Hallo Leute!

Dieses Chap wartete schon längere Zeit auf meinem Computer, doch ich konnte es nicht uploaden, da ich über Weihnachten mit meinem Rechner nicht ins Netz konnte (es lebe W-lan...) und durch lan zugreifen spielt es auch nicht, da mein Liebster (Rechner) selbst meinen Dad hartnäckig aussperrt, was ja nicht unbedingt das Schlechteste ist...

Doch nun genug geplappert.

Wünsche viel Vergnügen beim neuen Chap und ein gutes Neues und gebt acht, dass ihr beim Mitternachtswalzer nicht ausrutscht.

vic


Omne principium difficile! (Aller Anfang ist schwer!)

Draco hatte alle seine mentale Kraft benötigt, um die von ihm erwartete Fassade aufrecht zu erhalten. Es war ihm wirklich nicht leicht gefallen, so lange höflich und wohlerzogen zu spielen, bis sich ihm die Gelegenheit bot sich aus dem Staub zu machen. Nun endlich konnte er seinem Ärger Luft machen. Er hatte sich nicht in seine Räume zurückgezogen, wie er es seinem Vater gesagt hatte, sondern war aus dem Haus gestürmt, hatte seinen Besen gerufen und flog nun über das weitläufige Anwesen.

In der Luft konnte er seinen Emotionen freien Lauf lassen, ohne sich sofort wieder bei seinem Vater dafür entschuldigen zu müssen, oder sich je nach Verfehlung einen kürzeren oder längeren Cruciatus einfangen. Im heutigen Fall wäre das wohl ein verdammt langer, schmerzhafter Cruciatus. Draco konnte seinen Vater gut leiden, doch mit dessen Erziehungsmethoden kam er immer schlechter zurecht. Wahrscheinlich lag es daran, dass er sich im letzten Jahr nie dem Willen des Vaters beugen musste, da der in Askaban festsaß.

Dafür hatte er aber einen neuen Peiniger gefunden, der ihm viel von seiner Energie gekostet hatte – der dunkle Lord. Und natürlich konnte er, Draco Malfoy nicht einmal etwas zur Zufriedenheit dieses Monsters machen, nein, verdammt, jetzt blieben ihm nicht wirklich viele Möglichkeiten übrig... dann auch noch die Heirat, verfluchte Reiblütergesetze, es konnte nicht wahr sein.

Parkinson oder Granger, nein, eigentlich war sie ja eine Snape. Merlin, wie zum Donnerwetter sollte er da wohl wieder rauskommen. Eine der beiden musste er nehmen, ob er nun wollte oder nicht, es gab keine andere Lösung ohne das ganze Ansehen zu verlieren. Im Prinzip hatte sein Vater die Wahl für ihn schon getroffen – er würde um Grangers Hand anhalten dürfen, welch Freude.

Den Rest seines Lebens war er nun vermutlich an eine verdammte Besserwisserin gebunden, die er nie wieder los werden würde und auch mit einer Mätresse war nichts, da ihm seine Mutter seit jeher klar gemacht hatte, dass sie einer Heirat ohne Fidelius- Verbindung nicht zustimmen würde. In diesem Fall wohl wahr ‚bis der Tod euch scheidet', denn erst da löste sich die Verpflichtung dem Partner gegenüber auf. Sie würde damit der zukünftigen Mrs. Malfoy dasselbe Schicksal ersparen, das sie zu tragen hatte.

Lucius hatte ständig irgendwelche Sexabenteuer mit irgendwelchen Mädchen oder auch Burschen, was Narcissa abstoßend fand. Natürlich liebte Lucius Narcissa auf seine eigene Art und Weise, doch intim waren die beiden schon sehr lange Zeit nicht mehr gewesen. Draco konnte sich überhaupt nicht daran erinnern, dass die beiden jemals ein gemeinsames Schlafzimmer benützt hätten (AN: was das bedeutet, brauche ich hoffentlich keinem zu erklären). Lucius machte es zwar nie wirklich öffentlich, aber es war ein offenes Geheimnis, dass er das Ehebett mit seiner Frau nur so lange geteilt hatte, bis sein Erbe gezeugt worden war. Auch für Draco war das nichts neues, er wusste es schon lange und er wusste auch um den Wunsch seiner Mutter, welcher ihm jetzt weitere Kopfschmerzen einbrachte.

Draco flog immer höher und entfernte sich immer weiter von dem riesigen Herrenhaus. Doch die Ruhe, die er normalerweise beim Fliegen verspürte, wollte sich einfach nicht einstellen. Es war wirklich verhext. Innerlich kochte er noch immer genauso, wie er weggeflogen war und schön langsam musste er ans Umkehren denken, denn ewig würde er nicht Zeit haben, um mit einer ersten Entschuldigung bei Gan.. ähm Snape anzutanzen. Er wusste, dass sein Vater ihn bereits morgen nach dem Fortschritt in dieser Sache fragen würde und natürlich kannte Draco auch die Konsequenzen, die ihm ein abschlägiger Bescheid seitens der von seinem Vater Erwählten einbringen würden.

Fieberhaft überlegte er seine Möglichkeiten. Sein Ärger war nun Ratlosigkeit gewichen. Er kannte dieses Mädchen doch überhaupt nicht, wusste nicht um ihre Vorlieben oder Abneigungen, konnte keinen anständigen Ansatz für eine geheuchelte Entschuldigung finden.

„Blumen!", schoss es ihm in den Kopf, „Blumen sind immer gut. Vielleicht Rosen? Ja, Rosen. Er würde noch schnell in den Gewächshäusern vorbeischauen und sich von dem Hauselfen, der für dieselbigen zuständig war, ein Rosenbouket zusammenstellen lassen. Er musste nur aufpassen, dass der Hauself es nicht übertrieb. Er schätze Hermione als ein Mädchen ein, das sich zwar durch solche Dinge verführen ließ, beeindrucken würde er sie aber nicht können, wenn es zu protzig wäre.

Die Blumen hatte Draco beschafft, ein hübscher Strauß aus pfirsichfarbenen Rosen, welche einen betörenden Duft verströmen (AN: na klar, sind ja auch magische Rosen). Und nun, tja, nun würde er sein Glück versuchen. Schlimmstenfalls müsste er wohl etwas standhaft sein, aber im Endeffekt würde er sie schon für sich gewinnen können. Nach längerem Überlegen war er nämlich zum Entschluss gekommen, dass es besser wäre, eine intelligente, hübsche Lady einer dummen, billigen Schlampe vorzuziehen. Irgendwie würden sich die beiden schon arrangieren können.

Leise schlich sich Draco wieder zurück ins Haus, um nicht von seinem Vater oder seinem Paten aufgehalten zu werden. Anscheinend hatte sein Vater auch nicht vor, mit ihm Konversation zu betreiben, denn als Draco an dessen Büro vorbeiging. Hörte er nur ein „Vermassel es nicht, Sohn!"

Na toll, der Alte hatte es doch wieder mitgekriegt. Interessant, wie ihm das immer gelang. Unruhig stieg er die Treppen hoch, doch ihm war immer noch nicht klar, was er genau sagen wollte. Zuerst einmal würde er die Blumen überreichen und dann... der nächste Schritt wäre eine förmliche Entschuldigung für – ja wofür eigentlich, dafür, dass er sich eigentlich an die Erziehung seines Vaters gehalten hatte oder lieber dafür, dass er sie immer als minderwertig betitelt hat, dafür, dass er ihr bei jeder sich bietenden Gelegenheit das Leben schwer gemacht und sie verhext hatte.

Einfach würde es wohl nicht werden. Er hoffte, dass er zumindest eine Art Waffenstillstand aushandeln konnte; schließlich lag ihm doch etwas an seinem Leben... Sein Vater würde die Hochzeit bestimmt durchbringen, aber mit einer feindlich gesinnten Gryffindor würde das eine sehr lange Ehe werden. Also besser jetzt den Stolz hinunterschlucken und später wenigstens überleben können, denn welches Feuer in dieser Hexe brannte, hatte er schon mehrmals erahnen können. Mit Schaudern erinnerte er sich noch an die Ohrfeige, die sie ihm im dritten Jahr zuteil werden hatte lassen.

Mittlerweile stand Draco vor der Türe und konnte nicht mehr länger warten, also fügte er sich in sein Schicksal, hob die Hand und klopfte an die Zimmertüre.


Ob Hermione ihn fressen wird? Oder verspürt die Löwin heute keinen Gusto auf Schlange?

Wollt ihr es wissen? Tja, dann schreibt mir was nettes!

Lg, vic