NCIS Hauptquartier
Gedankenverloren saß Tony vor seinem PC und kaute auf einem Bleistift. Er fragte sich, ob Kelly schon von dem Tod ihrer besten Freundin wusste und wie es ihr ging. Am liebsten hätte er seine Sachen genommen und wäre zu ihr ins Hotel gefahren, doch es ging nicht, sie hatten schließlich einen Fall zu lösen. Seufzend schaute er auf die Wanduhr. Noch eine Stunde bis zur Mittagspause. Dann würde er versuchen mit Kelly zu sprechen. Sein Blick wanderte über seine Kollegen, die immer noch fieberhaft nach Informationen suchten, doch bislang sah es nicht sehr gut aus. Der Patty Officer hatte eine blütenweiße Weste. Für Tonys Geschmack eine viel zu blütenweiße. Sein Instinkt sagte ihm, dass da irgendetwas faul war. Von Gibbs hatte er gelernt, dass man immer auf sein Bauchgefühl hören sollte.
Genervt drehte er den Bleistift zwischen seinen Fingern. Warum wurde der Patty Officer so brutal ermordet? Was hatte Susan damit zu tun? So weit er wusste, hatte sie den PO erst an diesem Abend kennen gelernt. Doch warum wurde auch sie so brutal zu gerichtet? Er vermutete, dass sie einfach zur falschen Zeit am falschen Ort gewesen war. Erneut seufzte er. Manchmal konnte das Leben einfach nur grausam sein.
Mit einem ‚Pling' ging die Fahrstuhltür auf und Gibbs trat in das Großraumbüro – mit einem neuen Becher Kaffee in der Hand. Tony schüttelte amüsiert mit dem Kopf. Das war bestimmt schon der zwanzigste Kaffee an diesem Tag und bestimmt auch nicht der letzte. Gibbs kam auf sie zu und blieb vor Tony stehen. Erwartungsvoll blickte er auf seinen ranghöchsten Agent hinab.
„Und? Schon was raus gefunden?", fragte er ungeduldig.
Tony schüttelte bedauernd mit dem Kopf.
„Nicht wirklich, Boss. Der Patty Officer hat nicht mal einen Strafzettel, geschweige denn irgendeinen Eintrag. Er war nicht verheiratet und hatte keine Kinder. Er war sehr angesehen unter seinen Kameraden und schien soweit keine Feinde gehabt zu haben!", erklärte er seinem Boss.
„Aber irgendjemand muss hinter ihm her gewesen sein, sonst würde er nicht unten bei Ducky liegen!", knurrte Gibbs genervt.
„Wahrscheinlich schon, aber soweit konnte ich nichts finden!", gab Tony ehrlich zu. Er konnte ja schließlich nicht lügen und sich was aus den Fingern saugen. Gibbs etwas aufzutischen war nicht sein Ding und zweitens hätte Gibbs seine Lüge eh durchschaut und wäre mit Sicherheit nicht sehr erfreut darüber gewesen.
Gibbs knallte frustriert seinen Kaffee auf seinen Tisch und schaute Ziva erwartungsvoll an.
„Hast du was raus gefunden, Ziva?", knurrte er und hoffte inständig, dass sie etwas hatte. Doch sie schüttelte bedauernd mit dem Kopf.
„Nein, nichts. Wie Tony schon sagte, der war rein!", sagte sie.
„Sauber, Ziva!", korrigierte Tony sie und grinste frech.
Mit zusammengekniffenen Augen starrte sie Tony an.
„Ist doch egal!", knurrte sie ihn an.
Gibbs seufzte. „Kindergarten!", murmelte er und ließ sich auf seinen Stuhl fallen.
McGee, der an seinem PC saß und wie wild auf der Tastatur hieb, hielt plötzlich inne und schaute verwirrt zu Gibbs auf. Gibbs fing seinen Blick auf und zog die Augenbraue hoch, als stumme Aufforderung zu sagen, was los war!
„Ähm… hier stimmt was nicht, Boss!", stammelte McGee und stand auf. Er nahm die Fernbedienung und schaltete ein Foto von der Leiche des Patty Officers auf den Plasma Bildschirm.
„Und was soll das jetzt, Bambino?", fragte Tony leicht irritiert.
McGee betätigte noch einen Knopf auf der Fernbedienung und ein weiteres Bild erschien auf dem Bildschirm, direkt neben dem des Patty Officers.
„Patty Officer Joseph Michaels war auf der Military Academy. Ich habe mir da die Fotos angeschaut und bin dann über dieses da…", er zeigte auf das rechte Bild, neben der Leiche. „… gestolpert. Laut Akte, ist DAS Patty Officer Joseph Michaels!", erklärte McGee und schaute Gibbs erwartungsvoll an.
Perplex schaute sich Gibbs die Bilder genauer an. Es waren zwei verschiedene. Auf dem linken, war ein junger Mann, mit blonden kurzen Haaren zu sehen auf dem rechten, war ein etwas älterer Mann mit braunen Haaren und einer hässlichen Narbe, die quer über sein Gesicht ging - von der rechten Augenbraue, über die Nase bis zur linken Wange.
„Und wer liegt dann unten bei Ducky?", fragte Ziva verwirrt.
„Findet es heraus, na los!", befahl Gibbs und scheuchte sein Team wieder an die Arbeit.
Police Departement
Detective Monroe stand von seinem Stuhl auf, nahm seine Jacke vom Garderobenständer und verließ sein Büro. Er ging zum Schreibtisch seiner Sekretärin.
„Bin kurz weg, Marge. Wenn was ist, ich bin über mein Handy zu erreichen!", erklärte er ihr und ging, nachdem sie nickte.
Der Detective begab sich in die Tiefgarage, stieg in seinen Dienstwagen und fuhr zum NCIS Hauptquartier. Da sie sich so zu sagen den Fall teilten, wollte er sich mit dem dortigen Chefermittler austauschen, in der Hoffnung, dass die wenigstens schon was herausgefunden hatten. Er tappte nämlich ziemlich im Dunkeln. Die Kleine wurde ermordet, weil sie wahrscheinlich Zeugin eines Mordes geworden war. Er seufzte. Er fand es einfach zu schrecklich, dass so ein junges Ding ihr Leben lassen musste, nur weil ein paar kranke Typen meinten, wahllos Menschen abzuschlachten. Er fuhr aus der Tiefgarage und erreichte innerhalb weniger Minuten das NCIS Hauptquartier.
Detective Monroe parkte in der Tiefgarage, stieg aus und ging zum Haupteingang. Er trat zu dem Wachmann und erklärte ihm sein Anliegen und ein kurzes Telefonat später, bekam er einen Besucherpass und durfte den Sicherheitsbereich passieren, aber nicht ohne vorher gründlich durchsucht zu werden – seine Dienstwaffe durfte er natürlich behalten.
Etwas nervös betrat er den Fahrstuhl, der ihn zum Großraumbüro führen würde. Er hatte vom Chefermittler schon so einiges gehört und war eigentlich nicht darauf erpicht, auf eben diesen zu treffen, doch sein Pflichtbewusstsein zwang ihn regelrecht dazu. Immerhin waren sie an demselben Fall dran, wenn sie auch verschiedene Leichen hatten. Mit einem ‚Pling' ging die Fahrstuhltür auf und Detective Monroe trat hinaus in das Großraumbüro. Suchend schaute er sich um. Dann sah er ihn, den berüchtigten Chefermittler, der nicht minder gefürchtet wurde unter seinen Kollegen und so wie er ihn einschätzen konnte, zu recht. Stolz und erhaben schritt der Chefermittler durch die Reihen von Schreibtischen und bellte Befehle, die Monroe selbst hier hören konnte. Er schmunzelte. Na das konnte ja heiter werden. Er straffte sich und ging zum Team von Leroy Jethro Gibbs.
Tony war der erste der ihn entdeckte. Dieser stand auf und ging auf den Besucher zu.
„Kann ich Ihnen helfen?", fragte der junge Mann und musterte den Gast
argwöhnisch.
Der Detective lächelte freundlich.
„Ich bin Detective Monroe vom Washington PD. Wenn ich richtig informiert bin, ermitteln wir am selben Fall!", erklärte er.
Gibbs, der ihm erst ignorierend den Rücken zugedreht hatte, drehte sich nun um und musterte den Detective skeptisch. Monroe grinste innerlich, die zwei Ermittler waren sich verdammt ähnlich – nicht im Aussehen, eher im Verhalten.
Mürrisch trat der grauhaarige Ermittler auf Monroe zu. Monroe streckte ihm freundlich lächelnd die Hand zu, die Gibbs, nach kurzem zögern auch nahm.
„Special Agent Gibbs!", stellte er sich vor und Monroe nickte.
Gibbs deutete auf jedes Teammitglied.
„Special Agent Timothy McGee!..." McGee hob zum Gruß seine rechte Hand und lächelte freundlich. „Special Agent Anthony DiNozzo!" Tony grinste nur sein typisches DiNozzo Grinsen. "Und Officer Ziva David, Mossad!" Ziva schaute Monroe an und nickte, Monroe erwiderte die Geste.
„Haben Sie schon irgendwelche Erkenntnisse ziehen können?"; fragte der Detective und schaute fragend in die Runde.
„Leider nein, nur das die Leiche unten in der Pathologie nicht Patty Officer Joseph Michaels ist! McGee!", erläuterte Gibbs und schaute McGee auffordernd an. McGee schaltete die Fotos auf den großen Plasma Bildschirm und erläuterte, was sie bereits wussten, was nicht sonderlich viel war. Monroe nickte.
„Sie?", fragte Gibbs kurz und knapp.
Monroe zog die Augenbraue hoch und schüttelte frustriert den Kopf. Er war hier her gekommen, in der Hoffnung, dass der NCIS im vielleicht weiterhelfen könnte, doch dem war ja wohl nicht so.
„Auch nichts. Bisher habe ich nur eine Mutter, die ihr Kind verloren hat und eine junge Frau, die sie zu letzt gesehen hat.", er seufzte bevor er fortfuhr. „Die zusammen in Begleitung eines jungen Mannes war, dessen Identität noch nicht geklärt ist!"
„Da kann ich weiter helfen!", schaltete sich nun auch Tony in das Gespräch ein.
Fragend schaute der Detective den ranghöchsten Agent an und kräuselte die Stirn. Na das war doch immerhin etwas.
„Das war nämlich ich!", erklärte Tony und grinste spitzbübisch.
„Oh!", war alles was der Detective darauf nur erwiderte.
Bei Kelly
Völlig verstört und verzweifelt war Kelly ins Hotel zurückgekehrt. Nun saß sie auf ihrem Bett und schaute verloren auf ihre Hände. Wie sollte es nun weiter gehen? Acht lange Jahre war Susan ihre beste Freundin gewesen und jetzt sollte sie nicht mehr wieder kommen? Stumme Tränen flossen ihr über die Wangen. Ihr Blick wanderte auf das Bett, welches Susan gestern noch benutzt hatte und erneut schluchzte sie auf. Sie hatte das Gefühl, dass sie jeden Moment lachend durch die Tür kommen würde. Sie schaute zur Tür, doch nichts geschah, Susan würde nie wieder zu ihr kommen. Nie wieder würden sie zusammen etwas unternehmen. Nie wieder würden sie zusammen die Disco in Philli aufmischen. Nie wieder zusammen lachen und weinen. Nie wieder!
Der Gedanke traf sie hart, wie eine Faust ins Gesicht. Erneut schluchzte sie auf und eine noch größere Welle der Traurigkeit übermannte sie. Ihre Gedanken glitten zurück in die Vergangenheit, an dem Tag als sie Susan zum ersten Mal traf und sie ein Band der tiefen Freundschaft schmiedeten.
~Flashback~
Es schreibt das Jahr 1999. Die Sonne schien über Philadelphia. Es war einer der heißesten Tage im Jahr. Ein Umzugslastwagen bog in eine ruhige Straße ein. Vor einem kleinen Haus hielt der LKW schließlich. Drei muskulöse Männer sprangen aus dem LKW, öffneten die Laderampe des LKWs und verschwanden im Fahrzeug inneren.
Ein weiterer Wagen bog in die Straße ein und hielt direkt hinter dem LKW. Eine Frau mit rote Haaren du grünen Augen stieg aus. Neben ihr auf dem Beifahrersitz saß ein junges Mädchen von ungefähr 15 Jahren. Missmutig drein blickend und die Arme vor der Brust verschränkt, stieg das Mädchen dann schließlich doch aus, nachdem ihre Mutter ihr einen bösen Blick zu geworfen hatte. Nach all den Jahren im Zeugenschutzprogramm, waren sie endlich in der Lage, wieder ein ganz normales Leben führen zu können, jedenfalls so normal wie es nur gehen konnte. Auch wenn das FBI den Täter bis zu dem Zeitpunkt noch nicht gefasst hatten, befanden es die Agents es für Sicher sie nicht mehr verstecken zu müssen. Genau konnte das junge Mädchen dies nicht verstehen, immerhin konnte der Typ sie so finden und ins Jenseits befördern. Aber wer würde schon auf die Bedenken einer 15 jährigen hören? Richtig NIEMAND!
„Komm schon Kelly! Es ist eine schöne Gegend hier und du wirst hier sicherlich auch Freunde finden!", versuchte ihre Mutter sie zu besänftigen.
„Aber klar doch!", schnaufte Kelly und ihre Stimme triefte nur so vor Sarkasmus.
Shannon rollte mit den Augen und war jetzt schon genervt über das Verhalten ihrer Pubertären Tochter. Sie erwiderte nichts daraufhin und verschwand kopfschüttelnd ins Haus um den Umzugsherren anzuweisen.
Kelly stand am Auto angelehnt und schaute sich genervt die Umgebung an. Sie beschloss sich hier etwas umzusehen, denn helfen konnte sie eh, sie würde ihrer Mom eh nur im weg stehen, so war's die letzten Jahren auch gewesen, also würde sich's jetzt auch nicht ändern.
„Ich schau mich etwas um!", rief sie ihrer Mom zu.
Nicht wissend ob ihre Mutter sie auch gehört hatte, ging sie los. Keine hundert Meter weiter, stieß sie mit einer Person zusammen. Die beiden Mädchen krachten mit ihren Hintern auf den Bürgersteig und starrten sich fassungslos an. Sie schaute sich in die Augen und fingen plötzlich aus heiterem Himmel an zu lachen. Kelly reichte dem fremden Mädchen die Hand und zusammen zogen sie sich wieder auf die Beine.
„Hi ich bin Susan!", stellte sich das schwarz haarige Mädchen, welches in Kellys Alter sein musste, vor.
„Hi, ich bin Kelly!", grinste sie und sie schüttelten die Hände.
„Du bist neu hier?", das war eher eine Feststellung als eine Frage.
Kelly nickte lächelnd. Der Umzug erwies sich als doch nicht so übel. Ja, hier würde sie glücklich werden und eine neue Freundin hatte sie auch schon gefunden.
„Wunderbar!", freute sich Susan und klatschte aufgeregt in die Hände. Kelly lachte über den Enthusiasmus ihrer neuen Freundin.
Und ab den Zeitpunkt an waren sie unzertrennlich.
~Flashback Ende~
Kelly stand nun am Fenster und schaute hinaus auf die viel bevölkerte Straße. Es hatte angefangen zu regnen. ‚Wie passend!', dachte sie traurig. Petrus weinte mit ihr!
Kelly fühlte sich so leer, wie sie sich vorher noch nie zuvor gefühlt hatte. Durch Susans tot war erneut eine Lücke in ihr entstanden. Susan hatte es geschafft die Lücke, die ihr Vater nach seinem tot hinterlassen hatte, zu schließen und nun war diese Lücke wieder da, nur noch viel größer. Jetzt waren zwei geliebte Menschen aus ihrem Leben verschwunden und dieses Wissen schmerzte umso mehr.
Das Klingeln ihres Handys riss sie aus ihrer Lethargie. Erschrocken drehte sie sich im Kreis und suchte das klingelnde, nervtötende Biest. Sie fand es schließlich auf Susans Bett. Wie war das denn dorthin gekommen?
‚Da habe ich es aber nicht hingelegt!', dachte sie Stirn runzelnd. Genervt hob sie das Handy vom Bett auf, unterdrückte den aufkommenden Schmerz, als sie wieder das Bild von Susan vor sich sah.
Sie schaute auf das Display, doch die Nummer, die dort erschien war ihr fremd. Schulter zuckend ging sie ran.
„Hallo?"
„Miss Gibbson? Hier spricht Detective Monroe! Könnten sie bitte zum NCIS kommen? Der dortige Chefermittler möchte mit ihnen sprechen!", kam es von der anderen Leitung.
Kelly nickte betrübt, bis sie merkte, dass der Detective sie ja gar nicht sehen konnte.
„Ja natürlich, ich komme!", antwortete sie schließlich mit heiserer Stimme und legte auf.
Sie nahm ihre Jacke auf, welche sie achtlos auf ihr Bett gepfeffert hatte, und verließ ihr Hotelzimmer zum nun mehr zweiten Mal an diesem trüben und schrecklichen Tag, um sich weiteren Schmerz zu stellen. Schwer seufzend lief sie durch die verregneten Straßen von Washington D.C. bis sie schließlich bei NCIS ankam.
Der Wachmann schaute sie durchdringend an, als sie das Gebäude betrat.
„Kann ich ihnen helfen Miss?", fragte dieser dennoch freundlich.
Kelly nickte.
„Ich hoffe. Ich soll hier her kommen, weil ein NCIS Agent mich sprechen möchte!", erklärte sie ihm ihre Sachlage.
Der Wachmann schmunzelte amüsiert. Sie hatten schließlich nicht nur einen NCIS Special Agent in dem Gebäude.
„Miss, hier gibt es mehr als einen Agent. Kennen sie wenigstens den Namen?", fragte er.
Kelly überlegte. Hatte der Detective einen Namen genannt? In ihrem benebelten Gehirn konnte sie keine Antwort finden also schüttelte sie resignierend den Kopf. Der Wachmann lächelte immer noch freundlich. Er hatte den verstörten Blick der jungen Frau gesehen und war sich sicher, dass sie keine Gefahr bedeutete und er wollte ihr helfen.
„Kleinen Moment bitte, das haben wir gleich!", meinte er und wandte sich an seinen Tresen und griff zum Telefon.
„Hier Henry! Hier steht eine junge Dame, die mit einem Agent sprechen möchte, leider hat sie keinen Namen... Hm.. okay… Ja mache ich und Danke!", beendete er das Telefonat und trat wieder auf die junge Frau, mit einem Besucherausweis in der Hand, den er ihr reichte.
„Special Agent Gibbs möchte sie sprechen!", sagte er lächelnd.
Kellys Herz rutschte in die Hose. Hatte sie da grad richtig gehört? Gibbs? Wieder erschien das Bild ihres Dads vor ihren Augen. Sie schluckte trocken. Sie hörte Susan sagen. „ Beruhig dich Kelly, es gibt bestimmt mehr als nur einen Gibbs in Amerika!" Kelly grinste, doch wurde sofort wieder traurig. Sie befestigte den Besucherausweis an ihrer Bluse und ließ sich von Henry dem Wachmann zum Fahrstuhl führen.
„Dritter Stock!", sagte er. „Schönen Tag noch, Miss!", verabschiedete er sich lächelnd, bevor er auf seinen Platz zurückkehrte.
Die Fahrstuhltür schloss sich und sie stand Mutterseelen allein im Fahrstuhl. Langsam kam sie dem dritten Stock immer näher. Hätte sie gewusst, dass der nächste Schock auf sie wartete, hätte sie kehrt um gemacht, doch nun nahm das Schicksal seinen Lauf.
