Anmerkung des Autors:

Alle Figuren sind Eigentum von J. . Ich verdiene kein Geld mit diesen Erzählungen.

Dies ist meine erste selbst geschriebene Geschichte. Einige weitere Kapitel sind fertig. Freue mich über Rückmeldungen.

Hoffe die Titeländerung vor kurzem hat keinen verwirrt.

02.09.2015, 07.55 Uhr, Klassenraum Zaubertränke

Die Schüler dieser Klasse waren ihr nicht vollkommen unbekannt. Das seltsame blonde Mädchen aus der Kutsche war darunter, ebenso die drei Teenager, die ihr am Bahnhof Kings Cross begegnet waren. Gemeinsam setzten die vier sich an einen Tisch. Lucy wunderte sich darüber, dass die Schüler ungewöhnlich still waren. Sie hatte mehr Unruhe und Geplauder zwischen den Schülern erwartet, zumal der Unterricht noch nicht einmal begonnen hatte.

Professor Snape trat ans Pult. Sofort wurde es noch stiller, falls das möglich war. „Ich wundere mich, viele von Ihnen heute, trotz mangelnden Talentes, in diesem Kurs zu finden." Er grinste unangenehm. „Wie Sie wissen erfolgen Ende des Jahres die UTZ-Prüfungen. Sie werden ihre Anstrengungen vervielfältigen. Der Schulleiter erwartet von Ihnen, dass Sie der Schule keine Schande machen. Ich bezweifle dies."

Die Schüler schienen solche Ansprachen gewöhnt zu sein. Sie blickten mehr oder weniger alle auf ihre Tische, schienen möglichst nicht persönlich auffallen zu wollen.

Mit einem Schlenker seines Zauberstabes erschien der Name des heutigen Zaubertrankes an der Tafel, sowie eine Seitenzahl. „Beginnen Sie."

Bücher wurden aufgeschlagen, Feuer angezündet, Kessel hervorgeholt. Noch immer herrschte weitestgehend Schweigen. Lucy war beeindruckt, mochte aber den Ton nicht in dem ihr Mentor seine Schüler ansprach. Dieser ging derweil durch die Reihen und begutachtete die Anstrengungen der Sechstklässler. Nicht unbedingt wohlmeinend. Lucy hatte bisjetzt etwas abseits gestanden und zugehört, kam sich nun aber ziemlich blöd vor. Von ihrem Mentor schien sie keine weiteren Instruktionen erwarten zu können. Deshalb begann Lucy ebenfalls die Arbeiten der Schüler zu betreuen.

Als Erstes nahm sie die Vorgehensweise von Miss Lovegood unter die Lupe. Sie beobachtete eine Weile deren Arbeitsweise, dann regte sie an nocheinmal die Verarbeitung der Schlafbohnen zu überdenken. Diese schien sie nämlich tiefkühlen zu wollen, anstatt sie bei optimalerweise 7°-10° Celsius zu verarbeiten. Nach diesem Anstoss fand Luna ihren Fehler selber und arbeitete weiter an ihrem Trank, auch wenn sie hin und wieder gedanklich weit fort zu sein schien. Ähnlich verfuhr Lucy bei anderen Schülern. Technisch machte die Klasse einen fortgeschrittenen Eindruck, Fehler schienen meist aus mangelnder Konzentration zu resultieren. Außerdem wurde oft nicht mit der nötigen Genauigkeit gearbeitet.

Während Lucy versuchte die Schüler so auf ihre Fehler aufmerksam zu machen, dass sie diese selbst finden und daraus lernen konnten, betitelte Professor Snape die Schüler als Trottel und Schlimmeres, wenn er einen Fehltritt entdeckte. Dabei hatte Lucy den Eindruck, dass die Slytherinschüler weniger zu leiden hatten, als der Rest der Gruppe. War ihr Mentor parteiisch?

Als Lucy gegen Ende der Stunde einen blonden Slytherinjungen fragte ob sein Trank denn zurzeit die richtige Färbung angenommen habe, wurde ihr Rat nicht wie bisher dankbar angenommen, sondern sie erlebte eine Überraschung. „Sie haben mir gar nichts zu sagen. Ich denke sowieso nicht, dass sie noch lange hier sind.", gab der Junge überheblich zurück. Lucy wusste nicht, wie sie darauf reagieren sollte. Sie spürte wie sie rot wurde. Seine Banknachbarn fanden das Ganze höchst amüsant. Jetzt musste eine Reaktion von ihr kommen. „Strafarbeit für sie. Wer das weiterhin lustig findet, darf sich anschließen." Lucy hatte keine Ahnung, ob und wie Strafarbeiten verhängt wurden. Dass musste sie nach der Unterrichtseinheit ihren Mentor fragen. Aber zunächst hatte sie etwas getan. Die betroffenen Schüler tuschelten untereinander, aber keiner wagte einen weiteren Kommentar. Lucy wertete dies als Erfolg. Sie wandte sich ab, um ihre Runde fortzusetzen, als die Glocke das Ende der Stunde ankündigte.