So hehe…. Jetzt geht's weita…viel Spaß beim Lesen! *Kekse und Milch hinstell*

Was jetzt?

Ich sah in das Gesicht meines Retters^^ und sah zwei rot-braune, unglaubliche, Augen die meinen Blick erwiderten. „Ähm…danke fürs auffangen, aber könntest du mich auch wieder runterlassen?", hoffentlich zitterte meine Stimme nicht so stark. Das war das wenigste was ich gebrauchen konnte unter einer Gruppe von Vampiren. Ja…ich war mir nun sicher dass sie Vamps waren. Warum? Na wegen dem Typen. Er hatte dieselbe Aura wie die anderen. Das musste dann aber auch bedeuten, dass Zero ein Vampir war, oder! Ich bemerkte, dass ich noch immer nicht auf meinen eigenen Füßen stand und sah Kaname wieder in die gefährlich schönen, Augen was denke ich da nur? „Hast du mich nicht verstanden? ICH würde gerne wieder auf den Boden der Tatsachen zurück!", wenn ich noch weiter in seinen Armen lag und er mich mit diesen unglaublichen Augen ansah, wüsste ich nicht was ich tun sollte. Doch wieder machte er keine Anstalten mich runterzulassen, stattdessen ging er jetzt mit mir zu den anderen Vampiren, die stehengeblieben waren. „Kaname-sama, wer ist dieses Mädchen?", der Typ mit den blonden Haaren und grünen Augen kam auf uns zu. „Sie heißt Lynette Parker, wenn ich mich recht erinnere, Takuma. Und sie lag dahinten auf der Mauer und hat uns anscheinend beobachtet." Der Kerl war unglaublich! Der sprach doch tatsächlich so, als ob er keine Emotionen hätte. Dabei sprühte seine Aura geradezu davon. Das dumme war, ich konnte sie zwar sehen, aber deuten konnte ich sie nicht. Ich hatte mir nie die Mühe gemacht. Warum auch? Ich wollte nicht auch noch die Gefühle eines Menschen SEHEN. Es reichte mir schon sie zu spüren. „Ach, dann ist sie also auch eines von den Mädchen, die sich am liebsten kreischend an uns werfen würden!", der Junge mit den blonden Haaren und den blauen Augen hatte doch tatsächlich eine richtig große Klappe! „Ähm entschuldige mal!", ich weiß, normalerweise werde ich auch nicht so schnell sauer, aber mich als irgendeinen kreischenden Groupie hinzustellen, das ging dann doch zu weit, „Wer ist schon so blöd und stellt sich auf, nur um irgendwelchen aufgeblasenen, arroganten, hochnäsigen und dummen Schönlingen wie dir hinterherzuschreien? Nur um dann doch ignoriert zu werden! Das ist doch nun wirklich hirnrissig!", wütend sprang ich aus den Armen von Kaname und baute mich vor meinem Opfer^^ auf. Der war nun doch ein wenig perplex und starrte mich nur an. Bloß hatte ich noch lang nicht genug und wenn ich mal in Fahrt war, dann aber richtig. Da kann es dann doch sein das mir das ein oder andere Detail rausrutscht. „Und überhaupt, wenn die Day-Class Schülerinnen wüssten, dass ihr alle Vampire seid dann würden sie eher kreischend vor euch davon laufen, als hinterher! Also wirklich, stell mich nicht mit solchen verrückten auf einen Stufe." Langsam reagierte ich mich wieder ab und vor Schreck schlug ich mir die Hand vor den Mund. „Also…ich meine…so hab ich das nicht gemeint…", durch mein Gestottere wurde es allerdings auch nicht besser, also hielt ich einfach die Klappe und starrte den geschockten Jungen nun ebenfalls geschockt an. „…Kaname-sama?",brachte der blonde Schönling heraus. Der schaute mich mit seinen rätselhaften Augen an. „Vampire? Ich bitte dich. Nur weil wir nachts unterrichtet werden, heißt das noch lange nicht das wir auch Geschöpfe der Nacht sind." Nicht eine Gefühlsregung zu sehen, aber hey, ich konnte seine Aura sehen und die war: Geschockt! Hahaha. „Natürlich stimmt, du hast natürlich recht. Anfangs dachte ich ja auch, dass ich ein Rad ab habe. Ganz ehrlich. Doch dann hat mir … jemand von etwas erzählt, was ich echt merkwürdig fand. Und plötzlich war die Theorie dass ihr Vampire seid sehr einleuchtend." Gespielt unschuldig schaute ich ihn an. „Und wer hat dir was erzählt?" „Wer mir das erzählt hat ist nebensächlich. Doch was mir dieser jemand erzählt hat umso mehr. Beispielsweise dass ein gewisser jemand", dabei sah ich den Jungen an, den ich aus meiner Vision her kannte, „hier echt ein Problem damit hat seine Blutgier zu unterbinden." Alle sahen mich geschockt hat(wieder mal) und ich konnte ihnen förmlich ansehen wie in ihren Köpfen die Räder ratterten. Ultra komisch wenn ihr mich fragt. „Dann muss ich dir leider widersprechen. Wenn das so ist und wirklich jemand gesehen hat wie das passiert ist, dann müssen wir erfahren wer." „Warum? Wollt ihr ihn dann töten?", nur keine Angst zeigen Lyn, du schaffst das. Oh mein Gott…Kaname-senpai lächelt! „Natürlich nicht. Wir werden nur seine Erinnerungen daran löschen müssen und deine ebenfalls." „Na das möchte ich sehen wie ihr ihm die Erinnerungen daran auslöscht. Es hat sich nämlich sozusagen in ihn hinein gebrannt." Man bin ich wiedermal lustig. Hahaha. „Jede Erinnerung ist auslöschbar, selbst wenn es ein tiefer Schock war, wie zum Beispiel der Mord an den eigenen geliebten Eltern", trägt Yuki leise und mit Trauer in der Stimme vor. Aus den Augenwinkeln beobachtete ich sie. Ich würde sie gerne mal berühren, nur um etwas mehr über sie herauszufinden. Yori hatte sie so großartig beschrieben, ich konnte nicht glauben dass sich das so schnell geändert haben soll. Langsam zog ich meinen linken Handschuh aus. War ich mir sicher dass ich das wollte? Wenn ich nun ohnmächtig werde? Und das mitten unter Vampiren. Ja Lynette das wäre sicher der Hit! Laut seufzend streckte ich ihr meine Hand entgegen, doch bevor ich sie erreichte, hielt Blondie meine Hand fest.

Ein Junge spielt zusammen mit seinen Freunden Tennis. Sie haben viel Spaß und der Junge fühlt sich sehr wohl. Da fliegt der Ball in das Gebüsch und seine Schwester bittet ihn: „Hanabusa mein Kleiner, kannst du bitte den Ball wiederholen?" Der Junge nickt eifrig, denn für seine Schwester würde er alles tun. Da taucht plötzlich ein Mann auf und tötet alle Kinder, mit Ausnahme des kleinen blondhaarigen Jungen, denn er versteckt sich hinter einem Busch. Er zittert vor Angst und würde seinen Freunden so gerne helfen. Den bösen Mann aufhalten, bevor er ihnen noch mehr weh tun kann. Doch er kann sich nicht bewegen. Es riecht nach Blut. Es riecht nach viel Blut. Das Blut seiner Freunde, doch er kommt nicht aus seinem Versteck. Erst Stunden später als der böse Mann schon längst weg ist traut er sich heraus. Seine Freunde liegen alle am Boden, blutüberströmt und da hinten…da hinten liegt ein wunderschönes Mädchen, mit blondem Haar und eisblauen Augen. Tränen fließen ihm übers Gesicht. Seine geliebte Schwester war tot.

Wieder zurück merke ich, wie auch mir Tränen übers Gesicht laufen und alle mich nach wie vor anstarrten. Ich konnte nicht anders. Was ich gesehen hatte war zu schrecklich. Ich ging auf den Jungen namens Hanabusa zu und umarmte ihn. Wie erstarrt steht er da. Doch dann legt auch er seine Arme um mich und vergräbt seinen Kopf an meiner Schulter. Von meinen Erfahrungen her wusste ich, dass die Personen deren Vergangenheit ich sehe, manchmal, wenn sie besonders anfällig auf äußere Einflüsse reagieren, das was noch einmal erleben. Normalerweise ist es ja so, wenn man sich an etwas erinnert, dann ist es so als wäre man nur stummer Zuschauer. Doch wenn ich in diese Person ‚eindringe' dann erlebt er alles haargenau so wie damals. Mit allen Empfindungen, mit all dem Schmerz und der Verzweiflung. Das ist auch eine der zahlreichen Schattenseiten meiner Fähigkeit.

Lange Zeit sagt niemand ein Wort. Da richtet sich Hanabusa sich plötzlich auf. Er wischt sich hektisch die Tränen vom Gesicht und hält mich eine Armlänge von sich weg. „Was bist du? Warum zum Teufel habe ich das wieder gesehen? Warum? Ich habe es doch vergessen!" Zwischendurch war seine Stimme fast nicht zu verstehen und gegen Ende wurde er dann laut. „"Ähm okay. Ich versuche deine Fragen ehrlich zu beantworten, vor allem da ich schuld daran trage dass diese Erinnerung wiedergekommen ist. Also…soweit ich weiß ein Mensch. Weil ich diesen Fluch nun mal habe. Keine Ahnung. Tja das tut mir echt leid. So das waren alle Antworten auf deine Fragen. Und jetzt entschuldigt bitte. Der Boden sieht nicht gerade bequem aus." Damit drehte ich mich um und schwankte, eigentlich wollte ich ja rennen, aber irgendwie machte da mein Kreislauf nicht mehr mit und bevor ich ohnmächtig zu Boden sank hielten mich wieder zwei starke Arme fest umschlungen.

Langsam kam ich wieder zu mir. Um mich herum war es noch immer Dunkel. Ich hoffte jedenfalls dass es noch nicht etliche Tage her war. Ich lag auf einem weichen und übergroßen Bett. Ich setzte mich auf und suchte die Dunkelheit ab. Die Vorhänge vor den Fenstern waren zugezogen, ich konnte also unmöglich mit Sicherheit sagen ob es Tag oder Nacht war. Erst einmal rieb ich mir den Sand aus den Augen und versuchte wieder ganz wach zu werden. Das Bettlaken war ganz weich und ich strich mit den Händen darüber. Meine Hände! Ich hatte keine Handschuhe an! Und meine Weste hatte ich auch nicht an, oder meine Schuhe wie ich feststellen musste. Wenigstens hatten sie mir mein T-Shirt und die Hose gelassen. Schrecken durch fuhr mich. Ich konnte nicht weg…ich hatte keinen Socken an. Wie sollte ich denn hier weg kommen, wenn ich nicht auf dem Boden laufen konnte? So ein Bockmist! Das Leben war echt fies. Ich wusste nicht welcher Tag heute war, geschweige denn ob es Tag oder Nacht war. Noch wusste ich, wo genau ich eigentlich war oder wie lange ich geschlafen hatte. „Hallo? Ist da wer?" Ich traute mich nicht einmal die Bettvorhänge auseinanderzuschieben. „Dann bist du also aufgewacht? Wie schön, wir dachten schon du würdest niemals mehr aufwachen." Das war eindeutig die Stimme von Kaname-senpai. Er kam ans Bett und zog die Vorhänge auseinander. „Ähm, ja. Wie lange habe ich denn geschlafen?" „Vier Tage. Wir haben dich ins Mondwohnheim gebracht, nachdem du einfach so umgekippt bist." „Oh, vier Tage? Naja, nicht so lang wie das letzte Mal (Ja Lyn immer positiv denken^^). Es tut mir sehr leid, dass ich euch so viele Umstände bereitet habe. Das wollte ich nicht. Wessen Zimmer ist das?" „Deines. Du wirst ab jetzt hier wohnen und auch am Unterricht der Night-Class teilnehmen." Geschockt sah ich ihn an. „Nein, das geht nicht. Erstens bin ich kein Vampir! Zweitens möchte ich nicht hier wohnen, in einem Haus voller Vampire! Und drittens könnte ich Yori so etwas niemals antun!" „Keiner von den anderen wird dir etwas antun. Du stehst unter meinem Schutz. Und Yori wird das schon verstehen." „Aber…", ich wollte protestieren, doch er unterbrach mich sofort und wie immer ganz ruhig und gelassen. Er wurde nicht einmal laut: „Nein, keine Widerrede. Du bleibst hier, das ist dein Zimmer und du wirst an unserem Unterricht teilnehmen, sofern es dir wieder besser geht." Wieso immer ich? Ach man. „Darf ich noch fragen, WARUM ich zur Night-Class gehen sollte?" „Weil ich es so sage!", wie konnte man nur so ignorant sein? Das glaubt man doch nicht. „Aahh! Du machst mich wahnsinnig. Ich sehe absolut nicht ein, weshalb ich das tun sollte, nur weil DU es so sagst. Verdammt." Den Tränen nahe wandte ich mich ab. Ich war total hilflos. Ohne eine Sicherung, ohne etwas das mich abschirmt. In den Händen eines Vampires der anscheinend machen konnte was er wollte.

„Ich will Schokolade!", ja ich weiß, aber ich hatte echte Probleme und ich bin nun mal auch nur ein Mädchen. Aber wenigstens hatte ich es geschafft. Kaname sah ehrlich verwirrt aus, hatte sich aber auch schnell wieder erholt. „Schokolade? Ich denke nicht dass wir so etwas hier haben." „Siehst du! Noch ein sehr guter Grund NICHT hier zu wohnen! Schokolade ist mein Lebenselixier. Ohne Schoki bin ich aufgeschmissen, nicht mehr lebensfähig, so gut wie tot!" „Dann kaufen wir eben Schokolade für dich. Ich wüsste nicht wo da das Problem liegt." Seine ruhige, arrogante und überhaupt gelassene Art ging mir allmählich wirklich auf die Nerven. Und ich, die normalerweise echt lieb und brav und nett und ruhig bin, habe große Lust aus zu ticken. Ich meine Hallo! Wie oft muss ich denn noch sagen, dass ich nicht hier leben will. „Okay. Meinetwegen. Dann wohne ich halt hier." Ihr denkt, ich gebe so leicht auf? Oh nein, mit Sicherheit nicht. Das dachte wohl auch Kaname, denn er sah mich misstrauisch an. „Gut dann wäre das ja geklärt." „Ja, solange ich noch hier zur Schule gehe, werde ich hier wohnen." „Und das heißt?", der Typ war nicht schlecht, „Das ich den Direktor darüber berichten werde, mich auf eine andere Schule zu versetzen. Am besten eine in Amerika!" Für mich war das Gespräch beendet, also drehte ich mich weg und ließ mich wieder in das weiche Bett zurückfallen. Doch es hat den Anschein, dass Kaname-senpai nicht der Typ Mann ist, der so leicht klein bei gibt. Schneller als ich denken konnte, kniete er schon über mir und hielt meine Handgelenke über meinem Kopf fest, mit nur einer Hand. Mit der anderen kam er meinem Gesicht immer näher. Meine Handgelenke umklammerte er mit einer Decke dazwischen, so dass er meine Haut nicht berührte, doch seine andere Hand war nackt. Ich hatte Angst. Angst davor was ich sehen würde wenn er mich berührte. Angst vor den Schmerzen, die ich haben würde, wenn er mich berührte. Einfach nur Angst. Verzweiflung überkam mich, als er schon fast mein Gesicht berührte. Er stoppte. „Du hast Angst vor Berührungen. Bei den Night-Class Schülern ist es unwahrscheinlicher dass sie dich anfassen, als bei den Day-Class Schülern. Vor allem, da sie wissen, dass sie dich nicht anfassen dürfen. Warum also sträubst du dich so sehr dagegen?" „Es ist also unwahrscheinlicher dass sie mich berühren? Ja, vielleicht hast du ja recht. Aber wenn sie es wirklich mal tun, wenn auch nur ausversehen, dann sehe ich Tod und Verzweiflung. Blut und Monster. Monster, die Blut trinken, die Angst, Tod und Verzweiflung bringen. Bei denen aus der Day-Class sehe ich wenigstens nur ob sie gerade glücklich oder traurig sind, keine schrecklichen Erinnerungen, die sich nach vorne drücken. Mit aller Gewalt gesehen werden wollen. Und bei euch Vampiren scheint es so, als habt ihr alle schreckliche Erfahrungen gemacht, die ihr sicher auch nie jemandem verraten wollt, von denen ihr wollt, dass sie niemals ans Tageslicht dringen. Oder hab ich unrecht? Wenn dem so sein sollte, du keine Geheimnisse, die nur du allein kennst, dann überwinde den Abstand und berühr mich. Oder hast du doch Angst davor, dass ich etwas sehen könnte, von dem du nicht willst, dass ich sie sehe?" Er sah mich nur an. Ich konnte auch nicht genau sagen, wie er mich ansah, doch ich kann sagen dass seine und meine Aura sich…vermischen! Wie zum Teufel geht das denn? Das kann doch gar nicht sein! Hallo? Was läuft denn hier falsch?

Während meiner wilden Gedankenachterbahn, hatte sich Kaname-senpai anscheinend entscheiden, denn plötzlich hatte er nicht nur seinen nichtssagenden Gesichtsausdruck, sondern er grinste, ja wirklich und dass stand ihm auch total gut! Oh ich liebte sein Grinsen und seine Augen leuchten so schön! Was? Nein Moment. So etwas sollte ich nicht denken! Doch ich konnte nicht anders. Ich sah wie betäubt in seine rot-braunen Augen, als sich seine Hand federleicht auf meine Wange legte.

So das wars auch schon wieder. Vielen Dank dass ihr so fleißig meine Geschichte lest!

Bis dann zum nächsten Kapi! ^^ Ich weiß das Ende war wieder fies *Böse Grins*