Heyhey! Da bin ich wieder mit nem neuen Kapitel! Hoffe es gefällt euch, hab mir richtig Mühe gegeben.

Night-Class

Zum Mittagessen gingen wir in die Mensa. Wir nahmen uns das Essen, das am besten aussah^^ und suchten uns einen freien Tisch. „Oh mein Gott, ist das immer so voll hier?", stirnrunzelnd sah ich Yori an. „Meistens schon, es gibt viele Schüler hier. Und was hältst du von deinem ersten Tag?" „Naja, ist ganz okay. Der Unterricht ist zwar langweilig, weil ich in Amerika schon viel weiter war als hier, aber sonst. Es ist echt schön hier!", lächelnd schaute sie mich an. „Uh, dahinten ist noch ein freier Tisch!", zielstrebig ging sie auf einen Tisch in der Mitte zu. Als wir uns gesetzt hatten aßen wir erst mal unser Essen. „Wie findest du eigentlich unseren Ethik Lehrer. Er ist fast so beliebt wie ein Schüler der Night-Class. Die Mädchen finden ihn faszinierend, vor allem wegen dieser Augenklappe, die macht ihn anscheinend so mysteriös. Das soll ja einfach nur unglaublich anziehend sein." Wir kicherten über den Irrsinn der Day-Class Schülerinnen. „Wie kann man nur so dämlich sein? Es ist doch einfach nur idiotisch Männern hinter zu jagen, die unerreichbar sind. Wieso suchen sie sich nicht einen Freund aus der Day-Class. So schlecht sehen die Jungs von dort doch auch nicht aus!", nickend stimmte Yori mir zu. „Kann uns ja eigentlich egal sein. Nur dieses ewige Gekreische nervt ein wenig. Du musst dir das unbedingt mal reinziehen. Ich muss Yuki sowieso noch etwas zurückgeben. Ich habe es heute Morgen erst wiedergefunden. Sie hat es sicher schon vermisst und ich würde es ihr gerne wieder geben. Würdest du heute Abend mitkommen? Ich trau mich irgendwie nicht allein da hin. Es sind zwar die ganzen kreischenden Mädchen da, aber wenn du mitkommst, würde ich mich viel besser dabei fühlen." Bittend sah sich mich an und wer kann da schon wiederstehen? Also nickte ich ihr aufmunternd zu und auf dem Weg zurück ins Klassenzimmer verabredeten wir uns für 17:45 Uhr vor dem Eingang des Sonnenwohnheimes.

Der Tag zog sich dahin und als um 15:00 Uhr der letzte Schulgong für heute ertönte, war ich mit meinen Nerven am Ende. Ich verabschiedete mich von Yori und ging in mein Zimmer. Nachdem ich meine Hausaufgaben erledigt hatte, war es schon 17:00 Uhr. Nach einigem hin und her entschloss ich mich dazu, mich auf dem Gelände etwas umzusehen. Ich hatte noch immer meine Uniform an und hatte auch wenig Lust mich umzuziehen, also nahm ich nur meine kniehohen Strümpfe, zog sie an und schlüpfte noch in meine weißen Sneakers. Draußen angekommen schlug ich die Richtung hin zu den Bäumen ein. Ich wollte mich ein wenig im Wald umsehen, denn für gewöhnlich gibt es dort weniger Dinge, die von Menschen geprägt waren, als auf dem Weg, den tagtäglich duzende von Schülern gehen. Auch ich brauchte ab und an meine Ruhe. Also schlenderte ich so umher und berührte ab und zu mal einen der Bäume. Es ist richtig entspannend, etwas zu berühren ohne Angst haben zu müssen Dinge zu sehen, die man nicht sehen wollte. Wieder berührte ich einen der Bäume.

`Ein Mädchen steht an den Baum gelehnt da und schaut ihrem Gegenüber lächelnd ins Gesicht. Er kommt immer näher heran, mit seinem Gesicht an ihres, doch noch ist für sie alles in Ordnung, sie hat keine Angst. Gespannt wartet sie darauf von ihm geküsst zu werden. Doch er senkt den Kopf kommt mit dem Mund an ihren Hals. Sie ist etwas enttäuscht und verwirrt. Wollte er sie doch nicht küssen? Was machte er an ihrem Hals? Warum blieb er völlig ruhig? Sollte sie ihn ansprechen? Er packt sie nun an beiden Händen, leckt genüsslich über ihren Hals und wartet auf ihre Reaktion. Sie erschauert und legt langsam den Kopf in den Nacken. Das nützt er aus und beißt in ihren Hals. Erschrocken und zutiefst entsetzt versucht sie zu schreien, doch kein Ton kommt aus ihrer Kehle. Bevor sie von dem Blutverlust ohnmächtig wird, sieht sie seine Augen, sie leuchten blutrot. '

Erschrocken wich ich von dem Baum zurück. Was zum Teufel war das? Eine Vision schon klar, aber wer, oder besser gesagt WAS, war dieser Typ? Das Mädchen hatte eine ebenso schwarze Schuluniform wie ich, aber die von dem Kerl war weiß. Wenn er auch auf diese Schule ging, warum war sie dann weiß? Und wieso um Himmels willen hat er sie gebissen? Seine Augen waren blutrot. Dabei konnte ich vorher genau sehen, dass sie grau waren. Und das Mädchen, war sie tot? Eigentlich hab es auf das was ich gesehen hatte nur eine Erklärung, doch das war doch unmöglich, oder? Es gab doch gar keine … Vampire? Er hatte Reißzähne, er hat sie gebissen und ihr Blut getrunken. Und seinen Augen leuchteten blutrot! Oh mein Gott ich glaube ich werde verrückt! Was war hier los? Bevor ich mich weiter in irgendwelche wilden Theorien stürzen konnte, ging ich den Weg zurück den ich gekommen war, Hauptsache raus aus diesem Wald. In Zukunft werde ich, um mich zu entspannen, nicht mehr in irgendwelche Wälder gehen. Aus dem Wald draußen bemerkte ich, dass Yori schon ungeduldig draußen wartete. Als sie mich auf sich zu kommen sah, winkte sie und kam auf mich zu geeilt: „Komm beeil dich, es ist schon 17:55 Uhr und pünktlich um 18:00 Uhr werden die Tore geöffnet!", „Ich bin genau hinter dir, keine Panik." Ich beschloss meine verwirrende Version erst einmal zu vergessen du Yori Rückendeckung zu geben.

Es waren schon alle Mädchen der Day-Class versammelt. Wie es aussah schrien und kreischten sie um die Wette. Mai und Zero, er ging in die mit Yori und mir in eine Klasse, hatten alle Mühe sie zurück zu drängen. „Verdammt, bleibt endlich hinten!" Die Mädchen hinter Mai drängeln immer weiter nach vorne, ohne Rücksicht auf Verluste. Zero aber steht nur da und hält die Mädchen mit einem eisigen Blick zurück. Er kann richtig beängstigend sein, finde ich. Aber etwas ist seltsam an Zero, ich weiß auch nicht genau was es ist, aber es ist irgendwas an seiner Aura. Ja, ich sehe auch Auren, ein kleiner Nebeneffekt meiner Fähigkeiten. Normalerweise sind die Auren der meisten Menschen matte oder etwas kräftigere Farben, je nachdem wie sich die entsprechende Person gerade fühlt, bei Zero sehe ich aber auch noch etwas anderes. Seine Aura leuchtet. Sie ist von strahlenden Fäden durchzogen. Sehr seltsam und auch ziemlich verwirrend.

Da öffnet sich das Tor und reißt mich aus meinen Gedanken. Innerlich zusammenzuckend starre ich sie an, sie alle haben eine leuchtende Aura. Wie kann das sein? Macht sie das so anziehend für die Day-Class Schülerinnen? Jedenfalls tut Yori gut daran sich vor ihnen in acht zu nehmen. Vielleicht sollte ich mal einen von ihnen berühren, dann finde ich unter Umständen etwas mehr über sie heraus.

„Yuki!", Yori winkt einem zarten Mädchen, mit langen glatten dunkelbraunen Haaren, braun-roten Augen und einer weißen Uniform. Alle Night-Class Schüler tragen weiße Uniformen, genauso wie der Typ in meiner Vision. Sind sie etwa… nein das ist doch unmöglich! „Yori, was ist denn los?", Yuki ist stehengeblieben und kommt nun auf uns zu, aber nicht nur sie, auch der Junge der neben ihr gelaufen ist kommt mit. Er hat genauso dunkle Haare wie Yuki, nur das seine bis zur Schulter gehen und auch diese braun-roten Augen. Als ich ihn sehe, wird mir ganz komisch, bei diesen Leuten habe ich einfach kein gutes Gefühl, oder ist es etwas anderes! Yori nimmt meine Hand und ich sehe ihre Angst und Nervosität, doch wegen ihrer Angst ziehe ich ihr meine Hand nicht weg. „Kaname-senpai", sagt sie und verneigt sich vor dem gutaussehenden Jungen. Automatisch mache ich das gleiche wie Yori und verneige mich auch vor ihm. „Ich habe deine CD gefunden, die die du kurz vor deinem Auszug noch gesucht hast, weißt du noch?", leise und fast nicht verständlich spricht sie Yuki an und reicht ihr die CD. „Ja natürlich, vielen Dank Yori. Und wer bist du?", mit einem flüchtigen Blick auf unsere Hände, sieht sie mich skeptisch an. „Ich heiße Lynette Parker, ich komme aus New York und gehe seit heute auf diese Schule." Wow, das klang sicherer als ich mich fühlte. „Aha und ihr habt euch wohl schon angefreundet. Geht ihr in die gleiche Klasse?", noch ein skeptischer Blick auf mich und wieder schaut sie Yori freundlich an. Na ganz klasse, ich glaube sie mag mich nicht. „Ja, aber du hast dich auch ganz schön verändert Yuki. Nie wärst du so abweisend gegenüber jemandem den du gar nicht kennst." Dieses Mal hat sie ihr dabei fest in die Augen geschaut und mit genauso fester aber leiser Stimme gesprochen. Abrupt dreht Yori sich um und das letzte was ich sehe, bevor sie mich hinter sich herzieht ist Yukis verwirrter und verletzter Ausdruck.

Auf dem Weg zum Sonnenwohnheim fällt mir auf, dass ich gar nicht dazu gekommen bin die anderen Night-Class Schüler zu betrachten und den Jungen aus meiner Vision ausfindig zu machen. Also beschloss ich das heute Nacht zu tun. Allerdings musste ich mich jetzt erst mal um Yori kümmern. „Yori? Geht's dir gut?", vorsichtig sprach ich sie an. „Ja ja, mach dir keine Sorgen um mich. Sie hat sich nur so verändert. Früher war sie immer nett und freundlich und sehr aufgeschlossen. Sie hat jedem geholfen, auch wenn sie sie gar nicht gekannt hat. Sie war auch Vertrauensschülerin bevor sie in die Night-Class gewechselt hat, hab ich das schon erwähnt? Naja egal." „Vielleicht solltest du schlafen gehen. Morgen sieht die Welt schon anders aus!", aufmunternd sah ich sie an. Nicht das ich Yori loswerden wollte, aber ich brauchte Zeit um über alles nachzudenken. „Ja du hast wahrscheinlich recht. Gute Nacht Lyn und schlaf gut!" Im Wohnheim trennten wir uns und jeder ging in sein Zimmer. Ich ließ mich auf mein Bett fallen, legte mir den Arm über die Augen und überlegte mir, was ich heute Nacht tun sollte. Erst mal sollte ich mir etwas anderes anziehen. Am besten meine schwarze Joggingshose, ein schwarzes T-Shirt, darüber eine ebenso schwarze Weste und noch meine schwarzen Turnschuhe. Vielleicht sollte ich auch noch meine Haare zurückbinden, damit sie mir nicht im Gesicht herumhängen, aber wenn es wirklich Vampire sind wäre das mehr als idiotisch. Es sei denn ich binde mir noch einen Schal um, ich denke ich habe auch einen in schwarz. Gut, das Out-Fit hätte ich schon mal, fehlt nur noch ein Plan. Mein Wecker zeigte schon 20:00 Uhr an. Ich hatte noch ganze vier Stunden Zeit bis die der Unterricht der Night-Class endete. Ich zog meine Schuluniform aus, hängte sie wieder über den Stuhl und suchte in meinem Schrank nach den Sachen die ich anziehen wollte. Als ich sie gefunden hatte ging ich ins Bad und duschte ausgiebig. Danach zog ich mich an und betrachtete mich in dem großen Spiegel, den ich in meinem Zimmer aufgehängt hatte. Eine schwarze Gestalt, die nachts sicher nicht zu entdecken war. Hoffentlich. Bei Vampiren konnte man ja nie wissen. Ach, hör schon auf. Vielleicht sind es ja auch gar keine Vampire! Aber was sie auch waren, ich wollte es wissen. Ob das Mädchen das ich gesehen hatte überlebt hatte? Wie lange war das schon her? Soweit ich wusste gab es die Cross-Akademie noch nicht lange.

Da fällt mir ein, falls sie mich entdeckten, sollte ich mich wehren können. Ich zog aus meiner Unterwäscheschublade einen wunderschönen silbernen Dolch mit seltsamen Schnörkeln am Griff. Ein Familienerbstück, mein Bruder hat mir das mal gegeben. Er ist sechs Jahre älter als ich, also schon 21. Er wird im März nächstes Jahr 22. Aber egal. Der Dolch hat eine lange Klinge. Der Griff ist handlich und passt super in meine Hand. Natürlich kann ich auch damit umgehen. Mein Bruder und ich haben uns immer schon gut verstanden und er war es auch, der mir den Umgang mit dem Dolch beigebracht hat. Ich kann auch ganz gut mit dem Schwert umgehen, aber das mag ich nicht so. Der Dolch ist mir viel lieber. Er hat mir auch diverse Kampfsportarten beigebracht. Ich befestige den Dolch an meiner Hose und ziehe mir noch schnell die schwarzen Lederhandschuhe über, die ich immer dann trage, wenn ich so etwas dummes wie jetzt tue. Wenn es wichtig ist nicht einfach umzukippen.

Ich spähte aus der Tür, sah nach rechts und links, sperrte dann ab und schlich Richtung Ausgang. Draußen angekommen achtete ich darauf nicht von den Vertrauensschülern erwischt zu werden, die während ihres Rundgangs auf dem ganzen Gelände patrollierten. Langsam schlich ich mich an den Waldrand und spähte hinein. Es war dumm ich weiß, aber ich hatte wegen dieser dummen Vision Angst, hineinzugehen. Als ich ein Geräusch hörte, ging ich nun ohne zu zögern in den Wald. Ohne weiter auf andere Dinge zu achten erkundigte ich den Ort, an dem ich war. Ich lief in die ungefähre Richtung, von der ich wusste sie führte zum Mondwohnheim, dem Haus der Night-Class. Eine große Mauer trennte das Gelände des Sonnen- und des Mondwohnheimes. In der Nähe stand ein großer Baum mit tiefliegenden Ästen. Ich schwenkte mich mit aller Kraft immer weiter auf dem Baum nach oben und als ich weit genug war, sprang ich mit einem Satz auf die Mauer. Von hier aus hatte ich einen guten Platz, ich sah das Tor, durch das die Schüler gehen mussten und den Weg von dort zum Wohnheim. Außerdem war es hier ziemlich dunkel. Ich legte mich also, wie man so schön sagte, auf die Lauer und wartete.

Zu lange musste ich auch nicht warten und sie kamen. Der Junge von vorhin ging voran, sein Name war Kaname, neben ihm lief diese Yuki. Wenn ich es nun so betrachtete, die zwei waren also Geschwister, sie sahen sich aber auch wirklich zu ähnlich. Ob Yori das klar war? Hinter ihnen ging ein großer Kerl, er hatte leicht orangene Haare und grüne Augen. Schräg neben ihm lief ein Junge mit blonden Haaren und eisblauen Augen, er war wirklich atemberaubend, doch das waren sie alle. Von den beiden war keiner der Typ aus meiner Vision. Hinter den zwei lief ein Mädchen, sie hatte lange wellige honigfarbene Haare und braune Augen, sie schaute total griesgrämig, ob das bei ihr Standard war? Daneben ging ein Mädchen mit extrem kurzen, hellen, blauen Haaren mit ebenso solchen Augen. Hinter den beiden gingen ein Junge mit rot-braunen Haaren und hellblauen Augen und ein Mädchen mit blonden Zöpfen und einer Augenfarbe wie klarem Wasser. Zuletzt gingen noch ein paar weitere, nicht nennenswerte Typen, sie waren nicht so wie die, die weiter vorne liefen. Doch ganz zum Schluss lief noch ein Junge, er hatte blonde Haare und grüne Augen, neben ihm ging, der Typ aus meiner Vision! Er hatte genau die gleichen braunen, verwuschelten Haare und graue Augen. Das war er, derjenige der das Mädchen ausgesaugt hatte! Aber was sollte ich nun tun? „Na, ist diese Mauer auch bequem?", vor Schreck rollte ich herum und merkte erst zu spät, dass ich ins Leere fiel. Ich fiel von der Mauer auf das Gelände der Night-Class und erwartete den sicher schmerzhaften Aufprall. Der blieb allerdings aus, denn zwei starke Arme hielten mich umschlungen.

Ich weiß! Is gemein hier aufzuhören aber…xD

Sonst hört ihr ja alle auf meine FF zu lesen wenns weiter so langweilig bleibt !

Glg flyingwing!