Vielen Dank für die vielen Reviews! Da konnte ich einfach nicht anders, und mußte sofort weiterschreiben!

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Kapitel 2

Als sie die bittere Flüssigkeit mit einem ausgiebigen Schütteln heruntergeschluckt hatte, wartete sie auf irgendeinen Effekt, aber sie konnte keinen feststellen, außer das Snape irgendwie erleichtert zu sein schien. Er hielt sich allerdings nach wie vor auf Abstand zu ihr.

Hermine hatte den Gedanken noch nicht ganz zuende gedacht, als sie von draußen Stimmen hörte und einen Moment später öffnete sich die Tür zum Studierzimmer und McGonagall und Dumbledore betraten den Raum.

McGonagall tobte vor Wut: „Was haben Sie sich dabei gedacht, daß Sie..." ihre Augen wurden groß, sie starrte in Hermines Richtung und dann wieder in Snapes. „...bei Merlin! Wie ist das denn passiert? Geht das von Miss Granger aus?" Die Verwandlungslehrerin griff sich an die Brust und taumelte mit einem höchst seltsamen Gesichtsausdruck einen Schritt zurück.

Dumbledore lächelte zwar, aber für seine Verhältnisse wirkte das Lächeln ein wenig gekünzelt.

„Oh je, oh je..." sagte der alte Schulleiter nur und Snape nickte.

„Das bringt es ziemlich auf den Punkt, Albus.", grollte er in sarkastischem Ton mit seiner tiefen Stimme und sah Hermine an, als habe sie Fawkes den Hals umgedreht.

„Ein Detego-Fluch?", fragte Dumbledore, doch Snape schüttelte den Kopf.

„Ich vermute eher ein Lucubratorius ludibrium der übelsten Sorte. Ich denke, daß Draco den Fluch aus der elterlichen Bibliothek hat mitgehen lassen. Sehr gekonnt ausgeführt, muß ich sagen. Er hat nicht nur eingebunden, daß sie den Saal nicht verlassen konnte, sondern auch mich als konkrete Person ausgewählt und nicht einmal die Art des Kusses ausgelassen. Da hat der Junge mal sehr genau gelesen, was er zu tun hat. Ich wünschte, sein Elan wäre im Unterricht so ausgeprägt gewesen. Er hat allerdings nicht eingerechnet, daß Miss Granger eine Gryffindor ist und er hat definitiv nicht damit gerechnet, daß ich ihr helfen würde, der Bastard." Die letzten Worte waren angespannt gezischt. „Allerdings hat sie zu lange gewartet."

Hermine versuchte zu verstehen, worüber die Männer sich unterhielten und beugte sich ein klein wenig nach vorne, was dazu führte, daß alle Anwesenden kurz erschrocken nach Luft schnappten und der Schulleiter sogar einen Schritt von ihr wegging.

„Merlin, Merlin", schmunzelte Dumbledore und bekam leicht rote Wangen. „Es ist lange her, daß derlei Gedanken aufgekommen sind."

„ALBUS!", rief McGonagall in ihrem empörtesten Tonfall, brachte sich aber gleichzeitig ein gutes Stück der Tür näher, durch die sie gerade hereingekommen war.

Snape sah zu Hermine rüber.

„Dabei hat sie gerade bereits einen Blocker getrunken. Der heftigste Teil der Wirkung dürfte bereits abebben. Für sie selbst hat sich der Fluch erledigt, aber ihre Wirkung auf die Umwelt wird noch wenigstens ein paar Stunden andauern."

„Was machen wir denn in der Zeit mit ihr?" McGonagall klang leicht hysterisch.

„Können Sie so lange auf sie Acht geben, Severus?", fragte der Schulleiter.

Snape beantwortete seine Frage mit einem seltsamen, beinahe unsicheren Lachen, aber dann streckte er sich noch einmal, wie er es vorhin im großen Saal getan hatte und nickte dann.

„Wenn es sein muß... ich sehe auch keine andere Möglichkeit. Sie wird die ganze Schule verrückt machen, wenn sie nur über die Gänge geht. Ich hoffe, daß ich sie schnell genug weggebracht habe."

„Was ist denn los mit mir?", rief Hermine in die Unterhaltung hinein und wieder reagierten alle in höchstem Maße erschrocken. Langsam begann diese Reaktion ihre Nerven zu strapazieren.

McGonagall war die erste, die versuchte, Worte zu finden.

„Miss Granger, sie strahlen im Moment eine gewisse... Sie bewirkten, daß..."

Snape sprang helfend ein.

„Sie verteilen im Moment mehr Pheromone als ein Rudel läufiger Veela."

Hermine starrte ihn an.

„Aber davon merke ich gar nichts."

Snape verdrehte genervt die Augen.

„Schön für Sie..."

Seine Stimme war kalt, aber sie hörte auch den Hauch eines Vibrierens darin, das dort sonst nicht war.

„Kommen Sie mit der Situation klar, Severus?", fragte Dumbledore.

Snape nickte erneut.

„Und wenn ich sie für heute nacht hier im Studierzimmer einsperren muß..."

Hermine schnappte zwar nach Luft, wagte aber nicht zu protestieren, weil auch McGonagall und der Schulleiter diese Lösung für nicht allzu abwegig zu halten schienen.

Plötzlich wurde ihr völlig anders. Sie brauchte einen Augenblick um zu erkennen, was da in ihr geschah aber in dem Moment in dem entschieden zu sein schien, daß sie die Nacht in diesem Zimmer alleine verbringen würde, fühlte es sich so an, als drehe Hermines Magen sich einmal um sich selbst und nur ein Griff zu dem neben dem Tisch stehenden Papierkorb verhinderte, daß sie sich über den Boden des Studierzimmers erbrach.

Snape gab einen lauten, unendlich genervten Ton des Missfallens von sich und scheuchte den Schulleiter und McGonagall aus dem Raum.

„Gehen Sie. Sie verträgt offenbar den Blocker nicht. Ich werde hierbleiben."

Die zwei Professoren ließen sich schieben, aber kurz bevor Snape die Türe schließen konnte, fragte McGonagall noch einmal zweifelnd: „Sind Sie sicher, daß Sie widerstehen können, Severus?"

Snape brüllte seine Antwort wie in den besten Unterrichtszeiten: „Verflucht nocheinmal, Minerva! Ich werde mich beherrschen können, Miss Granger die hoffentlich noch vorhandene Unschuld zu nehmen und auf diese Weise meine Integrität den Schweinen zum Fraß vorzuwerfen! RAUS JETZT! Und sorgen Sie dafür, daß dieser Widerling Malfoy nicht ungeschoren davonkommt! RAUS!" Mit dem letzten Dröhnen seiner Stimme schlug er die Tür zu und drehte mit mehr Wucht als notwendig gewesen wäre, den großen Schlüssel um, der im Schloß steckte.

„Ich werde gleich wahnsinnig", murmelte er vor sich hin, wandte sich wieder in den Raum und war einen Moment unschlüssig, was genau er nun tun sollte.

Hermine wischte sich mit ihrem Taschentuch den Mund ab und wagte nicht, nach einem Schluck Wasser zu fragen. Aber ihr Blick verriet wohl ihren Wunsch.

Snape ließ mit einem Wuschen seines Zauberstabes den Inhalt des Papierkorbes verschwinden.

„Kommen Sie in Merlins Namen mit und putzen Sie sich die Zähne, damit Sie neben dieser Pheromon-Seuche nicht auch noch den Geruch nach Erbrochenem verbreiten.", zischte er und öffnete eine Tür, die Hermine entweder bis gerade eben übersehen hatte, oder die gerade eben erst sichtbar geworden war.

Er hielt die Tür auf, so daß sie hindurchgehen konnte. Als sie an ihm so dicht vorbeikam, daß sie ihn fast berührte, wurde er stocksteif, sagte aber kein Wort, sondern deutete ihr nur den Weg durch ein gemütliches Wohnzimmer zu einer Tür, die in ein kleines, aber behagliches Badezimmer führte. Er folgte ihr, griff in einen Schrank und holte eine offenbar noch unbenutzte Zahnbürste heraus, deutete auf die Ablage des Waschbeckens, auf dem Zahnnpasta und andere Utensilien zu finden waren und verließ dann das Bad.

Als sie wieder aus dem Bad herauskam, legte Snape gerade eben ein Kissen und eine Decke auf das Sofa.

Er schien mit seinem Körper zu spüren, daß sie den Raum wieder betreten hatte. Sie sah nicht nur die Anspannung die sofort unter dem Stoff des Hemdes geradezu sichtbar in seinen Muskeln Einzug hielt, sondern konnte von der Seite erkennen, daß er die Kiefer so fest aufeinander preßte, daß sich seine Wangenknochen deutlicher abzeichneten.

Er hatte die steife Robe abgelegt und trug nur noch das weiße Hemd, dessen Ärmel immer unter seiner Kleidung hervorblitzten und die schwarze Hose. Und Hermine fragte sich, ob die Gefühle, die bei diesem Anblick in ihr aufstiegen auf den Fluch zu schieben waren. Es musste so sein... alles andere wäre Irrsinn... also riß sie sich zusammen und ging zum Sofa hinüber.

Er bedeutete ihr mit einer Handbewegung, daß sie stehen bleiben solle und sie blieb auf halbem Wege stehen.

„Es ist nicht nötig, daß Sie auf dem Sofa...", begann sie. Aber sie brachte den Satz nie zuende, weil Snape ihr harsch ins Wort fiel: „Wie kommen Sie auf die Idee, ich würde in meinen eigenen Räumen auf dem Sofa übernachten, Miss Granger? Ich habe die Decke freundlicherweise für Sie hier hingelegt."

Da war sie wieder, die Peinlichkeit die in ihr aufstieg! Aber sie überspielte sie und bedankte sich.

Er flüchtete mit wenigen Schritten zu einem weiteren Nebenraum, in dem offenbar sein Schlafzimmer war und blieb dann noch einmal stehen. Ohne sich umzuwenden erklärte er kurz: „Wenn Ihnen noch einmal übel werden sollte, kommen Sie mit der Situation sicher alleine zurecht und brauchen mich dafür nicht zu stören, sollten Sie aber andere Probleme bekommen, wecken Sie mich." Er wandte sich ihr noch einmal zu „Dazu reicht es, wenn Sie rufen, es besteht kein Grund für Sie, weitere Räume in diesem Quartier zu betreten."

Ohne ein weiteres Wort und ohne ein „gute Nacht" verschwand er in seinem Schlafzimmer und lehnte die Türe an.

Hermine setzte sich auf das Sofa und versuchte zu begreifen, was überhaupt geschehen war! Wie war sie nur wieder in diese Situation hineingeraten? Sie dachte an die Halle zurück, dachte an den Kuß und fühlte wieder dieses unvergleichliche Ziehen in ihrem Bauch. Ihr wurde schwindelig, wenn sie daran dachte, wie er sie geküsst hatte. Sie glaubte seine Lippen auf ihren fühlen zu können und ein leises Seufzen enfloh ihrem Mund.

Im Gleichen Moment fauchte es aus dem Schlafzimmer: „Um Himmels Willen, Granger! Ich weiß nicht, was genau Sie tun, aber es verschlimmert die Situation! Hören Sie auf damit!"

Doch sein Aufschrei bewirkte das Gegenteil. Hermine wusste, daß sie für ihn im Augenblick beinahe unwiderstehlich war. Und so surreal die Situation auch war und so sehr wie sie Snape auch ablehnte – die Tatsache, daß sie diese Wirkung auf ihn hatte, erregte sie! Die winzige, ungehörige Stelle in Hermine Granger die ihr jetzt Ideen zuflüsterte, ließ sie darüber rätseln, wie sehr sie ihn erregte und welcher Maßnahmen es bedürfen würde, seine Kontrolle zu brechen.

Aber der größere Teil in ihr fand diesen Gedanken vollkommen abwegig und unmoralisch!

Sie legte das Kissen hin, sich selbst darauf und deckte sich mit der weichen Decke zu.

Es dauerte keine halbe Minute und sie war eingeschlafen.

Hermine hatte keine Ahnung, wie spät es war, als sie aufwachte und im Halbdunkel des Raumes in das Gesicht von Severus Snape sah, der ihr gegenüber, auf der anderen Seite des Sofatisches saß, die Ellenbogen auf den Tisch gestellt hatte, seinen Kopf an den Seiten aufgestützt hielt, als denke er über die tiefsten Abgründe der Weltgeschichte nach und sie dabei unverwandt beobachtete.

Sein Atem ging flach und schnell und obwohl er völlig still saß, konnte Hermine den beschleunigten, festen Herzschlag an dem Pulsieren seiner Halsschlagader sehen.

Er war in völliger Aufruhr, bewegte sich aber keinen Millimeter.

Hermine hatte zwar die Augen aufgeschlagen, tat aber ansonsten ebenfalls absolut gar nichts.

Sie betrachtete ihn nur ebenso genau, wie er sie.

Je länger sie ihn betrachtete, desto mehr Details erfasste sie. Er zitterte leicht und seine Stirn war ein wenig feucht, als habe er Fieber. Dazu passte auch das leichte Rot seiner Wangen.

„Was kann ich für Sie tun, Professor?", fragte Hermine flüsternd „Kann ich irgendwie helfen?"

Er zuckte leicht zusammen, als sie sprach, schüttelte denn aber den Kopf.

„Sprechen Sie nur nicht, Miss Granger.", seine Stimme klang heiser und durch den tiefen Ton war es mehr ein Hauchen.

Er richtete sich in dem Sessel, in dem er saß, abrupt auf, drückte sich ganz in die hohe Lehne hinein und sah zur Decke.

„Nur noch ein paar Stunden, dann können Sie wieder gehen."

Hermine nickte und hatte seine Bitte, sie solle nicht sprechen, bereits wieder vergessen, als sie ergänzte: „Dann sind Sie auch von der ganzen Sache erlöst."

Er lachte bitter.

„Da bin ich inzwischen nicht mehr so sicher, Miss Granger." Er umfasste sich selbst eng mit den Armen. Er trug noch immer das Hemd und die Hose – hatte sich offenbar nicht zur Nacht umgezogen, so wie auch sie noch das Kleid der Feier trug.

„Wie meinen Sie das?" Sein Satz hatte so seltsam geklungen.

Er lachte wieder dieses unheimliches Lachen.

„Ich habe langsam den Verdacht, daß Malfoy sehrwohl geglaubt hat, daß Sie den Mut aufbringen würden und daß ich Ihnen helfen würde – ich fürchte fast, daß sein Abschiedsgeschenk nicht Ihnen, sondern mir galt..."

Hermine setzte sich auf, was Snape ein leises Stöhnen entlockte. Er schloß die Augen und umfasste sich noch fester.

„Geht es Ihnen nicht gut?" Sie gab einen ungehaltenen Laut von sich, der ihrer eigenen Frage galt. „Ok, daß es Ihnen nicht gut geht, ist offensichtlich, aber was meinen Sie genau?"

Snape stand auf und schüttelte den Kopf, als wolle er etwas abschütteln.

„Es ist kurz vor Morgengrauen, Miss Granger. Der Effekt den Sie verströmen muß längst fort sein, oder zumindest in einem Maße abgeschwächt, daß er kaum noch wahrnehmbar ist. Daß ich ihn trotzdem noch so heftig empfinde lässt darauf schließen, daß Draco sich noch viel tiefer in die Möglichkeiten dieses Fluchs eingelesen hat, als ich gedacht habe."

Hermine stand ebenfalls auf und ging zu ihm.

Er wehrte sich nicht dagegen, sah sie nur mit sehr viel Vorsicht an, wie man eine Schlange betrachtete, die sich einem nähert.

„Ich würde nicht so nah herankommen, Miss Granger.", seine Stimme war tiefer, als Hermine sie je gehört hatte.

Seine Stimme, seine Haltung, die Art wie er sie ansah und die Erinnerung an den Kuß gestern Nacht nahmen ihr die Entscheidungsfähigkeit – sie konnte nicht anders und ging noch einen Schritt auf ihn zu.

„Sie sind aber nicht ich.", flüsterte sie provokativ. Er schloß die Augen und stöhnte noch einmal leise auf.

„Bei Merlin, lassen Sie das bleiben! Besinnen Sie sich um Himmels Willen auf ihre Gryffindorschen Moral-Regeln und lassen Sie mich in Ruhe."

Seine Augen verrieten die Lüge in seinen Worten.

Hermine konnte nicht anders – noch einen Schritt ging sie näher auf ihn zu und stand nun so dicht vor ihm, daß sie ihn berührte.

Nichts hätte Snape jetzt noch davon abbringen können, seine Arme zu heben, seine langen Finger an ihren Wangen entlang in ihre Haare streichen zu lassen, um ein zweites Mal ihren Kopf zu fassen – zärtlicher als beim ersten Mal, aber nicht weniger bestimmt – und mit dem letzten Rest verzweifelter Gegenwehr in den schwarzen Augen seine Lippen erneut zu einem Kuß auf ihre zu legen. Beider Stöhnen erfüllte den Mund des anderen, als sie sich den Wellen aus Empfindungen hingaben, die diese Zärtlichkeit in ihnen hochschlagen ließ.

Sein Kuß wurde fordernder und Hermine umfasste ihn, hatte nun, im Gegensatz zu vorher, die Zeit, ihn zu erkunden und fühlte, wie er unter ihren Händen erbebte und leise in den Kuß hieinkeuchte, als ihre Hände an seinen Seiten hochwanderten und sie ihren Oberkörper fest an seinen heranpresste.

Das Spiel ihrer Zungen wurde intensiver und Hermine küsste Snape auf eine Weise, die für sie brandneu war. Jede Berührung ihrer Lippen sendete Blitze und Stromschläge durch ihren ganzen Körper und sie wusste, daß sie noch nie so empfunden hatte. Sie konnte fühlen, wie Snape sich wehrte, wie er mit Macht versuchte, gegen das anzukämpfen, was sie taten und die Hilflosigkeit mit der er in diesem Versuch scheiterte, ließ sie sich wie eine Göttin fühlen. Er war ihr ausgeliefert und Wachs in ihren Händen, wenn sie es so wollte. Oh! Was für ein berauschendes Gefühl! Hermine wurde schwindelig von der Lust, die diese Gedanken in ihr auslösten.

Doch plötzlich wurde sein Körper hart, er drückte sich durch und mit einem lauten, beinahe geschrieenen „NEIN!" stieß er sie von sich, starrte sie dann schwer atmend an, als wolle sie ihm ein Messer in den Bauch stoßen. „NEIN!", schrie er noch einmal, um sich davon abzuhalten, sie wieder an sich zu ziehen, war dann mit wenigen Schritten in seinem Schlafzimmer verschwunden und schlug mit aller Macht die Tür hinter sich zu.

Hermine konnte hören, wie er sich von innen gegen die Türe warf und, nun leiser, immer wieder „Nein... nein..." rief.

In Hermine krampfte sich alles zusammen und sie wusste nicht, wo sie nun mit der Intensität ihrer Gefühle hin sollte. Womit nur, sollte sie diese unfassbare Sehnsucht niederschlagen? So kannte sie sich nicht. Sie war ein Kopfmensch. Noch nie hatte ihr Körper ihr derartige Signale gegeben, sie so fühlen lassen! Sie dachte sogar kurz darüber nach, ob es helfen würde, selbst Hand an sich zu legen – aber das war es nicht, wonach sie gierte... sie wollte auf die andere Seite dieser Türe...

TBC