Disclaimer: Wie immer nicht meine, ich spiele nur gerne mit ihnen

Warnungen: AU, kein Beta

Ich danke euch für eure lieben Kommentare, ich hätte nicht gedacht, das die Story so guten anklang findet. Die Idee an sich ist nicht neu, sie wird vor allem im englischen FanFic Bereich schon lange genutzt, nur mit den vielen Welten habe ich noch keine gefunden, für die es interessiert:

"The Mirror of Maybe" von Midnight Blue

"Harry Potter and the Mirror of Paradox" von Yih, sind sehr zu empfehlen und lesen sich vom englischen her auch sehr gut.

Btw:

Ron und Hermione werden auch noch auftauchen. Sweetie (ja, sie hat auch einen Namen, irgendwo habe ich ihn aufgeschrieben --;) ist Harrys Tochter und mehr wird noch kommen.

Taurus


04. – Und in der Stille des Augenblicks, fand ich wieder die Luft zum Atmen

Hastige Schritte erklangen auf dem harten Boden, gefolgt wurde jeder Tritt mit einem leisen plitschenen Geräusch, als der Fremde der Gewölbefeuchte nicht ausweichen konnte.

Etwas drehte sich im Schloss einer Gefängnistür, Licht flutet eine kleine dunkle Kammer, stach in Dunkelheit gewöhnte Augen

Die Schritte stoppten nicht, schon bald fühlten kühle Finger ein zerschundenes Gesicht, der Gefangene war zu müde um auch nur an ein Wegzucken denken zu können. Die Finger zogen sich wieder zurück, einen Moment geschah nichts, dann wurde ein kleiner Körper in Fetzen gewickelt hochgehoben und fast schon zärtlich an eine feste Brust gepresst.

Hast du etwas gefunden?" Schallte eine tiefe Stimme aus dem hellen Korridor.

Ja, ein Kind, Halbtod." Diese Stimme kannte der kleine Körper. Eine Hand hob sich aus der der vor Dreck starren Decke, legte sich an die Wange des anderen. Der Retter zog überrascht den Atem ein, sein Blick wurde auf das Bündel in seinen Armen gelenkt. Tiefschwarze Augen trafen halboffene Grüne, die Stimme des Kindes nur ein sanftes Flüstern.

Danke, Severus."

Harry starrte nachdenklich auf die Gründe von Hogwarts. Das Wetter war schön, Wolken von der Sonne beschien warfen dunkle, wechselnde Schatten auf den grünen Grund. Schatten, aus denen man nichts zu befürchten hatte. Schatten, die keine Dunkelheit hinter sich verbargen, die einfach bedeutungslos waren und im Moment des Augenblicks existierten.

Harry fühlte wie sie seine oft zerbrochene Seele, endlich zur Ruhe kam, spürte wie seine Magie sich wieder mit dieser Welt verband, die Stellen wieder schloss, die einst auseinander gerissen worden waren. Und in dem Moment realisierte er, das er immer Hoffung haben würde, Hoffnung an dem Ort zu bleiben, an welchen ihn das Schicksal schickte. Es war alles andere als sicher, das das Fenster von Zeit und Suche, zur Ruhe gekommen war, jeden Augenblick könnte er wieder fortgezogen werden, selbst wenn dies die Ursprungswelt war.

Harry war sich sicher, von dieser Welt ging alles aus, die Zeit lief einfach zu langsam als das es anders sein könnte. Mit einem Seufzen wandte er sich von dem Szenario draußen ab und blickte auf seinen Schreibtisch auf dem sich die Bücher, Zeitschriften, Texte und Manuskripte stapelten. Er war wieder zu Hause, doch was sollte er tun? Klar, Voldemort endlich vernichten, aber was war dann? Gott, wie er seine Leben vermisste, vor allem zwei. Jene zwei, die ihn jeweils mit Kindern gesegnet hatten. Noch nie hatte er sich so glücklich gefühlt, wie viel sehr hat es geschmerzt zu wissen, bald wieder gehen zu müssen.

Das war das einzige humane an diesem verfluchten Fenster, je länger man in einer Welt blieb um so eher warnte es einen, wann man die Welt wieder verlassen müsste. Gerade genug Zeit um alle in Ordnung zu bringen und seinen Tod vor zu täuschen. Oh Gott, wie viel Schmerz hatte es ihm bereitet die Trauer auf den Gesichtern seiner Geliebten Personen zu sehen. Seinen Freunden, seinen Lehrern, seinen Kindern, seinen Ehemännern. Jedes Mal brach sein eigenes Herz und Teile seiner Seele. Vielleicht fand er hier die Zeit entgültig zu heilen, vielleicht.

Eines würde er nie verlieren, egal was geschehen würde: Hoffnung. Sie alleine veranlasste ihn zum atmen, zum aufstehen, zum gehen. Sie war alles was ihm geblieben war. Alles andere hatte er auch bekommen, aber auch genauso wieder verloren, nur Hoffnung hat ihn stets begleitet auf all seinen Wegen, ihn nie verlassen. Und so würde er auch hier, den Kopf hoch halten, den Rücken gerade und in seinen Augen die Hoffnung.

Severus Snape betrachtete das Rätsel Potter aus sicherer Entfernung. Er war sich sicher, dass der Potter Junge ihn schon lange bemerkt hatte, ihn jedoch ignorierte. Arroganz war schon immer ein Potter-Charakterzug gewesen.

Er konnte sehen, wie die Gedanken durch den Kopf des anderen rasten. Sah es im leichten zittern der Hand, die über die Platte des Holztisches strich, sah es im leichten Flattern der Augenlider, als der Junge wieder den Kopf wand um nach draußen zu schauen, hörte es im leichten Zittern der einziehenden Luft. Plötzlich schien der andere zu einem Entschluss gekommen zu sein. Der Jüngere ballte die Hand auf dem Tisch zu einer Faust, reckte sich ein Stück und hob das Kinn. Definitiv Arroganz, versicherte sich Snape.

„Professor!" Snape trat als einzige Ermunterung aus dem Halbschatten.

„Sagen Sie dem Schulleiter bescheid, das ich mit Ihnen beiden reden will." Snapes Züge verdunkelten sich, dann tat Potter etwas überraschendes, er lächelte und fügte ein leises „Bitte." hinzu.

Und nur aus dem Grund fanden sich beide Parteien zwei Stunden später in Dumbledores Büro ein.

„Was gibt es mein Junge?" Alle drei saßen sie gemütlich in der Sofaecke und rührten gelassen in der obligatorischen Tasse Tee.

„Ich werden Ihnen erlauben, meine Gedanken zu infiltrieren." Dumbledore hob leicht eine Augenbraue, während sich Snape leicht verschluckte.

„Du weißt, was du damit verlangst?"

„Ja, Ihr vertrauen, das einmal existiert hat." Dumbledore nickte nur leicht als Antwort und strich sich nachdenklich durch den Bart.

„Okay, ich denke es wird die einfachste Lösung sein. Doch ich möchte, das mich Severus begleitet." Harry nickte zögerlich.

„Dafür möchte ich ein paar Bedingungen stellen."

„Angst, Potter?" kam es säuerlich von Snape.

„Nein." Erwiderte der Angesprochene ruhig. „Doch einige Erinnerungen sollten dort bleiben wo sie sind, tief in meinem Kopf verborgen und andere Erinnerungen bin ich noch nicht bereit erneut zu sehen, oder besser, Sie, Professor." Dieser antwortete mit einem misstrauischen Blick.

„Wir werden deine Bedingungen respektieren." Warf Dumbledore ein und warf gleichzeitig seinem Tränkemeister einen harten Blick zu.

„Wann, mein Junge?"

„Sofort." Der Schulleiter nickte und beide Zauberer zogen ihre Zauberstäbe. Harry musste sich sehr zusammenreißen, nicht auf die auf ihn gerichteten Stäbe zu reagieren.

Legilimens."

Legilimens."

Die Stimmen waren ruhig. Harry ließ es geschehen.

Dunkelheit empfing die beiden Invasoren. Snape wollte schon etwas darauf erwidern, als um sie herum plötzlich Fackeln aufgingen, in einer geraden Reihe von ihnen weg. Kurz darauf begannen sich graue Vierecke zu einem Korridor zu arrangieren. Türen erschienen, verschoben sich immer wieder, bis alles wieder ruhig wurde. Eine flimmernde Gestalt begann sich vor ihnen zu materialisieren, wurde immer deutlicher, bis das eindeutige Bild eines zehn Jahre älteren Potters zeigten. Dieser lächelte sie an und verneigte sich.

„Wenn ich mich vorstellen darf, ich bin ihr Führer. Ich stehe zum beantworten von Fragen, die ich beantworten darf zur Verfügung. Ihnen ist es erlaubt jede Tür zu öffnen, die frei von einer Markierung ist. Ihnen Professor Snape, ist es untersagt Türen zu öffnen, die ein schwarzes Kreuz tragen, ihnen Professor Dumbledore ist untersagt Türen zu öffnen, die ein rotes Kreuz tragen. Beiden ihnen ist es untersagt Türen zu öffnen, die ein blaues Kreuz tragen. Unter keinen Umständen dürfen sie auch nur die schwarze Tür am Ende des Ganges berühren, geschweige sich ihr näher als ein paar Schritte nähern. Sollten sie mich erneut wünschen, um Fragen zu stellen, die ich hoffentlich beantworten kann, schnippen sie einmal mit den Fingern. Wenn sie diese Welt wieder verlassen wollen, gehen sie einfach in die Dunkelheit zurück, die noch immer hinten ihnen liegt." Damit war die Projektion verschwunden. Snape grollte und Dumbledore lachte leise.

„Also Severus, wo zu erst hin?" Snape zuckte mit den Schultern, der Gang erschien endlos, die Türen waren nicht nummeriert, zeigten nur ab und zu ein Kreuz auf. Entschlossen straffte er seine Schultern und wählte eine Tür links, die kein Kreuz trug. Kaum hatte er den Türgriff berührte öffnete sie sich und Snape schritt hindurch.


Was, Potter, hast du dieses Mal falsch gemacht?"

Harry Potter starrte einen Moment nachdenklich in seinen Kessel, der mit einer stinkenden roten Flüssigkeit gefühlt war.

Einhornblut erst nach den Käfern?"

Richtig." Tropfte es ätzend von Lippen des Professors. „Nachsitzen heute um Sieben."


HARRY!" Eine freudige Hermione warf sich dem strahlenden Jungen in die Arme. „Wir haben es geschafft, wir haben unseren Abschluss gemacht." Ein ebenso lachender Ron beteiligte sich an der Umarmung.


Es tut mir leid Harry, du bist mein bester Freund, aber das ist etwas was nur ich alleine tun kann." Draco Malfoy drückte den anderen noch einmal fest an sich, zog die schwarze Kapuze über seinen leuchtenden Haarschopf und verschwand in der Nacht.


Was heißt du willst ihn heiraten?" Ron war bleich, wie die Wand hinter ihm.

Ich liebe ihn, Ron. Versteh das doch." Doch Ron schüttelte nur den Kopf und ging.

Harry ließ schluchzend den Kopf in seine Hände fallen.


Was ist Poppy?" Dunkelheit.

Es tut mir leid Severus, du hast ihn zu spät gefunden." Die Kühle Hand wieder an seinem Gesicht.

Nun werde ich nie erfahren, woher du meinen Namen kennst. Schlaf, träum von einer besseren Welt."

Noch mehr Dunkelheit.


Ich hasse dich. Hörst du mich! ICH HASSE DICH!" Tränen aus Wut und Zorn rannen dem jungen Zauberer die Wangen hinab, hinter ihm ein Schatten, der versuchte ihn einzuholen. Doch Harry war schneller.


Sie dürfen jetzt ihre Blätter umdrehen. Sie haben zwei Stunden Zeit. Wer betrügt stirbt. Viel Erfolg." Dann war nur noch das kratzende Geräusch von duzenden Federn zu hören.


Lebt Wohl."