Schattenprinz
Outtakes
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Disclaimer: Die Welt von Harry Potter gehört J. K. Rowling.
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VII
Collage
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AN: Die letzten Schnippel ... und dann ist endgültig Schluss. ;-)
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In Voldemorts Laboren
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AN: Eine Szene, die im Anschluss an die Gartenparty in Kapitel 19 hätte stehen können.
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Es war kühl in den Laboren Voldemorts. Kühl und nüchtern. Alles war ausgesprochen funktional eingerichtet, sauber und geordnet. Die Muggel, die gerade nicht gebraucht wurden, waren in kleinen Zellen von zwei Metern mal einsfünfzig untergebracht.
In einem Raum stießen sie auf zwei junge Todesser, die interessiert einen auf eine Liege geschnallten Muggel betrachteten, der in kurzen Abständen heisere, unartikulierte Schreie ausstieß.
„Was habt ihr mit ihm gemacht?", fragte Severus beklommen.
„Oh, wir testen gerade einen neuen Foltertrank. Er löst sämtliche Knochen auf, allerdings sehr langsam, und wenn das Opfer keinen schwachen Kreislauf hat, kann es das ganz gut überleben. Der hier hält schon seit zwei Tagen durch."
Severus war angewidert. Hier fand sich nichts von der Schönheit und Erhabenheit, die den Tod ausmachen sollten. Hier war nur Blut und Speichel, Kot und Urin. Es widerte ihn an.
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Der Spiegel
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AN: Ursprünglich sollte der Spiegel in Kapitel 25, Severus' geistiger Begegnung mit dem Tod, nicht das Gesicht Miguels zeigen, sondern sein eigenes ...
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Zögernd näherte er sich dem Spiegel. Eine unbestimmte Furcht stieg in ihm auf und ließ jeden seiner Schritte langsamer werden als den vorherigen. Seine Finger zitterten, als er den weißen Stoff berührte. Das Material zerfiel unter seinen Händen zu Staub und bildete ein graues Hügelchen vor seinen Füßen.
Der Spiegel war schwarz. Severus berührte seine Oberfläche mit bebenden Fingerspitzen – die Schwärze schmolz und zeigte ihm ein Gesicht. Sein Gesicht. Sehr viel älter sah es aus, tiefe Linien hatten sich in die harschen Züge gegraben. Die Augen wirkten leer, doch wenn man genauer hinsah, dann waren sie so voll Schmerz und Bitterkeit, dass man ihren Blick kaum ertragen konnte.
Bin ich das?, flüsterte Severus und sein Spiegelbild verzog die Lippen zu einem höhnischen Lächeln. Aber was ist denn bloß mit mir passiert?
Du hast zu viel gesehen, antwortete der höhnische Mund. Und zu viel getan.
Dann verschwand das Gesicht aus dem Spiegel.
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Du musst von ihm loskommen
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AN: Eine kleine Diskussion zwischen Lucius und Hraban ...
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„Lucius", sagte Hraban kopfschüttelnd, „du bist jetzt zweiundzwanzig Jahre alt. Du musst von deinem Vater loskommen. Werd endlich erwachsen."
„Ja und?!", zischte Lucius gereizt. „Was meinst du, was ich die ganze Zeit versuche? Ich will ja gehen – aber er lässt mich nicht!"
„Und warum sagst du nicht einfach mal nein? Wer zwingt dich denn, seinen Forderungen nachzukommen? Du warst jetzt den ganzen Sommer auf Malfoy Manor, hast dich von Aemilius immer wieder demütigen lassen ... Warum bleibst du nicht einfach hier in London? Die Villa gehört dir, die kann dein Vater dir nicht wegnehmen. Soweit ich informiert bin, bist du keineswegs arm – auch ohne seine Unterstützung nicht. Du hast einen hervorragend bezahlten Job im Zaubereiministerium, gute Kontakte zu den höchsten Gesellschaftskreisen, einen Haufen einflussreicher Freunde ..."
„Ja. Und das alles könnte er mit einem Fingerschnippen in Luft auflösen." Lucius lehnte sich in seinem Sessel zurück, starrte aus dem Fenster hinaus. Er sah mit einem Mal sehr müde aus. „Aemilius ist zu mächtig ... Er hat viel zu viel Geld und Einfluss. Wenn ich mich gegen ihn stelle ... es geht einfach nicht. Es geht nicht."
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AN: So, das war's. Ich war ja überrascht, dass einige tatsächlich Lust auf diesen Blick in meine Schreibwerkstatt hatten. Ich hoffe, ihr habt diese kurze Rückkehr zu „Schattenprinz" genossen.
LG Zora
