Ein großes Danke für all die lieben Reviews. Dieses Kapitel ist ein recht kurzes, aber das nächste wird länger.
Kapitel 2
Nachdem Hermine Harry und Ron alles erzählt hatte und die Jungs sie gefragt hatten, ob sie noch ganz bei Verstand war, ging sie zu Bett.
Sie zog sich um und legte sich hin. Jedoch fand sie keinen Schlaf. Ihre Gedanken schweiften immer wieder ab.
"Zum Glück ist morgen Samstag" dachte Hermine sich, als sie auf die Uhr sah und feststellen musste, dass es schon zwei Uhr morgens war.
"Die Anderen haben es gut. Die müssen sich keine Gedanken um dunkle Tränkemeister machen. Genau genommen, muss ich mir ja auch keine Gedanken um dunkle Tränkemeister machen. Und ganz besonders nicht um Tränkemeister, in Kerkern, mit Katzen."
Hermine musste frustriert aufseufzen, weil ihre Gedanken einfach nicht von Snape loskamen.
Als sie um halb drei immer noch nicht eingeschlafen war, beschloss sie in den Gemeinschaftsraum zu gehen. Sie stand leise auf und schlich sich aus dem Schlafsaal.
Unten entzündete sie das erloschene Feuer im Kamin und machte es sich dann in einem Sessel davor gemütlich.
Als sie an die Katzenbabys dachte, musste sie unweigerlich schmunzeln. Das Snape sie dazu verdonnern wollte sich um Katzenbabys zu kümmern, war mit Abstand das Letzte, was sie erwartet hatte. Im Allgemeinen war Snape so ziemlich der Letzte, den Hermine mit Katzen, insbesondere mit Katzenbabys, in Verbindung gebracht hätte.
Die Katzen sind aber auch süß. Und Snape? Was soll ich bloß mit ihm anfangen? Also erstmal werde ich rein gar nichts mit ihm "anfangen". Nun ja, er war heute schon irgendwie anders. Netter. Aber war er wirklich netter oder wollte er mich nur in Sicherheit wiegen. Vielleicht ist er nicht nur der fiese Bastard, den alle in ihm sehen. Vielleicht hat er auch eine nette Seite. Wie abwegig kann das schon sein?
Bei diesem Gedanken schalt Hermine sich eine Idiotin. Sie schob diese Gedanken auf ihren Schlafmangel, aber sie konnte sich partout nicht von diesen Gedanken loseisen.
Sein Verhalten war aber auch merkwürdig. Kaum stand ich in seinem Wohnzimmer, war er nicht mehr so unfreundlich. Ich hatte schon die Befürchtung, dass er mich vergewaltigen will. Mit Katzen hätte ich bei Weitem nicht gerechnet. Aber wie beim langen Barte des Merlin hat Krummbein es geschafft diese Katzen zu zeugen? Ist ja eigentlich auch egal. Was geschehen ist, ist geschehen. Aber was nicht geschehen ist, ist auch interessant. Snape, der einen nicht sofort zurechtweist, wenn man ihm widerspricht. Definitiv interessant.
Als sie das Gespräch mit Snape Revue passieren ließ, stieß sie auf ein paar Ungereimtheiten, welche bei anderen Leuten völlig normal waren, aber bei einem Professor Severus Snape komplett aus dem Rahmen fielen.
Er denkt ich wäre intelligent? Oh, bei Merlin, wieso kann er das nicht einfach mal so sagen? Er könnte mich wenigstens mal loben. Oder einfach mal beachten. Aber nein. Nichts tut er. Aber er muss mich doch beachten, weil er...nun ja...irgendwie...er ist auf meinen Kompromiss eingegangen und er wusste, dass ich einen Kater habe. Das erklärt aber immer noch nicht, warum er nett zu mir war. Er hat mich nach oben "begleitet". Ohne Hohn, Spott oder einem bissigen Kommentar. Er hat mir eine "Gute Nacht" gewünscht. Toll, dass ist bis jetzt ja eine tolle Nacht. Es ist gleich fünf Uhr morgens und ich bin immer noch wach. Und warum? Wegen einem, der es vorzieht allein zu sein und alle von sich stößt. Um genau zu sein, wegen eines zynischen und sarkastischen Bastards. Aber irgendwie ist er süß.
Hermine konnte diesen Gedanken zu ihrer Erleichterung nicht fortführen, da Ginny in den Gemeinschaftsraum trat und zu ihr herüber kam.
"Schwere Gedanken, Hermine?"
"Die Schwersten."
"Hmm...Kann ich helfen?"
"Nur wenn du Professor Snape dazu bringen kannst nicht mehr so abweisend und undurchschaubar zu sein."
"Was?"
"Ähh...nichts." Als Hermine realisierte, was sie soeben von sich gegeben hatte, wurde sie knallrot im Gesicht.
"Hermine...?"
"Ja, Ginny?"
"Kannst du mir mal erklären, wo du gestern Abend warst?"
"Bei Professor Snape."
"Und?"
"Wir haben geredet."
"Und?"
"Jetzt muss ich heute Nachmittag wieder zu ihm."
"Verdammt Hermine. Muss ich dir alles aus der Nase ziehen oder erzählst du es mir freiwillig?" Dieses unterstrich Ginny mit einem bitterbösen, drohenden Blick.
"Ist ja gut, ist ja gut. Also von Anfang an. Gestern nach Verwandlung wollte Professor McGonagall mich sprechen."
"Ah-ha."
Hermine erzählte Ginny die Geschehnisse vom Vortag und war froh, dass ihr jemand zuhörte ohne Snape bei jeder Erwähnung gleich schlecht zu machen.
Die Beiden beschlossen frühstücken zu gehen, als die ersten Gryffindors den Gemeinschaftsraum unsicher machten.
Als sie in der Großen Halle angekommen waren, mussten sie feststellen, dass sie nicht allein waren.
Professor Snape saß bereits völlig allein am Lehrertisch und frühstückte. Als er die Mädchen bemerkte, sah er Hermine eindringlich an. Hermine wusste, was er meinte und nickte nur. Sie hatte nicht vergessen, was sie abgemacht hatten.
Hermine und Ginny setzten sich an den Gryffindor-Tisch und frühstückten ebenfalls. Dabei lenkte Ginny das Thema weit weg von Snape und Hermine war ihr sehr dankbar dafür.
