Content: Nacktheit, Voyeurismus, Bondage, Cutting, Pride-Destruction

Uff, also das Kapitel ist länger geworden als eigentlich geplant. Es sind einfach mal doppelt so viele Wörter wie in den Kapiteln zuvor :D Was ist euch eigentlich lieber: mehrere kurze Kapitel oder wenige lange?

Das Wissen um die Abwesenheit der Eltern und anderen Todesser war beunruhigend und Draco zog sein eigentlich bereits abgeschlossenes Mahl unnötig in die Länge. Er machte sich einen Tee, griff sich Nachtisch und versuchte Zeit herauszuschlagen. Vielleicht würden seine Eltern bis dahin wieder zurück sein; wenn Greyback ihn nicht jeden Augenblick vom Stuhl riss. Dieser saß ihm gegenüber und sein Grinsen, welches er dem Blonden zuwarf, entblößte die gelblichen spitzen Zähne.

Und was für riesige Reißzähne er hatte! Alleine der Gedanke von diesem Monster gebissen zu werden, und diese Zähne in das eigene Fleisch gerammt zu bekommen, gab ihm eine Gänsehaut. Doch wer sollte ihn davon abhalten? Der dunkle Lord wusste von den Taten des Mannes und wenn seine Eltern etwas hätten tun können wäre das vor zwei Tagen schon geschehen.

Inzwischen hatte Draco das Essen auf gut eine Stunde ausgeweitet bis sein Gegenüber aufstand und um den Tisch herumging. Sofort sprang der junge Malfoy auf – ein großer Fehler, denn der Schmerz in der Hüftgegend ließ ihn zusammenzucken und dieser kurze Moment reicht Fenrir um ihn am Arm zu greifen. „Nein!" wurde dem Werwolf entgegengeschrien. Die Reaktion kam plötzlich und traf Draco unvorbereitet weswegen er reflexartig mit dem Messer in die große prankenähnliche Hand des Anderen stach.

Fenrir war zwar ein Werwolf doch auch er spürte Schmerz und lockerte kurzzeitig den Griff. Diese Gelegenheit nutzte der Schüler um sich von ihm wegzustoßen. Er fiel auf den Hintern, doch von Angst getrieben ignorierte er jeden Schmerz, drehte sich herum und krabbelte bereits beim Aufstehen weiter weg um zur Flucht aus der Küche anzusetzen. Diese gelang ihm, doch bereits auf dem Weg nach oben hatte Greyback ihn eingeholt. Er packte ihn am Hinterkopf und drückte ihn nach vorne auf die Treppenstufen. Die Stirn traf auf den Treppenteppich und auch seine Wunde prallte auf einen der Stufenabsätze. „Du elendes Kind" knurrte Fenrir während Draco schmerzerfüllt auf keuchte und sich sofort zur Seite auf den Rücken drehte als sich der Griff an seinem Hinterkopf gelöst hatte. Doch der Wolf war noch nicht fertig mit ihm. Er riss ihn an den Haaren hoch und zog ihn in einen Raum im östlichen Flügel. Wieso immer seine Haare, dachte der Blonde während er versuchte nicht allzu viele Haare zu verlieren. Immer noch von Schmerz erfüllt und mir schummriger Sicht versuchte er mitzuhalten auch wenn er nicht wusste wohin es ging.

Als die beiden die letzte Tür im zweiten Stock erreicht hatten trat Fenrir die Tür auf. Nur kurz erhaschte das Reinblut einen Blick auf den Raum, denn alles ging viel zu schnell für ihn und Greyback hatte ihn mit der verletzten Hand an den Haaren festgehalten; sein Blut hatte nun die Haare rötlich verfärbt und zog eine Spur der roten Flüssigkeit über das blasse Gesicht. An einer Wand waren Ketten, an der Decke Haken, Schlagwerkzeuge, Scheren und andere Schneidwerkzeuge. Das Fenster war zu dreiviertel von einem schwarzen Vorhang bedeckt weswegen die dunklen Ecken des Raumes nicht zu erkennen waren.

Der Zug an den Haaren löste sich und gleichzeitig fühlte er wie ein stabiles Seil hinter seinem Rücken die Handgelenke zusammenband. „Bitte… ich wollte nicht… ich…" Fenrir drückte ihm einen schwarzen Ball mit Lederband in den Mund welches er am Hinterkopf verschloss. Dieses Geheule war unerträglich! Erst danach, als Draco gefesselt und stumm vor ihm stand, begann der Werwolf damit seine Wunde mit einem Zauber zu heilen. Während sich die Wunde langsam schloss lehnte er sich an den Tisch. „Was fällt dir eigentlich ein hm?" Natürlich erwartete er keine Antwort. Stattdessen wurde er mit einem hasserfüllten Blick angeschaut… hasserfüllt und ängstlich. Doch für Fenrir war dieser Blick zu aufmüpfig und nachdem seine Wunde komplett geheilt war griff er sich eine Augenbinde und sorgte so dafür diesen Blick nicht mehr sehen zu müssen.

Des Sehsinnes beraubt spürte er alles intensiver: die Hand Fenrirs, die seine Nackenhaare in Bewegung versetzte, der heiße Atem des Werwolfs in seinem Ohr und der Gestank nach Erde und Blut welchen Greyback trug wie andere ihr Duftwässerchen. Das nächste was er fühlte war ein Ruck und danach umhüllte kühle Raumluft seinen Körper. Hatte er ihm etwa gerade die Kleidung vom Leib gerissen? Draco bekam erneut Angst und wollte weg, allerdings konnte er nichts sehen und wäre nur gegen eine Wand gelaufen. Seine Füße tasteten sich dennoch vorwärts bis sich ein kräftiger behaarter Arm von hinten um seinen Hals legte und ihn beinahe vorsichtig zurückzog.

„Draco, ich will dir etwas erzählen" flüsterte er ihm ins Ohr „Ich hasse euch Anhänger. Und ganz besonders deine Familie. Dein Vater hält sich für etwas Besseres, behandelt andere wie Dreck und dabei schafft er nicht einmal die einfachsten Aufgaben. Und nun seinen Sohn, sein Ein und Alles, in meinen Händen zu haben... Lass uns mit dem Spiel beginnen mein Kleiner, die Regeln sind einfach: Du bist ein lieber Junge und wirst nicht ohnmächtig. Sollte es doch passieren…" Er machte eine kurze Pause und zog Draco eng an sich der von dem Gestank das Gesicht von ihm wegdrehte. „…beiße ich dich"

Der Blonde schüttelte hektisch den Kopf was der Mann mit einem „Keine Widerworte? Gut" ignorierte. Ein spitzer Fingernagel glitt über den blassen Rücken und griff nach dem Seil. Beide langen Enden wurden gepackt und um ihn gebunden. Es folgte ein weiteres Seil… und noch eines. Beim vierten Seil wurde Draco plötzlich nach hinten auf den Boden gestoßen. Das vierte und fünfte Seil fixierten seine Beine in einer angewinkelten Position. Greyback stand auf und durch die geschärften Sinne konnte Draco hören wie der enge Umhang an Fenrirs Körper sich bewegte. „Das wollte ich schon immer einmal ausprobieren" meinte er und schaute sich sein Werk an.

Die schwarzen Seile begannen bereits in das empfindliche Fleisch zu schneiden und je mehr Draco sich bewegte desto stärker rieb das Material an ihm und desto mehr schmerzte es. Schwere Schritte entfernten sich von ihm und nach metallischem Rascheln kamen die Schritte näher und der Werwolf hockte sich vor ihn. „Nhg!" Eine Berührung! Er hatte seine Hand auf das Knie Malfoys gelegt und begann nun damit mit den Händen über die Oberschenkel zu fahren. „Was mache ich jetzt mit dir? Jetzt wo du so bereit vor mir liegst. Ich könnte dir ein Bein ausreißen, oder dich in deinem Zustand den anderen präsentieren, wenn sie wiederkommen, oder aber…" Draco fühlte etwas kaltes metallisches an der Innenseite seines Oberschenkels. Als er spürte wie die Haut aufriss wusste er das es sich bei dem gesuchten Objekt um ein Messer oder dergleichen halten musste. „Ich könnte meinen Namen auf dir verewigen, das hätte zumindest mehr Klasse als einfaches einstechen." Das Messer tanzte leicht über seiner Haut und hinterließ dabei immer wieder kleine Schnitte auf der eigentlich makellosen Haut. „…oder dir dein bestes Stück abschneiden. Bei deiner weiblichen Figur fällt das wohl kaum auf. Aber das wäre zu einfach, findest du nicht? Zumal wir noch so viel Zeit zusammen haben" Mit der freien Hand kniff und zog er leicht an Dracos Brustwarze, dessen natürliche Reaktion er nun zu verstecken versuchte.

„Was sagt man dazu!" rief er aus und die tiefe rauchig-knurrende Stimme des Mannes hallte von den Wänden des Raumes „Draco Malfoy steht auf Fesselspielchen. Wieso wundert es mich nicht, dass du so verdorben bist. Papas und Mamas Prinzchen steht darauf von einem Werwolf dominiert zu werden." Die Worte endeten und nun drangen Geräusche vom großen Eingangsbereich an die Ohren der Beiden. Treppengetrampel und Todesser die freudig miteinander sprachen. Was für Fenrir ein großer Spaß war trieb Draco nun die ersten Tränen in die Augen. „Ich bin gleich wieder da" dieser amüsierte Unterton verhieß nichts Gutes und das Reinblut wusste genau was nun passieren würde. Die Tür ging zu und kurz darauf wurde sie geöffnet und mehrere Leute betraten den Raum. Draco, der nun endlich die Beine zusammen machen konnte, hatte sich nun auf die rechte Seite gedreht und presste seine Knie zusammen.

Es war still und außer Atemgeräuschen kam nichts von ihm oder den anderen. Plötzlich wurde er wieder auf den Rücken gedreht und seine Beine auseinander gedrückt. Wie peinlich! Fenrir nutzte nun seine spitzen Fingernägel und glitt mit diesen über die empfindliche Haut: Oberschenkel… Bauch… es fühlte sich an als seien seine Hände überall und das alles geschah vor ihm unbekannten Leuten. Er konnte sie nicht identifizieren wenn sie nicht sprachen. Doch er hörte ihr schweres atmen und der Vorstellung wie diese widerwärtigen Todesser sich an seinem Leid und seiner Situation ergötzten…

Fenrir hingegen hatte deutlich Spaß daran ihn zum Zittern zu bringen. „Zier dich nicht, wir wissen alle wie gerne du im Mittelpunkt stehst." Der Mann zog den Unterleib des Jüngeren zu sich auf den Schoß und beugte sich über ihn. Die beiden spürten die Körperwärme des jeweils anderen und im Gegensatz zu ihm gefiel dem Gefesselten die Nähe ganz und gar nicht. Als er ihm dann über den Hals leckte spürte Greyback wie Draco begann den Rücken durchzudrücken und versuchte sich von ihm wegzurollen wobei er vergaß, dass, obwohl sein Unterleib auf Fenrirs Schoß lag, seine Beine an den Seiten vom Körper des Anderen waren. Unter der Augenbinde liefen nun die ersten Tränen seitlich am Gesicht entlang. Es war peinlich, so schrecklich peinlich! Er sah und hörte nichts! Hatte Fenrir gerade eine Waffe bei sich oder seinen Zauberstab bereit? Würde er ihn gleich umbringen oder beißen?

Die Tür flog auf und jede Bewegung an Dracos Körper hörte sofort auf. „Der Dunkle Lord ruft zur Versammlung" Peter Pettigrew war einmal in seinem Leben für etwas nützlich! Und er schien kein Interesse an dem Treiben im Raum zu haben. Seine Schritte auf dem knarzenden Boden verhallten und die anwesenden Todesser folgten ihm. Fenrir allerdings schnalzte genervt mit der Zunge „Schade, dann müssen wir das wohl verschieben" Noch einmal fühlte er den Stahl des Messers auf der Haut, dieses Mal jedoch waren die Schnitte mit Erleichterung verbunden. Der Werwolf durchtrennte die Seile und erhob sich. „Lass den Dunklen Lord nicht zu lange warten" meinte er und folgte den anderen ohne Draco noch einmal anzusehen.

Der Slytherin streckte die Beine und nahm die Augenbinde ab um danach diesen komischen Ball aus seinem Mund zu nehmen. Alles schmerzte und überall hatte er Striemen vom Seil! Seine Kleidung wurde in der Tat zerrissen weswegen er sich durch den Flur zu seinem Zimmer schleichen musste. In diesem Zustand wollte er niemandem begegnen. Draco stürmte fast in sein Zimmer, erleichtert das er es geschafft hatte, und wollte sich neue Kleidung nehmen als er sich im Spiegelbild sah. „Nach den Ferien werde ich diesen Spiegel hassen" Leise flüsterte er zu sich selbst wie gemein diese ganze Situation sei und dass sein Vater auf diese Weise bestraft werden sollte und nicht er. Sein Körper war übersäht mit kleinen Schnitten. Draco nahm sich seinen Zauberstab und richtete diesen auf sich selbst „Episkey".

Etwa 15 Minuten später betrat Draco den Raum wo sich bereits alle Todesser versammelt hatten. Glück gehabt, der Dunkle Lord war noch nicht da! Und wo waren seine Eltern? In diesem Moment zog Greyback den Jungen zu sich und Voldemort betrat den Raum.

„Meine lieben Freunde, ihr habt es vermutlich bereits gehört aber einige von uns mussten sich leider ein neues Versteck suchen. Draco mein Junge, deine Eltern werden für eine Weile nicht hier sein. Desweiteren…"

Fassungslosigkeit spiegelte sich im Gesicht des Blonden. Seine Eltern hatten ihn alleine gelassen? Alleine mit einer Horde Todesser? Niemand schien darüber bestürzt zu sein und einige von ihnen grinsten ihn wissend an. Greyback hatte ihn irgendwelchen Leuten präsentiert und er würde es wieder tun!

Nach dem Treffen stürmte Draco aus dem Raum hoch in sein Zimmer. Er fühlte sich schwach, schmutzig, wütend und gleichzeitig verängstigt. Wie sollte er diese Ferien nur überleben? Weglaufen stand völlig außer Frage. Wo sollte er hin? Aber er konnte nicht im Anwesen der Malfoys bleiben. Weinend rollte er sich im Bett ein. Seine Mutter wüsste nun was zu tun wäre! Ohne es zu merken schlief er ein, zu erschöpft von den Anstrengungen des Tages.

Unten im Kaminzimmer:

Leise klirrte das Eis an das Glas, vom Feuerwhisky und einer leicht schwenkenden Handbewegung getrieben. Fenrir Greyback stand am Kamin, das wärmende Feuer knisterte vor sich hin während der Werwolf stumm in die Flammen starrte. „Er war am Weinen, man hat es noch auf dem Flur gehört" Im Türbogen stand Augustus Rookwood, die dunklen Haare zerzaust und der Vollbart mit bereits ergrauten Haaren in der Kinngegend. „Na und? Was schert uns der Junge?" Ein Mann saß im Sessel am Kamin. Auch seine Haare waren Dunkel, der Bart seit wenigen Tagen nicht rasiert und sein Blick war ernst und wirkte fast beleigt. „Sei still Antonin! Wo soll das enden? Willst du mit ihm das gleiche machen wie mit dem Sohn vom alten Lupin?" Antonin Dolohows Blick wanderte zu Greyback. Beide waren im Raum anwesend gewesen und fragten sich nun was mit dem jungen Malfoy geschehen sollte. Der Lykanthrop nahm einen Schluck vom Feuerwhisky bevor er antwortete: „Draco ist eine viel zu kostbare Trophäe. Ihn zu wandeln würde nur den Spaß an der ganzen Sache nehmen. Wenn ich seinen Stolz breche bleibt von ihm nur noch eine Hülle, dann gehört er mir" Die beiden Männer schauten einander an – sie verstanden nun was diese Darstellung mit den Seilen sollte.

„Wo lernt man so einen Kram mit den Seilen?"

„In gewissen Kreisen gilt so etwas als Kunst"

Mehr sagte er nicht und die drei starrten schweigend in die Flammen. Dolohow und Rookwood wirkten dabei allerdings nicht sehr überzeugt von den Taten Fenrirs. Und doch schwiegen sie, weil niemand die Malfoys wirklich mochte. Letztendlich musste Greyback sich für sein Verhalten rechtfertigen, wenn es dem Dunklen Lord nicht gefiel.

Draco merkt allmählich wie ihm alles entrissen wird: Familie, Stolz und auch seine seelische und körperliche Unversehrtheit. Doch wird er dem entkommen können?