Anmerkung des Autors:

Alle Figuren sind Eigentum von J. . Ich verdiene kein Geld mit diesen Erzählungen.

Dies ist meine erste selbst geschriebene Geschichte. Einige weitere Kapitel sind fertig. Freue mich über Rückmeldungen.

01.09.2015, 18.10 Uhr, Eingangshalle Hogwarts

Bevor sie eintrat reckte Lucy den Kopf und war überwältigt von der schieren Größe des Gebäudes. Als letztes betrat auch sie die Eingangshalle und blickte sich um, alles schien bestaunenswert. Die Höhe und Architektur des Gebäudes, die Einrichtung, der große Kronleuchter an der Decke, die Ritterrüstungen. Und alles steckte voller Magie, Lucy konnte es spüren. Wieder wurde sie aus ihren Gedanken gerissen, als ein großer Zauberer mit silbernem Haar und Bart sie ansprach. Er schien uralt zu sein und ihre Gedanken zu erraten: „Beeindruckend, nicht wahr?" Lucy konnte nur nicken und betrachtete ihr Gegenüber. Eisblaue Augen blickten zurück. „Ähm, mein Name ist Lucy Schulz. Ich habe schriftlich mit Professor Albus Dumbledore vereinbart, dass..." „Ja, selbstverständlich. Darf ich mich vorstellen?", der Zauberer verbeugte sich, „Albus Dumbledore, wir hatten das Vergnügen. Ich freue mich Sie begrüßen zu dürfen, Miss Schulz." Der Direktor lächelte ihr freundlich zu. „Kein Grund nervös zu sein. Ich werde Sie vorstellen, den Rest besprechen wir später." Er schien ein Talent dafür zu haben ihre Gedanken zu erraten. „Darf ich bitten?" er machte eine einladende Geste in Richtung der großen Flügeltür an der gegenüberliegenden Wand. Lucy folgte ihm. Als sie diese Tür passierten, wiederholte sich Lucys Staunen, erneut musste sie stehenbleiben um sich umzusehen. Am beeindruckendst war die hohe Decke, die soverzaubert war, dass sie den Himmel draußen abbildete. Sterne funkelten zwischen den letzten Wolkenfetzen. Tausende schwebende Kerzen erhellten den gesamten Raum. Der riesige Raum beherbergte vier lange Tafeln, an denen Schüler saßen, parallel zueinader. Quer davor eine weitere Tafel an der anscheinend die Lehrer ihre Plätze hatten. Zwei Plätze waren frei. Lucy ließ den Blick über ihre zukünftigen Kollegen gleiten. Sie erkannte den Hünen, den sie am Bahnhof gesehen hatte, er grinste fröhlich in die Runde und winkte einzelnen Schülern zu. Daneben eine große, schlanke Frau, die sehr streng wirkte. Sie ließ den Blick über die Schüler schweifen, die inzwischen alle an den Tischen Platz gefunden hatten. Ein blonder Mann, in einen auffallenden, pflaumenblauen Umhang gekleidet, betrachtete sein Spiegelbild in einem Löffel. Eine kleine rundliche Hexe mit fröhlichem Gesicht. Ein blasser Zauberer mit großer Nase und langem schwarzem Haar. Er schaute mit grimmigem Gesicht in die Runde. Als ihre Blicke sich trafen, zuckte Lucy zusammen und wandte schnell den Blick ab. Sie spürte wie sie rot anlief und ärgerte sich über sich selbst. Sie bemerkte, dass Professor Dumbledore bereits den halben Weg zum Lehrertisch zurückgelegt hatte und sich amüsiert nach ihr umblickte. Sie wollte sich beeilen aufzuholen und stolperte prompt über ihre eigenen Füße. Mit hochrotem Kopf, in dem Bewusstsein, dass jetzt alle auf sie schauten, setzte sie ihren Weg fort. Großartiger Start ins neue Berufsleben. Wenn du so weitermachst, bist du nicht lange hier., schimpfte Lucy in Gedanken mit sich selbst. Der Schulleiter deutete ihr zwischem dem blonden Lehrer, der noch immer mit seinem Spiegelbild beschäftigt war, und der Hexe mit dem strengen Gesicht Platz zu nehmen. Sie grüßte ihre Sitznachbarn mit einem Nicken und setzte sich auf den weich gepolsterten Stuhl aus dunklem Holz und spürte, dass sie, trotz aller Aufregung, schrecklichen Hunger hatte.

Professor Dumbledore erhob sich. Augenblicklich kehrte Ruhe ein und der Direktor hatte die ungeteilte Aufmerksamkeit aller Anwesenden. Wiederum schien er Gedanken lesen zu können. „Herzlich Willkommen auf Hogwarts, auf ein neues Schuljahr. Alles Weitere nach dem Essen. Guten Appetit!" Mit diesen Worten erschienen Unmengen köstlicher Gerichte auf den Tischen. Lucy bediente sich, wie alle anderen Lehrer und Schüler, reichlich und aß mit großem Apptetit.

Während des Essens hatte sich ihr Sitznachbar bereits als Professor Lockhardt vorgestellt und nicht vergessen zu erwähnen, dass er mehrfach irgendeinen Preis für das charmanteste Lächeln gewonnen hätte und zudem der beste Mann für jegliche magische Problemstellung sei. Als er erklärte den Posten für Verteidigung gegen die dunklen Künste übernommen zu haben, war Lucy insgeheim froh, dass er nicht ihr Mentor sein würde. Auch wenn es sich um den größten Magier des Landes handeln sollte, was sie bezweifelte, redete er für ihren Geschmack eindeutig zu viel, vor allem über sich. Sie bemühte sich, nicht unfreundlich zu sein, aber sympathisch war ihr Professor Lockhardt nicht.

Als sie endlich satt war, verschwand ihr benutztes Geschirr und Lucy wartete was weiter geschehen würde. Nach und nach verschwanden alle Teller und Schüsseln von den Tischen. Erneut stand der Schulleiter auf um das Wort an seine Schüler und Kollegen zu richten: „Nachdem jetzt hoffentlich alle satt geworden sind, möchte ich noch einige Mitteilungen machen. Zunächst möchte ich euch daraufhinweisen, dass der verbotene Wald für Schüler absolut tabu ist. Eine Liste der Gegenstände, die im Schloss untersagt sind, könnt ihr bei Mr. Filch einsehen. Ab 22.00 Uhr gilt Nachtruhe, Schüler haben sich dann nicht mehr außerhalb ihrer Gemeinschaftsräume aufzuhalten. Wie ihr bemerkt habt, gibt es dieses Jahr eine Veränderung im Kollegium. Ich freue mich Miss Schulz begrüßen zu dürfen." Lucy stand auf, als Professor Dumbledore sie vorstellte. Vereinzelt klatschten Schüler, die meisten beäugten die grünhaarige Lehrerin argwöhnisch. „Sie wird ab heute auf Hogwarts ihr Referendariat für das Fach Zaubertränke absolvieren. Professor Snape ist ihr Mentor." Der Direktor machte eine Geste in Richtung des schwarzhaarigen Lehrers am anderen Tischendes. Mit einem mulmigem Gefühl nickte Lucy diesem zu. Ihr Mentor erwiderte dies nicht, sondern blickte sie finster an, bevor sie sich wieder setzte. Lucy versuchte den unfreundlichen Blick nicht persönlich zu nehmen, dennoch steigerte sich nich unbedingt ihre Zuversicht, was ihre Tätigkeit hier anging. Der Mann schien entweder ein Griesgram zu sein. Mit einem Lächeln sähe er bestimmt gar nicht übel aus,schoss ihr durch den Kopf. Vielleicht haate er ja nur einen schlechten Tag. Aber das war nicht ihr Problem. Sie wollte möglichst viel lernen, um eines Tages selbst Lehrerin zu werden.