Stunden waren vergangen seit der letzten Besprechung zwischen den edlen Herren Gondos, Rohans und des Zauberers.
Eomer wandte sich von Dûma ab und setzte sich auf das prächtige Bett, welches in der Mitte des Raumes platziert war. Gleichzeitig begrub er sein Gesicht in seinen Händen und sank in sich zusammen. Nichts als Verzweiflung zeigte diese Geste.
Dann stützte er sich mit den Ellbogen auf den Knien ab und starrte auf die dunkeleichene Kommode ihm gegenüber.
„König Theoden, mein Onkel. Er ist gefallen.", sprach er.
Dûma schritt zu ihm und setzte sich neben ihn. Die Decken waren flauschig-weich.
Wortlos saßen sie so ein paar Minuten nebeneinander.
Sie berührte ihn am Arm.
Er zuckte zusammen, ob dieser plötzlichen Berührung. „Der neue König wird Rohan zurück ins Licht führen.", sagte sie.
Er nahm seine Hände von seinem Kinn und sah sie an.
„Es wird kein Licht mehr geben im Westen. Aragorn will morgen bei Sonnenaufgang zum Schwarzen Tor reiten und mit letzter Kraft die Streitmacht Mordors herausfordern. Saurons Blick soll sich auf uns richten."
Sie hörte ihm zu, aber erwiderte seinen Blick nicht, sondern streichelte kaum merklich mit den Fingerspitzen über sein dünnes Hemd.
„Dann ist die Geschichte des Halblings aus Helms Klamm also wahr. Der Eine Ring wird vernichtet werden.", erzählte sie gedankenversunken.
„Der Rat hat beschlossen, es sei die einzige Möglichkeit..", fuhr Éomer fort und Dûma beendete den Satz: „.. die Völker Mittelerdes von der dunklen Macht zu befreien. Alle Völker." Fügte sie hinzu. Mit halb geöffneten Augen fuhr sie über seinen Oberarm zum obersten Knopf seines Gewands und öffnete diesen langsam.
Noch immer sah er sie an. Wieder legte er seine Stirn in tiefe Falten.
„Dann muss es getan werden.", schloss sie und öffnete einen Knopf nach dem anderen und legte Stück für Stück nackte Haut freit. Wie zufällig berührte sie hier und da ein Stück seines Körpers. „Morgen."
Er erschauerte.
An einer Stelle seiner Schulter hielt sie inne. Ihre Finger ruhten auf der Stelle, an der sich einst eine Orkklinge in sein Fleisch gerammt hatte und er daraufhin fast verblutet wäre. Noch immer zeichnete sich eine Narbe ab.
In diesem Moment griff er nach ihrer Hand. Ihre Reaktion war zu langsam und er hielt sie fest. Sie sah ihn an.
Dann küsste er sie.
Erst zaghaft und fragend. Er sah ihr in die Augen, als er kurz von ihren Lippen ließ. Doch sie erwiderte den Kuss umso mehr und er berührte ihr Gesicht mit beiden Händen. Sehnsüchtig schmiegte sie ihren Körper seinem entgegen und genoss diese ganz und gar unsittliche Situation. Er tat es ihr gleich und als er begann mit seinen Händen ihre Hüften, ihre Taille und ihren Busen zu liebkosen, wusste sie: Sie würden sich lieben. Diese Nacht und alle Nächte.
