Kapitel 14
...und Schmerz
Für dieses Kapitel möchte ich ausdrücklich auf das Rating für diese Geschichte hinweisen.
Sie war zu keiner Regung fähig. Sie blickte in seine dunklen Augen und fühlte sich von der Bitterkeit, die sie ausstrahlten, wie gefangen. Sie wusste noch nicht einmal, ob sie in diesem Augenblick Angst verspürte.
Hermine sah rote Funken auf sich zukommen, dann wurde ihr schwarz vor Augen.
Als Hermione wieder zu sich kam, ergriff sie sofort blanke Panik. Noch bevor sie ihre Augen geöffnet hatte, bevor sich ihr Bewusstsein vollständig orientieren konnte, war ihr Körper in dieser Hinsicht schon viel weiter. Augenblicklich begann sie zu zittern.
Hermione lag auf kaltem Stein, blickte wild umher und traf auf die feindseligen Augen Lucius Malfoys.
Sie richtete sich auf und erkannte nun, dass sie sich erneut in dem großen steinernen Gewölbe befand, in dem sie vor gar nicht langer Zeit für das schwarzmagische Ritual missbraucht worden war. Ihre Augen weiteten sich beim Anblick des runden Steinaltars und des getrockneten Blutes, das immer noch dunkel an ihm klebte.
Malfoy lachte bei ihrem angsterfüllten Blick gehässig auf und weitere Stimmen mischten sich seiner hinzu. Es waren noch weitere Todesser anwesend, insgesamt sechs.
Malfoy holte aus und schlug ihr hart ins Gesicht. Der Schlag warf sie zurück auf den Steinboden und sie stöhnte auf. Etwas Blut lief aus ihrer Nase und instinktiv kroch sie rückwärts. Doch sie stieß gegen etwas und drehte ihren Kopf nach oben. Über sich erblickte sie Severus, der mit schwarzglitzernden Augen auf sie hinunter schaute; sein jetziger Ausdruck hatte mit dem im Buchladen nichts mehr gemein. Es war beängstigend. Einerseits wollte sie aufspringen und sich in seine schützenden Arme werfen, andererseits wusste sie, dass dies natürlich ein großer Fehler sein würde. Komme, was wolle, sie durfte ihn nicht gefährden.
„Du kleines, dreckiges Schlammblut!", sagte Malfoy, während er sich zu ihr hinunterbeugte, grob ihr Kinn erfasste und ihren Kopf drehte, um ihr ins Gesicht spucken zu können.
Er ließ sie wieder los. „Du wirst dir jetzt wünschen nie geboren worden zu sein. CRUCIO!"
Es war ein Schmerz der alles übertraf was Hermione je zuvor erlitten hatte. Es war ein Gefühl, als müsse sie bersten und sie wünschte sich nur noch dass es aufhörte. Ihr Körper versteifte sich und sie schrie aus Leibeskräften, während sie zerissen wurde.
Severus sah stumm auf ihren sich windenden Körper hinunter. Liebend gerne hätte er diese Qual erneut auf sich genommen. Doch er konnte nicht eingreifen – noch nicht. Dann hörte es plötzlich auf und sie blieb erschlafft liegen.
Malfoy ging um Hermione herum, als ob er sein Handwerk inspizieren wolle. „Was meint ihr, Kameraden? Hat dieses Schlammblut schon genug?" Malfoys irrer Blick glitt zu den anderen hinüber.
„Mehr!", schrie eine grelle Frauenstimme hinter einer Maske. Es war Bellatrix Lestrange. Sie riss ihre Maske vom Gesicht und blickte mit einem bösen Lächeln zu Malfoy. „Gib ihr noch einen, Lucius!", rief sie.
Severus schloss die Augen als Malfoys zweiter Cruciatus-Fluch Hermione traf.
Hermiones Körper lag zuckend am Boden, doch Kraft zum Schreien hatte sie nicht mehr. ‚Aufhören', dachte sie nur noch, ‚aufhören... sterben... bitte...' Dann war es jäh wieder vorbei und sie spürte wie sie schroff hochgehoben und auf rauen Stein geworfen wurde. Mit einem gemurmelten Zauberspruch wurde ihre vollständige Kleidung entfernt, dann wurde sie unsanft über den Stein gezogen und ihre Beine brutal auseinander gerissen.
„Tritt beiseite, Lucius!", sagte Severus mit erhobener Stimme und trat einen Schritt vor. „Das werde ich übernehmen."
Malfoy zögerte einen Moment und blickte gierig auf Hermiones Körper herab. „Na schön, da hast du sie!", sagte Malfoy schmierig und ließ ihre Beine achtlos fallen. "Ich überlasse dir den Vortritt."
Severus schmerzte das Herz, doch er hatte keine andere Wahl. Wenn es einer von ihnen tun musste, dann er!
Severus trat an den runden Altar heran und beugte sich über Hermiones schlaffen Körper. Er packte ihre Schenkel und zog sie über die steinerne Kante des Altars hinaus noch näher zu sich heran. Dann drückte er ihre Beine weit auseinander. ‚Jetzt', sagte er zu sich und drang ohne weitere Verzögerung in sie ein. Sie keuchte kurz auf, er hatte ihr wehgetan. Sich schmerzlich bewusst, dass hinter ihm sieben Menschen standen, die seine Tat genauestens beobachteten und ihn anfeuerten, begann er mit seinen Stößen. Wiederholt drang er in sie ein.
Hermione sah dies alles nur noch wie durch einen dunklen Schleier. Sie bekam wohl mit, dass sie soeben vergewaltigt wurde, aber nach dem Cruciatus-Schmerz nahm sie dies kaum wahr und sie ließ es stumm über sich ergehen. Sie konnte nicht mehr. Einzig eine dicke Träne lief über ihre Wangen herab und versickerte im rauen Stein.
Nach weniger als einem Duzend Stößen war es vorbei. Severus zog sich aus ihr zurück und ließ ihre Beine zur Seite fallen. Er bedeckte sich rasch und mit einem eisigen Lächeln drehte er sich zu seinem Publikum um. Severus blickte in Malfoys widerlich grinsendes Gesicht und verbeugte sich knapp. Die Todesser johlten und Bellatrix Lestrange keifte am lautesten.
Severus registrierte, wie ein paar der anwesenden Todesser jetzt ihre Position verließen und sich dem Altar näherten.
„Bringen wir es zu Ende, Lucius!", sagte Severus direkt an Lucius Malfoy gewandt.
Malfoy erwiderte Severus finsteren Blick und interpretierte diesen völlig falsch. Er trat an den Steinalter heran und griff Hermione grob ins Haar. „Viel konnte Dumbledores Waffe ja nicht aushalten." Die Todesser lachten laut auf und Malfoy ließ ihren Kopf hart auf den Stein zurückfallen. Dann drehte er sich wieder zu den anderen herum. „Ich denke, das wird genügen", sagte Malfoy zufrieden. „Severus, ich überlasse dir diese Ehre, wie versprochen."
„Nichts lieber als das", antwortete dieser ihm kalt. Severus richtete seinen Zauberstab auf Hermione und ihre Blicke trafen sich kurz, als Hermiones Augen sich für einen kurzen Moment flackernd öffneten, bevor ihr Kopf wieder schwer zur Seite fiel. „Avada..." Blitzschnell schwang Severus seinen Zauberstab herum und zielte nun direkt auf Malfoy. „...Kedavra!" Ein grüner Blitz schoss aus der Spitze des Zauberstabes und Lucius Malfoy sank tot zu Boden.
Severus wirbelte herum, blockte die Flüche der verbliebenen Todesser einen nach dem anderen ab und setzte sie seinerseits mit schnell hintereinander folgenden Schockzaubern außer Gefecht.
Und schon war es vorbei! Es ging alles so schnell, dass keiner der anwesenden Todesser Zeit gehabt hatte, zu reagieren. Alle waren sie sich ihrer Sache so sicher gewesen, dass niemand auch nur einen potenziellen Verrat vermutet hatte.
Mit zwei langen Schritten hatte Severus Hermione erreicht. Er hob sie sanft vom Altar herunter und sank mit ihr auf den Boden. Hermiones Augen waren erneut leicht geöffnet. Es kostete sie unendlich viel Kraft ihren Kopf zu heben. Sie blickte ihn an. „Severus", flüsterte sie kaum hörbar. Ihre Augen begannen erneut zu flackern und ihr Kopf fiel wieder nach hinten. Sie sackte in seinen Armen zusammen und versank in tiefe Bewusstlosigkeit.
Severus strich ihr zärtlich das feuchte Haar aus der Stirn. Er schloss seine Augen und presste ihren leblosen Körper an den seinen und wiegte ihn sanft hin und her.
Nächstes Kapitel 15: Schuld und Sühne
