Do Over

Kapitel 15

Where the Love Light Gleams


Edward lief durch die Türen der Notaufnahme und wartete ungeduldig am Empfangstresen, wo eine Frau mit einem weinenden Baby vor ihm gerade ihre Selbstbehaltszahlung leistete. Als sich die Mutter schließlich umdrehte, um einen Platz in dem überfüllten Wartezimmer zu bekommen, lehnte Edward sich angespannt gegen den Tresen.

„Meine Frau ist hier", sagte er der Empfangsdame. „Bella Sw... Bella Cullen", korrigierte er sich schnell. „Können Sie mir sagen, wo sie ist?"

Die Schwester tippte etwas in ihren Computer ein. „Ah, ja, Mr. Cullen", sagte sie nach einem Augenblick. „Der Arzt ist mit Ihrer Frau gleich fertig. Sie können gerne Platz nehmen, oder wenn Sie lieber zu ihr ..."

Edward ließ sie nicht aussprechen. „Ich möchte gerne zu ihr ... bitte", meinte er, als die Dame ihre Augenbraue hob.

Die Schwester lächelte ein wenig. „Durch die Doppeltüre, es ist das zweite Zimmer auf der rechten Seite", sagte sie und deutete zu den Schwingtüren.

„Danke", antwortete Edward, bevor er der Wegbeschreibung dieser Frau folgte. Er fand Bella, die gerade auf einem Krankenbett saß, mit einer kleinen rothaarigen Frau im Arzt-Outfit, die sich gerade über ihren Arm beugte und eine Schiene anpasste. Bella blickte hoch, als er näher kam.

„Edward!", rief sie erfreut. „Du bist da!"

„Bella, bist du in Ordnung?" Er streckte seine Hand aus, um sie zu berühren, zog sie aber schnell wieder zurück, da er ihr womöglich weh tun könnte.

„Mir geht's gut!" Sie wedelte mit ihrem unverletzten Arm, war dann anscheinend von dieser Bewegung abgelenkt und beobachtete genau, wie ihr Arm vor und zurück schwang.

„Frau Doktor?" Edward drehte sich zu der rothaarigen Frau. „Was stimmt denn nicht mit ihr? Hat sie sich den Kopf gestoßen?"

Die Ärztin lächelte ihn an. „Ich nehme an, Sie sind Mr. Cullen?"

„Edward", korrigierte er.

„Tja, Edward, Bella hier geht es gut. Sie hat sich eine Boxerfraktur zugezogen", erklärte die Ärztin. „Es steht nicht allzu schlimm. Wir brauchen keinen Gips. Sie wird nur für ein paar Wochen diese Schiene tragen müssen, damit der Bruch ausreichend Zeit zum Heilen hat."

„Ich hab James geboxt, Edward", unterbrach Bella. „Ich hab ihn ordentlich geschlagen." Sie schwang ihre unverletzte Faust, sodass sie fast vom Krankenbett fiel.

„Ja", lachte die Ärztin. „Sie hatte ziemliche Schmerzen, als sie hierher gekommen ist, also habe ich ihr etwas gegeben."

Bella hielt ihren Daumen und Zeigefinger etwa einen Zentimeter auseinander und musterte Edward durch diesen Spalt. Sie flüsterte: „Sie hat mir etwas gegeben."

Edwards Mund verzog sich zu einem halben Grinsen. „Fühlst du dich gut, Bella?"

„Ich fühl mich toll!", meinte sie und zwinkerte ein paar Mal. „Und du?"

„Mir geht's gut", antwortete er und drehte sich wieder zu der Ärztin. „Wann kann ich sie nach Hause bringen?"

Die Ärztin unterschrieb gerade ein Rezept und reichte es dann Edward. „Wir sind hier fertig. Sie sollten aber lieber das hier besorgen, bevor Sie nach Hause fahren. Wenn das Schmerzmittel nachlässt, wird sie das wahrscheinlich brauchen."

Edward nickte, steckte das Rezept ein und dankte der Ärztin. Er griff nach Bellas Arm. „Bist du bereit, nach Hause zu fahren?"

„Jepp", sagte sie fröhlich und hüpfte auf den Boden. Ihre Knie gaben nach und sie stürzte auf Edward. Er fing sie mühelos auf.

„Upps", kicherte Bella.

„Ich hab dich, Baby", murmelte Edward und half ihr aus dem Zimmer.

„Ich liebe es, wenn du mich Baby nennst", flüsterte sie zurück.

Edward hatte seinen Arm fest um Bellas Hüfte geschlungen, als sie das Krankenhaus verließen. Die Schwester am Empfangstresen hatte ihm versichert, dass es kein Problem wäre, wenn sie den Minivan über Nacht hier stehen ließen, solange sie ihn am nächsten Tag wieder abholten.

„Ich kann selbst nach Hause fahren, Edward", protestierte Bella.

„Bella, du hast dir die Hand gebrochen, weißt du noch?"

„Oh, yeah."

Er half Bella in den Wagen und griff um sie herum, um sie anzuschnallen. Er erschrak ein wenig, als er ihren Mund an seinem Hals spürte.

„Du riechst so gut", sagte sie dicht an seiner Haut.

„Danke", meinte er.

„Wirklich, Edward", sagte sie ernst. Du riechst unglaublich gut. Ich könnte den ganzen Tag lang an dir riechen."

Edward kicherte. „Tja, du darfst jederzeit an mir schnuppern."

Er stieg auf der Fahrerseite ein, verließ den Parkplatz und fuhr nach Hause. Er sah hinüber zu Bella, die ihn genau beobachtete. Ihre Augen waren ein wenig glasig.

„Du bist so heiß", sagte sie.

Edward grinste. „Und du bist so high."

„Ich meine", fuhr Bella fort, ohne seinen Kommentar gehört zu haben, „du warst schon heiß, als ich dich das erste Mal getroffen hatte. Ich meine, du warst so groß und grüblerisch und stark und hast so gut ausgesehen. Aber jetzt ... jetzt bist du noch heißer. Du bist so heiß wie ein Inferno."

Bella plapperte Weiter, ihre Worte wurden langsam undeutlicher. „Manchmal sehe ich dich und will einfach nur auf dich drauf ..."

Ihre Sätze schweiften ab und Edward sah zu ihr hinüber. Bellas Augen waren geschlossen und sie schnarchte ein wenig.

„Schlaf gut, kleine Schlägerin", flüsterte er, bevor er sich wieder auf den Highway konzentrierte.


Bella erwachte abrupt, als Edward vor dem Haus stehen blieb. Er war an einer 24-Stunden-Apotheke stehen geblieben, um Bellas Medikament zu besorgen, und hatte die Tüte in seine Tasche gesteckt, bevor er um den Wagen gelaufen war, um Bella beim Aussteigen zu helfen.

„Edward?", murmelte sie. „Meine Hand tut weh."

„Ich weiß, Baby. Komm schon, gehen wir hinein." Er führte sie vorsichtig hoch zur Eingangstüre, sperrte auf und öffnete sie, bevor er ihr hinein half. Er hatte Alice vom Krankenhaus aus angerufen und wusste daher, dass sie auf der Couch übernachten würde. Bella war nicht mehr so benebelt, aber er stützte sie dennoch, als sie sich auf den Weg nach oben in ihr Schlafzimmer machten.

„Du hattest Recht wegen James. Er ist ein Arschloch", sagte Bella. Sie biss die Zähne zusammen, als sie sich auf das Bett setzte und an die Kissen lehnte.

Edward versteifte sich, aber versuchte zumindest, ein ruhiges Gesicht zu bewahren. „Was hat er getan?"

„Er hat versucht, mich zu küssen."

„Und du hast ihn geschlagen?" Edward konnte nicht anders, ein stolzes Grinsen erschien auf seinem Gesicht.

Bella zuckte die Schultern. „Er hat mein nein als Antwort nicht akzeptiert."

Edward setzte sich an die Bettkante. „Sie sind eine ganz beachtliche Frau, Mrs. Cullen", sagte er mit einem Grinsen.

„Bist du böse?", fragte sie.

„Auf dich? Nein. Auf ihn? Es gibt keine Worte, die meine immense Wut auf ihn beschreiben könnten."

Bella grinste. „Du bist auch ganz schön beachtlich."

„Vergiss das nicht." Er streckte seine Hand aus, um ihr Haar zu berühren. „Es tut mir so Leid, dass du verletzt bist."

„Danke."

Edward stand auf. „Komm, lass mich dir helfen, damit wir dich fürs Bett bereit machen, und dann fahre ich los." Er beugte sich nach unten, um ihre Schnürsenkel zu öffnen.

„Oder du könntest auch hier bleiben", bot Bella ihm zögernd an. „Es ist schon spät, und du musst nicht den ganzen Weg rüber zu Jasper fahren."

„Ich möchte dir nicht weh tun", sagte er und deutete auf ihren Arm.

„Mir geht's gut", antwortete sie mit einem Lächeln. „Du schläfst sowieso auf der linken Seite."

Edward kümmerte sich wieder um Bellas Schuhe. „Also gut. Wenn du dir sicher bist."

„Ich bin mir sicher."

Er zog ihr vorsichtig die Jacke und die Jeans aus und deckte sie gut zu, nachdem er ihr noch eine Schmerztablette gegeben hatte. Er zog sich selbst aus, kletterte auf der anderen Seite ins Bett und drehte das Licht ab.

„Wie geht's deinem Arm?", fragte er in die Dunkelheit hinein.

„Ist nicht so schlimm ... er fühlt sich taub an. Das tut aber nicht am meisten weh."

Edward drehte sich zu ihr. Er konnte kaum ihr Profil ausnehmen in dem dumpfen Licht, das durch das Fenster herein schien. „Was meinst du?"

Er vernahm, wie sie mit den Schultern zuckte. „Ich komme mir nur vor wie ein Idiot, das ist alles. Ich meine, wenn ein Autor wie James McKay zu mir sagt, ich hätte Talent ... das hat mein Ego richtig angespornt, das werde ich nicht bestreiten. Aber herauszufinden, dass das alles war, was er wollte ... Tja, das ist ein richtiger Tiefschlag, weißt du?"

Edward streckte seine Hand aus und nahm Bellas unverletzte in seine. „Gib wegen ihm nicht auf, Bella."

„Ich weiß nicht ..."

„Ich schon", sagte er vehement. „Bella, du hast tatsächlich eine Begabung. Du bist eine unglaubliche und talentierte Autorin, und du hast das Zeug, noch größer zu werden, als James McKay es je war."

„Das ist wirklich süß von dir, dass du das sagst."

„Nein, das ist nicht süß", sagte Edward beharrlich. „Ich sage dir die Wahrheit, Bella. Ich glaube an dich. Du kannst es schaffen. Lass dir deinen Traum nicht von diesem Arschloch nehmen."

Bella drehte sich auf die Seite und legte ihren verletzten Arm vorsichtig auf ihrer Hüfte ab. Edward konnte sehen, wie ihre Augen ein wenig schimmerten. „Das glaubst du wirklich, nicht wahr."

„Ja."

„Danke, Edward." Er merkte, wie sie ihn kurz beobachtete, bevor sie weitersprach. „Könntest du etwas für mich tun?"

„Alles."

„Könntest du hier rüber kommen und mich festhalten? Es ist schon so lange her."

„Viel zu lang", stimmte Edward zu, rutschte näher zu ihr und schob seinen Arm vorsichtig unter ihre Schultern. Sie kuschelte sich an ihn, legte ihr Bein über seines und ihre verletzte Hand an sein Herz. Er strich langsam mit seinen Fingern durch ihr Haar und drückte ihr einen Kuss auf den Kopf.

„Ich habe das vermisst", murmelte sie.

„Ich auch."

„Gute Nacht, Edward."

„Gute Nacht, Bella."

xxx

Edward zog wieder zu Hause und in seinem Schlafzimmer ein. Bella litt immer noch, und da ihre Hand in einer Schiene steckte, brauchte sie ein bisschen zusätzliche Hilfe im Haushalt. Sie war ein paar Tage lang in Krankenstand, aber als die Schmerzen sich auf ein dumpfes Pochen reduziert hatten und kein scharfes Stechen mehr da war, wusste sie, dass es an der Zeit war, wieder arbeiten zu gehen.

„Bist du dir sicher, dass du wieder bereit bist?", fragte Edward in der Nacht, bevor sie den ersten Tag wieder in die Schule musste. Sie lagen im Bett, Bellas Rücken war an Edwards nackte Brust gekuschelt. Sein Arm war um ihre Hüfte geschlungen, da sie seine Hand an ihrem Bauch festhielt. „Diese Viertklässler können erbarmungslos sein", fügte er hinzu.

Bella lachte. „Mir geht es gut. Ich habe eine Aushilfe bei mir, die mich unterstützen wird, und meine Schüler sind wundervoll", sagte sie spitz.

„Wie geht's deiner Hand? Brauchst du eine Schmerztablette?"

Er spürte, wie Bella unter seinem Kinn den Kopf schüttelte. „Nein, ich hab ein Ibuprofen genommen, mir geht's wirklich gut", antwortete sie. „Mach dir nicht so viele Sorgen."

„Ich will mich nur gut um dich kümmern", sagte er leise. „Ich hätte dich beinah verloren und will nicht, dass so etwas je wieder passiert."

„Edward, es ist nur eine kleine Fraktur."

„Davon habe ich nicht gesprochen."

Bella war einen Augenblick lang still. „Ich weiß." Sie bewegte sich und drehte sich herum, damit sie ihm ins Gesicht blicken konnte. Der Vollmond schien durch das Fenster und Edward konnte gerade ihre Gesichtszüge erkennen, da ihr Kopf auf dem Kissen direkt neben seinem lag.

„Du warst es nicht allein, Edward", sagte sie. Im Mondlicht sah er, dass ihr die Tränen in den Augen standen. „Es wir nicht allein deine Schuld."

„Aber ich ..."

„Wir waren beide da, Edward. Wir beide haben unseren Teil dazu beigetragen, einen Keil zwischen uns zu treiben." Sie streckte ihre Hand aus und streichelte ihm sanft über das Haar. „Ich hab dir die Schuld gegeben."

„Wofür?"

Sie lachte. „Für alles. Weil wir jung geheiratet hatten ... weil wir Kinder bekommen haben ... weil wir in Forks leben und ich meinen Master nicht bekommen habe ... weil ich das Schreiben aufgegeben habe."

„Ich habe es dir auch nicht gerade leichter gemacht", meinte er daraufhin.

„Aber es war meine Entscheidung", konterte sie gefühlvoll. „Es war nur einfacher, dir die Schuld zu geben, als selbst die Verantwortung für meine Entscheidungen zu akzeptieren. Und statt mit dir darüber zu reden, habe ich es für mich behalten ... der Groll hat sich immer weiter aufgebaut und ich wurde regelrecht zu einer eisigen Zicke. Ich kann dir kaum die Schuld dafür geben, dass du ausgehen wolltest."

„Das macht es nicht wieder gut."

Er sah Bellas Zähne aufblitzen, als sie leicht lächelte. „Nein. Das stimmt. Aber ich verstehe es jetzt. Ich habe dich weggeschoben. Ich habe mich an meine Frustration geklammert und es an dir ausgelassen."

„Bella ..."

„Nein ... nein, bitte, lass mich das sagen", unterbrach sie ihn. „Es tut mir Leid, Edward. Es tut mir Leid, dass ich dir die Schuld gegeben und dich ausgeschlossen habe. Es tut mir Leid, dass ich dich immer kritisiert habe, wenn du mir im Haushalt helfen wolltest. Es tut mir Leid, dass ich mich von dir abgewandt habe. Es tut mir Leid, dass ..."

Ihr Redeschwall brach ab, als Edward sich endlich zu ihr lehnte und sie küsste. Nach einem Augenblick zog er sich zurück. „Mir tut es auch Leid", sagte er. „Aber ich glaube, es ist an der Zeit, dass wir aufhören, uns ständig zu entschuldigen."

Bella lächelte wieder. „Ja. Das glaube ich auch."

Sie starrten sich in der Dunkelheit an, das einzige Geräusch war das Ticken des Weckers und ihr leises Atmen.

„Weißt du, ich habe nachgedacht", flüsterte Bella.

„Worüber?"

„Über eine zweite Chance."

Edward nahm ihre gebrochene Hand vorsichtig hoch und küsste ihre Finger. „Was ist mit ihr?"

Bella zuckte die Schultern. „Nur dass es sie vielleicht nicht gibt, um Fehler wieder gut zu machen, sondern um daraus zu lernen."

Edward lächelte. „Ich glaube, du könntest Recht haben."

„Edward?"

„Ja."

„Ich hab dich wirklich vermisst."

„Ich habe dich auch vermisst, Baby."

Bella rutschte näher zu ihm und legte ihre Schiene auf seiner Hüfte ab. „Ich liebe es so sehr, wenn du mich Baby nennst", flüsterte sie.

„Ja, das hast du schon mal erwähnt", sagte er mit einem Grinsen.

Plötzlich änderte sich die Atmosphäre zwischen ihnen ... die Luft verdichtete sich ... und Edward konnte es nicht genau sagen, aber sie war irgendwie aufgeladen. Bella hob ihr Kinn und strich mit ihren Lippen sanft über seine, bevor sie seine Unterlippe in ihren Mund sog und sie mit einem leisen Geräusch wieder losließ.

„Bella", söhnte er, „was ist mit deinem Arm?"

„Meinem Arm geht's gut", antwortete sie und strich mit ihrer unverletzten Hand zwischen ihnen nach unten, um ihn durch seine Pyjamahose aus Flanell hindurch zu streicheln.

„Bist du dir sicher?", fragte er. Er konnte nicht anders, er stieß mit seinen Hüften leicht gegen ihre Hand.

„Edward ... bitte ..." Sie griff etwas fester zu. „Du lässt mich doch nicht etwa betteln, oder?"

„Gott bewahre", murmelte Edward und stöhnte. Er machte mit, gab nach ... gab auf ... und überließ sich den Gefühlen, die er so lange unterdrückt hatte. Er rollte sich vorsichtig herum, damit er nicht auf Bellas Schiene traf. Nach einem sehr kurzen Zögern – mehr, um sich den Augenblick gut einzuprägen, und weniger, um das Kommende in Frage zu stellen – küsste er sie leidenschaftlich und drückte sie ins Kissen, während seine Zunge in ihren warmen Mund glitt.

„Ich liebe dich so sehr", flüsterte er zwischen ihren Lippen. „Ich wollte das schon seit langer Zeit."

„Ich auch." Sie klammerte sich mit ihrer gesunden Hand an ihn und zog ihn näher. „Gott, Edward, ich liebe dich auch."

Er küsste sie wieder, zuerst sanft, dann leidenschaftlicher, und er war fest entschlossen, dass es dauern würde ... er wollte eine schöne, neue Erinnerung für sie beide schaffen. Sanft bewegte er ihre geschiente Hand, damit sie auf dem Kissen neben ihrem Kopf lag, dann fuhr er mit seiner Hand langsam ihre Seite hinab nach unten und machte mit seinem Daumen weiche, kreisende Bewegungen.

Das hatte ihr immer gefallen.

Als sie leise wimmerte, musste er lächeln, denn anscheinend gefiel ihr das immer noch.

Er zog ihr Schlafshirt nach oben und rutschte zur Seite, damit er es ihr leichter über den Kopf ziehen konnte. Er sah ihre nackten Brüste und musste kurz nach Luft schnappen. Er konnte nicht widerstehen und lehnte sich nach unten, um eine in seinen Mund zu nehmen. Bella griff in sein Haar und setzte sich mit einem Stöhnen beinah auf, und Edward saugte fester, bevor er mit seiner Zunge um ihren festen Nippel kreiste.

„Ich hab die beiden vermisst", krächzte er, bevor er seine Aufmerksamkeit ihrer zweiten Brust widmete. Er hörte Bella kichern, aber das Geräusch verwandelte sich schnell in ein neues Stöhnen, als er leicht mit seinen Zähnen über ihre Brustwarze kratzte.

„Edward!"

„Hmmm ...", antwortete er und fuhr mit einer Hand nach unten, um sie durch ihr weißes Baumwollhöschen hindurch zu streicheln. Sie krümmte sich gegen seine Hand, dann streckte sie die Hand verzweifelt aus und steckte sie selbst in seine Hose. Edward biss die Zähne zusammen, als sie gefunden hatte, wonach sie suchte.

„Bella", stöhnte er, „wenn du nicht aufhörst, wird das hier viel zu schnell vorbei sein."

„Ich brauche dich", antwortete sie verzweifelt.

„Ich brauche dich auch." Er ließ seine Hüften kreisen, während sie an seiner Erektion zerrte. Er kämpfte, um die Kontrolle nicht zu verlieren. „Lass mich einfach ... ooohhh ... dafür sorgen, dass du dich gut fühlst ... bitte? Es ist schon so lang her ... ich will es nicht ... oh Gott ... übereilen."

Bella kicherte ein wenig. „Okay, wenn du dir sicher bist, dass es das ist, was du willst", sagte sie neckend und drückte ihn noch einmal, bevor sie ihre Hand aus seiner Hose zog.

Edwards Augen verengten sich, auch wenn Bella das in dem düsteren Licht nicht sehen konnte. „Du genießt es förmlich, mich wahnsinnig zu machen, nicht wahr?", beschuldigte er sie.

Bella kicherte wieder. Dieses Geräusch brachte Edward dazu, dass er am liebsten laut vor Freude aufgeschrien hätte.

„Vielleicht", antwortete sie keck.

„Tja, das Spiel kann auch von zweien gespielt werden", warnte er sie und bewegte sich, um sich zwischen ihre Beine zu knien. Er zog ihr Höschen nach unten, ließ es einfach auf den Boden fallen und betrachtete das gelobte Land. Er streichelte sich mit seinen Händen ihre Oberschenkel hinauf und drückte sie sanft auseinander, bevor er begann, nasse Küsse auf ihrer Hüfte zu verteilen. Seine Zunge malte langsame, nasse Kreise auf ihre Haut.

„Edward, was tust du da?"

Sein Blick schoss hoch zu ihrem. Im schummrigen Licht konnte er sehen, dass sie ihn beobachtete. Er nahm eine Hand, um ihre geschwollenen Lippen zu teilen, bevor er einmal quälend langsam über sie leckte.

Sie stöhnte.

„Gefällt dir das nicht?", fragte er unschuldig und streckte seine Zunge nochmals heraus.

„Oh Gott", stöhnte sie, „es ist nur ... du hast das schon seit Jahren nicht mehr gemacht."

Edward war wieder einmal höchst frustriert wegen seines anderen Ichs, aber er sagte nur: „Ich schätze, ich muss die verlorene Zeit wieder gutmachen."

Und das tat er auch. Mit seiner Zunge und seinen Fingern brachte Edward Bella immer und immer wieder zum Höhepunkt. Er ließ nur locker, um die Vorfreude weiter zu steigern. Es war zehn Jahre her, seit er sie das letzte Mal so wie jetzt berühren konnte, aber wie man so schön sagte, es war wie Fahrradfahren.

Außer dass es hierbei Orgasmen gab.

Wunderschöne Orgasmen voll erleichterter Schreie und Ekstase. Edward beobachtete Bella von seiner Position zwischen ihren Beinen aus bei ihrem Höhepunkt, während sein Mund auf ihr lag und er seine Finger tief in ihr vergraben hatte. Sie bog sich durch und krümmte sich, jeder Muskel in ihrem Körper verkrampfte sich und ließ wieder locker. Die geschiente Hand lag neben ihrem Kopf, die andere hatte sie in seinem Haar verschlungen. Er staunte wegen dieses Gefühls, wie ihr Orgasmus seine Finger bearbeitete, und er wartete, bis es wieder vorbei war und Bella sich am Bett entspannte. Er zog seine Finger langsam aus ihr und drückte ihr noch einen Kuss an die Innenseite ihres Oberschenkels. Er kletterte über sie und auf dem Weg nach oben verteilte er tausend heiße Küsse auf ihrer feuchten Haut.

„Das habe ich wirklich vermisst", sagte er, als er schließlich an ihren Lippen angekommen war. Er lehnte sich nach unten, um sie leicht zu küssen. Sie griff in seinen Nacken, zog ihn näher und schlang ihre Beine um seine Hüften.

„Welchen Teil genau?", fragte sie scherzhalber.

„Alles", antwortete er und strich mit seinem Mund über ihren Hals. „Aber insbesondere dich zu sehen, wie du in meinen Armen komplett zerfällst."

„Mmmm ...", murmelte sie und hob den Kopf, als er gerade an ihrem Schlüsselbein knabberte. „Willst du es nochmal sehen?", fragte sie und stieß ihm in einer anregenden Bewegung ihre Hüften entgegen.

Edward grinste an ihrem Hals. „Ich dachte schon, du würdest nie fragen."

Und als er schließlich in sie glitt und er von ihrer Wärme umschlossen wurde, schloss er seine Augen. Edward wusste, dass er nun wieder zu Hause angekommen war.

Er bewegte sich – zuerst langsam, dann schneller und tiefer. Er spürte, wie Bella ihm entgegen kam, ihn näher zu sich zog. Er fühlte sich, als wäre er im Paradies.

Er beobachtete sie – so wie sie ihn beobachtete. Ihre Blicke waren ineinander verschmolzen und sie spürten genau, dass es nur einen schmalen Grat gab zwischen Vergnügen und Schmerz ... zwischen Liebe und Verlust ... und er schwor sich, dass er sie nie wieder verlassen würde.

Er ließ sich neben sie fallen, zog sie in seine Arme und streichelte ihren Rücken, bis sie gemeinsam einschliefen. Er sprach ein stilles Gebet aus und dankte Gott dafür, dass es eine zweite Chance im Leben gab.