A/N: So, hier ist das nächste Kapitel. Viel Spaß beim Lesen!
WOCHE ACHT des siebten Schuljahres
Ort: am großen See
Eine Woche später entschied ich mich, das restliche, schöne Herbstwetter zu genießen und setzte mich raus an den großen See. Der eigentliche Plan war es, mich an meine Zauberkunstarbeit zu setzen, aber ich endete damit, nur in der Sonne zu sitzen und den See und die Natur zu beobachten. Nach ungefähr einer halben Stunde, die ich allein verbrachte, kam James. Ich lächelte als ich ihn sah, was er erwiderte.
„Hey Lily."
„James. Wo ist Sirius und/oder Remus?"
„Sie lernen beide für die Zaubertrankprüfung.", ich sah ihn ungläubig an, worüber er lachte. „ Okay, Remus lernt und Sirius ist mit Haley unterwegs."
„Entschuldige?", sagte ich ein wenig zu laut. Er lachte erneut über mich.
„ Nein, ich meine es ausnahmsweise einmal ernst. Sirius verbringt Zeit mit Haley."
„Warum?", sagte ich. Ich war komplett am Boden zerstört. Es gab eine Sache, der ich mir absolut sicher war und das war, dass er dieses Mädchen genauso hasste wie ich.
„ Ich habe ihn darum gebeten. Mir ist seine, ähm, Abneigung gegen Haley aufgefallen und das hat mich besorgt. Ich möchte, dass die beiden Freunde werden. Also habe ich ihn gefragt, ob er eine halbe Stunde zusammen mit ihr verbringt und sie besser kennenlernt."
„ Hört sich gut an.", sagte ich steif. Ich wollte unsere Unterhaltung von diesem Thema weglenken, wusste aber noch nicht genau wohin. Alles, was ich wusste, war, dass ich nichts damit zu tun haben wollte, wenn es um Haley ging.
„ Zumindest habe ich mich bei diesem Thema nicht um dich oder Remus zu sorgen. Ihr beide seid so viel offener." Wir waren gar nicht so viel offener, nur diskreter im Ausdruck unserer Gefühle. Ich entschied mich, ihm nichts davon zu erzählen und endete damit, ihn nach unserer Zauberkunsthausaufgabe zu fragen. Wir redeten eine gute halbe Stunde über nichts Spezielles. Als uns dann schließlich Stille überkam, sagte ich zu mir selbst:
„ Das ist so einfach." Wann immer ich mit einem Jungen zusammen war, war der schwierigste Teil immer eine beiläufige Unterhaltung. Ich wollte immer eine Beziehung, die auf Freundschaft basierte, aber bisher hatte ich leider nicht das Glück.
„ Ja." Ich schaute erschreckt auf. Ich wollte nicht, dass er das hört, aber sein leichtes Lächeln beruhigte meine überlasteten, hormongesteuerten Nerven. Ich lächelte zurück und ließ mich selbst eine Weile in dem Glauben, dass er es genauso gemeint hatte wie ich.
