A/N: Viel Spaß beim Lesen!
Wortanzahl: 1219 Wörter
Kapitel 5 - Eine ereignisreiche Autofahrt
"Bei JD und Ducky hat der Padawan wirklich seinen Meister gefunden", sagte Toni mit einem Lächeln als sie und Gibbs auf dem Rückweg zu ihrem Auto waren.
"Was?", knurrte Gibbs nur als Antwort und fragte sich warum seine Zwangspartnerin nicht einmal für eine Minute den Mund halten konnte.
"Na Sie wissen schon. Star Wars von George Lucas über die Skywalker-Familie, die die Macht in sich haben und als Jedi gegen die Sith kämpfen. In der ersten Trilogie, wobei der erste Teil 1977 in die Kinos kam, geht es um den Kampf von Luke Skywalker gegen Darth Vader. Wobei es ist eigentlich gar nicht die erste Trilogie ist. 1999 wurde eine neue Trilogie gestartet, in der es um Anakin Skywalker geht, den Vater von Luke. Es ist also die Vorgeschichte, aber ich persönlich finde diese neuen 3 Filme nicht so toll. Wenn gleich Ewan McGregor als Obi-Wan echt süß ist. Aber die Liebesgeschichte..."
Gibbs wusste er sollte es nicht tun, aber er konnte nicht anders. Er MUSSTE irgendwas tun und seine Hand zuckte so sehr und ... es brachte auch das erwünschte Ergebnis. Toni hielt endlich ihre Klappe als Gibbs ihr einen Schlag auf den Hinterkopf gab.
Mit offenem Mund starrte die Polizistin den neben ihr gehenden Mann an, während ihre rechte Hand ihren Hinterkopf rieb. Hatte der Kerl ihr eben wirklich eine Kopfnuss gegeben? Und warum zum Geier schrie sie ihn nicht an? Statt diesem Gedanken zu folgen, brachte sie nur immer noch verblüfft ein: "Ich schätze sie sind kein Star Wars-Fan, oder?" heraus.
Innerlich grinsend, weil seine Partnerin wohl nie um eine Antwort verlegen war und zudem ihm nicht mit einer Klage drohte, sagte Gibbs: "Ich habe während der Zeit gedient, also nein, ich habe nie dieses Star-Zeugs gesehen und ich habe auch kein Interesse daran. Ich will nur diesen Fall lösen. Also wären Sie bitte so freundlich..."
Und damit zeigte er auf Tonis Mustang, den sie während ihres Gespräches erreicht hatten. Und während Toni ihr Auto aufschloss, umrundete Gibbs ohne weitere Worte eben dieses und stieg ein.
Ohne weitere Vorrede sagte er dann auch als sie beide im Auto saßen. "Ich will als nächstes den Tatort sehen. Außerdem will ich, dass meine Forensikerin die Beweise untersucht."
"Ich habe ja verstanden, dass sie darauf bestehen ihren Gerichtsmediziner mit einzubringen und Gott weiß, J.D. braucht die Hilfe. Aber warum zum Geier bestehen sie auch noch auf ihre Forensikerin?", fragte Toni ihren neuen Partner, während sie den Zündschlüssel umdrehte.
"Sie ist die Beste! Zu dem hat sie bessere Bedingungen als ihr Labor. Ich bin außerdem sicher, dass ihre Laborratten nichts dagegen haben, dass ich Ihnen Arbeit abnehme."
Seufzend ergab sich Toni in ihr Schicksal. Ausnahmsweise gab sie dem NCIS-Agenten nach. Nicht nur ihr Bauchgefühl riet ihr, dass sie ihre Kraft sparen sollte. Gott wusste, dass sie diese in den nächsten Tagen brauchte. Alleine, wenn sie sie nur darum brauchte Gibbs nicht umzubringen oder zumindest dies gut zu vertuschen...
-*-*-oOo-*-*-
"Warum zum Geier bringen wir die Beweise selbst nach DC? Haben Sie keinen Partner oder Rookie, der sowas für Sie macht?", konnte sich Toni mit leicht genervten Tonfall nicht verkneifen, als ihr Mustang die Straße entlang raste.
"Auch wenn es sie nichts angeht, aber der letzte Frischling, den ich hatte, hat vor zwei Wochen überraschenderweise gekündigt."
Nur mit Mühe konnte sich Toni bei dem 'überraschenderweise' ein Grinsen verkneifen, den nach den letzten Stunden ahnte sie warum Gibbs kein Team mehr hatte. Dieser Mann war einfach zu frustrierend und dickköpfig, als dass er auf lange Zeit mit jemanden zusammen arbeiten kann. Er würde nonstop den 'Boss' heraushängen lassen und alles tun damit es nach seinem Willen geschah.
Unwillkürlich kam ihr die Fragen in den Sinn, ob dieses Verhalten sich auch im Bett zeigte. War Gibbs der Typ Mann, der Frauen in ihren Grundfesten erschütterte, sodass nur noch er als Halt da war? Oder ließ er es zu, dass eine Frau ihn dominierte, dass er sich ihr auslieferte und ihr somit Macht über ihn gab?
Doch sobald sie diesen Gedanken hatte, verdrängte sie diese wieder. Sie gab zu, dass der NCIS-Agent ein gut aussehender Mann war mit seinem leicht ergrauten Haar. Aber erstens war er einfach unwiderstehlich arrogant (und sie ignorierte konsequent ihre innere Stimme, die sagte, dass sie dieses Verhalten irgendwie anziehend fand) und zweitens war er verheiratet. Egal wie viel und mit wem sie flirtete, sie fing nichts mit Leuten an, die eine feste Beziehung hatten. Sie war nicht die 'zweite Frau', die Person die Beziehungen zerstörte. Sie war nicht wie ihre Eltern...
Bevor sie jedoch sich in Gedanken an die Vergangenheit verlieren konnte, machte sich ihr Beifahrer bemerkbar. Sie hatte gar nicht registriert, dass er weitergeredet hatte...
"...aber bei ihnen scheint es ja nicht anders zu sein. Oder haben Sie ihren Partner nur versteckt?"
...und sie wünschte sich, sie hätte weiter nicht zugehört.
Dem Agenten ein strahlendes Lächeln schenkend, sagte sie: "Ich bin einfach zu begehrt. Nachdem sich mehrere Detektivs um mich gestritten haben, hat sich der Chief entschieden, dass ich dort arbeite wo ich benötigt werde. ... Und geben Sie es doch zu, sie genießen es doch mich ganz für sich alleine zu haben."
Ein kokettes Lächeln hinterher schickend, wandte Toni ihre Aufmerksamkeit wieder komplett der vor ihr liegenden Straße zu. Es war Mittag, sodass der Highway fast komplett leer war und die PS des Mustangs wirklich zur Geltung kamen.
"Was ist bei ihrer Forensik den so viel besser, dass sie unbedingt ihre Beweise untersuchen muss?", brachte Toni nach ein paar Momenten das Gespräch wieder auf das Anfangsthema zurück.
Leicht nickend als Zeichen der Akzeptanz ließ Gibbs zu das die Polizistin das Thema wechselte. Dies würde jedoch eindeutig eins der Themen sein, worüber er sich noch genauer informieren würde. Im Moment ließ er DiNozzo aber in Ruhe. Er musste schließlich noch mit ihr zusammen arbeiten.
Bei der Erinnerung an seine Forensikerin konnte Gibbs es jedoch nicht verhindern, dass seine Miene sanfter wurde, auch wenn seine Antwort wie gewohnt kurzgefasst und schroff war. "Sie ist einfach die Beste."
Damit holte er sich demonstrativ die Akten der Opfer aus dem Handschubfach heraus und fing an sie noch einmal durchzublättern. DiNozzo hatte kurz vor seinem Eintreffen mehrere Rookies angewiesen nähere Hintergrundinformationen über die Opfer, die Mitarbeiter im Club und den Club an sich zu besorgen. Während ihrem Stopp in der Forensik waren die jungen Polizisten endlich fertig gewesen und durch einen schnellen Telefonanruf und einen Klick, um einen Druckbefehl zu tätigen, hatten auch die beiden Ermittler die Informationen.
Der Rest der Fahrt verging in Schweigen. Und wenn gleich Toni sonst Stille nicht ertrug, war sie diesmal dafür dankbar. Sie hatte schnell erkannt, dass Gibbs nicht der Typ Mensch (oder eher Ermittler) war der es schweigend akzeptierte, wenn er keine Antwort auf eine seiner Fragen bekam. Darum wusste sie wie schwer es ihm fallen muss ihre Antworten zu akzeptieren. Sie machte sich jedoch nichts vor. Er wurde 100pro Hintergrundinformationen über sie anfordern, aber bis es so weit ist, würde sie auch besser wissen wie mit ihm umzugehen war. Außerdem hatte sie diesbezüglich auch noch einige Asse im Ärmel, dachte sie mit einem innerlichen Lächeln.
Jetzt war sie jedoch erst einmal dankbar für die Verschnaufpause um ihre Gedanken zu sortieren. Zu oft hat der Agent es geschafft alleine in diesem Gespräch an ihre innere Schutzmauer zu kratzen...
Ende Kapitel 5
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