A/N: So, hier ist das nächste Kapitel. Morgen gibt es leider keins, dafür Sonntag oder Montag aber zwei. Viel Spaß beim Lesen!
Ort: Schulsprechergemeinschaftsraum
WOCHE ZEHN des siebten Schuljahres
Es war ungefähr um fünf Uhr Nachmittag an einem Samstag Mitte November als James aus seinem Schulsprecherraum kam. Er war beeindruckend gekleidet, mit einem schwarzen Hemd und Hosen. Ich lächelte über seine Muggelkleidung, obwohl ich wusste, dass er das nur für Haley tat (da sie ein Halbblut war, bestand sie darauf, dass er so viel Muggelkleidung wie möglich trug. Das war das einzige, was ich an ihr gut fand.)
„ Hey James. Was ist los?"
„ Ich habe eine Verabredung, wie du vielleicht erraten kannst.", er richtete nervös seine Fliege, was mein Herz zum höher schlagen brachte.
„ Du siehst gut aus. Wo geht ihr hin?"
„ Ein wenig von Hogsmead entfernt. Ich habe eine Sondererlaubnis, da ich Schulsprecher bin und alles.", ich nickte ihm zu und wandte mich dann wieder meinem Zauberkunstbuch zu. Ich versuchte unterstützend zu wirken, aber mein Gesicht war leicht zu lesen. Es war am besten ihm gar nicht erst die Chance zu geben, mein gebrochenes Herz zu lesen.
„ Warum bist Du heute Nacht nicht bei Mary oder Sirius?", fragte er. Ich schaute ihn wieder an.
„ Naja, sie haben beide gefragt, ob ich wollen würde, aber ich habe gesagt, dass ich es vorziehen würde, diesen Aufsatz zu beenden.", er warf mir einen ungläubigen Blick zu, beließ es aber glücklicherweise auch dabei. Ganz ehrlich, ich wusste, dass diese Nacht deprimierend enden würde, egal wie oder mit wem ich sie verbrachte. In Wirklichkeit versuchte ich diese Nacht damit klarzukommen, dass ich nie so mit James zusammen sein würde wie ich es mir wünschte. Es war nur fair so. Er musste das ja schließlich auch vor nicht allzu langer Zeit tun. Es war viel schwerer als ich gedacht hatte. Nun war es einfacherer seine Hartnäckigkeit zu verstehen, da ich nun auch die anhaltenden Gefühle verstand.
„ Jetzt mal ganz ehrlich Lily, wie sehe ich aus?", fragte James. Aus irgendeinem Grund schien er nervöser als sonst zu sein. Ich lächelte ihn an und gab mir alle Mühe meine Stimme normal klingen zu lassen.
„ Sehr attraktiv.", er nickte und sprang dann auf eine bemerkbaren Abstand als es an der Tür klopfte. Er beeilte sich die Tür zu öffnen, um dann Haley zu sehen. Mal wieder ließ ihr Anblick mein Selbstvertrauen in den Keller stürzen. Ich saß in einem übergroßen T-Shirt, ausgebeulten Shorts und einem unordentlichen Pferdeschwanz da. Sie Stand in einem engen, schwarzen Minikleid mit 10-cm-Absätzen da. James lächelte sie an, nahm ihre Hand und verschwand ohne zurückzublicken. Ich versuchte, nicht zu weinen, aber mein Körper konnte die Tränen nicht stoppen. Bald ließ ich sie nur noch fallen als ich meine Hausaufgaben beendet. Ich brauchte ungewöhnlich lange um meine Aufsätze zu vervollständigen und zu perfektionieren. Ich wollte ihn sehen, wenn er zurückkam und ihn fragen wie es gelaufen war, wie eine beste Freundin es tun sollte. Wenn ich schon diese Rolle spielen wollte, sollte ich es wenigstens richtig tun. Aber der Tag verging und die Nacht war schon lange hereingebrochen. Schließlich war ich gezwungen zu akzeptieren, dass niemand so spät aufblieb nur um zu knutschen und fand mich damit ab, dass er nicht vor dem Morgen zurück sein würde. Also verließ ich die Couch, die ich gute fünf Stunden in Anspruch genommen hatte und schleppte mich in mein Bett, während ich die ganze Zeit mein Herz verfluchte, weil es ihn zu lieben gewählt hatte.
Review?
