Disclaimer: Immer noch nicht meine und ich verdiene immer noch kein Geld damit.

Es tut mir leid das es so lange gedauert und ich drücke alle die einen Kommentar hinterlassen aufs herzlichste. Jungs, für euch schreibe ich das. ;)

Beta dank: Trixi, you're the best.


07. – Sag ‚Ich liebe dich' und ich werde dich dafür hassen

Weißt du Snape, ich hasse dich mit meiner gesamten Seele, ich wurde in dieser Welt nur geboren um dich zu hassen, abgrundtief. Tief und tief, tiefer, immer tiefer." Harry lachte halb manisch als er Severus Snape brutal küsste. Dieser kannte das Spiel und antwortete darauf wie er es immer tat.

Lippen wurden aufgeschabt, alte Wunden neu aufgerissen. Kleider weggefetzt, Gewalt antwortete auf Gewalt. Hass und Unvermögen und Starrsinn. Die Gier nach Blut und Rache. In zwei Lebewesen in einem gefährlichen Tanz. Wut brachte sie dort zum Höhepunkt, wo eigentlich Leidenschaft und Liebe hätte sein müssen. Doch die Zeit waren anders, die Opfer andere…

Als Harry sich wieder ankleidete, die Spuren mit einem Wink wegwischte, war seine Stimme kalt wie immer. „Beeil dich Snape, unser Lord will uns sehen, und es wäre nicht gut für mich als Kommandant ohne meine rechte Hand zu erscheinen. Und wenn er zornig ist, bin auch ich zornig, und zornig ist mein Hass noch größer." Als Antwort hörte er nur ein Grollen und das Rascheln von Kleidern. Er blickte nicht zurück als er in die Dunkelheit vorging, er blickte niemals zurück.


„Sie können ihre Zauberstäbe wieder sinken lassen." Harry seufzte leise. Er hätte das Ganze auch wirklich anders angehen zu können.

„Erklär dich Potter." Severus Snapes Stimme war nur ein dumpfes Grollen, ein gut trainiertes Tier bereit zu Sprung auf Wink seines Herrn. Auf einmal war es Harry leid, einfach nur leid. Er war so unendlich müde. So müde.

„Was gibt es schon groß zu erklären, Professor. Manchmal muss man Entscheidungen treffen, die einem nicht schmecken, wie sie sehr gut wissen, und Dinge tun, die man unter normalen Umständen niemals tun würde. Sicher gibt es eine Welt, wo auch sie vor die Entscheidung gestellt werden Albus Dumbledore zu töten-"

„Niemals." Fuhr Snape dazwischen. Harry seufzte nur, seine Stimme kaum mehr als ein Flüstern.

„Wenn ich eines gelernt habe, dann ist es niemals ein niemals gibt. Ich habe meine engsten Freunde hassen und meine verhasstesten Feinde lieben gelernt. Ich habe Tod und Zerstörung gesät und gesehen, und Liebe und Hoffung gebracht und gesehen. Ich habe von nahezu jedem bekannten Menschen in unserer Welt seine dunkelste und seine hellste Seite gesehen. Jeder von uns würde eine ihm nahestehende Person töten, wenn es die Umstände erfordern. Auch sie Snape, auch sie… vielleicht haben sie es sogar schon." Er sah die Ohrfeige niemals kommen. Sie fegte ihm von Stuhl auf den Boden, Snape stand über ihm seine Wangen gerötet, sein Blick wild. Harry hielt sich die Wange und lachte leise.

„Ich gebe zu der ging unter die Gürtellinie und ich entschuldige mich dafür." Das einzige Zeichen das zeigte das Severus gehörte war, das er sich wieder in seine Ecke zurückzog. Harry rieb sich noch einen Moment die Wange und kam dann wieder auf die Beine, mit einem leisen ächzenden Laut ließ er sich zurück in den Sessel fallen.

„Das musst du mir näher erklären, mein Junge." Harry schnaubte nur. Ein Grollen aus der Ecke antwortete ihm. Der junge Mann machte als Antwort nur eine huschende Handbewegung, bevor er sich zu seinem alten Mentor wandte.

„Was gibt es das groß erklären, ich hatte einen Auftrag und diesen habe ich auch erledigt. Bevor sie weiterfragen, ich tat es aus freiem Willen und zu dem Zeitpunkt mit dem größten Vergnügen." Harry konnte sehen wie das Funkeln in den blauen Augen Dumbledores sich leicht dämmte. „Nun schauen sie mich nicht so an, Schulleiter." Er seufzte einmal. „Gut, ich werde mich klar ausdrücken. Ich war Teil der Dunklen Seiten, meine Seele gehörte komplett Ihm, ich war seine rechte Hand, sein Kommandeur, sein Vertrauter, und vielleicht sah er mich auch als so etwas wie seinen Sohn. Ich habe Ihn nie danach gefragt. Nach Ihm war ich die meistgefürchtetste Person in Europa und Teilen Asiens." Er lächelte bei der Erinnerung fast sanft. Soviel Macht wie damals hatte er nie wieder gehabt. Auch wenn der Preis hoch gewesen war, so könnte er sich durch aus vorstellen diesen Weg noch einmal zu gehen. Doch hier waren die Umstände und die Konditionen einfach anders, denn hier gab es nichts mehr was ihn aus der Dunkelheit zurückziehen könnte.

Die anderen beiden im Raum schwiegen, es war auch kein leichter Fakt zu verarbeiten. Der Goldene-Junge Heeresführer des Dunklen Lords.

„Potter, ich-ich kann es kaum glauben. Du dummes Kind, wie..."

Harry, nein, hör mir zu. Bleib stehen. Ich danke dir das du es mir erzählt hast, aus freien Stücken..."

„... ich meine nach dem du Ihn selbst erlebt hast, den Wahnsinn, das Morden, der Hass..."

...kann ich dich vielleicht sogar verstehen, okay nicht richtig, dennoch, irgendwie. Die Umstände waren einfach nicht die gleichen..."

„Auch wenn die Umstände andere waren, nach alle dem, sich wie ein bockiges Kind einfach, den eigenen Gelüsten, wegen Ruhm hinzugeben, zweifelhaften Ruhm..."

...denn in jedem von uns schläft ein Monster, das einfach nur auf die perfekte Gelegenheit wartet, um dann zu zu schlagen. Ich habe nicht wirklich das Recht dich zu richten, nicht..."

„Nach alle dem was für dich hier getan worden ist, hattest du nichts besseres zu tun, als ihm einfach in die Arme zu laufen. Sag mir, war dein Ruhm dir dort nicht genug..."

Ich kann nicht sagen was du auf deiner Reise alles gesehen und erlebt hast. Das kann ich niemals sagen, aber..."

„Du bist Verabscheuungswürdig, dumm und hast auch in deinen angeblichen fünfzig Jahren und was weiß ich wie vielen Leben einfach nichts dazu gelernt. Das gleiche arrogante Kind."

... aber, Harry, ich vertraue dir und respektiere dich, das du hast gezeigt wozu du fähig bist und das du lieber sterben würdest als jemanden zu verletzten. Und dafür liebe ich dich, mein Herz."

Harry war ans Fenster getreten und schaute über die weiten Gründe. Sein Herz schlug schmerzvoll in der Brust. Die Worte taten einfach zu weh, anders als damals... es gab soviele 'Damals'. So unendlich viele. Und er war noch immer müde. So müde. Er hob seine rechte Hand und legte sie an die kühle Scheibe. Einen Augenblick lang glaubte er durchs Fenster in eine andere Welt sehen zu können, nur verschwommen und wage; sah er sich selbst? Er schloss die Augen und zog leicht die Luft ein, versuchte sich zu beruhigen, er hatte schon genug Tränen vergossen. Als er sie wieder öffnete, war die Szene verschwunden und der Wald starrte ihm in der Ferne wieder entgegen. Enttäuscht wandte sich Harry ab, sein Blick traff den Schulleiter, er drehte sich weiter und sah wie Snape, Severus, noch immer sprach. Er schüttelte sanft den Kopf und lächelte traurig, er drehte sich komplett um und ging, ging einfach, er hätte nicht gedacht, das dies es so einfach gewesen wäre. Das er so einfach hätte gehen können.

Die Tür schloss sich hinter ihm mit einem sanften Klick. Seine Schritten entfernten sich leise, ruhig. Harry wusste was er zu tun hatte. Hatte es schon bei seiner Ankunft gewusste. Voldemort vernichten und dann wieder gehen. Und wie, als hätte das Fenster daraus gewartet, erscholl in seinem Kopf der leise Plington, den er zu hassen gelernt hatte. Bald auch würde er wissen wie lange er noch in dieser Welt weilen würde.

Severus Snape schaute erstaunt auf die geschlossene Tür, durch die der Potter Junge verschwunden war. Er war einfach gegangen, einfach so. Das hatte noch niemand getan, während er, Severus Snape, Tränkemeister und Professor an der weithin bekannten Schule für Hexenkraft und Zauberei, gesprochen hatte. Er öffnete und schloss ein paar mal dem Mund, nicht wissend was er sagen sollte. Sein Blick huschte zum Schulleiter, ihn um einer Erklärung bittend. Doch Albus Dumbledore, schüttelte nur traurig den Kopf und legte das beide Hände flach auf den Tisch. Er seufzte einmal, sein Blick auf den Tisch gerichtet, als würde er in dem unregelmäßigen Holzmuster nach der Lösung aller Probleme suchen, vielleicht tat er es auch und das war am Ende sein Geheimnis? Severus glaubte es nicht.

Als der Schulleiter wieder seinen Blick hob, war das ewig präsente Funkeln verschwunden, an seiner statt, ein zu tiefster trauriger und auch enttäuschter Blick getreten.

„Ich verstehe dich nicht Severus. Was ist nur in dich gefahren. Ich habe bisher nichts gesagt weil ich gehofft hatte, du würdest von alleine zur Einsicht kommen, doch ich muss sagen das ich mich arg in dir getäuscht habe. Warum hasst du den Jungen so sehr? So sehr, das du nicht einmal bereit bist seine Unterstüzung in einem gemeinsamen Ziel anzunehmen. Du hast nicht die geringste Basis, auf der du deine Position, deine Haltung verteidigen kannst. Harry Potter, hat dir seit seiner Ankunft getan. Ja, seine Geschichte ist unglaublich, aber auch nicht ungehört. Magie neigt dazu die unglaublichsten Sachen zu machen, warum nicht auch Fenster in andere Dimension öffnen, nicht nur eine, oder zwei, sondern unzählige. Harry hat die verschiedensten Welten gesehen, die verschiedensten Leben gelebt, und ist dennoch bereit uns zu helfen, obwohl er das nicht tun müsste."

„Aber-" wollte Severus einwerfen, doch Albus ließ ihn nicht.

„Nichts aber, er hat uns gegenüber, nach allen seinen Erlebnissen, nach dreimaliger Vernichtung von Voldemort, keine wirkliche Verpflichtung mehr. Er hat die Prophezeiung bereits erfüllt, sogar mehr als das. Er hat seine Leben gelebt. Er könnte sich auch umdrehen, aktivieren was immer er auch in Gang setzen muss um zu reisen und einfach verschwinden, in einer Welt zurückkehren aus der er gekommen ist oder eine andere suchen, eine Welt, die ihn besser empfängt, ihn besser hält und in der er auch glücklich werden kann."

„Ihn hält? Glücklich?" Albus schüttelte wieder enttäuscht den Kopf, auch wenn sich Severus nicht denken konnte wieso.

„Ich sehe du hast es noch nicht bemerkt." Er seufzte leise. „ Nun gut, es ist nicht an mir dieses Geheimnis zu enthüllen, darauf, mein lieber Severus, musst du schon selbst kommen. Und vielleicht... ja vielleicht, wendet sich dann doch noch alles für alle zum guten." Nachdenklich schaute der Schulleiter an dem Professor vorbei und starrte die gegenüberliegende Wand an. Stille breitete sich im Raum aus. Severus nahm das als Zeichen und ging, er brauchte Ruhe, er musste nachdenken. Was hatte Dumbledore ihm sagen wollen?


Mit einem Ruck wurde er auf den Boden geschleudert, ein Keuchen entkam ihm . Verwirrt öffnete Harry die Augen. War geschehen? Wo war wer? Von dem was er erkennen konnte musste es noch immer Hogwarts sein. Die Gemälde an den Wänden um ihm herum begannen aufgeregt zu flüstern. Schritte erklangen in der Ferne. Hastig versuchte Harry sich aufzusetzen und suchte panisch nach seinem Zauberstab. Zu seiner Erleichterung lag er nicht weit von ihm entfernt. Er schnappte danach, rückte seine Brille zu recht und versuchte, sich an der Wand entlang tastend aufzustehen. Als er schon fast stand gaben seine Knie plötzlich unter ihm nach und er kracht erneut auf den Boden. Schwarze Stiefel traten in sein Blickfeld, zwei Hände und zwei unbedeckte Unterarme folgten. Harry hob seinen Kopf und blickte in amüsiert funkelnde nahe zu schwarze Augen.

Mit wem habe ich die Ehre?"