wenn du lachst

kalter wind in meinem herzen

kalter wind in meinem haar

kälter als hier unten wird's nicht mehr-

und niemals wird es werden wie es wahr

all die sterne bleiben oben-

in mir bleibt nur deine spur

hab ich dich jemals belogen-

frag ich leise

und du lächelst nur

wenn du lachst ist mir egal

wenn du lachst ist mir egal

ich traue der ruhe eines toten-

ich traue niemand der mich liebt

doch mich zu hassen bleibt verboten-

und es bleibt ein echtes wunder

wenn es dich noch gibt

wenn du lachst ist mir egal

wenn du lachst ist mir egal was noch kommt

- dann ist mir alles andere

wenn du lachst, dann ist mir

alles andere so egal


Hermione keuchte auf als ein roter Strahl nur Zentimeter von ihr entfernt vorbei schwirrte, riss sich aber schnell wieder zusammen und wirbelte zu ihrem maskierten Angreifer herum um ihn außer Gefecht zu setzen.

Wieder mal hatten die Todesser angegriffen, doch dieses mal war das ganze zu einer unangekündigten kleinen Schlacht ausgeartet. Wahrscheinlich wollten die Todesser nur ein weiteres Zeichen setzen, darauf aufmerksam machen, dass sie immer noch existierten, auch wenn es in letzter Zeit weniger Überfälle gegeben hatte.

Hermione atmete einmal tief durch bevor sie zu einem neuen Angriff überging. Weder Ron noch Harry waren an der Schlacht beteiligt, schon längst waren Kämpfe wie diese nichts ungewöhnliches mehr und alle Auroren vor Ort zu schicken hätte von großer Dummheit gezeugt, besonders da, soweit Hermione das beurteilen konnte auch nur ein kleiner Anteil der Todesser vertreten war.

Einer der maskierten Kämpfer war vor Hermione war in ihrer Nähe stehen geblieben und begann mehrere Flüche auf die Aurorin abzufeuern und sie somit immer weiter von der restlichen Gruppe weg zu treiben. Verbissen währte Hermione die Zauber ab, und griff ihrerseits an, was ihr auch gut gelang und trotzdem merkte sie mit wachsender Panik, das die Schreie des Schlachtrufs immer weiter verklungen.

Verzweifelt versuchte sie einen kühlen Kopf zu bewahren. Wie hatte sie sich so von den anderen abgrenzen lassen können? Nicht der Todesser mit dem sie kämpfte war das Problem – Hermione merkte wie sein Atem vor Anstrengung immer schneller ging – aber was wenn abseits der Schlacht noch andere seiner Komplizen auf sie warteten.

Erleichtert lehnte sie sich gegen die Mauer eines verlassenen Hauses so dass sie wenigstens nicht mehr von hinten angegriffen werden konnte. Sie biss sich auf die Zunge und schleuderte ihrem Angreifer ein weiteres Mal einen Zauber entgegen und dieses Mal sackte er ohnmächtig in sich zusammen.

Vollkommen außer Atem, aber zufrieden mit sich ließ Hermione ihren Zauberstab sinken und ließ sich an der Mauer entlang, nach Atem ringend, auf den Boden sinken um sich einen Moment auszuruhen bevor sie zum Kampffeld zurück kehren würde.

Langsam beruhigte sich ihr Atem wieder und sie wollte gerade aufstehen als sie merkte wie ihr der Zauberstab aus der Hand gerissen wurde und schwirrend von ihr weg zischte.

Ohne weiter nachzudenken oder nach ihrem Angreifer zu suchen tat sie instinktiv das einzige was ihr einfiel – sie disapparierte. Kurz wurde alles um sie herum schwarz, dann fand sie sich in ihrer kleinen Wohnung wieder, weit ab von den Schreien des Schlachtfelds.

Sobald sie wieder halbwegs normal Luft holen konnte, fing sie an vor sich hin fluchend in der Wohnung auf und ab zu tigern. Wie hatte sie nur so dumm sein können, so etwas zuzulassen? Plötzlich so unvorsichtig zu werden – so etwas passierte ihr doch sonst nicht. Und jetzt hatte irgend ein unbekannter Todesser ihren Zauberstab. Sie biss sich auf die Zunge, um einen weiteren Schwall Flüche zu unterdrücken. Es hatte ein ziemlich guter Zauberer gewesen sein müssen, denn auch wenn sie nicht vollkommen aufmerksam gewesen war, wehrte sie simple Flüche wie auch den Entwaffnugszauber normalerweise schon unterbewusst ab. Trotzdem, besser machte es die Sache nicht. Nicht das der Todesser viel mit ihrem Zauberstab anfangen konnte, aber schon die Vorstellung zur Arbeit zu gehen und das Geschehene zu berichten verursachte das leichte Gefühl von Übelkeit.

Warum hatte sie nicht besser aufgepasst?

Sie hatte sich gerade so weit dazu gebracht zu ins Büro zu apparieren, als es hinter ihr leicht knallte. Reflexartig fuhr ihre Hand zum Zauberstab als sie herum schnellte, doch sie griff ins Leere.

Verdammt, schoss ihr durch den Kopf als sie die schwarz gekleidete Person vor sich sah und wich langsam zurück zur Wand. Auch wenn ihr das nicht mehr viel bringen würde. Der Todesser war bewaffnet, sie nicht. Da standen ihre Chancen nicht so gut.

„Seit wann bist du so unachtsam Hermione?"

Die Angesprochene musste einen leisen Aufschrei unter drücken – sie hatte Dracos Stimme erkannt noch bevor er die Kapuze zurückgeschoben hatte. In seiner Hand hielt er seinen Zauberstab, ihrer steckte in seiner Hosentasche.

Zu ihren Ärger merkte Hermione wie eine Welle Erleichterung sie bei seinem Anblick überfiel, die jedoch sofort wieder von der alt bekannten Panik abgelöst wurde. Dies hier war nicht mehr der Draco Malfoy den sie in Hogwarts gekannt hatte. Er war zu einem der größten und grausamsten Todesser geworden, und wäre er in friedlicher Absicht da, hätte er sie nicht vorher entwaffnet, und stände ihr jetzt nicht mit erhobenen Zauberstab gegenüber.

„Was willst du?", presste sie die eigentlich völlig überflüssige Frage hervor.

Draco schlenderte ein paar Schritte auf sie zu, den Zauberstab immer noch direkt auf sie gerichtet. „Was ist Hermione? Hast du Angst das deine Befürchtungen war waren? Das ich gekommen bin um dich zum dunklen Lord zu bringen?", meinte er mit gedehnter Stimme.

Sie merkte wie ihr Atem schneller ging als er es eigentlich sollte. Wenn sie nur an ihren Zauberstab kommen würde.

Malfoy kam einen weiteren Schritt auf sie zu, sodass nur noch Zentimeter sie trennten, sein Zauberstab war mittlerweile direkt auf ihr Herz gerichtet.

Hermione bemühte sich seinem stechenden Blick Parole zu bieten, als ihre Hand blitzschnell zu ihrem Zauberstab in Malfoys Tasche schnellte. Nur erreichte er sein Ziel nicht. Scheinbar mühelos fing er ihre Hand ab, und presste ihre beiden Arme über ihrem Kopf gegen die Wand.

„Komm Hermione", murmelte er leise. „Ist das alles was man euch als Auroren beigebracht hat?

Sie wandte den Blick ab ohne zu antworten, während der Druck auf ihren Handgelenken sich weiter verstärkte. Wenn sie ehrlich war, war ihr als Aurorin beigebracht worden, dass man sich in einer recht unvorteilhaften Lage befand wenn man einem Todesser unbewaffnet gegenüberstand, oder wie in ihrem Fall unbewaffnet zwischen Wand und Todesser eingeengt wurde.

Unwillig nahm sie das Kribbeln wahr, dass seine Berührungen immer noch auslösten. Wie sie es hasste. Hatte sie damals in Hogwarts wirklich gedacht, alles würde so bleiben wie es war.

Sie konnte die welle von Erinnerungen die über ihr brach, nicht mehr aufhalten.

Sie wendete ihren Blick starr in Richtung Boden und schloss die Augen, als könnte sie so alles sie umgebende Ausblenden.

Draco der sie in den Gängen von Hogwarts küsste.

Draco der ihr eins seiner seltenen Lächeln schenkte.

Draco der meinte sie sollte sich keine Gedanken um die Todesser machen.

Eine Woche später war er verschwunden, und kurz später stand sein erster Mord in der Zeitung.

„Verdammt Hermione", fuhr Malfoy sie wütend an; holte sie aus dem Nebel der Vergangenheit zurück in die kalte Gegenwart, und eine Sekunde später spürte Hermione wie der Druck auf ihren Handgelenken sich verstärkte. Spürte ihren Puls schnell aber regelmäßig pochen. „Gibt's du so schnell auf? Glaubst du wirklich ich würde dich umbringen!"

Hermione biss sich auf die Lippe und hob ihren Blick schweigend, nicht sicher was sie sagen sollte.

Dann, so plötzlich das sie keine Chance hatte zu reagieren küsste er sie. Ganz anders als beim letzten Mal, war der Kuss weder brutal noch drängend. Langsam wanderten seine Lippen zu ihrem Hals herunter über ihre Kehle und wieder zurück zu ihrem Mund, während er ihre Hände immer noch an die Wand gedrückt hielt. Eine immer leiser werdende Stimme irgendwo weit weg in ihrem Hinterkopf schrie sie solle sich losmachen ihn von was immer auch vorhatte abzuhalten, aber als Draco den Kuss vorsichtig vertiefte wurde sie endgültig verbannt.

Behutsam gab er ihre Arme frei und seine Hände wanderten zu ihrer Taille um sie endgültig zu sich zu ziehen.

Als sie sich endlich von einander lösten sah Hermione das er lächelte. Und sie merkte das ihr alles andere egal war.

Egal, dass er ein Todesser war.

Egal das er damals einfach gegangen war.

Und Egal, dass sie niemals eine Chance bekommen würden.

In Zeiten wie diesen zählte einzig und allein der Augenblick.


°uuuund cut! ich weiß das chapter ist was kürzer als die vorherigen geworden, aber irgendwie hatte ich das Gefühl das die fanfiction damit zuende ist, was auch der grund ist, dass ich das kapitel nicht weiter gestreckt habe, und es auch (sorry!) keine fortsetzung geben wird. es hat aber wirklich spaß gemacht die fanfiction zu schreiben was auch an eurer tollen unterstützung liegt. ach ja...ich hoffe euch hat das ende gefallen ...ich wra mir nicht sicher obs etwas zu überstürzt und dramatisch war ; )

°°also tausent dank für all die reviews die ihr geschrieben habt und hoffentlich noch schreibt (hehe :P) ihr seit super:)

THE END