Grandma Molly entgegengenommen hatte.
Er schlang die Arme von hinten um sie und küsste sie auf die Wange. „Ich nehme alles zurück", flüsterte er ihr zu. „Deine Familie ist klasse."
Lily nickte zufrieden. Das hatte sie doch schon immer gewusst.
Ende
A/N: Ich wünsche euch allen frohe Weihnachten! Vielen Dank für eure Kommentare, ich hoffe, die Geschichte hat euch wieder gefallen. (Ich hoffe, dass ich in den nächsten Tagen Zeit finde, auf die Kommentare zu antworten, leider war das in den letzten Tagen nicht möglich.) Bei den Namen von Henrys Geschwistern sind mir endgültig die Ideen ausgegangen, vielleicht könnt ihr erahnen, welche Serie ich gerade geschaut habe, als ich dieses Kapitel geschrieben habe. Auch sonst hatte ich mit den Namen für neue Charaktere so meine Probleme und mich öfter mal bei der britischen Show Taskmaster bedient.
Die FF ist recht abrupt zu Ende, ich hatte eigentlich noch ein bisschen mehr geplant, aber als ich den letzten Satz gelesen habe, hat es sich einfach richtig angefühlt, hier Schluss zu machen. Ist ja schon eine Weile her, dass die FF tatsächlich an Weihnachten aufhört. Aber zumindest James musste ich noch einmal zu Wort kommen lassen, also wird es in den nächsten Tagen (auch wenn ich mich noch nicht ganz entschieden habe, wann, also einfach mal Ausschau halten und mich eventuell abonnieren) noch ein extra Kapitel in meiner Momentaufnahmen-FF geben und eventuell noch ein oder zwei weitere, weil ich noch ein paar kleine Momente für Lily und Henry im Kopf habe. Wie schon am Anfang der FF geschrieben, kann ich nächstes Jahr absolut nicht garantieren, dass ich noch einmal einen Kalender schreiben werde, aber ganz ausschließen möchte ich es auch nicht, also werden wir uns wohl alle überraschen lassen.
Ich bedanke mich jedenfalls ganz herzlich bei euch allen, die diese FF gelesen haben, ganz egal, ob ihr neu dazu gekommen oder schon lange dabei seid. Ich hoffe, ich habe euch die Vorweihnachtszeit etwas versüßt und ihr habt heute das Weihnachtsfest, das ihr euch vorstellt. Und wie gesagt, haltet Ausschau nach einem neuen Kapitel bei den Momentaufnahmen.
