Anmerkung des Autors:

Alle Figuren sind Eigentum von J. . Ich verdiene kein Geld mit diesen Erzählungen.

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02.09.2015, 09.30 Uhr, Klassenraum Zaubertränke

Der Geräuschpegel stieg schlagartig an. Die Schüler sammelten ihr Arbeitszeug zusammen, um in die Pause zu gehen. „Ruhe.", intervenierte Professor Snape. „Sie füllen eine Probe ihrer Tränke in ein Reagenzglas und geben es zur Bewertung ab, bevor Sie den Raum verlassen." Bald darauf lagen neun Zaubertrankproben auf dem Lehrerpult und die Tür fiel hinter den Schülern ins Schloss.

„Was fällt Ihnen ein, meinen Schülern Strafarbeiten zu geben?", blaffte ihr Mentor Sie an. „Ich..." „Sie maßen sich Freiheiten an, die Ihnen nicht zustehen. Ich werde dies nicht weiter dulden." Lucy spürte, dass sie den Tränen nahe war. Und sie war zornig. „Was sollte ich denn tun? Mich von einem Schüler beleidigen lassen?" Entschlossen blickte sie Professor Snape an, der wütend zurückstarrte. „Ich erwarte, dass Sie nie wieder meine Authorität untergraben.", damit wollte er gehen. „Wie soll ich denn arbeiten, wenn Sie mir nicht sagen, was ich tun soll?", rief Lucy ihm nach, halb wütend, halb verzweifelt. Der Zauberer drehte sich halb zu ihr um, warf ihr einen verächtlichen Blick zu und eilte davon.

Hatte sie sich wirklich so dumm angestellt? War sie im Unrecht? Unsicher blieb Lucy im Klassenraum zurück. Sie räumte die Überreste des vorherigen Unterrichts weg und reinigte die Tische. Eine Träne lief ihr über die Wange. Ärgerlich wischte Lucy diese fort. Sie wusste noch nicht einmal, wann die nächste Klasse kam. Snape hatte ihr keinen Unterrichtsplan zukommen lassen.

„Wo ist denn Severus?", erschrocken drehte Lucy sich um. Professor McGonagall stand hinter ihr. „Ich weiß nicht", stammelte sie, „aber haben Sie vielleicht einen Unterrichtsplan für mich?" Professor McGonagall sah sie verwirrt an. „Professor Snape muss vergessen haben, mir einen zu geben.", versuchte Lucy ihre Situation zu erklären. „So?", die ältere Lehrerin sah sie mit einem seltsamen Geichtsausdruck an, den Lucy nicht deuten konnte. Sie holte einen Bogen Papier hervor, auf dem kurz darauf Lucys Unterrichtseinheiten erschienen, und reichte ihn der jüngeren Kollegin. „Ist alles in Ordnung bei Ihnen?", fragte sie. „Alles bestens.", log Lucy und zwang sich zu einem Lächeln. Professor McGonagall verabschiedete sich von ihr. Lucy studierte ihren Stundenplan. Erleichtert stellte sie fest, dass heute tatsächlich kein weiterer Unterricht stattfinden sollte.

Gerne hätte Lucy sich jetzt in Ihrem Bett verkrochen. Sie hatte Bauchschmerzen, wenn sie an die kommende Zeit auf Hogwarts dachte. Stattdessen beschloss sie die Zeit zur Erkundung des Schlosses zu nutzen. Sorgfältig prägte sie sich alle wichtigen Wege ein, dann entdeckte sie die Bibliothek. Die schiere Masse fesselnder Literatur war überwältigend. Lucy stöberte in den Reihen und unterhielt sich kurz mit der Bibliotekarin Madam Pince. Die Frau wirkte streng, war aber nicht unfreundlich.

Lucy stieg auch auf den Astronomieturm, fand den Krankenflügel und unterhielt sich mit verschiedenen Porträts. Zum Mittagessen war sie nicht erschienen und auch abends verspürte sie weder Hunger, noch das Bedürfnis sich mit Lockhardt zu unterhalten oder Professor Snape zu sehen. Sie vergrub sich mit einem Buch aus der Bibliothek in ihrem Zimmer. Plötzlich klopfte es an der Tür.