Credits: all characters belong to Blizzard Entertainment, written by RainyYuki

Sylvanas Rache

Ich zog die Kapuze tiefer ins Gesicht und senkte den Blick. Mein ganzer Körper verschwand in der Schwärze um mich herum. Ich drückte mich fester gegen den Baumstamm.

Ungeduldig strich ich mit meinen Fingern über den Griff des Bogens in meinen Händen. Alles war vorbereitet. Sie würden bald kommen.

Ich legte meinen Bogen zur Seite und besah mir den Pfeil. Seine Spitze glitzerte blau in dem schwachen Mondlicht. Eine giftgetränkter Pfeil. Der Plan war so perfekt, wie ich es mir nicht hatte träumen lassen.

Meine Banshees werden ihn direkt mir bringen. Er war so dumm und würde mir direkt in die Falle gehen. Ich fing an zu lachen. Endlich werde ich meine Rache bekommen.

Jetzt wo ich wieder einen eigenen Körper besaß und mein Wille frei war von Kel'Thuzad, würde ich ihn töten. Er sollte leiden. Ich würden ihm noch schlimmere Qualen bescheren, als die, die er mir zugefügte, als er mich dem seelenlosen Untot überlies. Er würde schreien bis er keine Kraft mehr dazu hatte. Heute Nacht würde Arthas blutig sterben. Das war mein Plan.

Ich hörte wie sie kamen. Meine Banshees begleiteten Arthas. Ich hatte ihn genau da, wo ich ihn haben wollte. Er war schwach. Nur eine Hand voll Monstrositäten und Ghule hatte er zu seinem Schutz bei sich. Ich beobachtete, wie sie die Lichtung erreichten. Arthas zügelte sein Pferd und sah sich um.

Ich lachte leise und bleib im Schatten. Er begriff nicht was gesah, als meine Banshees angriffen und seine Wachen neiderstreckten.

Nun war es an mir. In Sekunden schnelle trat ich aus dem Schatten, spannte meinen Bogen und schoss. Der Pfeil traf Arthas in den Hals und er zuckte zusammen. Hasserfüllt sah er zu mir auf und ich grinste nur breit zurück.

„Sylvanas!", rief er und führte seine Hand zu der Stelle an der ich ihn getroffen hatte. Ich genoss seinen schmerzerfüllten Blick.

Langsam senkte ich meinen Bogen und trat einige Schritte nach vorn. Er konnte sich nicht rühren. Wie ärmlich. Hilflos wie ein Kanninchen, dass vom Fuchs in die Enge getrieben wurde.

„Du läufst mir direkt in die Falle, Arthas. Es ist Zeit unsere Rechnung zu begleichen." Ein Grinsen zog über mein Gesicht.

„Verräterin!", keuchte er. „Was hast du mit mir angestellt?"

„Es ist ein spezielles Gift", antwortete ich ihm. „Extra für dich, mein Lieber. Die Lähmung, die du nun durchleidest ist nur ein Bruchteil der Qualen die du mir beschert hast."

Ich hörte ihn stöhnen. Sein regungsloser Körper fiel bei dem Versuch sich zu bewegen wie ein nasser Sack von dem Streitsross und landete hart auf dem Waldboden. Er röchelte:

„Dann beende es."

Ich stieg über Arthas und sah verachtend auf ihn herab. „Ein schneller Tod?", lachte ich trocken. „So wie du mich getötet hast? Nein, Arthas. Du wirst leiden, so wie ich es getan habe." Ich trat mit meinen Stiefeln nach ihm. „Dank meines Pfeils kannst du nicht einmal mehr davon rennen." Ein weiteres Mal trat ich ihm in den Magen und ich hörte wie er unter Schmerzen stöhnte. „Grüß die Hölle von mir, Hurensohn." Ich spannte meinen Bogen direkt über ihm und er sah mir in die Augen.

Ich weiß nicht ob es Angst war, die ich sah, oder ob er schon wusste, was im nächsten Moment passieren würde. Denn bevor ich die Sehne losließ, hörte ich plötzlich wie sich jemand näherte. Ich blickte auf, was ein Fehler war, denn mit einem Mal stand mir Kel'Thuzad gegenüber.

„Hinfort, ihr Seelenlosen!", brüllte er. „Heute sollt ihr nicht fallen, mein König."

Ich wandte meinen Bogen sofort von Arthas ab und feuerte auf Kel'Thuzad. Doch dieser hatte bereits damit gerechnet. Der Pfeil gefrohr in Luft und fiel zu Boden. Ich zog den Nächsten aus meinem Köcher und zielte auf sein Gefolge, dass sich auf meine Banshees stürtzten.

Sie waren zu stark und töteten meine Schwestern mit nur einem einzigen Schlag. Die Lage war aussichtslos. Ich stieg über Arthas hinweg und begann zu rennen. Doch ich würde nicht so leicht aufgeben. Ein letztes Mal wandte ich mich noch um.

„Es ist noch nicht vorbei Arthas!", rief ich und warf ihm einen hasserfüllten Blick zu. „Ich werde niemals aufhören dich zu jagen. Du und deine Brut, ihr werdet sterben." Ich spuckte auf den Boden und sah nach einmal zu Kel'Thuzad ,bevor ich im Schatten verschwand. Ich würde wiederkommen, und das nächste Mal würde ich gewinnen.