Disclaimer: siehe Anfang.

Beta: Poet und Spelli.


3. Die Mudos


"Immer und immer wiedergeboren zu werden...und jedes Mal ein erbärmlicher Tod. Wahrscheinlich könnte ich dich noch so oft umbringen... Wie auch immer...Schwamm drüber. Das ist Schnee von gestern. Oder?"

"He?! Das ist mein Text!"

-Angel Sanctuary (Kaori Yuki)


Er schlief in dieser Nacht schlecht. Als sein Wecker um acht Uhr klingelte, hätte er ihn am liebsten mit einem Hammer zerschlagen und weiter geschlafen. Doch es war Samstag und in einer Stunde hatte er Training. Die Ablenkung konnte er heute sogar noch mehr als sonst gebrauchen.

Also raffte er sich auf und zuckelte müde ins Badezimmer. Er machte das Radio an und stieg in die Dusche, um sich den Schlaf aus allen Poren zu waschen. Während er sich die Haare einschäumte, lauschte er dem Radio. Sie spielten ein Stück von 3 Doors Down. Er mochte die Gruppe. Sie sprach ihm manchmal genau aus dem Herzen.

"...You're getting closer

To pushing me off of live's litte ledge

'Cause I'm a loser

And sooner or later you know I'll be dead..."

Ja, genau so fühlte er sich so oft. Und heute ganz besonders. Das gestrige Gespräch mit Salmissra hatte ihn die ganze Nacht verfolgt und ließ ihn auch jetzt nicht los. Auch, als er auf sein Fahrrad stieg und sich auf den Weg zum Dojo machte, grübelte er noch darüber nach.

Er trainierte schon seit seiner Schulzeit in London jede Woche im Aikido-Verein und im Kendo-Club. Zwischendurch hatte er auch Karate gemacht, doch aus Zeitgründen hatte er im fünften Semester seines Studiums wieder aufhören müssen. Immerhin, er war nur noch eine Prüfung vom schwarzen Gürtel entfernt gewesen.

Die asiatischen Kampfsportarten waren Myriels Idee gewesen. Sie sollten sein Selbstbewusstsein stärken und seine Berührungsängste abbauen. Er musste zugeben, dass es gut funktioniert hatte, obgleich er anfangs skeptisch gewesen war. Wenn er kämpfte, konzentrierte er sich nur noch auf den Gegner; alles, was vor und nach dem Kampf lag, verlor für die kurze Dauer des Kampfes jegliche Bedeutung. Es war fast wie die Duelle, die sie sich in der DA geliefert hatten. Er fühlte sich wohl. Auch, wenn er nicht kämpfte, sondern nur stupide eine Kata ablief und die Bewegungen beinahe ohne sein Zutun kamen, war er ausgeglichener als zu jedem anderen Zeitpunkt.

Sport macht eben doch glücklich...

Und für sein Selbstbewusstsein hatte sich das Training auch bezahlt gemacht. Nach seinen Aikidostunden fühlte er sich immer viel zuversichtlicher, so, als könne er es mit der ganzen Welt aufnehmen. Das Kendo schärfte seine Sinne und verbesserte seine Reaktionsgeschwindigkeit. Er fühlte sich mit jedem Jahr des Trainings in seinem Körper mehr zu Hause und hatte bald keine Probleme mehr damit, wenn ihn jemand an der Wange oder auch mal frech am Hintern berührte.

Dennoch hatte er nie eine Freundin gehabt. Er schob es darauf, dass er eben nicht die Richtige fand; eine Zeit lang hatte er auch überlegt, ob es daran liegen könne, dass er vielleicht schwul war.

Doch eigentlich wusste er es besser. Er hatte Angst vor Intimität. Er fürchtete, er würde den Erwartungen nicht entsprechen können, würde womöglich im entscheidenden Moment davon laufen oder vor einem Kuss zurückschrecken und seine Partnerin (oder seinen Partner- wer wusste das mit Sicherheit, bevor er sich je verliebte) beleidigen. Er würde sich gewiss blamieren und hätte schlussendlich nichts davon. Nein, lieber lebte er alleine.

Das Kendo-Training verlief ruhig und war nicht sonderlich ergiebig. Sein Sensei warf ihm nachdenkliche Blicke zu; er hatte den jungen Mann schon öfter in beinahe-depressiver Stimmung erlebt, auch zornig war er schon zum Training erschienen, wenn er an dem Tag mit besonders sturen oder naiven Eltern zu tun gehabt hatte - er mochte Tom, er war einer seiner eifrigsten und langjährigsten Schüler. Er wusste, dass der Mann beim Training alle Sorgen ablegte und zwei Stunden lang nur für den Moment, nur im Hier und Jetzt lebte. Oft verließ er das Dojo viel ruhiger und ausgeglichener, als er es betreten hatte.

Doch heute schien er sich mit Gedanken herumzuschlagen, die er nicht wie sonst ablegen konnte. Etwas wirklich Schwerwiegendes musste vorgefallen sein. In der Pause rief er den blonden Mann zu sich.

"Hi, Tom."

"Sensei."

"Was ist heute mit dir los, Tom? Du siehst mitgenommen aus."

Der andere seufzte tief. "Ich konnte nicht schlafen. Ich habe gestern ein sehr beunruhigendes Gespräch geführt, das meinen gemütlichen kleinen Alltag komplett zerstört hat. Es hat meine Vergangenheit wieder wach gerufen und das ist nicht wirklich eine gute Sache..." Sein Blick wanderte zum Fenster und verlor sich im kleinen Garten hinter dem Dojo.

Sein Trainer war geschockt. Er hatte Tom nie nach seiner Kindheit gefragt, denn es war ihm bald klar geworden, dass er nicht darüber sprechen wollte. Doch wie schlimm es wirklich gewesen sein musste, begann er erst jetzt zu ahnen. Tom wirkte auf einmal so klein und verloren...

"Ohayou, Tom!", ertönte plötzlich eine laute Stimme hinter ihnen. Tom wandte sich um und blickte ins grinsende Gesicht seines Freundes Setsuna. Der Mann war etwa zehn Jahre älter als er und hatte gleichzeitig mit ihm im Dojo angefangen - genauer gesagt war er es gewesen, der Tom auf das Dojo aufmerksam gemacht hatte. Doch er war viel geübter als Tom. Auch wenn er behauptete, nie in einem Dojo gelernt zu haben, hatte er vom ersten Tag an eine Gewandtheit mit dem Schwert an den Tag gelegt, welche andere auch nach Jahren des Trainings nicht erlangten.

Tom mochte den Mann mit seiner unbekümmerten und ewig frechen Art. Auch seine Frau Sara war ihm sehr sympatisch. Sie war mit Myriel befreundet; die beiden hatten sich in der Theater-Gruppe der Uni kennen gelernt. Sara war Obergärtnerin im königlichen Schloss. Seit sie dort angefangen hatte, waren etliche neue kleine Bäche, Springbrunnen und Teiche angelegt worden. Nur, wenn es überall plätscherte und rauschte, fühlte sie sich wohl. Als Landschaftsgärtnerin war sie ganz in ihrem Element. Setsuna dagegen arbeitete als freier Schriftsteller. Er hatte einige sehr erfolgreiche Stücke geschrieben, die in der Presse sehr kontrovers diskutiert worden waren, da sie ein äußerst häretisches Bild von Himmel und Hölle gemalt hatten.

Doch eins musste man seinen Werken lassen: sie flossen geradezu über vor Optimismus. Tom mochte sie.

Sara und Setsuna hatten eine zehnjährige Tochter namens Tiara. Sie sah den beiden nicht wirklich ähnlich und Tom hatte sich schon manchmal gefragt, ob sie vielleicht adoptiert war. Aber eigentlich war ihm das reichlich egal. Sara und Setsuna behandelten Tiara mit soviel Liebe und Verständnis, wie man es sich nur wünschen konnte. Das Mädchen war fröhlich und so unbeschwert, dass man geradezu neidisch werden konnte.

Wenn alle Kinder so unbekümmert sein könnten wie Tiara, dachte Tom manchmal, dann könnte ich meine Praxis zumachen. Und ich wäre nicht mal traurig darüber.

"Hey Alter, was soll die Trauermiene?", fragte Setsuna seinen Freund nun. Direkt wie immer.

Als Tom schwieg, antwortete sein Sensei an seiner Stelle.

"Seine Vergangenheit hat ihn eingeholt, Mudo-san."

Setsunas Lächeln verschwand wie ausgeknipst. Sensei Aoyama schaute ihn überrascht an; so ernst sah man den jungen Japaner selten.

"Oh Mann, ich weiß genau, wie du dich fühlst. Als ich vor zwanzig Jahren mit Sara Japan verließ, haben wir eine Menge Probleme dort zurückgelassen. Erst hier in England konnten wir heiraten und endlich als Paar zusammenleben. Vater war uns da eine große Hilfe."

"Das glaube ich gerne." Saras Vater, den auch Setsuna als 'Vater' bezeichnete - Tom vermutete, das hatte mit japanischen Traditionen zu tun - war es auch gewesen, der ihm damals seinen neuen Pass verschafft hatte, als er Myriel im Krankenhaus gebeten hatte, ihn nicht weiter nach seinem alten Namen auszufragen.

"Ich hätte es damals eigentlich nicht erwartet", fuhr Setsuna fort. "Er war genauso gegen unsere Beziehung wie Mutter. Hmm... Ich nehme an, dass da der eine oder andere Engel seine Finger im Spiel hatte. Oder auch eine kleine Dämonin oder ein gewisser Teufel..." Tom lachte leise. Setsuna redete immer über die Figuren seiner Stücke, als seien sie real.

Nun hatte seine Laune sich doch noch gebessert. Sensei Aoyama strahlte, als er es merkte. "So, Jungs, nun aber zurück ans Training. Die Pause ist vorbei!"

Nach dem Training ging Setsuna mit zu Tom zum Essen, wo sich ihnen auch Sara und Tiara anschlossen. Sie wechselten sich seit Jahren Samstags mit dem Kochen ab und es wurden immer lustige Nachmittage. Wenn sie Zeit hatte, kam oft auch Myriel dazu und ließ es sich schmecken. Auch heute waren sie wieder zu fünft.

"O-nii-chan, schling nicht so! Da vergeht's einem ja!", schalt Sara gerade ihren Mann.

"Aber Sara-chan, es schmeckt so gut!", maulte dieser zurück. Tom lächelte. Diese chaotische Familie schaffte es doch tatsächlich immer wieder, dass es ihm viel leichter ums Herz wurde. Sie waren so erfrischend unbekümmert.

"O-nii-chan, du bist ein mieses Vorbild für unsere Tochter! Und sie wird doch heute elf, da könnte sie schon auch mal anfangen, ein paar Manieren anzunehmen, aber mit dir als Vater...!", wütete Sara weiter. Tom warf einen Blick auf Tiara, die sich gerade mit vollen Backen kauend noch eine weitere Gabel voll Reis in den Mund drückte. Er hob seinerseits die Gabel zum Mund- und erstarrte, als ihn die Erkenntnis traf, was er gerade gehört hatte.

O-nii-chan. Sara nannte Setsuna schon immer so, doch bisher hatte Tom keine Ahnung gehabt, was der Begriff bedeutete. Er hatte ihn für einen Kosenamen unter Geliebten gehalten. Bis vor einer Woche. Da hatte einer seiner kleinen Patienten ihm überschwänglich von seinem Hobby erzählt: Anime gucken. Er selbst konnte den japanischen Zeichentrickfilmen nicht viel abgewinnen, doch es hatte sehr zur Entspannung der Gesprächssituation zwischen ihm und Michael beigetragen, dass er ihm interessiert zugehört hatte. Der Kleine hatte zwar sonst enorme Aufmerksamkeitsprobleme, doch die Namen mehrerer hundert Pokemons samt ihrer Verwandlungsstufen konnte er fehlerfrei herunterbeten, ebenso wie jede einzelne Attacke jeder Figur aus Dragon Ball oder Ranma 1/2. Er kannte sich auch mit japanischen Namenssuffixen aus und hatte Tom jedes einzelne erklärt. Auch die Worte O-nii-chan waren im Verlauf dieses Gesprächs aufgetaucht.

Es war die verniedlichende Anrede für den großen Bruder.

Sara hatte inzwischen bemerkt, dass Tom mit halb erhobener Gabel und offenem Mund dasaß und ausgesprochen dämlich aussah.

"Tom, was hast du denn?" Nun schauten ihn auch alle anderen an.

Langsam hob er seinen Blick, bis er auf Saras traf. "Sara, sag... heißt o-nii-chan nicht 'großer Bruder' ?"

Setsuna und Sara sahen sich an. "Ich habe dir gesagt, du sollst mich nicht mehr so nennen. Es musste ja irgendwann jemandem auffallen", sagte Setsuna gelassen. Sara explodierte. "Ach ja? Ist das alles, was du dazu zu sagen hast?"

"Ja. "

"Aaarrrrgh...!"

Sara war aufgesprungen und hieb mit der Faust auf den Tisch. "Nein, bei allen Sphären der Hölle. So einfach kommst du nicht davon. Du hilfst mir jetzt gefälligst dabei, das Ganze zu erklären."

"Was gibt es da schon groß zu erklären? Wir sind Geschwister und wir lieben uns. Unsere Mutter war dagegen, also sind wir zu unserem Vater nach England gezogen, der uns dank tatkräftiger Unterstützung unserer Freunde schließlich als das akzeptiert hat, was wir sind, nämlich ein Liebespaar, das weder Tod noch Teufel noch Gott selbst trennen können. Vater hat es gedeichselt, dass wir nicht als Geschwister, sondern als Mann und Frau in die britischen Akten aufgenommen wurden, sodass wir Tiara adoptieren konnten, unsere wunderbare Tochter hier. Ist noch irgendwas?"

Er schaute milde interessiert in die Runde und sah nur erstarrte Gesichter und offene Münder. Auch Sara und Tiara sahen ihn ungläubig an. Plötzlich legte er den betont gelassenen Gesichtsausdruck ab, stand auf und nahm Sara in den Arm.

"Ich liebe dich. Das weißt du doch. Glaube nicht, dass ich unsere Situation nicht ernst genug nähme. Ich bin durch Hölle und Himmel gegangen, um dich zurückzuholen, als sich alle Mächte der Welt gegen uns stellten. Und ich habe es geschafft. Du weißt doch, dass du nicht an mir zu zweifeln brauchst. Ich glaube an uns. Und ich glaube an unsere Freunde. Sie sind nicht so engstirnig, dass sie eine jahrelange Freundschaft aufgeben würden, nur weil wir ein wenig unkonventioneller sind als der Durchschnitt." Er schenkte ihr ein bezauberndes Lächeln und küsste sie dann leidenschaftlich.

Tom und Myriel sahen sich an, die Gesichter immer noch in ungläubiger Verwunderung erstarrt. Tiara ließ einen kleinen erstickten Laut hören, was ihr die Aufmerksamkeit ihrer Eltern zurückgab.

"Tiara, Schatz", sagte Setsuna, "erinnerst du dich noch, wie Sara letztes Jahr nach dem Autounfall im Krankenhaus lag und eine Bluttransfusion brauchte? Du wolltest Blut spenden, aber es ging nicht, da du eine andere Blutgruppe hast. Das hast du damals nicht verstanden. Du hast stumm dagesessen und dir mit aller Kraft gewünscht, dass es Sara bald besser geht- aber direkt etwas tun konntest du nicht. Jetzt weißt du, warum. Es tut mir leid, dass du es so erfährst, Tiara, aber du bist nicht unsere leibliche Tochter. Wir haben dich adoptiert, als du vier Monate alt warst. Doch wir lieben dich wie unsere eigene Tochter. Wir lieben dich so sehr."

"Komm mal her und lass dich drücken, Kleines", fügte Sara sanft hinzu.

Tiara starrte ihre Adoptiveltern mit großen, nassen Augen an. Dann warf sie sich mit einem Schluchzen in ihre Arme.

Tom hatte das Schauspiel mit einem traurigen Lächeln beobachtet. Leise sagte er jetzt zu Myriel: "Ich wünschte, meine Verwandten hätten mich auch so geliebt. Aber seit dem Tod meiner Eltern war's bei mir mit der Liebe leider Essig."

Sara hatte ihn gehört, obwohl er so leise gesprochen hatte. "Wie alt warst du, als deine Eltern starben?"

"Sie wurden ermordet, als ich ein Jahr alt war."

Alle drei Mudos starrten ihn jetzt erschrocken an. Tiara war die Erste, die sich wieder fing. Sie lief auf ihn zu und fragte zögerlich: "Hast du denn jetzt jemanden, der dich lieb hat?"

Tom seufzte. "Ich habe Myriel. Und ich habe meine Freunde."

Sara und Setsuna warfen sich bezeichnende Blicke zu. Tom hatte das unheimliche Gefühl, dass sie ihr Möglichstes tun würden, um ihn zu verkuppeln.

Doch statt der gefürchteten Drohung äußerte Setsuna etwas ganz anderes. Er legte den Kopf in den Nacken, fasste seinen Ohrring, den er selbst beim Training nie ablegte, und brüllte: "RAZIEL!! Was ist bei euch eigentlich los, da oben?!"

Alle außer Sara starrten ihn verblüfft an. Die murmelte nur entnervt "Hitzkopf."

Mit einem ploppenden Geräusch erschien auf einmal ein Mann mitten im Zimmer. Ist der gerade appariert?, fragte sich Tom erschrocken. Hatten Sara und Setsuna etwa Kontakt zu Zauberern?

"Meine Fresse, Set-chan, jetzt krieg dich mal wieder ein", sagte der Neuankömmling herablassend.

"Kato-kun?", rief Setsuna überrascht.

"Was dagegen?"

"Du bist es tatsächlich!", rief Setsuna erfreut. Er schloss den anderen in eine überschwängliche Umarmung.

"Wie kann das sein? Du warst doch vor den Toren zurückgeblieben. Ich dachte, deine Seele hat den Kreislauf der Wiedergeburt für immer verlassen!"

"Hat Uri-uri gedeichselt. Ich habe zwar noch keinen Engels- oder Menschenkörper, aber ich stehe ganz oben auf der Warteliste, falls was frei wird", sagte er mit gut gelauntem Sarkasmus. "Das hier ist nur wieder ein Schrottprodukt, das Raziels Mechaniker - du erinnerst dich, der Typ, an den du meinen Pflanzenfaser-Körper verkauft hast? - zusammengebastelt hat. Ist der Prototyp seiner neuen Serie, nach dem Vorbild meines Armes, den er damals abgestaubt hat."

Setsuna hatte nur halb zugehört. "Ich bin so froh, dass du hier bist! Ich hatte nicht damit gerechnet, dich jemals wieder zu sehen!"

"Unkraut vergeht nicht. Müsstest du doch eigentlich wissen. Oh, hallo Sara-chan."

Die Angesprochene erwiderte den Gruß mit einem Lächeln. "Hat Raziel dich geschickt?", fragte sie nun.

"Ja, der ehrenwerte Präsident der himmlischen Demokratie - naja, zumindest soll es das mal werden, wenn's fertig ist - will wissen, warum ein gefallener Rebellenengel ihm während einer wichtigen Konferenz mit den Satanen so ins Ohr schreit, dass ihm Hören und Sehen vergeht. Ich muss dir gratulieren, Kleiner, das hast du sauber gemacht", sagte er mit einem Grinsen, an Setsuna gewandt.

"Männer", stöhnte Sara.

"Ups", machte Setsuna. "Ich wollte ihn nur mal fragen, was aus dem Schutzengelsystem geworden ist. Warum hat dieser Mensch keinen?", fragte er und deutete auf Tom, der das Geschehen mit offenem Mund und groooßen Augen verfolgt hatte. Er würde wohl seine Erwartungen an die Normalität herunterschrauben müssen, sonst würde sich diese Grimasse noch auf seinem Gesicht festsetzen. Er trug sie in letzter Zeit entschieden zu oft.

(A/N: Ich weiß, von Schutzengeln für normale Menschen ist bei Kaori Yuki nie die Rede. Aber ich fand den Gedanken einfach zu herrlich, dass irgend ein armes Schwein ständig versuchen muss, Harry am Sterben zu hindern... ; ) )

Während Tom sich bemühte, sein Gesicht wieder in Ordnung zu bringen, musterte Kato ihn scharf. Dann fragte er: "Bist du zufällig Harry Potter?"

Tom war baff. Woher kannte ihn dieser Wildfremde? War er etwa tatsächlich ein Zauberer? Auf welcher Seite stand er?

Als er nicht antwortete, sondern nur wild in die Luft starrte, fragte Kato erneut: "Also? Bist du?"

"Was wäre, wenn?", fragte Tom nun misstrauisch.

"Nun, das Alter könnte ja stimmen... Die Gerüchteküche des Himmels hat sich eine Zeit lang intensiv mit diesem Menschen beschäftigt. Ich habe gehört, dass vor etwa dreißig Jahren ein Schutzengel bei der Arbeit beinahe gestorben wäre. Sie hat den Job an den Nagel gehängt und ist auf Kur gefahren. Erst zehn Jahre später hat sich ein Nachfolger gefunden. Doch der befand nach einem Jahr, dass ihm der Job zu anstrengend sei. Sein Nachfolger wiederum sah sich der Aufgabe ebenfalls nicht gewachsen und übergab den Posten einem I-Kind. Das gab sich redliche Mühe und hielt zwei Jahre durch, bevor es zusammenklappte.

"Seitdem war die Stelle unbesetzt. Man hatte den Menschen namens Harry Potter wohl aufgegeben. Wenn er sich unbedingt andauernd in Lebensgefahr begeben muss, so lautete der allgemeine Konsens, dann soll er auch irgendwann dabei sterben, schicksalhafte Prophezeiung her oder hin. Wir waren erstaunt, als er zwei Jahre später immer noch lebte. Mittlerweile hat sich wieder jemand gefunden, der bereit war, den Posten als sein Schutzengel zu übernehmen. Von ihr sind bisher keine Beschwerden gekommen", schloss Kato. Neugierig setzte er dann hinzu: "Also, bist du Harry Potter?"

Setsuna sah mit zweifelndem Blick zwischen Tom und Kato hin und her. "Also weißt du, Kato, ich habe noch nie einen ruhigeren und weniger draufgängerischen Menschen als Tom gesehen. Irgendwie passt er nicht wirklich auf deine Beschreibung dieses Harry Potters..."

"Und genau das ist mein Problem", schaltete sich Tom in das Gespräch ein. "Es stimmt, was Sensei Aoyama heute sagte: meine Vergangenheit hat mich eingeholt. Ich war tatsächlich mal Harry Potter. Das ist jetzt fünfzehn Jahre her und ich habe mein Möglichstes getan, um mein früheres Leben zu vergessen. Doch natürlich will das Schicksal es anders. Ich wette, die Prophezeiung ist immer noch gültig. Und einer muss von der Hand des anderen sterben. Wie ich Trelawney dafür hasse, dass sie diesen Mist von sich gegeben hat!"

Er drehte sich mit wütend blitzenden Augen zu Kato um. "So, einen Schutzengel soll ich gehabt haben? Der hat seine Arbeit wahrhaftig schlecht gemacht, da er mich nicht zusammen mit meinen Eltern hat sterben lassen. Stattdessen hat er dafür gesorgt, dass ich am Leben blieb und zehn Jahre lang bei meiner Tante und meinem Onkel aufwuchs, die mich hassten.

"Ich vermute mal, der nächste Schutzengel hat sich dann gemeldet, als ich in Hogwarts war. Klar, auf der Schule, weit fort von meinen grausamen Verwandten, sollte man ja meinen, dass mein Leben ruhiger verliefe und der Schutzengeljob einfacher wäre. Aber nein, ich muss ja den übelsten Zauberer des letzten Jahrhunderts zum Feind haben, der sich alle Mühe gibt, das Versäumte nachzuholen und mich umzubringen. Und jedes Jahr scheitert er wieder und ich muss über die Ferien zu meinen Verwandten.

"Wieso haben diese Schutzengel sich eigentlich immer bemüht, mich am Leben zu halten? Mich sterben zu lassen, wäre gnädiger gewesen! Aber nein, ich sollte weiter leiden, damit ich irgendwann diese ver Prophezeiung erfüllen und zum Mörder werden könnte.

"Du sagtest, nach dem vierten Schuljahr habe sich kein Schutzengel mehr gefunden und man wollte mich sterben lassen? Weißt du, warum es nicht geklappt hat?"

Tom war auf den milde erstaunten Kato zu getreten, hatte ihn am Hemd gepackt und schüttelte ihn. "Ich kann dir sagen, warum. Weil mein Pate an meiner Stelle gestorben ist. Er hat zehn Jahre unschuldig in Azkaban gesessen, und ich sage dir, das Zauberergefängnis ist ein ebenso großer Alptraum wie die Dursleys - wo war sein Schutzengel da eigentlich? Machte der vielleicht grade Ferien auf Elba? - Und endlich kommt mein Pate frei und macht mir Hoffnungen auf eine Familie, jemanden, der mich liebt, ein Zuhause - und was passiert? Er stirbt, als er mich verteidigt, und ich bleibe wieder alleine zurück und muss erneut zu den Dursleys. Und in dem Jahr hat mein Onkel endgültig den entscheidenden Schritt getan und mich so sehr kaputt gemacht, dass Myriel es nach fünfzehn Jahren immer noch nicht ganz geschafft hat mich wieder zusammen zu setzen. Ich habe ihn dafür getötet. Und alles verloren, was ich bis dahin im Leben hatte. Freunde, Ideale, eine Zukunft - es war nicht viel, und immer überschattet durch diesen Psychopathen, der mich umbringen wollte, aber es war besser als nichts. Und plötzlich hatte ich nichts.

"Erst Myriel hat mir später wieder eine Art Leben angeboten. Ich nehme an, ihr ist es zu verdanken, wenn sich jetzt wieder Schutzengel in meine Nähe wagen. Aber weißt du was? Wenn ich wirklich wieder in die Zaubererwelt zurück muss, dann warne diesen Schutzengel lieber vor: er soll sich ganz schnell aus dem Staub machen. Denn was dann mit mir passiert, wird vermutlich sehr unschön. Wenn mich meine früheren Freunde nicht auseinander nehmen, dann tun es meine Feinde. So oder so, mein Schutzengel wollte ich dann lieber nicht sein...

"-Salmissra, was machst du denn hier?"

Die anderen fünf Leute, die Tom während seines wütenden Monologs mit wachsendem Entsetzen angestarrt und nur kurz die Blicke von ihm gelöst hatten, als die Glühbirnen in der Tischlampe und der Deckenlampe anfingen zu flackern, senkten nun allesamt verblüfft die Augen, um zu sehen, was Tom dazu bewogen haben könnte, seinen Tonfall so plötzlich von tiefster Verbitterung zu höflicher Ruhe zu ändern. Sie sahen eine kleine Schlange, die aus dem Schlafzimmer herübergekommen war und sich nun schnell an Toms Bein hinaufwand, bis sie um seine Schultern lag und ihm direkt in die Augen sehen konnte.

Sie staunten nicht schlecht, als Tom nicht nur absolut gelassen blieb, sondern auf das Zischen der Schlange auch noch mit einem sehr authentisch klingenden eigenen Zischen antwortete.

Myriel schwankte. Sie hatte immer noch mit Setsunas Erzählung und Katos plötzlichem Erscheinen zu kämpfen. Man sollte meinen, nach Toms Geschichte könne sie so schnell nichts mehr schocken. Aber... erst Zauberer und jetzt auch noch Engel? Das war alles ein wenig viel an einem Tag.

"Sag mal, Kato...", wandte sich Setsuna an seinen Freund, "kann ich ihm meinen Schutzengel leihen? Er scheint ihn nötiger zu haben."

"Bist du krank, Mann? Du weißt doch, dass Alexiels Lover deinen schon vor Jahrhunderten beiseite geräumt hat. Und, nimm's mir nicht übel, aber so, wie du dich im Himmel aufgeführt hast, bräuchte es mehr als nur ein Wunder, damit irgend jemand sich anmaßen würde, für dich den Schutzengel zu spielen."

"Oh..." machte Setsuna mit einem leicht dümmlichen Grinsen. "Mmmh... Ich schätze mal, Sara hat in dem Fall auch keinen mehr. Aber... wie kann es dann sein, dass Sara den Unfall neulich praktisch unbeschadet überstanden hat?" Während Kato zu einer Antwort ansetzte, richtete sich Toms Aufmerksamkeit auf Myriel.

"Sag mal, bin ich die Einzige, die das Gefühl hat, bisher in einer anderen Welt gelebt zu haben, oder geht dir das auch so? Hast du eine Ahnung, wovon die hier reden?", wandte die sich gerade verstört an Tiara. Die Elfjährige zuckte mit den Schultern und erwiderte den Blick der älteren Frau ratlos.

"Na, wenigstens du bist auch normal", seufzte Myriel, froh, etwas gefunden zu haben, woran sie sich festhalten konnte.

In dem Moment segelte eine Eule durch das offene Fenster herein und ließ sich vor Tiara auf dem Tisch nieder. Im Schnabel hielt sie einen Brief aus Pergament, der mit smaragdgrüner Tinte beschriftet war.

"Na sowas, Tiara", sagte Tom, "Du bist also eine Hexe?"

Myriel fiel in Ohnmacht.

Zwei Tage später saßen Tom, Myriel, Tiara, Sara, Setsuna und Salmissra erneut zusammen am Tisch. Mittlerweile hatte jeder Gelegenheit gehabt, den anderen seine Geschichte zumindest in den Grundzügen zu erklären, was im Großen und Ganzen ohne weiteren Unglauben aufgenommen wurde- Beweise hatte man ja genug gesehen. Selbstverständlich war Tiara während großer Teile von Harrys Erzählung nach draußen zum Spielen geschickt worden, was sie sehr verärgert hatte, da sie natürlich so viel wie möglich über die Zaubererwelt wissen wollte- wo sie doch bald selbst ein Teil von ihr werden sollte.

Während Sara und Setsunas Bericht ihrer Erlebnisse hingegen hatte Harry immer wieder um kleine Pausen gebeten, um für Salmissra zu übersetzen. Am Vorabend, nachdem die anderen gegangen waren, hatte er ihr auch seine eigene Geschichte erzählt, ohne irgend etwas auszulassen - dabei hatte er selbst die Mudos noch mit einigen der hässlicheren Details verschont. Doch die kleine Schlange hatte nicht locker gelassen, und so hatte er ihr schließlich sogar von seinen Selbstmordversuchen in den ersten fünf Jahren bei Myriel sowie von seinen zahlreichen Minderwertigkeitskomplexen und Selbstzweifeln erzählt.

Sie war das einzige Wesen in seinem momentan doch eher kleinen Bekanntenkreis, von dem er erwarten konnte, dass sie ein unvoreingenommenes und schonungslos ehrliches Urteil über seine Taten abgab.

Er war erstaunt gewesen, als Salmissra am Ende seiner Erzählung nicht voller Abscheu erklärte, dass sie von Harry Potter mehr erwartet hatte, und sich auf gemacht hatte, um ihn zu verlassen und wieder in den Krieg zu ziehen. Nein, statt dessen hatte sie nur leise und nachdenklich gezischt und schließlich ruhig gesagt: :Jetzt verstehe ich...:

Sie konnte sich zwar kein genaues Bild davon machen, was es war, das Toms Onkel ihm angetan hatte (sie hatte Todesser dabei beobachtet, doch immer nur von weitem). Aber sie hatte die grausamen Auswirkungen des Cruciatus-Fluch am eigenen Leib erfahren und es war ihr nicht entgangen, dass Tom beim Gedanken an den Cruciatus relativ ruhig blieb, bei der Erwähnung seines Onkels jedoch immer noch erbleichte und Probleme hatte, weiter zu sprechen.

Ja, sie konnte jetzt besser verstehen, warum Harry Potter sich so verändert hatte.

Doch sie hatte während seiner Erzählung auch eine Ahnung von dem Menschen bekommen, der er einst gewesen sein musste; damals, noch bevor sie geboren worden war. Wenn er von seinen Freunden sprach, von der DA, von den Weasleys, und von Hogwarts, dann sprach tiefe Trauer aus seinem Blick und seinen Worten- aber da war auch eine Sehnsucht, eine versteckte Hoffnung und ein Funken, der nur darauf zu warten schien, wieder aufzuglühen. Was immer er selbst auch sagen mochte, Harry Potter war noch nicht gestorben. Er schlief nur.

„Also, was wirst du nun tun, Tom?", fragte Setsuna. Direkt wie immer, dachte Tom und lächelte sein trauriges Lächeln. „Wirst du versuchen, das Mädchen zu verzaubern, ohne dass seine Eltern es merken? Oder wirst du dich wieder in diese merkwürdige Zaubererwelt stürzen?"

Tom kam nicht dazu zu antworten.

„Er wird natürlich in die Zaubererwelt zurückgehen", rief Tiara, in einem Ton, der keine Widerworte duldete. „Er muss mir nämlich alles zeigen."

Tom sah die anderen an und seufzte. „Selbst wenn ich den Bann auf Lydia aufheben möchte, muss ich doch zuerst wieder in die Zaubererwelt, um herauszufinden, wie. Tiara hat also recht, wenn keiner eine bessere Alternative sieht, werde ich mitkommen, wenn Tiara in die Winkelgasse muss, um ihre Schulsachen zu kaufen."

Tiara strahle.

Salmissra, die sich träge in einer Ecke der Tisches zusammengerollt hatte, hob, als Tom für sie übersetzte, plötzlich hellwach den Kopf.

:Warum willst du wissen, was das Mädchen gesehen hat?, fragte sie.

Tom schaute sie leicht irritiert an. :Das habe ich doch vor ein paar Tagen schon erzählt.:

:Du hast den Teil nicht übersetzt. Also dachte ich, es sei wohl nicht so wichtig.: Sie verstand einige Brocken Englisch, doch nicht genug, um der Unterhaltung mühelos folgen zu können.

Tom sah sie betroffen an. Schnell erklärte er den anderen Menschen, worüber er und Salmissra sich unterhielten, und erzählte dieser danach, was seine Aufgabe Lydia gegenüber war. Nicht nur müsste er ihr Schweigen beenden, um ihre Seele zu heilen, er musste durch sie auch dem Phönixorden bescheid geben, dass Neville ein Todesser war.

Salmissra sah ihn mit ihren scheinbar gefühllosen Reptilienaugen an und meinte dann trocken: :Du hast neulich von diesem Neville erzählt, wie du ihn früher kanntest. Er scheint mir kein typischer Todesser zu sein. Ich habe mir überlegt, vielleicht war er es gar nicht?:

Tom horchte auf, ein Funken Hoffnung begann tief in seinen Augen zu glimmen.

:Wie meinst du das?, fragte er angespannt.

:Nun, offensichtlich wäre der Junge, den du beschrieben hast, aufgrund der Geschichte seiner Familie nicht in der Lage, einen Unverzeihlichen, geschweige denn ausgerechnet diesen, zu sprechen. Möglicherweise wäre er auch gar nicht stark genug dazu. Da stellt sich doch die Frage, ob er es wirklich war, oder nur jemand, der so aussah wie er?:

:Nun, Lydia hat ihn doch identifiziert. Seine eigene Tochter würde ihn doch nicht verwechseln...?: Tom runzelte die Stirn. :Es sei denn, es wäre eine perfekte Kopie... aber natürlich! Vielsafttrank!!:

Toms Freunde sahen sich unruhig an, als der Psychotherapeut sich mit Wucht die Hand vor die Stirn schlug und anschließend vor Erleichterung einen Freudentanz aufführte. Neville war kein Todesser! Er jubelte.

Schnell informierte er alle über diese neue Erkenntnis.

"Es bleibt die Frage, wie ich Dumbledore und den Orden warne, jetzt freilich nicht vor Neville, sondern vor seinem Doppelgänger. Wenn jemand Neville imitieren konnte, dann laufen womöglich noch mehr Todesser in Gestalt von Ordensmitgliedern herum. Dafür brauchen sie aber Haare oder Hautpartikel der Zielpersonen, die bekommt man nur im täglichen Umgang unauffällig... Es muss einen Verräter im Orden geben! Wir müssen Dumbledore warnen!

"--Was ist?"

Myriel, Setsuna, Sara, Tiara und Salmissra starrten ihn an. Harry sah an sich herunter.

"Habe ich irgendwas im Gesicht oder so?", fragte er irritiert, als er keine Antwort bekam und stattdessen immer noch stumm angestarrt wurde. :Was ist denn los? Salmissra?:

"Tom, deine Wangen sind gerötet, deine Augen leuchten..."

"Du wirkst nicht wie der ruhige und deprimierte Psychotherapeut, als den wir dich kennen, sondern..."

"Tom," sprach Myriel mit einem strahlenden Lächeln, "du siehst so entschlossen und selbstbewusst aus, dass ich beinahe glauben möchte, du bist endlich über dein Trauma weg."

"Onkel Tom, du siehst jünger aus. Und irgendwie entschlossen."

:Harry Potter, Ihr seid zurück?:


A/N: Tolotos - Ja, die fic hier ist nicht neu, ich habe sie schonmal auf AFFN gepostet. Sie ist nur etwas umgemodelt worden. Scheint aber in ihrer jetzigen Form nicht allzu viele zu interessieren... Schade eigentlich. Ein paar reviews wären mal wieder nett gewesen. ;D Naja, dafür werde ich dann wohl doch was Neues schreiben müssen. Dir aber danke fürs reviewen. : )